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Israelische Luftwaffe übt erstmals in Deutschland

Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe sind am Montag zum ersten Mal in der Geschichte in Deutschland gelandet. Die Israelis werden gemeinsam mit ihren Kollegen aus Deutschland und anderen NATO-Mitgliedstaaten zwei Wochen lang an Militärübungen teilnehmen. Die deutsche Luftwaffe war bereits mehrmals an gemeinsamen Übungen in Israel beteiligt. „Nach dem Menschheitsverbrechen der Schoah ist es ein bewegendes Zeichen unserer heutigen Freundschaft, dass wir erstmals in unserer Geschichte Seite an Seite mit der israelischen Luftwaffe fliegen", sagte Generalleutnant Ingo Gerhartz, Inspekteur der deutschen Luftwaffe. Am heutigen Dienstag überflogen israelische und deutsche Kampfjets gemeinsam den Fliegerhorst Fürstenfeldbruck. 1972 wurden dort beim Olympia-Attentat von München neun der elf als Geiseln genommenen israelischen Athleten von palästinensischen Terroristen ermordet. Darauf folgte ein Überflug über die KZ-Gedenkstätte Dachau. Neben Gerhartz und Amikam Norkin, Chef der israelischen Luftwaffe, nahm auch die erste Flugstaffel-Kommandeurin Israels an dem Überflug teil. Eine deutsch-israelische Delegation gedachte im Beisein von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und dem israelischen Botschafter in Deutschland, Jeremy Issacharoff, in dem ehemaligen Konzentrationslager der sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden. Am Abend ist eine Gedenkveranstaltung im ehemaligen Olympischen Dorf in München geplant.

Foto: IAF/Screenshot, Israelische und deutsche Kampfflugzeuge überfliegen die KZ-Gedenkstätte Dachau, 18.08.2020

Diplomatische Beziehungen: Israelis in Abu Dhabi erwartet

Eine größere Delegation der israelischen Regierung wird Ende der Woche in Abu Dhabi erwartet. Jossi Cohen, Chef des israelischen Geheimdiensts Mossad, traf bereits am Montag zu Gesprächen mit Regierungsvertretern der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) dort ein. Israel und die VAE hatten vergangene Woche die Aufnahme diplomatischer Beziehungen angekündigt. Die VAE werden damit das dritte arabische Land sein, das Israel anerkennt und offizielle Beziehungen zum jüdischen Staat unterhält. Für die Vereinbarung mit den VAE, die durch Vermittlung der USA erfolgte, hat Israels Premierminister Benjamin Netanjahu zugestimmt, die geplante Annexion von Gebieten in Judäa und Samaria aufzuschieben. Als erstes Zeichen der neuen freundschaftlichen Beziehungen gaben die VAE am Sonntag die Telefonleitungen nach Israel und den Zugang zu israelischen Nachrichtenwebseiten frei. Zudem gab Netanjahu am Montag bekannt, dass es bereits Gespräche über eine direkte Flugverbindung mit den VAE durch den saudi-arabischen Luftraum gebe. Israels Wirtschaftsministerium erwartet infolge der Aufnahme diplomatischer Beziehungen einen Zuwachs des Werts israelischer Exporte in die VAE von derzeit ca. 250.000 Euro auf bis zu 250 bis 420 Millionen Euro im Jahr. Im Gegenzug ist davon auszugehen, dass die VAE in Israel bis zu 300 Millionen Euro jährlich investieren könnten. Besonders von der Zusammenarbeit profitieren würden Cyberindustrie, Medizingerätehersteller, sowie die Bereiche Finanztechnologie und Kommunikation. Auch aus sicherheitspolitischer Sicht ist das Abkommen der beiden Staaten bedeutungsvoll, da die VAE wie auch Israel den wachsenden Einfluss des Iran und seiner Verbündeten in der Region als Bedrohung ansehen.

Reaktionen im Nahen Osten auf Israel-VAE-Beziehungen

Politiker und Regierungen im Nahen Osten haben unterschiedlich auf die Ankündigung Israels und der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), diplomatische Beziehungen aufzunehmen, reagiert. Ägypten, Jordanien, Oman und Bahrain begrüßten die Ankündigung. Israels Geheimdienstminister Eli Cohen sagte am Sonntag, er erwarte, dass Oman und Bahrain demnächst ebenfalls diplomatische Beziehungen zu Israel aufnehmen werden. Die beiden Golfstaaten haben dies bisher nicht bestätigt. Saudi-Arabien hat sich bislang noch nicht öffentlich zu der Ankündigung vom Donnerstag geäußert. Beobachter gehen davon aus, dass das Land in naher Zukunft zwar keine diplomatischen Beziehungen zu Israel aufnehmen, jedoch die inoffiziellen Beziehungen zum jüdischen Staat vertiefen wird. Die Palästinenserführung verurteilte die Normalisierung der Beziehungen der beiden Länder als „verachtungswürdige Entscheidung“ und als einen „Verrat am palästinensischen Volk, an Jerusalem und Al-Aksa“. Saeb Erekat, PLO-Generalsekretär und Chefunterhändler der Palästinenserführung, bezeichnete das Abkommen als einen „Dolchstoß“. Es zerstöre „jede Möglichkeit eines Friedens zwischen Palästinensern und Israelis“, sagte Erekat. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan drohte mit der Schließung der türkischen Botschaft in den VAE. Der iranische Präsident Hassan Rouhani bezeichnete die Aufnahme diplomatischer Beziehungen als eine „verräterische Handlung“ und warnte die VAE vor einer „gefährlichen Zukunft“. Der Golf-Kooperationsrat, dem sechs arabische Golfstaaten angehören, verurteilte daraufhin die Drohungen des Iran gegen die VAE.

Libanons Präsident lehnt Frieden mit Israel nicht ab

Der libanesische Staatspräsident Michel Aoun hat angedeutet, Friedensgespräche mit Israel nicht grundsätzlich abzulehnen. In einem Interview mit dem französischen Fernsehsender BFMTV am Samstag wurde Aoun gefragt, ob die Möglichkeit eines libanesisch-israelischen Friedensabkommens bestünde. Aoun entgegnete: „Das kommt darauf an. Wir haben Probleme mit Israel und wir müssen diese erst einmal lösen.“ Auf die Frage, wie er über die Annäherung der Vereinigten Arabischen Emirate an Israel denke, entgegnete Aoun, die VAE seien ein „unabhängiges Land”. Aoun, maronitischer Christ, gilt als enger Verbündeter der vom Iran unterstützten schiitisch-libanesischen Terrororganisation Hisbollah, die die Vernichtung Israels will. Israel und der Libanon befinden sich seit 1948 offiziell im Krieg. Libanesen ist jeglicher Kontakt zu Israel oder Israelis verboten.

Terror in Südisrael: Feuerballons, Raketenbeschuss

Terroristen aus dem von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrschten Gazastreifen haben am Montag mit Feuerballons rund 20 Brände in Südisrael verursacht. Ein Feuerballon landete auf dem Gelände eines Kindergartens in der südisraelischen Stadt Sderot. Der Brand konnte gelöscht werden, es entstand geringer Sachschaden. Seit dem 6. August haben Feuerballons aus dem Gazastreifen mehr als 170 Brände in Südisrael verursacht und dabei große Flächen, darunter Naturschutzgebiete und Agrarland, zerstört. Am Wochenende feuerten Terroristen aus dem Gazastreifen zwei Raketen auf Sderot, die vom israelischen Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) abgefangen wurden. Herunterstürzende Trümmerteile beschädigten ein Wohnhaus. Eine Person wurde leicht verletzt. Zudem kam es am Wochenende zu gewaltsamen Protesten am Grenzzaun. Palästinenser setzten Autoreifen in Brand und warfen Sprengsätze und Handgranaten gegen den Zaun. Die israelische Luftwaffe und Panzereinheiten der Armee reagierten auf den andauernden Feuer- und Raketen-Terror mit dem Beschuss von Stellungen der Hamas im Gazastreifen. Außerdem hat Israel Kerem Schalom, den einzigen Warenübergang in den Gazastreifen, schließen lassen. Ägyptische Vermittlungsversuche vom Montag blieben Medienberichten zufolge ohne Ergebnis.

Tausende Palästinenser besuchen Israels Mittelmeerküste

Tausende Palästinenser aus dem Westjordanland (Judäa und Samaria), überwiegend Familien, haben Anfang August illegal den Sicherheitszaun nach Israel passiert und israelische Küstenstädte besucht. Medienberichten zufolge duldeten israelische Sicherheitskräfte und Behörden dies stillschweigend. Nachdem einzelne Palästinenser den Zaun überquert hatten, ohne von der israelischen Armee aufgehalten zu werden, verbreitete sich die Kunde davon rasch in den Palästinensergebieten. Israelisch-arabische Taxi- und Busunternehmen beförderten hunderte Familien vom israelischen Sicherheitszaun in die Küstenstädte Jaffa, Herzlija, Haifa und Netanja. Augenzeugen berichteten, israelische Soldaten hätten den Palästinensern vereinzelt geholfen, u.a. indem sie abends mit ihren Militärfahrzeugen den Weg zurück zu den Zaunöffnungen leuchteten. Beobachter vermuten, dass Israel damit auf die Ankündigung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), jegliche Koordination mit Israel zu beenden - einschließlich der Einreise von Palästinensern nach Israel, reagiert hat. Mit dem gewährten illegalen Grenzübertritt für tausende Palästinenser scheint Israel zu signalisieren, dass die PA die Situation nicht im Griff habe. Seit vergangener Woche ist der inoffizielle „Grenzübergang“ wieder geschlossen.


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Israel bietet Libanon Hilfe an

Nach den Explosionen im Hafen von Beirut am Dienstag hat Israel dem Libanon Hilfe angeboten und ist bereit, medizinische Ausrüstung in das Land zu liefern. Medienberichten zufolge sind die Gespräche Israels mit UN-Vermittlern weit fortgeschritten, die libanesische Regierung hat jedoch noch nicht reagiert. Bei den Explosionen kamen mindestens 135 Menschen ums Leben, etwa 5.000 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Beobachter vermuten, dass die Opferzahl bereits bei rund 400 Toten liegt. Israel und der Libanon befinden sich seit 1948 offiziell im Krieg. Zuletzt führte Israel 2006 einen Krieg gegen die im Libanon agierende schiitische Terrororganisation Hisbollah, die vom Iran unterstützt wird und seit 2005 an jeder libanesischen Regierung beteiligt war. Seit rund 10 Tagen ist die Situation an der israelisch-libanesischen Grenze angespannt, nachdem mehrere Hisbollah-Terroristen kurzzeitig in den israelischen Teil der Golanhöhen eingedrungen waren. Israel hat in der Vergangenheit verfeindeten Nationen oft humanitäre Hilfe angeboten, z.B. dem Iran und dem Irak, nachdem die beiden Länder 2017 von einem schweren Erdbeben erschüttert worden waren. Die meisten Hilfsangebote an verfeindete Staaten sind bisher abgelehnt worden. Während des syrischen Bürgerkriegs versorgten israelische Krankenhäuser in Koordination mit der israelischen Armee tausende verwundete syrische Zivilisten.

Foto: IDF, Fahnen des Libanons und Israels, Symbolbild

Gebetsanliegen: Beten wir, dass der Libanon Israels Hilfsangebot annimmt. Lasst uns auch für eine rasche und vollkommene Genesung der Verwundeten beten. Beten wir, dass Gott sich über den Libanon erbarmt und ihm Frieden und Freiheit schenkt.

Israels Ärzte appellieren an den Libanon: „Nehmt unsere Hilfe an“

Israelische Ärzte und Krankenhäuser haben den Libanon aufgerufen, Verletzte, die bei den Explosionen im Hafen von Beirut am Dienstag verwundet wurden, in Israel medizinisch behandeln zu lassen. „Bitte, bitte, lasst die Politik ruhen und nehmt unsere Hilfe an“, appellierte Prof. Anthony Luder, leitender Kinderarzt im Ziv Medical Center in Safed. „Es wird unnötiges Leid und Tod bedeuten“, sollte es den Verwundeten verwehrt werden, in Hilfe Israel zu erhalten, erklärte er. Luder hatte bei der Behandlung syrischer Zivilisten 2013-2018 im Krankenhaus von Safed eine zentrale Rolle eingenommen. Weder der Libanon noch die arabischen Nachbarstaaten seien in der Lage, die Verwundeten zu behandeln, sagte Luder. Salman Zarka, Direktor des Ziv Medical Centers, zeigte sich besorgt, dass die im Libanon agierende schiitische Terrororganisation Hisbollah Libanesen die Behandlung in Israel nicht erlauben werde. Er forderte sie jedoch auf, humanitären Anliegen den Vorrang zu geben. Die Hisbollah, die vom Iran unterstützt wird und seit 2005 an jeder libanesischen Regierung beteiligt ist, will die Vernichtung Israels. Außerdem ist Libanesen jeglicher Kontakt zu Israel oder Israelis, sei es persönlich, telefonisch oder online, gesetzlich verboten. Neben dem Ziv Medical Center boten auch Krankenhäuser in Naharija, Haifa und Ramat Gan an, Verwundete aus dem Libanon aufzunehmen.

Israel: Sorge um Sicherheit im Hafen von Haifa

Einat Kalish-Rotem, Bürgermeisterin von Haifa, hat am Mittwoch vor einem „Horror-Szenario“, vergleichbar mit den Explosionen in Beirut, in der nordisraelischen Hafenstadt gewarnt. In der Bucht von Haifa leben rund 900.000 Israelis in der Nähe von zwei Hafenanlagen und über 60 Industrieanlagen, einschließlich Ölraffinerien, Kraftwerken und Lagereinrichtungen. Die Explosion im Hafen von Beirut am Dienstag sei ein „Weckruf“ gewesen, sagte Kalish-Rotem. Auch Umweltschutzministerin Gila Gamliel warnte vor einer vergleichbaren Katastrophe in Haifa. Sie erklärte, es werde bereits an einem Plan gearbeitet, demzufolge Chemielager in den nächsten fünf Jahren aus der Metropolregion Haifa verlegt werden sollen. Eine Anfang 2019 veröffentlichte Untersuchung, die von der Regierung in Auftrag gegeben worden war, kam zu dem Schluss, dass das Risiko gefährlicher Zwischenfälle in den Industrieanlagen von Haifa gering sei. Jedoch warnte der Bericht, einige Einrichtungen, darunter Produktionsstätten von Düngemitteln und petrochemische Anlagen, müssten genauer untersucht werden.

Corona-Krise: Quarantänezeit reduziert, einzelne Maßnahmen wieder aufgehoben

 

Israel will die Quarantänezeit für Kontaktpersonen von Corona-Patienten um zwei Tage reduzieren. Damit sollen der israelischen Wirtschaft jeden Monat hunderttausende Arbeitstage weniger verloren gehen. Die vom Inlandsgeheimdienst Schin Bet vorgenommene Auswertung von Handydaten zur Nachverfolgung von Kontaktpersonen soll um weitere drei Wochen verlängert werden. Insgesamt sollen mit dieser Technologie zwischen dem 1. und 23. Juli über 40.000 Coronavirus-Träger nachverfolgt und mehr als 67.000 Kontaktpersonen ermittelt worden sein. Die israelische Regierung hat am Mittwoch beschlossen, die an Wochenenden geltenden Einschränkungen für den Einzelhandel wieder aufzuheben. Die Maßnahme soll keine Auswirkungen auf die Infektionsrate gehabt haben. Auch öffentliche Kinderspielplätze dürfen wieder besucht werden. Prof. Ronnie Gamzu, Corona-Beauftragter der israelischen Regierung, warnte, ein teilweiser oder sogar landesweiter Lockdown sei möglich, sollte die Zahl der Neuinfektionen in den nächsten zwei Wochen nicht zurückgehen. Dieser sei jedoch „das letzte Mittel“, erklärte er. Gamzu plant, Stadtverwaltungen mehr Verantwortung bei der Eindämmung der Pandemie zu übertragen - in Koordination mit dem Gesundheitsministerium und der israelischen Armee.

 


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Syrische Grenze: Kämpfer dringen in Golanhöhen ein

Vier bewaffnete Kämpfer sind am Sonntagabend über die syrische Grenze in die israelischen Golanhöhen eingedrungen. In einem verlassenen Posten der israelischen Armee brachten sie mehrere Sprengsätze an. Soldaten einer israelischen Spezialeinheit schossen auf die Männer und töteten sie. Am Montag wurden auf offenem Gelände eine Waffe und weitere Sprengsätze sichergestellt. Noch sei unklar, welcher Armee oder welcher Terrororganisation die Kämpfer angehört hatten, erklärte Armeesprecher Hidai Zilberman. Ob der Anschlag mit der andauernden Anspannung zwischen Israel und der schiitisch-libanesischen Terrororganisation Hisbollah in Verbindung steht, konnte die israelische Armee noch nicht bestätigen. Vergangene Woche waren Hisbollah-Kämpfer aus dem Libanon in die Golanhöhen eingedrungen. Nachdem die israelische Armee auf sie geschossen hatte, zogen sie sich wieder zurück. Bei einem Treffen mit dem Kommandeur der auf den Golanhöhen stationierten UN-Friedenstruppen (UNDOF) am Montag bekräftigten israelische Offiziere, die israelische Armee werde „nicht erlauben, dass die Souveränität Israels und die Sicherheit seiner Einwohner gefährdet wird.“ Am Montagabend bombardierte die israelische Luftwaffe Stellungen der syrischen Armee nahe Damaskus, darunter Beobachtungsposten, nachrichtendienstliche Anlagen und Luftabwehrgeschütze. Israel erklärte, es betrachte „das syrische Regime als verantwortlich für alle Aktivitäten, die innerhalb seines Territoriums geschehen.“

Foto: IDF, Kämpfer aus Syrien dringen in die Golanhöhen ein, 02.08.2020

Bei einem weiteren Luftangriff am Montagmorgen sind im Osten Syriens Beobachtern zufolge 15 pro-iranische Kämpfer getötet worden. Meldungen, die diesen Angriff der israelischen Luftwaffe zuschrieben, wurden von israelischer Seite nicht kommentiert.

 

Israel: Corona-Neuinfektionen stabilisiert, Grenzöffnung möglich

In Israel hat sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus stabilisiert. Das sagte Premierminister Benjamin Netanjahu am Montag. Er warnte jedoch vor einer steigenden Sterberate. Aktuell sind 349 Israelis schwer erkrankt, rund 100 von ihnen müssen künstlich beatmet werden. Insgesamt stieg die Zahl der Infizierten auf rund 75.000, davon sind ca. 25.000 aktive Fälle. 554 Menschen sind an Covid-19 gestorben, etwa 200 von ihnen allein im letzten Monat. Ende Juli hatte die israelische Regierung Prof. Ronni Gamzu, Direktor des Ichilov-Krankenhauses in Tel Aviv, mit der Koordination der Anti-Corona-Maßnahmen beauftragt. Gamzu versprach, künftige Maßnahmen würden einheitlicher und verständlicher sein, nachdem in der Öffentlichkeit die Kritik an scheinbar widersprüchlichen Verordnungen zugenommen hatte. Die Regierung müsse das Vertrauen der Bevölkerung wieder zurückgewinnen, sagte er. Neben der Bedrohung für die Gesundheit durch das Coronavirus stelle das „sozioökonomische Trauma“ eine größere Gefahr für Israel dar. Die neuen Maßnahmen sollen die Infektionsrate verlangsamen, ohne die Wirtschaft zu sehr zu beeinträchtigen, erklärte er. Medienberichten zufolge erwägt die israelische Regierung, ab dem 16. August die Grenzen für den internationalen Flugverkehr wieder zu öffnen. Reisende aus Ländern mit einer niedrigen Infektionsrate, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, würden demnach einreisen dürfen, ohne sich in Quarantäne begeben zu müssen.

 

Gaza: Terroristen feuern Rakete auf Israel

Terroristen im von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrschten Gazastreifen haben am Sonntagabend eine Rakete auf Südisrael abgefeuert. Sie wurde von dem israelischen Raketenabwehrsystem Iron Dome („Eiserne Kuppel“) abgefangen. Herunterstürzende Trümmerteile richteten in der Stadt Sderot Sachschaden an. Es gab keine Verletzten. Aufgrund des durch die Rakete ausgelösten Luftalarms mussten zehntausende Bewohner der im Grenzgebiet zum Gazastreifen liegenden Ortschaften Luftschutzbunker aufsuchen. Die israelische Luftwaffe griff wenige Stunden später Stellungen der Hamas an, unter anderem eine Zementfabrik, die für den Bau von unterirdischen Anlagen der Terrororganisation eingesetzt worden sein soll.

 

Südafrika: Oberster Richter verteidigt „Liebe zu Israel“

Mogoeng Mogoeng, Vorsitzender Richter des Verfassungsgerichts Südafrikas, hat vergangene Woche erklärt, es sei seine „biblische Pflicht für den Frieden Jerusalems zu beten“. Damit reagierte Mogoeng auf Kritik von Politikern, Parteien und Organisationen, die ihm vorwarfen, er habe seine Neutralität verletzt und unterstütze „Menschenrechtsverletzungen“ durch Israel. Mogoeng hatte während eines Online-Seminars im Juni gesagt, als Christ müsse er Israel lieben und für Israel beten, „denn Hass auf Israel, meinerseits und seitens meiner Nation, wird nur Flüche auf unsere Nation bringen.“ Zudem hatte er die Haltung der südafrikanischen Regierung im Nahost-Konflikt bedauert. Südafrika verspiele damit eine „wunderbare Gelegenheit“, eine Vermittlerrolle einzunehmen. Nach Bekanntwerden seiner Äußerungen legte die Organisation Africa4Palestine („Afrika für Palästina“) bei der südafrikanischen Justizaufsichtsbehörde Beschwerde ein. Mogoeng habe gegen ethische Verhaltensstandards für die Justiz verstoßen, indem er sich in eine politische Debatte eingemischt habe, argumentierte sie. Mogoeng hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Als Richter dürfe er außenpolitische Angelegenheiten kommentieren. Außerdem habe er seine persönliche Meinung als Christ ausgedrückt. Er liebe Israel, aber auch die Palästinenser, erklärte er.


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Hisbollah-Kämpfer dringen in Golanhöhen ein

Mehrere Kämpfer der schiitisch-libanesischen Terrororganisation Hisbollah sind am Montagnachmittag in die israelischen Golanhöhen eingedrungen. Die israelische Armee schoss auf die Terroristen, die sich anschließend wieder auf libanesisches Gebiet zurückzogen. Israels Armee befindet sich in erhöhter Alarmbereitschaft, nachdem bei einem Raketenangriff in Syrien vergangene Woche ein Hisbollah-Kämpfer getötet worden sein soll. Beobachter schreiben diesen Angriff Israel zu. Noch sei unklar, mit welcher Absicht die Terroristen am Montag in die Golanhöhen eingedrungen waren und ob dieser Zwischenfall der erwartete Vergeltungsschlag gewesen sei, erklärte Armeesprecher Hidai Zilberman. „Es liegen schwierige Tage vor uns“, sagte er. Israel hat seine Truppenpräsenz entlang der Nordgrenze verstärkt und zusätzliche Einheiten des Raketenabwehrsystems Iron Dome (Eisenkuppel) in Stellung gebracht. Verteidigungsminister Benny Gantz warnte die Hisbollah, Israel nicht zu „provozieren“. Sowohl Gantz als auch Premierminister Benjamin Netanjahu erklärten, Israel werde die Regierungen Syriens und des Libanons für mögliche Anschläge, die von ihren Territorien aus verübt werden, verantwortlich machen.

Inmitten der angespannten Situation traf am Freitag General Mark Milley, Vorsitzender des Vereinigten Generalstabs der US-Streitkräfte und der ranghöchste US-General, zu einem Treffen mit Verteidigungsminister Benny Gantz, Generalstabschef Aviv Kochavi und Mossad-Chef Jossi Cohen in Israel ein. Gegenstand der Besprechungen seien der Iran und die aktuelle Sicherheitslage im Nahen Osten gewesen, meldete die israelische Armee.

Gebetsanliegen: Beten wir, dass Gott Israels Schutz und Schild ist. Beten wir um Weisheit für die israelische Regierung und Militärführung und um Schutz der israelischen Soldaten und der Zivilbevölkerung. Beten wir, dass der Einfluss der Hisbollah im Libanon und in Syrien schwindet.

 

Covid-19: Israels Krankenhäuser zunehmend überlastet

Die Corona-Krise wird zunehmend zu einer Belastungsprobe für Israels Krankenhäuser. Das israelische Gesundheitsministerium meldete am Montag, die Corona-Stationen in den vier größten Krankenhäusern des Landes seien bereits überfüllt. Außerdem seien zahlreiche Krankenhäuser generell überbelegt. Das Hadassah-Krankenhaus im Jerusalemer Stadtteil Ein Kerem war am heutigen Dienstag zu 113% belegt, die Corona-Station zu 164%. Man bereite die Öffnung einer weiteren Corona-Station vor, erklärte Krankenhausdirektor Prof. Joram Weiss. Dazu werde man zuvor Patienten in andere Krankenhäuser des Landes verlegen müssen. In ganz Israel werden zurzeit 738 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, 317 von ihnen sind schwer erkrankt. Rund 100 der Erkrankten werden künstlich beatmet. Die Zahl der aktiven Fälle stieg am heutigen Dienstag auf 36.378. 474 Menschen sind gestorben. Zusätzlich zum Anstieg schwerer Corona-Infektionen stellt der durch die Krise bedingte Personalmangel eine Herausforderung dar: Rund 3.000 Ärzte, Pfleger und weiteres medizinisches Personal befinden sich zurzeit in Quarantäne, nachdem sie Kontakt zu Infizierten hatten.

Gebetsanliegen: Beten wir für eine rasche Genesung der Erkrankten. Beten wir auch, dass die Zahl der Neuinfektionen abnimmt und das Coronavirus erfolgreich eingedämmt werden kann

 

55% der Israelis haben finanzielle Sorgen, psychische Belastung nimmt zu

Angesichts der andauernden Krise machen sich 55% der Israelis Sorgen über ihre finanziellen Verpflichtungen. Bei israelischen Arabern liegt der Anteil bei 65%. Das besagt eine neue Studie, die das Zentrale Statistikamt am Sonntag veröffentlichte. 21% aller Israelis (33% der israelischen Araber) gaben an, dass sie oder ein Mitglied ihres Haushalts die Nahrungsaufnahme reduziert hätten, um ihre Ausgaben zu verringern. 42% aller Israelis leiden an Angstgefühlen, 21% berichten von Depressionen. Das ist ein Anstieg von 9% bzw. 5% im Vergleich zum Mai. In Israel sind weiterhin rund 21% der Beschäftigten arbeitslos oder befinden sich in unbezahltem Urlaub. Da die staatliche Unterstützung oft nicht ausreicht, sollen zehntausende Israelis schlechtbezahlte Anstellungen angenommen haben, für die sie überqualifiziert seien. Das berichtete die Times of Israel vergangene Woche. In der Unterhaltungsindustrie und Tourismusbranche Beschäftigte sind besonders schwer vom Lockdown betroffen. Seit März sind Großveranstaltungen und kulturelle Events verboten sowie die Grenzen für den internationalen Tourismus geschlossen.

 

PA: Anti-Korruptions-Demonstranten verhaftet

Nach einem Anti-Korruptions-Protest gegen die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) in Ramallah sind vergangene Woche 19 Demonstranten verhaftet worden. Neun von ihnen befinden sich weiterhin in Haft. Ihnen wird vorgeworfen, eine illegale Demonstration durchgeführt und gegen den wegen des Coronavirus verhängten Lockdown verstoßen zu haben. Die Demonstranten wiederum werfen der PA vor, den Notstand auszunutzen, um gegen Kritiker vorzugehen und die Meinungsfreiheit in den PA-Gebieten zu unterdrücken. Der Protest war von der palästinensischen Polizei nicht genehmigt worden. Über 100 Palästinenser, einschließlich Politiker, Akademiker und Journalisten, unterzeichneten eine Petition mit der Forderung, die Demonstranten umgehend freizulassen. Die PA hatte am 6. Juli den Lockdown um weitere 30 Tage verlängert. Das öffentliche Leben ist weiterhin stark eingeschränkt. Im Westjordanland lag die Zahl der aktiven Fälle am heutigen Dienstag bei 8.459. 76 Menschen sind gestorben. Im von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrschten Gazastreifen gibt es 72 bestätigte Fälle. Ein Gaza-Bewohner ist infolge des Coronavirus gestorben.

 

34 äthiopische Juden landen in Israel

34 äthiopisch-jüdische Neueinwanderer sind am Donnerstag mit einem von der ICEJ gesponserten Flug in Israel gelandet. Aufgrund der Corona-Krise mussten die neuen israelischen Staatsbürger nach der Landung in die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne begeben. Das israelische Kabinett hatte im Februar 400 äthiopischen Juden die Alijah (Eiwanderung nach Israel) genehmigt. 268 von ihnen sind seitdem in Israel eingetroffen, mit Unterstützung der ICEJ. Weitere rund 7.000 Juden warten in Transitlagern in Gondar und Addis Abeba (Äthiopien) auf ihre Einreiseerlaubnis. Israels Ministerin für Alijah und Integration Pnina Tamano-Shata erklärte vergangene Woche, sie werde sich dafür einsetzen, alle verbleibenden äthiopischen Juden in den nächsten zwei Jahren nach Israel zu holen. Tamano-Shata wanderte selbst im Alter von drei Jahren aus Äthiopien nach Israel ein.

Vielen Dank an alle Unterstützer der ICEJ, die die Heimkehr der äthiopischen Juden möglich gemacht haben!

 


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Knesset-Ausschuss hebt einzelne Corona-Maßnahmen auf

 

Der für die Corona-Krise zuständige Knesset-Ausschuss hat am heutigen Dienstag erneut mehrere von der israelischen Regierung beschlossene Maßnahmen außer Kraft gesetzt. Das Kabinett hatte vergangene Woche die Aktivitäten von Restaurants auf Abhol- und Lieferservice beschränkt. Schwimmbäder und Strände sollten an den Wochenenden geschlossen werden. Der Ausschuss unter dem Vorsitz von Jifat Shasha-Biton (Likud) hat heute entschieden, dass Restaurants wieder öffnen und eine begrenzte Anzahl von Gästen bewirten dürfen. Restaurantbesitzer hatten vergangene Woche gedroht, die Anordnungen der Regierung nicht zu befolgen und weiterhin Gäste zu bewirten. Viele von ihnen stehen aufgrund der Corona-Krise und den damit einhergehenden Einschränkungen vor dem finanziellen Ruin. Am Montag ordnete der Ausschuss an, Schwimmbäder und Strände sollten geöffnet bleiben. Sie seien wichtig für die „körperliche und mentale Gesundheit“, erklärte Shasha-Biton. Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus ist am Dienstag auf 52.687 gestiegen, darunter 29.883 aktive Fälle. Anfang Juli lag die Zahl der Infektionen insgesamt noch bei rund 25.500. 260 Menschen sind zurzeit schwer erkrankt, 422 gestorben.

Foto: GPO/Kobi Gideon, Knesset-Gebäude, Archivbild

Gebetsanliegen: Beten wir, dass Gott sich über sein Volk erbarmt. Beten wir um einen Rückgang der Neuinfektionen und um Weisheit für alle Verantwortlichen. Beten wir für die Genesung der Erkrankten und die Versorgung aller Israelis, die sich aufgrund der Krise in einer finanziellen Notsituation befinden.  

 

Fünf Tote bei Raketenangriff nahe Damaskus

Bei Raketenangriffen auf ein Munitionsdepot und mehrere Luftabwehrstellungen nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus sind am Montag fünf pro-iranische Kämpfer getötet worden. Medienberichten zufolge feuerten israelische Kampfflugzeuge insgesamt sechs Raketen auf Stellungen pro-iranischer Milizen. Israel kommentiert solche Meldungen grundsätzlich nicht. Der jüdische Staat hat jedoch wiederholt gewarnt, er werde eine dauerhafte militärische Präsenz des Iran in Syrien nicht zulassen. Der Iran streitet ab, in Syrien militärisch aktiv zu sein und behauptet, dem Regime von Baschar al-Assad lediglich beratend zur Seite zu stehen. Der Raketenangriff ereignete sich eine Woche nachdem Syrien und der Iran ein Abkommen unterzeichnet hatten, das den Ausbau der syrischen Luftabwehr vorsieht.

 

Gerichtsprozess gegen Netanjahu: Zeugenvernehmung beginnt im Januar

Im Korruptionsprozess gegen den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu sollen im Januar 2021 erste Zeugen vernommen werden. Das entschied das Jerusalemer Bezirksgericht am Sonntag. Ein Anwalt des Premierministers hatte aufgrund der Corona-Krise um eine Verschiebung des Verfahrens gebeten. Die bestehende Maskenpflicht stelle ein Hindernis zu den Verhandlungen - insbesondere der Zeugenbefragungen - dar, argumentierte er. Das Gericht lehnte einen Aufschub ab. Justizminister Avi Nissenkorn hatte am Freitag angekündigt, Israels Gerichte würden während der Corona-Krise uneingeschränkt weiterarbeiten, auch im Falle eines landesweiten Lockdowns. Netanjahu wird Betrug und Untreue in drei Fällen und Bestechung in einem der Fälle vorgeworfen. Der Premierminister streitet die Vorwürfe ab.

 

Demonstrationen gegen Netanjahu, Krisenmanagement

Tausende Israelis haben am Samstag in Jerusalem und Tel Aviv gegen Premierminister Benjamin Netanjahu und das Krisenmanagement der Regierung demonstriert. In Jerusalem versammelten sich Demonstranten vor dem Sitz des Premierministers und forderten den Rücktritt Netanjahus angesichts des laufenden Korruptionsprozesses. Anschließend marschierten zahlreiche Demonstranten durch die umliegenden Straßen. In Tel Aviv richteten sich die Proteste hauptsächlich gegen die Handhabung der Corona-Krise. Die Demonstranten warfen Netanjahu vor, statt mit effizienten Maßnahmen die zweite Infektionswelle zu verhindern, habe er sich mit persönlichen Angelegenheiten beschäftigt. Außerdem kritisierten sie die Regierung, die gravierende finanzielle Situation vieler Israelis, die in der Krise arbeitslos geworden sind, zu ignorieren. Beide Proteste verliefen weitgehend friedlich. Am Rand kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei. In Jerusalem setzte die Polizei Wasserwerfer ein. Insgesamt wurden 28 Demonstranten festgenommen.

 

Erneuter Cyberangriff auf Israel, weitere Explosionen im Iran

Zwei israelische Wasseranlagen sind in den letzten Wochen Ziel von Cyberangriffen geworden. Das bestätigte die israelische Wasserbehörde am Donnerstag. Die Angriffe hätten jedoch keinen Schaden angerichtet. Im April und Mai hatten Hacker Israels Wasserversorgungssystem und einzelne Forschungsinstitute angegriffen. Es wird vermutet, dass der Iran hinter den Angriffen stand. Bei einem Cyberangriff auf einen iranischen Hafen im Mai soll es sich unbestätigten Meldungen zufolge um einen israelischen Vergeltungsangriff gehandelt haben. Beobachter vermuten außerdem, dass Israel oder andere westliche Staaten hinter einer Serie von ungeklärten Explosionen in iranischen Industrie- und Militäranlangen stehen. Am Sonntag erschütterte eine Explosion ein Elektrizitätswerk in der Provinz Isfahan, das Medienberichten zufolge die Stromversorgung der Atomanlage Natanz gewährleistet. In Natanz wird für Atomwaffen benötigter Kernbrennstoff produziert. Anfang Juli richtete die Explosion einer Bombe dort umfangreichen Schaden an. Auch vergangene Woche wurden aus verschiedenen Landesteilen Explosionen und Brände gemeldet.

 

 


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IStGH: Israel bereitet sich auf Ermittlungen vor

Israel bereitet sich auf Ermittlungen des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) in Den Haag wegen angeblicher Kriegsverbrechen vor. Wie die Zeitung Haaretz am heutigen Donnerstag berichtete, haben israelische Behörden eine interne Liste von bis zu 300 Politikern und Militärangehörigen erstellt, denen im Ausland ein Haftbefehl drohen könnte. Genaue Details sind nicht bekannt. Da der Gaza-Krieg von 2014 eine zentrale Rolle in den Ermittlungen einnehmen soll, ist davon auszugehen, dass damalige Regierungsmitglieder und Generäle betroffen sind. Dazu gehören Premierminister Benjamin Netanjahu, Verteidigungsminister Benny Gantz und die Oppositionspolitiker Mosche, Ja’alon, Avigdor Lieberman und Naftali Bennett. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hatte sich 2019 an den Gerichtshof gewandt. Das Rom-Statut, die vertragliche Grundlage des IStGH, erlaubt nur Staaten die Übertragung der Zuständigkeit an das Gericht. Israel besteht jedoch darauf, dass die PA kein souveräner Staat sei. Sieben Staaten, darunter Deutschland, haben sich in Rechtsgutachten ähnlich geäußert. Eine Kammer im IStGH prüft seit Monaten die Zuständigkeit des Gerichtshofs. Rechtsexperten gehen davon aus, dass sie die Zuständigkeit bestätigen wird, was bereits in den nächsten Tagen geschehen könnte. Da der IStGH nach dem Rom-Statut keine Prozesse ohne Anwesenheit des Angeklagten eröffnen darf, ist zu erwarten, dass Chefanklägerin Fatou Bensouda im Rahmen ihrer Ermittlungen internationale Haftbefehle erlassen wird.

Foto: GPO/Kobi Gideon, Benjamin Netanjahu und Benny Gantz, Archivbild, 2014

Gebetsanliegen: Beten wir, dass die zuständige Kammer im IStGH wider Erwartens die Zuständigkeit nicht bestätigen wird. Beten wir um die Bewahrung israelischer Politiker und Offiziere vor Repressalien. Beten wir, dass die einseitige Kritik an Israel durch internationale Institutionen aufhört und mehr und mehr Staaten sich für einen fairen Umgang mit Israel einsetzen.

 

Corona-Krise: Weiterer Anstieg der Neuinfektionen in Israel

In Israel ist die Zahl der Neuinfektionen am heutigen Donnerstag um 1.901 bestätigte Fälle angestiegen. Das ist der höchste Anstieg seit Beginn der Krise. 204 Menschen sind inzwischen schwer erkrankt, insgesamt sind 380 Israelis gestorben. Das israelische Kabinett, Gesundheitsexperten und der Nationale Sicherheitsrat beraten heute über weitere Einschränkungen. Medienberichten zufolge erwägt die Regierung, Synagogen, Sommerschulen, Universitäten und Freizeiteinrichtungen zu schließen. Restaurants sollen nur Lieferservice anbieten dürfen. Außerdem erwäge die Regierung, nachts und an Wochenenden Ausgangssperren zu verhängen. Gesundheitsminister Juli Edelstein hatte zuvor gewarnt, ein landesweiter Lockdown sei unvermeidlich, sollte die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf 2.000 steigen. Ein Lockdown werde kommen, sagte Edelstein am Mittwoch, es sei denn, die Infektionszahlen würden durch ein „medizinisches Wunder“ unerwarteterweise sinken.

Gebetsanliegen:Beten wir für ein „medizinisches Wunder“. Beten wir, dass die bereits bestehenden Maßnahmen Wirkung zeigen und dass die Infektionszahlen zurückgehen. Beten wir um Weisheit für alle Verantwortlichen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Beten wir für die Genesung aller Erkrankten.

 

Kritik an Netanjahus Finanzpaket

Israelische Politiker haben die Ankündigung von Premierminister Benjamin Netanjahu, Einmalzahlungen an alle Israelis zu veranlassen, heftig kritisiert. Netanjahu hatte am Mittwoch bekanntgegeben, zur Linderung der finanziellen Not würden Einzelpersonen ohne Kinder 750 Schekel (rund 192 Euro), Familien mit Kindern zwischen 2.000 und 3.000 Schekel (rund 512 bzw. 768 Euro) erhalten. Insgesamt soll das Hilfspaket voraussichtlich sechs Milliarden Schekel (rund 1,5 Mrd. Euro) umfassen. Neben Zentralbankchef Amir Yaron kritisierten auch Netanjahus Koalitionspartner das Vorhaben, insbesondere die Tatsache, dass auch Israelis, die nicht von der Krise betroffen sind, Zahlungen erhalten würden. Der Knesset-Abgeordnete Eitan Ginzburg (Blau-Weiß) nannte die Zahlungen eine „unlogische Verteilung“ von Geldern. Orit Farkash-Hacohen, Ministerin für Strategische Angelegenheiten (Blau-Weiß), bezeichnete das Vorhaben als „Populismus“. Itzik Shmuli, Wohlfahrtsminister (Arbeitspartei), wies darauf hin, dass der Plan die von der Krise betroffenen 80.000 Unternehmer vernachlässige und dass es keine Notfallhilfen für Menschen mit Behinderungen, gefährdete Kinder und ältere Menschen gebe. Das Kabinett hatte bereits am Montag ein Hilfspaket verabschiedet. Neben Einmalzahlungen für von der Krise betroffene Unternehmer und Selbstständige soll auch das Arbeitslosengeld für Arbeitnehmer weitergezahlt werden - bis Juni 2021 oder bis die Arbeitslosenquote unter 10% sinkt. Aktuell sind 21% der israelischen Beschäftigten - 853.843 Personen – arbeitslos oder in unbezahltem Urlaub. 

 

Spionagesatellit: Ofek-16 sendet erste Fotos aus dem All

Israels neuester Spionagesatellit hat erste Bilder aus dem All übermittelt. Ofek-16 wurde vergangene Woche ins All gebracht. Die Qualität der Aufnahmen sei „hervorragend“, erklärte das israelische Verteidigungsministerium am Dienstag. Der elektrooptische Satellit wurde in einem Kooperationsprojekt des Verteidigungsministeriums und der Israelischen Raumfahrtorganisation (IAI) entwickelt. Medienberichten zufolge ist die wichtigste Aufgabe von Ofek-16 die Überwachung des Irans und seines Atom- und Raketenbauprogramms. „Unser Netzwerk von Satelliten erlaubt uns, den gesamten Nahen Osten zu beobachten“, erklärte Schlomi Sudari von der IAI. Israel gehört zu 13 Ländern weltweit, die in der Lage sind, Satelliten zu starten. Der erste Satellit wurde 1988 ins All gebracht, der erste Aufklärungssatellit 1995. Im April hatte der Iran erstmals einen Satelliten in die Umlaufbahn bringen können, nach Jahren gescheiterter Versuche.

 

Gaza: Steigende Selbstmordrate unter jungen Menschen

Der von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrschte Gazastreifen wird von einer steigenden Zahl an Selbstmorden, vor allem unter jungen Menschen, erschüttert. In diesem Jahr sollen sich bereits 17 Menschen das Leben genommen haben. Hinzu kommen hunderte Selbstmordversuche. Samir Zaqout, stellvertretender Leiter des Al Mezan Zentrums für Menschenrechte, erklärte, die meisten würden aufgrund ihrer Armut und einer fehlenden Zukunftsperspektive in den Selbstmord getrieben. Auch die Unterdrückung der Meinungsfreiheit durch die Hamas sei ein Faktor, sagte Zaqout. Die Arbeitslosenrate im Gazastreifen liegt bei rund 45%, unter jungen Leuten bei 69%. Informationen der Vereinten Nationen zufolge leiden über 80% der jungen Gaza-Bewohner an Depressionen. Menschenrechtsaktivisten werfen den Hamas-Behörden vor, sich nicht für das Problem zu interessieren und keine vorsorgenden Maßnahmen zu ergreifen. Ein Aktivist schrieb auf Twitter, während junge Gaza-Bewohner Selbstmord begingen, lebten die Kinder der Palästinenserführung „im Luxus“.

Gebetsanliegen:Beten wir für die Bevölkerung des Gazastreifens, dass sie von der Unterdrückung der Hamas befreit wird und eine Führung erhält, die sich für ihr Wohlergehen und für Frieden mit Israel einsetzt. Beten wir für die jungen Menschen im Gazastreifen, dass Gott ihnen eine Zukunft und Hoffnung schenkt.

 


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Israel: Energieminister fordert landesweite Ausgangssperre

Israels Energieminister Yuval Steinitz hat am Montag eine zehntägige landesweite Ausgangssperre gefordert, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Es sei besser, für kurze Zeit drakonische Maßnahmen zu ergreifen, als den Prozess unnötig zu hinauszuziehen, sagte er. Die Zahl täglicher Neuinfektionen müsse von aktuell rund 1.500 auf ein paar Dutzend reduziert werden. „Anschließend werden wir die Wirtschaft wieder hochfahren und auch den Flugverkehr wieder aufnehmen können“, erklärte Steinitz. Sich mehr als drei Monate vom Rest der Welt abzuschotten schade den Grundmechanismen von Industrie und Wirtschaft. Die Zahl der aktiven Fälle von Coronavirus-Infektionen in Israel ist auf über 21.000 angestiegen. 177 Israelis sind schwer erkrankt. Das sind etwa doppelt so viele wie vor einer Woche. Das Krisen-Management der Regierung verliert in der israelischen Bevölkerung an Zustimmung. Während sich im April noch 70% der Israelis zufrieden zeigten, sind es einer aktuellen Umfrage zufolge nur noch 16%.

Foto: GPO/Mosche Milner, Yuval Steinitz und Benjamin Netanjahu, Archivbild

 

Corona-Krise: Proteste in Jerusalem

Bewohner ultraorthodoxer Wohngebiete in Jerusalem haben am Montagabend am dritten Tag in Folge gegen die Abriegelung ihrer Wohngebiete demonstriert. Demonstranten rissen Absperrungen nieder und setzten Mülltonnen in Brand. 16 Teilnehmer wurden festgenommen. Die Demonstranten werfen den Gesundheitsbehörden gezielte Diskriminierung ultraorthodoxer Juden vor. Säkulare Wohngebiete mit ebenfalls steigenden Infektionsraten würden nicht abgesperrt, sagen sie. Die israelische Regierung hatte vergangene Woche eine siebentägige Abriegelung von Wohngebieten in verschiedenen Städten verhängt, darunter drei ultraorthodoxe Wohngebiete Jerusalems. Auch Politiker der ultraorthodoxen Parteien Schas und Vereinigtes Thora-Judentum kritisierten die Maßnahmen. Einige drohten bereits damit, die Regierungskoalition zu verlassen. Das Büro des Premierministers versprach, vor künftigen Abriegelungen ultraorthodoxer Wohngebiete werde man sich mit Vertretern der religiösen Gemeinschaft absprechen.

 

Jemen: Juden Opfer von „ethnischer Säuberung”

Juden im Jemen sollen Opfer einer „ethnischen Säuberung“ durch schiitische Huthi-Rebellen geworden sein. Das berichtete die Jerusalem Post am heutigen Dienstag unter Berufung auf eine Meldung der ägyptischen Zeitung Al-Mesryoon. Die Rebellen sollen in der nördlich der Hauptstadt Sana‘a gelegenen Provinz Amran Juden zusammengetrieben und inhaftiert haben. Anschließend zwang man sie, ihren Besitz an Huthi-Führer zu verkaufen und eine Erklärung zu unterzeichnen, den Jemen zu verlassen. Bereits zuvor hätten die Huthi-Rebellen die rund 50 im Jemen lebenden Juden systematisch diskriminiert, berichtet Al-Mesryoon. Sie sollen sie von der Wasser- und Stromversorgung abgeschnitten und ihnen verboten haben, Lebensmittel einzukaufen. Die Mehrheit der rund 50.000 jemenitischen Juden wurde 1949-1950 mit Evakuierungsflügen nach Israel ausgeflogen. Schätzungen zufolge leben heute nur noch rund 50 Juden im Jemen. Die Huthi-Rebellen kontrollieren neun der 21 Provinzen Jemens einschließlich der Hauptstadt Sana’a und werden vom Iran und der schiitisch-libanesischen Terrororganisation Hisbollah unterstützt. Die international anerkannte Regierung erhält Unterstützung aus Saudi-Arabien.

Gebetsanliegen:Beten wir für die Sicherheit der noch im Jemen lebenden Juden. Beten wir, dass sie die Möglichkeit erhalten, nach Israel heimzukommen.

 

Libanon: Oberhaupt der Maroniten kritisiert Hisbollah

Béchara Pierre Kardinal Raï, Maronitischer Patriarch von Antiochien und Oberhaupt der syriakisch-maronitischen Kirche, hat in einer Sonntagspredigt die schiitisch-libanesische Terrororganisation Hisbollah indirekt kritisiert. Beobachtern zufolge war dies das erste Mal, dass Raï sich gegen die Terrororganisation ausgesprochen hat. Ohne die Hisbollah namentlich zu nennen, betonte Raï die Neutralität des Libanons und sagte, das libanesische Volk lehne es ab, von ihren Verbündeten isoliert zu werden. Damit soll er auf die Rolle der Hisbollah in den Auseinandersetzungen des Irans mit sunnitisch-arabischen Golfstaaten angespielt haben. Kritiker werfen der Hisbollah vor, auf diese Weise den Libanon von anderen arabischen Staaten zu isolieren und von deren wirtschaftlicher Unterstützung abzuschneiden. Der Libanon befindet sich inmitten einer Wirtschaftskrise, dem Land droht der Staatsbankrott. Als geistliches Oberhaupt der maronitischen Christen, die rund 20% der Bevölkerung ausmachen, hat Raï großen Einfluss im Land, in dem die politische Macht gemäß der konfessionellen Parität unter den verschiedenen Konfessionen und Religionen aufgeteilt ist. Michel Aoun, Staatspräsident und maronitischer Christ, gilt als Verbündeter der Hisbollah. 

Gebetsanliegen:Beten wir für die Bevölkerung des Libanon, dass sie eine Regierung erhalten, die sich für das Wohl des Landes und seiner Einwohner einsetzt. Beten wir für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation im Land. Beten wir auch für die Christen im Libanon, dass sie ihr Land vor Gott bringen und ein Licht in der Gesellschaft sind.

 

Israel wird Mitglied in der Welternährungsorganisation

Israel ist am Sonntag Mitglied in der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) geworden. Die Mitgliedschaft in der Organisation mit 49 Mitgliedstaaten beträgt drei Jahre. Aufgabe der FAO ist die bessere Produktion und Verteilung von Lebensmitteln und die Verbesserung des Lebensstandards weltweit. Das israelische Außenministerium erklärte, Israels Mitgliedschaft in der FAO verdeutliche den Wunsch des Landes, auf multilateraler Ebene Entwicklung und Nachhaltigkeit zu fördern. Israel freue sich, sein einzigartiges Wissen und seine Erfahrung auf dem Gebiet der Ernährung und Landwirtschaft mit anderen Ländern und Organisationen zu teilen. Alon Ushpiz, Generaldirektor des israelischen Außenministeriums, erklärte, es gebe „kein edleres Ziel für die Diplomatie, als sich aktiv für die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen auf der ganzen Welt einzusetzen.“


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Netanjahu: Wiedereröffnung der Wirtschaft war „zu früh“

 

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat in einer Pressekonferenz am Mittwoch erklärt, die Wiedereröffnung der Wirtschaft sei „zu früh“ erfolgt. „Ich übernehme die Verantwortung für diesen Schritt und ich übernehme die Verantwortung, es wieder zu richten“, sagte er. Netanjahu sieht sich mit wachsender Kritik an seiner Handhabung der Corona-Krise konfrontiert. Am Donnerstag wurden landesweit 1.650 neue Infektionen innerhalb der letzten 24 Stunden bestätigt, der bisher höchste Anstieg innerhalb eines Tages. Unter den 16.025 aktiven Fällen sind 122 schwer Erkrankte. Inzwischen sind 348 Israelis infolge des Coronavirus gestorben. Rund 51.000 Israelis, darunter 10.000 Soldaten, befinden sich zurzeit in vorsorglicher Quarantäne, nachdem sie Kontakt zu Infizierten hatten. Aufgrund des andauernden Anstiegs an Infektionen ließ die israelische Regierung am Donnerstag Stadtteile in mehreren Städten abriegeln. Die Ein- und Ausfahrt zu den Wohngebieten ist bis Ende nächster Woche nur in Ausnahmefällen möglich. Betroffen sind neben Stadteilen in Beit Schemesch, Lod, Ramle und Kirjat Malachi auch drei ultraorthodoxe Wohngebiete Jerusalems. In der Hauptstadt hat sich die Zahl der aktiven Fälle in den letzten sieben Tagen mehr als verdoppelt. Aktuell sind dort 2.033 Menschen mit dem Virus infiziert.

Foto: GPO/Amos Ben Gershom, Benjamin Netanjahu, Archivbild

 

Israel: Unternehmen entwickelt 30-minütigen Coronavirus-Test

AID Genomics, eine israelische Unternehmensgruppe auf dem Gebiet der Medizintechnik,hat einen Coronavirus-Test entwickelt, mit dem innerhalb von rund 30 Minuten das Testergebnis bekannt sein soll. Das Unternehmen mit Sitz in Rehovot hat dazu Enzyme und andere Komponenten, die bei den Tests zum Einsatz kommen, verändert. Sie machen den Test deutlich sensibler als herkömmliche Tests. Dadurch nehme die Bearbeitung der Probe weniger Zeit in Anspruch, erklärte Jitzhak Haviv, leitender Wissenschaftler bei AID Genomics. Bei einer geringen Anzahl an Tests könne das Ergebnis innerhalb von 30 Minuten feststehen. „Um alle Insassen eines Passagierflugzeugs zu testen, würde man 75 Minuten benötigen“, sagte Halevi. Der neue Test soll denselben Genauigkeitsgrad wie bereits im Einsatz befindliche Tests haben, jedoch kostengünstiger als existierende Schnell-Tests sein, bei denen das Ergebnis innerhalb von 90 Minuten feststeht. Zurzeit prüfen Regulierungsbehörden, einschließlich der US-amerikanischen Behörde für Lebens- und Arzneimittel FDA, den neuen Test. Haviv rechnet damit, dass die Zulassung innerhalb der nächsten sechs Wochen erfolgen wird. Er hofft, dass diese Innovation der Welt hilft, zur Normalität zurückzukehren. Beispielsweise könnten dann auch Großveranstaltungen wieder stattfinden, da Teilnehmer beim Eintreffen innerhalb kürzester Zeit getestet werden könnten.

 

Palästinenser rettet Juden nahe Hebron

Ein Palästinenser aus dem Westjordanland (Judäa und Samaria) hat am Donnerstag fünf jüdische Israelis gerettet, die von einer Menschenmenge mit Steinen beworfen wurden. Die fünf Israelis, die Medienberichten zufolge aus einer jüdischen Ortschaft in Judäa und Samaria stammen, waren irrtümlicherweise in die palästinensische Stadt Halhul nördlich von Hebron gefahren. Anwohner bemerkten das Fahrzeug und begannen, es mit Steinen zu bewerfen. Auf der Flucht überschlug sich das Auto. Zwei der Insassen wurden dabei leicht verletzt. Ein vorbeifahrender Palästinenser nahm sie in sein Fahrzeug auf und brachte sie zum nächstgelegenen Kontrollpunkt der israelischen Armee.

 

 

El Al stimmt Sanierungen zu, erhält Kredit

Die finanziell angeschlagene israelische Fluggesellschaft El Al wird einen Kredit in Höhe von 221 Millionen Euro erhalten. Für den größten Teil wird der israelische Staat garantieren. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt, nachdem es den geforderten Sanierungsplänen zugestimmt hatte. Außerdem sollen Aktien im Wert von 133 Millionen Euro neu ausgegeben werden. Der israelische Staat will nicht verkaufte Aktien aufkaufen und könnte auf diese Weise Mehrheitsaktionär werden. El Al war 2004 privatisiert worden. Die Schulden der Fluggesellschaft belaufen sich auf rund 1,77 Milliarden Euro. Aufgrund der Corona-Krise befinden sich 80% der rund 6.300 El Al-Mitarbeiter in unbezahltem Urlaub. Infolge der vereinbarten Sanierungsmaßnahmen könnten 2.000 Mitarbeiter dauerhaft ihre Anstellung verlieren. Die Fluggesellschaft hatte seit Beginn der Krise nur noch Cargo-Flüge und vereinzelt Passagierflüge durchgeführt, u.a. um im Ausland gestrandete Israelis zu evakuieren. Vergangene Woche stoppte die Geschäftsführung den verbliebenen Flugverkehr, nachdem sich Piloten infolge eines Streits über die Corona-Maßnahmen des Unternehmens geweigert hatten, weitere Flüge durchzuführen. Schmuel Zakay, Geschäftsführer des Ben-Gurion Flughafens in Tel Aviv, forderte die Regierung auf, die Grenzen wieder zu öffnen. Er warnte vor den „enormen strategischen Schäden“ für die Luftfahrtindustrie des Landes, sollte der Flugverkehr nicht bald wieder aufgenommen werden. Das Land sei bei der Ein- und Ausreise vom Flugverkehr abhängig.

 

Beduinen trauern um jüdischen Lebensretter

Dutzende Bewohner der Beduinenstadt Hura haben am Sonntag dem jüdischen Israeli Michael Ben-Zikri (45) die letzte Ehre erwiesen, nachdem dieser vor einer Woche drei Kinder aus Hura und ihre 40-jährige Tante vor dem Ertrinken rettete. Er selbst konnte nach dem Rettungseinsatz in einem See nahe Aschkelon nur noch tot geborgen werden. Einige Jungen aus Hura kamen mit einem handgeschriebenen Schild: „Dank und Wertschätzung für deinen Mut. Unser Beileid für die Familie. Die Jugend von Hura.“ Auch im Ausland nahmen Araber Anteil an Ben-Zikris Schicksal. Das israelische Außenministerium berichtete auf seinen persisch- und arabischsprachigen Seiten in sozialen Netzwerken über den Vorfall. „Das ist das Volk Israel, das alle liebt und allen hilft“, kommentierte ein Leser aus dem Irak. „Leser von Marokko bis zum Irak, von Oman bis Syrien lobten einstimmig Michaels Heldentat, manche bezeichneten sogar die in Israel bestehende Koexistenz als ein Vorbild“, erklärte Jonathan Gonen, Leiter für Soziale Medien im Außenministerium.

 

 


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Explosionsserie erschüttert den Iran

Der Iran wird seit Ende Juni von einer Serie von Explosionen erschüttert. Am heutigen Dienstagmorgen ereignete sich eine Explosion in einer Fabrik südlich der Hauptstadt Teheran. Dabei sollen drei Arbeiter ums Leben gekommen sein. Am Donnerstag brach nach einer Explosion in der Atomanlage Natanz, wofür Atomwaffen benötigter Kernbrennstoff produziert wird, ein Feuer aus.Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA bestätigte am Sonntag, dass dabei ein „beträchtlicher“ Schaden entstanden sei, der die Entwicklung fortgeschrittener Zentrifugen um Monate zurückgeworfen habe.Israelische Medien berichteten, die Entwicklung sei um bis zu zwei Jahre zurückgeworfen worden. Es wird vermutet, dass die Explosion von einer in die Anlage geschmuggelten Bombe ausgelöst wurde. Am Samstag kam es außerdem zu einer Explosion in einem Kraftwerk. Wenige Stunden später trat in einer petrochemischen Fabrik Chlorgas aus, rund 70 Arbeiter erkrankten. Ende Juni ereignete sich eine Explosion auf einem Militärstützpunkt nahe Teheran, wo Experten zufolge in unterirdischen Anlagen Raketen produziert werden. Die New York Times berichtete unter Berufung auf einen anonymen Geheimdienstmintarbeiter, dass die Explosion in Natanz auf Israel zurückzuführen sei, die anderen Zwischenfälle jedoch nicht. Weder Israel noch der Iran bestätigten die Meldung. Israel soll sich jedoch bereits auf einen möglichen Vergeltungsangriff durch den Iran vorbereiten.

Foto: Symbolbild, Pixabay

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu kündigte am Sonntag an, die Amtszeit von Jossi Cohen, Direktor des israelischen Geheimdiensts Mossad, um sechs Monate, bis Juni 2021, zu verlängern. Experten vermuten, dass dies auf eine erwartete Eskalation des verdeckten Kriegs mit dem Iran hindeutet. Der Mossad soll vor kurzem mit Hilfe ausländischer Behörden iranische Anschläge auf israelische Botschaften vereitelt haben, unter anderem in Europa.

 

Netanjahu: Israel steht vor einem neuen Lockdown

Israel stehe „kurz vor einem neuen Lockdown“. Das erklärte Premierminister Benjamin Netanjahu bei einer Kabinettsitzung am Montag. Die Zahl der aktiven Coronavirus-Infektionen lag am heutigen Dienstag bei 12.717 Fällen, mehr als 6.000 Infektionen wurden allein im Juli festgestellt. Die Regierung beschloss am Montag weitere Einschränkungen, die insbesondere kulturelle Veranstaltungen, Sporteinrichtungen und die Gastronomie betreffen. Auf Druck von Innenminister Arye Deri von der ultraorthodoxen Schas-Partei bleiben Synagogen weiterhin geöffnet. Dort dürfen sich nun maximal 19 Personen aufhalten. Die Mehrheit der Kabinettsmitglieder forderte eine Schließung aller Gotteshäuser, da sie vermuten, dass dort stattfindende Versammlugen zur Verbreitung des Virus beitragen. In Israel wird die Kritik an der Regierung lauter. Sigal Sadetzki, Direktorin für Öffentliche Gesundheit im Gesundheitsministerium, erklärte am heutigen Dienstag ihren Rücktritt. Sie kritisierte insbesondere die Lockerungen im Mai und Juni, die ihrer Ansicht nach zu früh geschehen seien. Die Regierung habe bei der Reaktion auf die zweite Infektionswelle die „Richtung verloren“, sagte Sadetzki und bedauerte, dass ihre „professionelle Meinung“ nicht mehr akzeptiert werde. Jair Lapid von der linksliberalen Oppositionspartei Jesch Atid nannte die Handhabung der Corona-Krise ein „demütigendes nationales Versagen“. Israel sei das einzige Land der Welt, das auf die zweite Welle schlechter vorbereitet sei als auf die erste, sagte Lapid.

 

Banken verweigern Auszahlung von Terroristen-„Gehältern“

Vier im Westjordanland tätige Banken verweigern die Auszahlung von „Gehältern“, die die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) an verurteilte Terroristen und deren Familien zahlt. Das meldete die PA-Nachrichtenagentur WAFA. Es wird vermutet, dass die Banken, die nicht namentlich genannt wurden, israelische Strafmaßnahmen fürchten. Ein Erlass der israelischen Armee vom Februar erklärte Zahlungen, die terroristische Aktivitäten ermöglichen, fördern oder belohnen, zu einer Straftat. Israel versucht seit langem, die Zahlungen der PA in Höhe von hunderten Millionen US-Dollar zu unterbinden. Bereits im Mai schloss mindestens eine Bank im Westjordanland und Jordanien bestehende Konten von Terroristen. Insgesamt gibt es im Westjordanland 13 Banken, die in palästinensischem, jordanischem oder ägyptischem Besitz sind. Die PA hat angekündigt, eine eigene finanzielle Institution eröffnen zu wollen, um die Zahlungen an die Terroristen eigenständig abzuwickeln.

 

Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen

Terroristen im von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrschten Gazastreifen haben am Sonntag drei Raketen auf Südisrael gefeuert. Eine Rakete wurde vom Raketenabwehrsystem Iron Dome („Eisenkuppel“) abgefangen, die beiden anderen schlugen in unbewohntem Gebiet in der Region S’dot Negev ein. Die israelische Luftwaffe bombardierte daraufhin Stellungen der Hamas, darunter unterirdische Anlagen der Terrororganisation. Vergangenen Mittwoch feuerte die Hamas Raketensalven auf das Mittelmeer. Dabei habe es sich um eine Warnung an Israel gehandelt, keine Gebiete im Westjordanland (Judäa und Samaria) zu annektieren, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Die Hamas drohte angesichts der Annexionspläne der israelischen Regierung mit einer Gewalteskalation.

Lesen Sie hier einen Bericht, wie die ICEJ der israelischen Bevölkerung in S’dot Negev angesichts der Bedrohung aus dem Gazastreifen beisteht.

 

Schweiz: 50% der Juden wurden Opfer von Antisemitismus

Rund 50% der jüdischen Bevölkerung in der Schweiz sind in den letzten fünf Jahren Opfer antisemitischer Handlungen geworden. Darauf weist eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hin, an der 500 Schweizer Juden teilgenommen hatten. Die häufigsten Handlungen waren verbale Bedrohungen und Beleidigungen, denen Juden am Arbeitsplatz, in Bildungseinrichtungen aber auch auf der Straße ausgesetzt waren. 6% der Befragten sagten, Opfer von Vandalismus geworden zu sein, 3,5% haben körperliche Gewalt erlebt. Ungewöhnlich sei, dass die Diskriminierung überwiegend von der „Mittelschicht“ ausgehe, erklärte Prof. Dirk Baier, Leiter der Studie. Dies sei einzigartig in Westeuropa, wo antisemitische Handlungen oft von links- oder rechts-extremen Gruppen und Menschen mit Migrationshintergrund ausgingen, sagte er. In der Schweiz leben rund 18.000 Juden, etwa 0,2% der Gesamtbevölkerung.

 


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Corona-Krise: Neue Ausgangssperren, Auswertungen von Handy-Daten

In Israel sind wegen eines rapiden Anstiegs der Coronavirus-Infektionen neue Ausgangssperren verhängt worden. Am heutigen Donnerstagvormittag wurden 905 neue bestätigte Fälle gemeldet. Es ist der höchste Anstieg innerhalb von 24 Stunden seit Beginn der Krise. Damit stieg die Zahl der Infektionen auf insgesamt 26.452, darunter 8.647 aktive Fälle. In Aschdod und Lod wurden Ausgangssperren über mehrere Stadtteile, die hohe Infektionsraten aufweisen, verhängt. In Bnei Brak wurde eine Straße abgesperrt, nachdem in einer dort gelegenen Jeschiwa Dutzende Studenten positiv auf das Virus getestet wurden. Die Behörden in Israels drittgrößter Stadt Haifa, die bislang eine geringe Infektionszahl verzeichnet hatte, sind besorgt angesichts eines rapiden Anstiegs der Infektionen. Von den in der Hafenstadt insgesamt bestätigten 304 Fällen sind 114 aktive Fälle. Die Knesset hat am Mittwoch ein Gesetz verabschiedet, das dem Inlandsgeheimdienst Schin Bet erneut erlaubt, Daten von Mobiltelefonen auszuwerten, um soziale Kontakte von Coronavirus-Infizierten ausfindig zu machen. Diese müssensich anschließend in häusliche Quarantäne begeben. Die Technologie war bereits von März bis Anfang Juni im Einsatz. In den Palästinensergebieten im Westjordanland (Judäa und Samaria) stieg die Zahl der Infektionen auf 2.686, 2.226 davon sind aktive Fälle. Die Palästinensische Autonomiebehörde hat ab Freitag eine fünftägige Ausgangssperre verordnet.

Gebetsanliegen:Beten wir, dass die Infektionszahlen zurückgehen und dass das Virus dauerhaft eingedämmt wird. Beten wir um die vollständige Genesung aller Erkrankten. Beten wir auch für die Bewohner und Mitarbeiter unseres Heims für bedürftige Holocaustüberlebende in Haifa, das Gott sie weiterhin vor einer Infektion bewahrt.

Foto: Pixabay, Symbolbild

 

Knesset will militärdienstleistende arabische Israelis fördern

Die Knesset hat am Donnerstag einen neuen Gesetzentwurf diskutiert, der militärdienstleistenden Angehörigen von Minderheiten eine leichtere Integration in die israelische Gesellschaft ermöglichen soll. Demnach sollen Drusen, Beduinen und Araber, die Militär- oder Zivildienst geleistet haben, bei Bewerbungen um eine Anstellung in Behörden und Regierungsorganisationen bevorzugt werden, wenn die anderen Bewerber keinen Militärdienst geleistet haben. Der Gesetzentwurf weist auf das „große persönliche Opfer“ hin, das arabische Militärdienstleistende erbringen, da sie oft Diskriminierung und Anfeindungen von ihren Familien und ihrer Gemeinschaft erleben. Außerdem steigen sie im Vergleich zu Israelis, die keinen Militärdienst leisten, erst einige Jahre später in den Arbeitsmarkt ein. Dass Minderheiten in der israelischen Armee dienen, sei nicht selbstverständlich, erklärte der Knesset-Abgeordnete Ofir Sofer (Jamina-Partei). Daher sei es notwendig, ihnen eine bevorzugte Behandlung zu gewähren.

 

Israel: Arbeitslosengeld soll weiter gezahlt werden

Israelis, die während der Corona-Krise ihre Anstellung verloren haben oder in unbezahlten Urlaub geschickt wurden, sollen weiterhin finanzielle Unterstützung erhalten. Das gab Premierminister Benjamin Netanjahu am Sonntag bekannt. Anfang Juli hätten rund 262.000 Arbeitslose ihren Anspruch auf finanzielle Unterstützung verloren. Seit Beginn der Corona-Krise ist die Zahl der Arbeitslosen rapide angestiegen. Der israelischen Sozialversicherung Bituach Leumi zufolge stieg die Zahl der Arbeitslosen in Jerusalem um 804% an, 82.450 Einwohner sind ohne Beschäftigung. Im Touristenort Eilat sind aktuell 14.257 Einwohner arbeitslos, verglichen mit 1.152 zu Beginn der Krise – ein Anstieg um 1.138%. Am schwersten betroffen sind die arabisch-israelischen Städte. Kfar Qasim in Zentralisrael verzeichnete einen Anstieg um 1.722%, 2.387 Einwohner sind arbeitslos im Vergleich zu 131 Anfang März. Auswertungen der israelischen Arbeitsagentur zufolge sind rund 48% der arbeitssuchenden Israelis jünger als 34 Jahre alt. Vor Beginn der Corona-Krise machte diese Altersgruppe rund 42% aller Arbeitssuchenden aus. Die Agentur warnte am Dienstag vor langfristigen Folgen der Corona-Krise unter jungen Leuten. Es bestehe die Gefahr, dass junge Leute es ähnlich wie nach der Wirtschaftskrise 2008 schwerer hätten, wieder eine Anstellung zu finden. Außerdem warnte sie vor einer sich verschlechternden Stellung Israels im OECD-Vergleich infolge der Corona-Krise.

 

Syrisches Baby erhält Herz-OP in Israel

Israelische Ärzte des Sheba Medical Centers in Ramat Gan haben im Juni ein zehn Tage altes syrisches Baby am Herzen operiert. Der Junge, in Begleitung seines Vaters aus Zypern eingeflogen, wurde mit hypoplastischem Linksherz-Syndrom geboren. Dabei handelt es sich um Fehlbildung der linken Herzhälfte, die die Blutzirkulation schwer beeinträchtigt und ohne medizinischen Eingriff zum Tod führt. Dr. Alain Serraf, Leiter des Herz-Zentrums im Kinderkrankenhaus von Sheba, gab sich nach der Operation „vorsichtig optimistisch“. In den nächsten Wochen wird sich das Baby in Israel von der Operation erholen und anschließend nach Zypern zurückkehren. In rund sechs Monaten ist ein weiterer Eingriff geplant. „Wenn alles läuft wie geplant, wird das Kind ein normales Leben führen können“, sagte Serraf. Der Vater des Jungen, ein syrischer Flüchtling, der in Zypern lebt, drückte dem Ärzte-Team seinen Dank aus. Es handelte sich um die erste Not-Operation seit Beginn der Corona-Krise, die an einem aus dem Ausland eingeflogenen Patienten vorgenommen wurde. Israelische Ärzteteams behandeln oft Patienten aus dem Ausland, auch aus Ländern wie Syrien und dem Irak.

 


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