Aus GRAFTED wird Arise

Jani Salokangas übernimmt die ICEJ- Arbeit für junge Erwachsene in Israel

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GRAFTED 2011

Die ICEJ-Arbeit für junge Erwachsene ist im Wandel. Jani Salokangas aus Finnland hat als neuer Direktor diesen Bereich im März 2012 in Jerusalem von Liesl Maas übernommen. Unterstützt wird Jani von Sybille Hochuli aus Reitnau, einem kleinen Dorf im Schweizer Mittelland, in dem sich auch das Büro der ICEJ-Schweiz befindet. Liesl Maas hatte Grafted vor zehn Jahren gegründet. Heute lebt sie mit ihrem Mann Bram und ihrer kleinen Tochter in den Niederlanden. Neben dem Leitungswechsel steht auch eine Namensänderung an. Für die bessere Verständlichkeit des Namens vor allem in Ländern, deren Muttersprache nicht Englisch ist, wird Grafted  („eingepfropft“) in Arise (Steht auf) umbenannt. Es wird Janis und Sybilles Aufgabe sein, Arise weltweit bekannt zu machen, neue und alte Freunde zu gewinnen und Neues in der ICEJ-Arbeit für junge Erwachsene zu entwickeln. Wir haben die beiden gefragt, wie sie nach Israel gekommen sind, wie es ihnen gefällt und was ihre Aufgaben und Visionen für Arise sind.

Umzug nach Israel

 Familie Salokangas Jani (29) ist mit seiner Frau Laura (28) und den beiden kleinen Töchtern Noela (3) und Amilia (1) aus Finnland nach Jerusalem gekommen. Umzüge sind für sie nichts Neues: „Mit der ganzen Familie umzuziehen ist nicht so einfach. Wir sind jetzt acht Jahre verheiratet und es ist unser siebter oder achter Umzug, das vierte Mal nach Übersee“, erklärte Jani. Als Kind finnischer Missionare in Uruguay geboren ist er an andere Kulturen gewöhnt. Mit Laura lebte er unter anderem in Australien und zuletzt zwei Jahre in Tansania. „Es ist erheblich einfacher nach Israel zu kommen, wenn man zuvor in Afrika gelebt hat. Hier haben wir fließendes Wasser im Haus und Elektrizität“, schmunzelte Jani.

Israel verstehen – ein Prozess

„Obwohl Missionarskind war ich anti-israelisch eingestellt. Es wurde nicht wirklich in der Kirche über Israel gelehrt. Ich habe einfach die Berichterstattung über Israel in Europa übernommen und mich davon beeinflussen lassen. Ich habe sogar gesagt: Ich werde nie auch nur einen Fuß nach Israel setzen. Ironischer Weise lebe ich nun mit meiner Familie hier!“, sagte Jani und erklärte, wie es dazu kam. „Die Familie meiner Frau Laura ist sehr pro-israelisch eingestellt. Bevor wir geheiratet haben, waren wir vier Jahre befreundet. Es war ein Prozess und schließlich habe ich gemerkt: Geistlich lag ich völlig falsch, was Israel angeht.“

Lauras Vater ist Juha Ketola, der neue Internationale Direktor der ICEJ in Jerusalem und langjähriger Direktor der ICEJ-Finnland. „Dass die Eltern meiner Frau auch hier in Jerusalem sind, ist ein Glücksfall für uns als Familie. Aber wir wussten nicht, dass sie auch nach Israel kommen würden, als wir die Entscheidung trafen“, erklärte Jani.

Junge Leute für Israel gewinnen

Als neuem Leiter von Arise liegt es Jani am Herzen, junge Leute zu erreichen. „Wir brauchen eine neue Generation junger Leiter, die Gottes Pläne verstehen. Das schließt dann automatisch auch mit ein, Israel zu verstehen“, so Jani. Vier Punkte sind ihm dabei wichtig: Zum Einen, die jungen Leute zu lehren, dass Israel ganz natürlich zum Glauben dazugehört. „Die Kirche tendiert dazu, Israel separat zu sehen, aber tatsächlich sollte Israel im Herzen der Kirche angesiedelt sein.“ Da junge Leute mit den neuen elektronischen Medien leben, mit Facebook und Youtube, wird Arise sich nach Janis Vorstellungen mehr der neuen Medien bedienen und junge Erwachsene vor allem mit Filmclips ansprechen. „Zudem sind neue Projekte und Programme geplant, die Sport oder Musik umfassen. Und schließlich wollen wir die junge Generation außerhalb Israels persönlich erreichen, zu Gemeinden und Jugendkonferenzen reisen und dort sprechen“, gab Jani einen Ausblick auf geplante Neuerungen.

„Ich ermutige junge Menschen: Seid mutig, steht für Gott ein!“, erklärte Jani. „Wenn du für nichts stehst, wird dich alles umhauen. Die Welt will, dass ihr jung und unverantwortlich seid. Aber wenn du jung bist, musst du Verantwortung lernen, ansonsten wirst du dein ganzes Leben lang keine Verantwortung übernehmen.“

Vom Praktikum zur Mitarbeit

Sybille Hochuli Sybille (27) unterstützt Jani im Arise-Team. Sie schloss ihr Theologiestudium ab, bevor sie zu Arise kam. „Im Rahmen meines Studiums musste ich ein Praktikum machen und konnte das 2010 sieben Wochen lang in Israel tun, mit Grafted, wie Arise da noch hieß“, erzählte sie. „Letztes Jahr rief Liesl mich an und fragte, ob ich mir vorstellen könnte, in Jerusalem mitzuarbeiten. Nach einigem Nachdenken und Beten sagte ich begeistert zu!“ 

Vor allem durch die Geschichten in der Bibel war Israel schon früh ein Thema für Sybille, die in einer christlichen Familie aufwuchs. „Schon als Kind habe ich mich sehr für Geographie und Geschichte interessiert. Wenn Ortsnamen genannt wurden, habe ich oft eine Karte rausgeholt und geschaut, wo der Ort ist“, erzählte Sybille. Auch drei Familienurlaube in Israel haben in ihr das Interesse und die Liebe zum Land geweckt.

„Bei Arise bin ich verantwortlich für die Administration und Organisation“, erklärte sie. „Vom 27. September bis 07. Oktober 2012 haben wir zum Beispiel die ‚Laubhüttenfest-Tour 2012‘, eine Reise für junge Leute aus aller Welt. Es gibt noch die Möglichkeit, mitzukommen! Ich bin damit beschäftigt, Kontakt zu unseren Projekten zu halten, die Tour zu organisieren und mit den Teilnehmern zu korrespondieren.“ Außerdem pflegt sie Arise auf Facebook und schreibt für das Arise-Magazin, das online verfügbar sein wird. 

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