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Israel reagiert auf Raketenbeschuss aus Gaza

Israel reagiert auf Raketenbeschuss aus Gaza

Am Mittwoch hat Israel mit dem Beschuss zweier Militärposten der Hamas nahe des Grenzzaunes im nördlichen Gazastreifen auf den wiederholten Raketenbeschuss Südisraels reagiert. Terroristen aus dem Gazastreifen feuerten drei Raketen auf den südisraelischen Verwaltungsbezirk Hof Aschkelon. Israelischen Medienberichten zufolge befanden sich viele Schüler in ihren verstärkt gesicherten Klassenzimmern, eine 77-jährige Frau wurde leicht verletzt und ein Haus leicht beschädigt. Das Gesundheitsministerium in Gaza meldete keine Verletzten.

Am Dienstag wurden zwei Raketen auf Israel geschossen. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) fing eine Rakete über Aschdod ab, die andere Rakete ging nahe Aschkelon auf offenem Feld nieder. Zur Zeit des Raketenalarms gegen 21 Uhr Ortszeit hielten israelische Politiker, darunter Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, Wahlkampfreden in den beiden Städten. Netanjahu setzte seine Rede nach einer vorübergehenden Evakuierung fort. Im Anschluss traf er sich mit führenden Militär- und Sicherheitskräften im Verteidigungsministerium. Am frühen Mittwochmorgen nahm die israelische Luftwaffe 15 Ziele in Gaza unter Beschuss, u.a. einen Terror-Tunnel, einen Marine-Stützpunkt und eine Waffenfabrik der Hamas.

(Foto: IDF, Raketenbeschuss aus Gaza, Archivbild)

 

Israel: Erdgas-Export kann 2019 beginnen

Die Förderung von Erdgas aus dem im Mittelmeer gelegenen Erdgasfeld „Leviathan“ und der Erdgas-Export nach Ägypten und Jordanien könne noch vor Ende des Jahres beginnen. Das kündigte Yossi Abu, Geschäftsführer von Delek Drilling, einem der Betreiber des Gasfelds, am Mittwoch an. Der Bau der Förderplattform, die 10km vor der israelischen Mittelmeerküste liegt, werde bald abgeschlossen sein. Im Februar 2018 vereinbarten die Hauptbetreiber Delek Drilling und Noble Energy mit Ägypten, über einen Zeitraum von zehnJahren 64 Milliarden Kubikmeter Erdgas zu liefern. Ein ähnliches Abkommen wurde 2016 mit Jordanien geschlossen, demzufolge 45 Milliarden Kubikmeter im Laufe von 15 Jahren geliefert werden sollen. Das Erdgasfeld „Leviathan“ wurde 2010 westlich von Haifa entdeckt. Es enthält geschätzt bis zu 605 Milliarden Kubikmeter Erdgas und könnte den gesamten israelischen Gasverbrauch bis zu 65 Jahre abdecken. Dank „Leviathan“ und dem kleineren Feld „Tamar“ ist Israels Energieproduktion vom Ausland unabhängig. Bis 2012 importierte Israel seinen Erdgasbedarf aus Ägypten. Mit der Machtübernahme durch die Muslimbruderschaft und Mohammed Mursi endeten die Lieferungen abrupt.

 

Netanjahu will bei Wiederwahl Jordantal annektieren

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat am Dienstag angekündigt, er werde im Falle einer Wiederwahl das sicherheitsstrategisch bedeutsame Jordantal annektieren. Außerdem wiederholte er sein Wahlkampfversprechen vom April, weitere Teile des Westjordanlands (Judäa und Samaria) zu annektieren. Dies müsse aber in „maximaler Koordination“ mit den USA geschehen. Die politischen Gegner Netanjahus kritisierten seine Ankündigung als reine Wahlkampftaktik, da er im Laufe seiner bisher 13jährigen Amtszeit keine Gebiete annektiert habe. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA), die Arabischen Liga, die Türkei sowie Russland und die EU kritisierten Netanjahus Ankündigung. Der Sprecher des jordanischen Unterhauses Atef Tarawneh sagte, eine Annexion würde den jordanisch-israelischen Friedensvertrag gefährden.

Das Jordantal macht etwa 30% des gesamten Gebiets von Judäa und Samaria aus und wird von der israelischen Armee sowie Politikern des linken und rechten Lagers als sicherheitspolitisch unverzichtbar angesehen. Dort leben etwa 60.000 Palästinenser, ein Großteil von ihnen in der Stadt Jericho, und rund 13.000 Israelis. Jericho und andere arabische Orte unter PA-Kontrolle wären laut Netanjahu von einer Annexion ausgenommen. Zum künftigen Status der ca. 9.000 Palästinenser, die zurzeit unter israelischer Militärverwaltung leben, äußerte er sich nicht. Im Falle einer Annexion würde das Jordantal zu israelischem Staatsgebiet und dort ansässige Bewohner zu israelischen Staatsbürgern werden.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie mit uns für die israelischen Parlamentswahlen am Dienstag, 17. September. Beten wir, dass Gott die Herzen der Wähler lenkt und der Wahlsieger ein solides Mandat zur Regierungsbildung erhält. Beten wir für eine Regierung, die ein Segen für die gesamte Bevölkerung sein und die vielen anstehenden Herausforderungen bewältigen wird.

 

Hebräische Universität plant Forschungszentrum in China

Die Hebräische Universität in Jerusalem hat am Dienstag eine Absichtserklärung zur Errichtung eines Hirnforschungszentrums in der südchinesischen Stadt Guangzhou unterzeichnet. Nach einem Bericht der Jerusalem Post wird der Aufbau des Zentrums unter anderem unter Leitung der Professoren Israel Nelken und Hagai Bergman des Edmond & Lily Safra Zentrums für Hirnforschung erfolgen. Die Kooperation mit Guangzhou sieht vor, die klinische Spitzenforschung im Gebiet der Neuromodulation voranzubringen und die Neuromodulationstherapie für neurologische und psychiatrische Erkrankungen zu verbessern. Neben Krankenhäusern in Jerusalem und Guangzhou beteiligt sich auch das Medizintechnikunternehmen Alpha Omega aus Nazareth an der Kooperation. Es ist Branchenführer im Gebiet der Neuromodulation und Israels erfolgreichstes arabisches High-Tech Unternehmen.

 

Bonn: Stadtrat schließt BDS-Unterstützer von Kulturfest aus

Vier palästinensische Organisationen dürfen auf Beschluss der Stadt Bonn nicht am Kultur- und Begegnungsfest „Vielfalt!“ am 29. September teilnehmen, weil sie die antiisraelische BDS-Kampagne, die seit 2005 weltweit zu Boykott, Sanktionen und Kapitalabzug aus Israel aufruft, unterstützen. Das berichtete die Regionalzeitung „General-Anzeiger Bonn“ am Montag. Im Mai hatten Vertreter von CDU, SPD, FDP und Grünen im Bonner Stadtrat die BDS-Kampagne als antisemitisch und antiisraelisch erklärt. Drei der vom Ausschluss betroffenen Vereine, darunter die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e. V. und die Regionalgruppe NRW Süd, sehen ihr Recht auf freie Meinungsäußerung beschnitten und sind nun vor das Verwaltungsgericht gezogen.

IAEA findet Uranspuren in Teheraner Lagerhalle

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat am Montag bekannt gegeben, auf dem Gelände einer Lagerhalle in Teheran Spuren von Uran gefunden zu haben. Die Bodenproben waren im April von Inspektoren entnommen worden. 2018 hatte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu die IAEA aufgefordert, dieses Gelände im Teheraner Stadtteil Turquzabad zu überprüfen. Dort sei unbekanntes radioaktives Material gelagert gewesen, das in der Zwischenzeit entfernt worden wäre, sagte Netanjahu damals. Der Chef der IAEA, Cornel Feruta, forderte den Iran am Montag zu einer umgehenden Stellungnahme auf. Bislang hat der Iran auf die Veröffentlichung nicht reagiert. Laut IAEA ist noch unklar, woher die Uranpartikel stammen, und ob sie möglicherweise auf Aktivitäten vor dem Atomabkommen von 2015 zurückzuführen seien.

Wenige Stunden nach der Meldung der IAEA präsentierte Netanjahu bei einer Pressekonferenz am Montagnachmittag neue Satellitenaufnahmen vom Juni, die eine bisher unbekannte Atomanlage in Abadeh nahe Isfahan zeigen sollen. Die Anlage sei den Aufnahmen zufolge im Juni noch in Betrieb gewesen, Aufnahmen vom Juli weisen aber auf ihre Zerstörung hin, möglicherweise um Spuren zu verwischen, sagte Netanjahu. Sollte Netanjahus Darstellung sich als wahr erweisen, würde dies belegen, dass der Iran wiederholt gegen das Atomabkommen von 2015 und den Atomwaffensperrvertrag verstößt. (Foto: Avi Ohayon/GPO, Benjamin Netanjahu vor der UN-Vollversammlung 2018)

 

Luftangriffe auf Waffendepot in Syrien

Bei einem Luftangriff auf ein Waffendepot in Syrien nahe der irakischen Grenze sind am Montag 18 pro-iranische Kämpfer getötet worden. Israelischen Medienberichten zufolge gehört das Depot einer irakischen Miliz, die dem Iran nahe steht, und wird auch von Einheiten der schiitisch-libanesischen Terrororganisation Hisbollah genutzt. Der US-Fernsehsender Fox News zeigte vergangene Woche Satellitenaufnahmen von neu errichteten Hallen, die zur Lagerung präzisionsgesteuerter Raketen genutzt werden können. Diese befinden sich in unmittelbarer Nähe der größten Militärbasis, die der Iran derzeit in Syrien baut. Wenige Stunden nach den Luftschlägen feuerten pro-iranische Kämpfer aus Syrien mehrere Raketen in Richtung Israel ab, die aber noch vor der syrisch-israelischen Grenze niedergingen.

Im Juli und August hatte es mehrere Luftangriffe auf Stellungen pro-iranischer Milizen in Syrien und dem Irak gegeben. Mutmaßungen internationaler Medien, die israelische Luftwaffe sei für diese wie auch für die Angriffe vom Montag verantwortlich, hat Israel bislang nicht bestätigt. Israel beschuldigt den Iran und seinen Verbündeten Hisbollah präzisionsgesteuerte Raketen zu bauen und diese gegen Israel einsetzen zu wollen. Am Montag begann die israelische Armee mit einer umfangreichen Militärübung, die vor allem den Generalstab und die verschiedenen Kommandozentralen auf einen möglichen Krieg mit der Hisbollah und anderen pro-iranischen Milizen vorbereiten soll.

 

Neuwahlen in Israel: aktuelle Prognosen

Bei den Neuwahlen in Israel am Dienstag, den 17. September, zeichnet sich weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem amtierenden Premierminister Benjamin Netanjahu (Likud-Partei) und dem Blau-Weiß-Bündnis ab. Jüngsten Umfragen zufolge hätte die Wahlliste „Blau-Weiß“ von Benny Gantz und Jair Lapid mit insgesamt 32 Mandaten einen Sitz mehr in der Knesset (israelisches Parlament) als der Likud. Die drittgrößte Fraktion bildet momentan die Vereinte Arabische Liste mit zehn Mandaten, gefolgt von der russisch-säkularen Partei Jisrael Beitenu des früheren Verteidigungsministers Avigdor Lieberman sowie der national-religiösen Neuen Rechten, die beide neun Sitze inne hätten. Aktuell scheint außerdem die ultra-nationale Partei Otzma Jehudit die 3,25%-Hürde zu meistern und würde vier Mandate erhalten.

 

Jerusalem: Siegel aus der Zeit des Ersten Tempels entdeckt

Ein 2600 Jahre altes Siegel aus der Zeit des Ersten Tempels (7. Jahrhundert v. Chr.) ist bei archäologischen Arbeiten im Nationalpark „Emek Tzurim“ nahe der Jerusalemer Altstadt gefunden worden. Das berichteten israelische Medien am Montag. Der Schutt, in dem das Siegel gefunden wurde, war im Jahr 2013 nahe der Klagemauer ausgehoben worden. Das Tempel-Siegel aus der Zeit des Königreichs Juda trägt die Inschrift: „Adoniyahu, oberster Verwalter des Königs“. Dieselbe Position wurde Josef vom Pharao in Ägypten verliehen (1. Mose 41, 40-42). Der Name ‚Adoniyahu‘ kommt mehrmals in der Bibel vor, sei jedoch nicht mit dem Zeitraum in Zusammenhang zu bringen, aus dem das Siegel stammt. Immer wieder werden bei Ausgrabungen am Tempelberg Artefakte gefunden, die die jüdische Geschichte der Stadt Davids bestätigen.

 

Äthiopischer Israeli seit fünf Jahren Geisel der Hamas

Seit fünf Jahren hält die im Gazastreifen herrschende islamistische Terrororganisation Hamas Avera Avraham Mengistu, Israeli mit äthiopischen Wurzeln, als Geisel gefangen. Mengistus Familie äußerte zum fünften Jahrestag seines Verschwindens ihre Enttäuschung über seine andauernde Gefangenschaft. Mengistu, der nach Angaben seiner Familie psychisch krank ist, hatte am 7. September 2014 nahe Zikim die Grenze zum Gazastreifen überquert. Seitdem hat es von ihm kein Lebenszeichen mehr gegeben. Am Sonntag warf Agarnesh Mengistu, die Mutter des jungen Mannes, dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu vor, sich nicht ausreichend für die Freilassung ihres Sohns einzusetzen. Neben Mengistu befindet sich ein weiterer Israeli, der Beduine Hisham al-Sayed, der ebenfalls psychisch krank sein soll, seit 2015 in der Gewalt der Hamas. Die israelische Regierung hat wiederholt versichert, sich für die Freilassung der beiden einzusetzen.

Netanjahu, Johnson sprechen über Iran, Zweistaatenlösung

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat seinen britischen Amtskollegen Boris Johnson am Donnerstag in London getroffen, um über die vom Iran ausgehende Bedrohung und eine mögliche Zweistaatenlösung zu sprechen. Netanjahu nannte Johnson einen guten Freund des jüdischen Volkes und Israels und lobte seinen Einsatz gegen Antisemitismus und für Israels Sicherheit. „Die Aggression und der Terrorismus des Iran sind eine Herausforderung und ich möchte darüber sprechen, wie wir dem gemeinsam zugunsten des Friedens entgegentreten können“, sagte Netanjahu, der bei seinem Kurzbesuch in London auch US-Verteidigungsminister Mark Esper treffen will. (Foto: Haim Zach/GPO, Netanjahu trifft Johnson, 5. Sept. 2019)

Netanjahu warnt vor Irangesprächen

Vor seiner Abreise nach London drängte Netanjahu die Weltmächte, keine Gespräche mit dem Iran zu beginnen, sondern den Druck auf Teheran zu erhöhen. US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch angedeutet, dass er sich diesen Monat bei der UN-Generalversammlung mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani treffen könnte. Rouhani hatte am Mittwoch angekündigt, sein Land werde ab Freitag weitere Zentrifugen zur Urananreicherung in Betrieb nehmen. Dies wäre die dritte Verletzung des Atomabkommens innerhalb von vier Monaten. Der Iran machte am Mittwoch den Erhalt von europäischen Krediten in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar (13,7 Milliarden Euro) zur Bedingung für weitere Verhandlungen, um das Atomabkommen zu retten. Die USA hatten das Abkommen 2018 aufgekündigt. US-Sanktionen machen der iranischen Wirtschaft, die von Ölexporten abhängig ist, schwer zu schaffen. Am Mittwoch verhängte Trump neue Sanktionen gegen den iranischen Ölsektor.

 

Israel, Schweiz erwägen Alternative zu UNRWA

Israel und die Schweiz wollen zusammenarbeiten, um eine Alternative zum UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) zu finden. Das gab der israelische Außenminister Israel Katz am Mittwoch nach einem Treffen mit seinem Schweizer Amtskollegen Ignazio Cassis in Bern bekannt. Cassis erklärte, die UNRWA schüre unter den Palästinensern in Flüchtlingslagern im Nahen Osten „unrealistische Hoffnung auf ein Rückkehrrecht“ nach Israel. Die Schweiz zahlte bereits die für 2019 zugesagten 22,5 Millionen US-Dollar (20,4 Millionen Euro) an die UNRWA. Im Juli 2019 wurde vorerst die Aussetzung weiterer Zahlungen beschlossen, nachdem mehreren führenden Mitarbeitern des UN-Hilfswerks massives Fehlverhalten, darunter Machtmissbrauch und Vetternwirtschaft, vorgeworfen wurde. Die UNRWA ist für 5,4 Millionen palästinensische Flüchtlinge und ihre Nachkommen in Nahost zuständig.

 

Israel: Hisbollah, Iran bauen Raketenfabrik im Libanon

Israel geht davon aus, dass die schiitische Terrororganisation Hisbollah mit Hilfe des Irans im libanesischen Bekaa-Tal eine Fabrik für präzisionsgesteuerte Raketen baut. Die israelische Armee veröffentlichte am Dienstag entsprechende Luftaufnahmen. Am Sonntag hatte die Hisbollah mehrere Panzerabwehrraketen auf Israel gefeuert und zwei israelische Militärfahrzeuge nur knapp verfehlt. Die Times of Israel meldete, ein israelischer Vergeltungsangriff auf Stützpunkte der Hisbollah sei abgebrochen worden, da keine israelischen Soldaten zu Schaden gekommen waren. Israels Außenminister Israel Katz forderte den Libanon am Montag auf, die Hisbollah „im Zaum zu halten“. Der libanesische Premierminister Saad Hariri erklärte am Mittwoch, er habe kaum Möglichkeiten, den Einfluss der Hisbollah im Libanon einzudämmen: Die Hisbollah sei ein regionales Problem, kein rein libanesisches. Im Raketenkrieg 2006 schoss die libanesische Terrororganisation rund 3.900 Raketen auf Israel. 44 israelische Zivilisten und 106 Soldaten wurden getötet. Ynetnews berichtete am Mittwoch, für 800.000 Israelis im Norden des Landes gäbe es im Fall eines erneuten Krieges nicht genügend Schutzräume.

Gebetsanliegen: Bitte betet mit uns, dass sich die Lage an der Nordgrenze Israels zum Libanon entspannt und dass die 2018 beschlossenen Sicherheitsmaßnahmen für die Israelis im Norden des Landes schnellstmöglich umgesetzt werden.

 

Israel hilft auf den Bahamas und in Brasilien

Die weltweit tätige israelische Hilfsorganisation IsraAID hat den Bahamas am Dienstag Katastrophenhilfe zugesagt. IsraAID wird dringend benötigte Hilfsgüter sowie Wasserfilter zur Trinkwasseraufbereitung liefern und psychologische Ersthilfe leisten. Der Archipel im Atlantik wurde am Sonntag von Hurrikan Dorian getroffen. Der Hurrikan der höchsten Gefahrenstufe erreichte Windgeschwindigkeiten von fast 300 Stundenkilometern. Mindestens 20 Menschen starben, rund 70.000 Menschen sind auf Nothilfe angewiesen. Unterdessen brachen am Dienstag elf israelische Feuerwehrleute und Rettungskräfte nach Brasilien auf, um bei den Löscharbeiten im Amazonasgebiet zu helfen. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hatte Israels Hilfe angenommen, hingegen Hilfsangebote vor allem europäischer Länder als Einmischung in interne Angelegenheiten seines Landes angesehen.

 

Nauru, Honduras erkennen Jerusalem als Hauptstadt Israels an

Der Inselstaat Nauru im Pazifischen Ozean und das in Zentralamerika gelegene Land Honduras haben am 28. August Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt. Das berichteten israelische Medien vergangene Woche. Nauru hat etwa 10.000 Einwohner. Es unterstützt Israel regelmäßig mit seiner Stimme bei den Vereinten Nationen - ungeachtet des Drucks arabischer Länder. Honduras eröffnete am Sonntag ein diplomatisches Handelsbüro in Jerusalem. Dies sei der erste Schritt, auch die Botschaft Honduras von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, erklärte Honduras Präsident Juan Orlando Hernández. An der Klagemauer in Jerusalem schrieb er ins Gästebuch: „Danke, Herr, dass ich Honduras in dieser Zeit vertreten darf, um unserer Verbundenheit mit Israel Ausdruck zu verleihen. Möge dies der Beginn eines neuen Segens für unser Volk sein.“ Seit der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA im Dezember 2017 haben einige Staaten in Jerusalem Handelsbüros mit unterschiedlichem diplomatischem Status eröffnet. Neben den USA verlegte auch Guatemala seine Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem.

Israelis entwickeln Drohnen-Abwehr-System

Israelische Technologiefirmen haben ein System entwickelt, das feindliche Drohnen sicher und effektiv abwehren kann. Das berichteten israelische Medien am Mittwoch. Mit dieser neuen Technologie können demnach zeitgleich bis zu 200 feindliche Drohnen ab einer Entfernung von 3,5 Kilometern übernommen und sicher gelandet werden. Anschließend können die von den Drohnen gesammelten Daten ausgewertet werden. Außerdem sei es möglich, die Drohnen neu einzusetzen. In der vergangenen Woche gab es wiederholt Drohneneinsätze (wir berichteten). Am Mittwochabend ereignete sich erneut ein Zwischenfall. Drei israelische Drohnen wurden im libanesischen Luftraum von libanesischen Soldaten mit Maschinengewehren beschossen. Die israelische Armee bestätigte den Beschuss, äußerte sich aber nicht dazu, wo die Drohnen im Einsatz waren. (Foto: Pixabay, Symbolbild)

 

Israeli holt Weltmeistertitel im Judo

Bei den Judo-Weltmeisterschaften 2019 in der japanischen Hauptstadt Tokio hat der 27jährige Israeli Sagi Muki am Mittwoch in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm die Goldmedaille gewonnen. Wie die israelische Nachrichtenseite Ynetnews am Mittwoch berichtete, ist er nach zwei ersten Plätzen bei den Europameisterschaften 2015 und 2018 nun der erste israelische Sportler mit Weltmeistertitel im Judo. Muki setzte sich im Finale gegen seinen belgischen Kontrahenten Matthias Casse durch. Nach Mukis knappem Sieg gegen den ägyptischen Judoka Mohamed Abdelaal im Viertelfinale hatte Abdelaal seinem israelischen Gegner den Handschlag verweigert. Der israelische Präsident Reuven Rivlin gratulierte Muki am Mittwoch per Twitter: „Dein Sieg macht uns stolz und lehrt uns, dass harte Arbeit, Menschlichkeit und eine stets im Frieden ausgestreckte Hand die größten Hürden überwinden können.”

 

Israel, USA warnen vor Iran

Israel und die USA warnen weiterhin vor den Ambitionen des Iran, sein Einflussgebiet im Nahen Osten auszubauen, und gehen gegen iranische Aggressionen vor. Der israelische Außenminister Israel Katz bat seinen britischen Kollegen Dominic Raab bei einem Treffen am Mittwoch, die paramilitärischen iranischen Revolutionsgarden (IRGC) zur Terrororganisation zu erklären. Das meldete das israelische Nachrichtenportal Times of Israel am heutigen Donnerstag. Großbritannien hatte Anfang 2019 bereits die vom Iran unterstützte Terrororganisation Hisbollah verboten, die IRGC wurden im April von den USA auf die Terrorliste gesetzt. Israel macht die IRGC unter anderem für versuchte Drohnenangriffe aus Syrien verantwortlich. Außerdem berichteten israelische und US-amerikanische Medien über einen Cyberangriff der USA auf eine iranische Datenbank im Juli. Die Datenbank, die zerstört wurde, sei für mögliche iranische Angriffe auf Handelsschiffe im Persischen Golf essentiell gewesen.

 

 

 

Südisrael: Terror-Sommer traumatisiert die Bevölkerung

Mindestens 327 Bewohner der israelischen Ortschaften im Grenzgebiet zum Gazastreifen sind diesen Sommer wegen Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) behandelt worden. Das meldete das israelische Nachrichtenportal Ynetnews am Mittwoch. Viele PTBS-Betroffene leiden unter Schlafmangel und seelischer Belastung, Mitarbeiter von Rettungsdiensten sind häufig von Burnout betroffen. Grund dafür ist der andauernde Terror durch den Raketenbeschuss Südisraels aus Gaza, die wiederholten Versuche bewaffneter Terroristen, illegal nach Israel einzudringen, und die andauernde Brandstiftung durch Feuerballons. Dutzende dieser Brände, die jede Woche verursacht werden, bleiben unserer israelischen Partnerorganisation Operation Lifeshield zufolge in den Medien häufig unbeachtet. Nachdem am Sonntag zwei Raketen auf die Stadt Sderot gefeuert worden waren, mussten 99 Besucher eines dort stattfindenden Konzerts psychologisch versorgt werden, zehn weitere kamen mit einem Schock ins Krankenhaus.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie für die Bevölkerung in den südisraelischen Ortschaften, dass Gott sie vor weiterem Terror bewahrt und ihre seelischen Verletzungen heilt. Beten Sie bitte auch für die Kinder, für die am Sonntag nach der angespannten Lage in den Sommerferien ein neues Schuljahr beginnt. Beten wir um Weisheit für die israelische Regierung, damit der fortwährende Terror an der Grenze zum Gazastreifen nachhaltig beenden wird.

 

Ältester Nachweis der Bezeichnung „Hebräer“ entdeckt

Archäologen haben in der jordanischen Ausgrabungsstätte Khirbat Ataruz, dem biblischen Atarot, den wohl ältesten Nachweis für die Bezeichnung „Hebräer“ entdeckt. Das israelische Nachrichtenportal Times of Israel berichtete am Mittwoch, in einem moabitischen Schrein aus dem 9. oder 8. Jahrhundert v. Chr. sei eine Inschrift entziffert worden, die die „Hebräer“ namentlich erwähne. In welchem Zusammenhang der Name auftaucht sei noch nicht geklärt. Atarot, das östlich des Jordans im Gebiet des hebräischen Stammes Gad lag, wird in 4. Mose 32 erwähnt. Früheren archäologischen Funden zufolge wurde Atarot im 9. Jahrhundert v. Chr. von dem moabitischen Herrscher Mescha erobert. In 2. Könige 3 berichtet die Bibel von der Rebellion Meschas nach dem Tod König Ahabs und dem anschließenden Sieg Israels über Moab.

Raketenbeschuss Südisraels, Terroranschlag in Samaria

Raketenbeschuss Südisraels, Terroranschlag in Samaria

Terroristen aus dem Gazastreifen haben am heutigen Dienstag erneut Raketen auf Südisrael gefeuert. Die israelische Luftwaffe reagierte mit dem Beschuss eines Beobachtungspostens der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Terrororganisation Hamas. Bereits am späten Sonntagabend waren israelische Ortschaften im Grenzgebiet zu Gaza mit Raketen beschossen worden, darunter die Stadt Sderot, in der bei einem Konzert mit 4000 Besuchern kurzzeitig Panik ausbrach. Das israelische Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ (Eisenkuppel) konnte zwei Raketen abfangen, deren Trümmerteile auf das Konzertgelände fielen. Es gab keine Verletzten. Die israelische Luftwaffe reagierte und beschoss Stellungen der Terrororganisation Hamas. Auch das Büro eines hochrangigen Hamas-Kommandeurs wurde getroffen.

In Samaria töteten palästinensische Terroristen am Freitag in der Nähe eines beliebten Wanderziels die 17jährige Rina Shnerb (siehe Foto) aus dem zentralisraelischen Lod mit einem Sprengsatz. Dieser wurde per Fernzündung ausgelöst. Ihr Bruder und ihr Vater, ein Rabbiner, wurden verletzt. Am Montagnachmittag konnte ein weiterer, ähnlicher Sprengsatz nahe der jüdischen Orte Elon Moreh und Itamar von israelischen Sicherheitskräften entschärft werden. (Foto: Terroropfer Rina Shnerb, IDF)

 

Brasilien: Israel unterstützt Brandbekämpfung im Amazonasgebiet

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat das Angebot des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu angenommen, die Brandbekämpfung im Amazonas-Regenwald zu unterstützen. Wie die Jerusalem Post am Montag berichtete, wird Israel ein Löschflugzeug und Flammenbekämpfungsmittel ins Regenwaldgebiet Amazonas schicken. Nach Angaben der israelischen Internet-Zeitung Times of Israel wüteten dort allein diesen Monat über 20.000 Feuer. Viele davon seien von Farmern gelegt worden, die mehr nutzbares Ackerland gewinnen wollten. Trotz der umstrittenen Lockerung von umweltschützenden Maßnahmen in jüngster Vergangenheit versicherte Bolsonaro in einer Fernsehansprache am Freitag: „Der Schutz unseres Waldes ist unsere Pflicht und wir werden alles tun, um illegale Abholzung und andere kriminelle Taten zu bekämpfen, die unseren Amazonas bedrohen.“

Netanjahu begrüßte die Entscheidung des brasilianischen Präsidenten, nun über 43.000 Soldaten ins Katastrophengebiet zu schicken. Neben Israel hat auch US-Präsident Donald Trump Brasilien Unterstützung zugesagt. Ein auf dem G7-Gipfel beschlossenes Soforthilfepaket lehnte Bolsonaro ab, da der französische Präsident Emmanuel Macron die Verantwortlichkeit am Amazonas eigenständig auf die Agenda gesetzt und den Regenwald beim Gipfeltreffen als „Gemeingut“ bezeichnet hatte. Es ist bereits der zweite israelische Hilfseinsatz in Brasilien in diesem Jahr. Ende Januar entsandte Israel nach dem Dammbruch im Bundesstaat Minas Gerais Katastrophenhelfer.

 

Israel: Bevorstehender Mehrfrontenkrieg?

Israelische Medien spekulieren darüber, dass es an Israels Nord- und Südgrenze möglicherweise zu Kampfhandlungen kommen könnte. Am Montagabend hatte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu angeordnet, dass hochrangige Sicherheits- und Militärberater seinen politischen Rivalen Benny Gantz vom Blau-Weiß-Bündnis über die aktuelle Sicherheitslage in Kenntnis setzten. Es ist unüblich, dass Oppositionsführer offiziell von der Militärführung unterrichtet werden. Dies geschieht normalerweise nur vor einem möglichen Militäreinsatz. Am Wochenende hatte es mehrere Konfrontationen mit der Terrororganisation Hisbollah in Syrien und dem Libanon gegeben. Israelische Armeestützpunkte an der Grenze wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, nachdem die Hisbollah mit Vergeltungsschlägen gedroht hatte. Erst vor zehn Tagen hatte Netanjahu - als Reaktion auf die wiederholten Versuche von Gaza-Terroristen nach Israel einzudringen - erklärt, die im September anstehenden Neuwahlen würden Israel nicht von einer großangelegten Militäraktion gegen die im Gazastreifen herrschende islamistische Terrororganisation Hamas abhalten. Dass nun Benny Gantz über die Sicherheitslage informiert wurde, kann israelischen Medien zufolge auch als Abschreckungsversuch bewertet werden: Sollte die Hisbollah Israel angreifen, wäre Israel auf einen Krieg vorbereitet. Die Zivilbevölkerung in den israelischen Ortschaften an der Grenze zum Libanon wurde angewiesen, ihre Alltagsroutine beizubehalten.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie, dass Gott in der gegenwärtigen Situation der israelischen Regierung und Militärführung Weisheit gibt und die Zivilbevölkerungen beschützt.

 

Israel wehrt Drohnenangriffe von Iran, Hisbollah ab

Die israelische Armee hat in der vergangenen Woche mehrmals Anschläge durch in Syrien stationierte iranische Drohnen verhindert. Das bestätigte die Armee am Sonntag. Die israelische Luftwaffe beschoss in der Nacht eine Terror-Zelle südöstlich der syrischen Hauptstadt Damaskus, bevor diese mit Sprengsätzen bestückte iranische Drohnen nach Israel senden konnte. Bei dem Luftschlag wurden fünf Terroristen getötet, darunter ein Mitglied der iranischen Revolutionsgarden und zwei Mitglieder der schiitischen Terrororganisation Hisbollah aus dem Libanon. Bereits am Donnerstag hatte die israelische Armee einen ähnlichen Versuch verhindert. Den Einsatz iranischer Drohnen, mit denen auch die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen Anschläge gegen Saudi Arabien durchführen, sieht Israel als weiteren Beweis der Ambitionen Irans, seine Vormachtstellung in Syrien und dem Libanon auszubauen und von dort aus Israel anzugreifen.

Unbestätigte israelische Luftschläge im Libanon und dem Irak Am frühen Sonntagmorgen explodierte eine Drohne in der Nähe des Propagandabüros der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, eine weitere stürzte ab. Die libanesische Regierung und die Hisbollah behaupteten, es handle sich um israelische Drohnen. Israelische Medien berichteten, anhand der Trümmerteile sei festzustellen, dass es sich um iranische Modelle handelte, die möglicherweise von Israel zerstört worden seien. Ebenfalls am Sonntag wurde der Konvoi einer der Hisbollah nahestehenden Miliz im Irak nahe der syrischen Grenze von Drohnen angegriffen. Außerdem wurde am Montag der Stützpunkt einer palästinensischen Terrorgruppe, die mit der Hisbollah verbündet ist, im libanesischen Bekaa-Tal Ziel eines Luftschlags. Arabische Medien machen Israel für beide Angriffe verantwortlich. Israels Regierung und Armee kommentierten diese Meldungen nicht.

 

 

Neuwahlen: Netanjahu bereit zu einer „breiten“ Regierungskoalition

Neuwahlen: Netanjahu bereit zu einer „breiten“ Regierungskoalition

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu ist bereit zur Bildung einer breiten Regierungskoalition, nicht aber zu einer Regierung der nationalen Einheit. Das meldeten israelische Medien am Dienstag. Im Gegensatz zu einer Regierung der nationalen Einheit, bei der die politisch linken und rechten Lager jeweils zu gleichen Anteilen beteiligt wären, würden bei einer breiten Koalition die Ministerposten entsprechend des Wahlergebnisses verteilt werden. Weniger als drei Wochen vor den Wahlen liegen Netanjahus Likud und das Blau-Weiß-Bündnis von Benjamin Gantz und Jair Lapid weiterhin gleichauf. Am Dienstag vereinbarten das Blau-Weiß-Bündnis und die russisch-säkulare Partei Israel Beitenu von Avigdor Lieberman, überschüssige Stimmen gemeinsam zu nutzen. Eine der beiden Parteien könnte so einen weiteren zusätzlichen Sitz in der Knesset gewinnen. Ayman Odeh von der Vereinigten Arabischen Liste kündigte diese Woche seine Bereitschaft zu Koalitionsverhandlungen mit Mitte-Links Parteien an, sofern diese einige Grundvoraussetzungen erfüllten. Dies wären unter anderem eine verbesserte medizinische Versorgung für die arabische Bevölkerung und die Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Palästinensern. Es wäre das erste Mal, dass arabische Parteien an Koalitionsverhandlungen teilnehmen und, wenn erfolgreich, an einer israelischen Regierung beteiligt sein würden.

Foto: Knessetgebäude in Jerusalem, Kobi Gideon/GPO

 

 

Palästinenser attackiert Sicherheitsmann an Allenby-Brücke

Am Grenzübergang von Israel zu Jordanien ist am Mittwoch ein Terroranschlag verhindert worden. Wie israelische Medien berichteten versuchte ein Palästinenser einen israelischen Sicherheitsmann mit einem Handyladekabel zu erdrosseln. Der Angriff konnte abgewehrt und der aus Hebron stammende Palästinenser, der zuvor von Jordanien nach Israel  zurückgekehrt war, festgenommen werden. In den letzten Tagen hat es in Judäa und Samaria vermehrt Anschläge auf Israelis gegeben. Außerdem feuerten Terroristen aus dem Gazastreifen am Mittwoch und am heutigen Donnerstag erneut Raketen auf Israel. Es gab keine Verletzten oder Schäden. Die israelische Luftwaffe reagierte mit dem Beschuss mehrerer Terrorziele in einer seegestützten Militärbasis der Hamas vor der Küste des Gazastreifens. Im Norden legten Mitglieder der schiitischen Hisbollah-Miliz aus dem Libanon am Wochenende Brände im israelischen Grenzgebiet. Terroristen aus dem Gazastreifen wenden diese Taktik regelmäßig an und setzen Felder und Vegetation in Südisrael in Brand.

 

Alijah um fast 30% angestiegen

Von Januar bis Juni sind dieses Jahr 29% mehr jüdische Neueinwanderer nach Israel gekommen als im selben Zeitraum 2018. Das berichtete die Jerusalem Post am Dienstag. In den ersten sechs Monaten haben 2019 etwa 16.000 jüdische Heimkehrer Alijah (Einwanderung nach Israel) gemacht. Demnach ist der Großteil von ihnen (74%) russischsprachig und kommt aus der ehemaligen Sowjetunion. Alleine aus Russland wanderten in der ersten Jahreshälfte 2019 fast 8.000 Menschen mit jüdischen Wurzeln nach Israel ein, aus der Ukraine waren es etwa 3.000 Neueinwanderer. Viele von ihnen verlassen ihre bisherigen Heimatländer, weil sie dort Anfeindungen und finanziellen Problemen ausgesetzt sind oder ihre Bürgerrechte beschnitten werden.

 

Israel und USA trainieren Übernahme feindlicher Schiffe

Spezialeinheiten der israelischen und US-amerikanischen Marine haben in der vergangenen Woche gemeinsam die Übernahme feindlicher oder von Terroristen gekaperter Schiffe trainiert. Der israelischen Armee zufolge steht der Zeitpunkt der Übungen nicht in Zusammenhang mit der angespannten Situation am Persischen Golf. Der Iran hatte in den vergangenen Wochen in der Seestraße von Hormus drei Tankschiffe in seine Gewalt gebracht. Die USA sind darum bemüht, eine internationale Marinemission zu bilden, um Handelsschiffe, die die Straße von Hormus passieren, zu schützen. Der israelische Außenminister Israel Katz hatte Anfang August bestätigt, dass Israel diese Mission mit geheimdienstlichen Informationen und anderen nicht weiter definierten Diensten unterstützt.

 

Israel will Gaza-Bewohnern bei Auswanderung helfen

Israel ist bereit, Bewohner des Gazastreifens, die auswandern möchten, zu unterstützen. Das meldeten israelische Medien am Dienstag unter Berufung auf eine anonyme Quelle in der israelischen Regierung. Demnach will Israel die Reisekosten übernehmen, sofern es willige Aufnahmeländer gibt. Seitdem Ägypten die Grenzschließung zu Gaza 2018 gelockert hatte, sind nach Angaben des israelischen Regierungsbeamten bereits 35.000 Palästinenser aus dem von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrschten Küstenstreifen ohne israelische Hilfe emigriert, darunter eine sehr hohe Anzahl qualifizierter Ärzte. Im Gazastreifen leben etwa 1,8 Millionen Menschen, ca. 65% der Bevölkerung ist unter 25 Jahre alt und mehrheitlich arbeitslos. Seit 2007 wird die Enklave von der radikalislamischen Hamas beherrscht, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist. Der Waren- und Personenverkehr von und nach Gaza wird von Israel und Ägypten stark kontrolliert, um Waffenlieferungen an die Hamas zu verhindern. Trotzdem erlaubt Israel den täglichen Transfer von Lebensmitteln, medizinischen Gütern und anderen Waren nach Gaza und Produkte „Made in Gaza“ werden nach Israel und in die Palästinensergebiete exportiert.

Erneut Terror in Südisrael, Judäa und Samaria

Erneut Terror in Südisrael, Judäa und Samaria

Israelische Medien haben am Wochenende über mehrere Terrorangriffe berichtet. So wurden am Freitagnachmittag zwei 17 und 19 Jahre alte Geschwister an einer Bushaltestelle nahe der Ortschaft Elazar im Westjordanland von einem Palästinenser aus Bethlehem mit dem Auto gerammt. Der 17jährige Oberstufenschüler erlitt schwere Kopfverletzungen und schwebt weiterhin in Lebensgefahr, seine 19jährige Schwester liegt mit mittelschweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Terrorist wurde von einem israelischen Polizisten erschossen. Am Freitag- und Samstagabend feuerten Terroristen aus dem Gazastreifen Raketen auf Südisrael ab und verursachten geringfügigen Sachschaden. Einige israelische Zivilisten wurden leicht verletzt.. Die Stadtverwaltungen von Beerschewa, Aschdod und anderen Ortschaften im Grenzgebiet ließen städtische Schutzbunker öffnen, der Rettungsdienst Magen David Adom war in erhöhter Alarmbereitschaft. Wenige Stunden nach den Raketenangriffen vom Samstag wurden drei bewaffnete Palästinenser bei dem Versuch, illegal über den Grenzzaun nach Israel einzudringen, von israelischen Soldaten erschossen, ein weiterer wurde verletzt. Es war bereits das vierte Mal innerhalb von drei Wochen, dass Terroristen aus Gaza versuchten nach Israel einzudringen.

Foto: IDF, Terroranschlag nahe Elazar am 16. August 2019

 

Paraguay erlässt Verbot von Hamas und Hisbollah

Israelischen Medien zufolge hat die paraguayische Regierung von Präsident Mario Abdo Benitez am Montag Hamas und Hisbollah offiziell zu Terrororganisationen erklärt und damit verboten. Die vom Iran unterstützten Organisationen, deren Ziel die Vernichtung Israels ist, verfügen über Netzwerke in vielen Ländern der Welt und dürfen oft unbehelligt agieren. Israel geht davon aus, dass Brasilien dem Beispiel Paraguays demnächst folgen wird. Der Iran ist ein wichtiger Handelspartner für Brasilien, außerdem gibt es im Land eine einflussreiche libanesische Minderheit. Ein Verbot der beiden Terrorgruppen wäre eine bedeutungsvolle Entscheidung der konservativen Regierung von Präsident Jair Bolsonaro und würde vor allem als Annäherungsversuch an die USA interpretiert werden. Zuletzt hatten Argentinien und Großbritannien die Hisbollah für gesetzeswidrig erklärt. Die Europäische Union hat 2013 nach einem tödlichen Bombenanschlag auf israelische Touristen im bulgarischen Burgas den sogenannten „militärischen Flügel“ der Hisbollah verboten, lehnt es aber - wie auch die deutsche Bundesregierung - ab, die Terrororganisation in ihrer Gesamtheit zu verbieten. Eine Differenzierung in politische und militärische Abteilungen wird von Israel heftig kritisiert. Auch Hisbollah-Funktionäre haben in der Vergangenheit erklärt, es gäbe innerhalb der Organisation keine solche Trennung.

 

Israel verhängt Einreiseverbot für antiisraelische US-Kongressabgeordnete

Israel hat am Donnerstag Rashida Tlaib und Ilhan Omar, beide Mitglieder der Demokratischen Partei im US-Kongress, die Einreise verweigert. Die Entscheidung erfolgte wenige Tage vor der geplanten Ankunft und wurde von vielen US-Politikern heftig kritisiert. Obwohl jedes Kongressmitglied automatisch eine Einreisegenehmigung habe, würden Tlaib und Omar auf Grundlage eines Gesetzes von 2017, das Unterstützern der antiisraelischen Boykott-Bewegung BDS (Boykott, Kapitalentzug und Sanktionen) die Einreise verbietet, nicht einreisen dürfen. Das erklärte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu am Sonntag. Tlaib und Omar, den ersten muslimischen Frauen im US-Kongress, wurden in den vergangenen Monaten wiederholt anti-israelische und anti-semitische Äußerungen vorgeworfen. Israelischen Medien zufolge planten die beiden Politikerinnen ausschließlich Termine mit palästinensischen Politikern, arabischen Knesset-Abgeordneten und anti-israelischen Nichtregierungsorganisationen. Der israelische Innenminister Arye Deri genehmigte Rachida Tlaib, die palästinensischer Abstammung ist, auf ihr Bitten hin die Einreise aus humanitären Gründen, um ihre betagte Großmutter besuchen zu können. Nach heftiger Kritik aus palästinensischen Kreisen an ihrem Antrag, sagte Tlaib ihren Besuch jedoch wieder ab.   

 

Abwasserproblem: Israelis, Palästinenser arbeiten zusammen

Israelische und palästinensische Behörden planen eine gemeinsame Lösung von Abwasserproblemen im Kidrontal, das von Jerusalem zum Toten Meer führt. Wie die Jerusalem Post am Sonntag berichtete, werden täglich 28.000 Kubikmeter unbehandeltes Abwasser (280 Millionen Liter) aus Jerusalem (85%) und palästinensischen Ortschaften (15%) in das Tal geleitet, was zu Umweltproblemen wie Grundwasserverschmutzung führt und gesundheitliche Risiken birgt. Nun soll das Abwasser durch eine neue Aufbereitungsanlage im Jerusalemer Stadtgebiet geleitet und von grobem Schmutz wie Müll und Steinen gereinigt werden. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) soll acht Kilometer Rohrleitungen durch ihr Zuständigkeitsgebiet verlegen, während Israel den letzten Bauabschnitt, der wieder in israelisch kontrolliertem Gebiet liegt, übernimmt und das Abwasser in eine Kläranlage leitet. Das aufbereitete Abwasser wird der Bewässerung israelischer wie auch palästinensischer Anbauflächen dienen. Die Arbeiten sollen in wenigen Wochen beginnen und in zwei bis vier Jahren abgeschlossen sein.

UN-Ausschuss: PA muss gegen Hasspropaganda vorgehen

UN-Ausschuss: PA muss gegen Hasspropaganda vorgehen

Bei einer Sitzung des Ausschusses gegen Rassendiskriminierung (CERD) der Vereinten Nationen am Mittwoch sind palästinensische Vertreter erstmalig aufgefordert worden, zu Meldungen über antisemitische und antiisraelische Hasspropaganda in Schulbüchern, Medien und in Reden von Regierungsmitgliedern Stellung zu nehmen. Israelischen Medienberichten zufolge hatten vor allem die Vertreter Brasiliens, Südkoreas und der Elfenbeinküste darauf bestanden, bei der Prüfung der Situation in den palästinensischen Autonomiegebieten nicht wie bisher eine angebliche Diskriminierung durch Israel zu untersuchen, sondern Präventivmaßnahmen und Minderheitenschutz durch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) im Fokus zu behalten. So wurden die Vertreter der PA aufgefordert zu erklären, welche Maßnahmen gegen antisemitische Hasspropaganda ergriffen werden und welcher besondere Schutz Menschenrechtsaktivisten in den Palästinensergebieten gewährt werde.

Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie UN Watch und NGO Monitor, die regelmäßig antiisraelische Beschlüsse von UN-Organen aufzeigen, bewerteten diese Sitzung als ein bisher einmaliges positives Zeichen seit vielen Jahren. Zuvor hatten sich Mitglieder des Ausschusses Berichte der NGOs vorlegen lassen.

Foto: Büro der Vereinten Nationen in Genf, Symbolbild, Pixabay

 

Israelische Marine leitet umfangreiche internationale Militärübung

Die israelische Marine hat diese Woche gemeinsam mit elf weiteren Nationen eine Übung vor der Küste Israels durchgeführt. Angaben der Marine zufolge handelte es sich um die größte internationale Übung, die die israelische Marine bisher angeführt hat. Marineeinheiten und Schiffe aus den USA, Frankreich, Griechenland, Deutschland, Chile, Kanada und anderen Staaten übten gemeinsam mit den Israelis für einen durch Erdbeben verursachten humanitären Ernstfall. Israel und seine Nachbarländer liegen am Großen Afrikanischen Grabenbruch. Historischen Aufzeichnungen zufolge wird diese Region etwa alle hundert Jahre von einem starken Erdbeben erschüttert, zuletzt 1927. Die israelische Zivilbevölkerung wäre im Falle eines solchen Bebens, das die Infrastruktur des Landes signifikant zerstören könnte, auf Versorgung über den Seeweg angewiesen.

 

Berg Zion: Ausgrabungen belegen babylonische Eroberung Jerusalems

Ein Forschungsteam der amerikanischen Universität North Carolina, Charlotte (UNCC) hat bei Ausgrabungen auf dem Berg Zion Beweise für die Eroberung Jerusalems durch die Babylonier 587/6 v.Chr. gefunden. Wie die Jerusalem Post am Mittwoch berichtete, hatten Archäologen an der Ausgrabungsstätte zuvor bereits Funde von der Belagerung Jerusalems durch die Kreuzritter entdeckt. Nun enthüllte eine darunterliegende Ascheschicht Relikte aus der babylonischen Besatzungszeit, darunter typische Haushaltsgegenstände der Babylonier und skythische Pfeilspitzen, die von ihren Kriegern im Kampf eingesetzt wurden. Diese Funde könnten den biblischen Bericht aus 2. Könige 25 bestätigen, wo es vom Obersten der Leibwache Nebukadnezars unter anderem heißt „[Er] verbrannte das Haus des HERRN und das Haus des Königs und alle Häuser in Jerusalem; alle großen Häuser verbrannte er mit Feuer.“ Simon Gibson, Professor für Geschichte an der UNCC, sagte in Bezug darauf: „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir uns momentan in einem dieser ‘großen Häuser’ befinden […] und wir haben große Erwartungen an die weiteren Ausgrabungen vor Ort.“

 

Drusischer Offizier wird Armeesekretär von Präsident Rivlin

Brigadegeneral Ala Abu Rokun, drusischer Israeli aus Isfiya in Galiläa, ist am Mittwoch zum neuen Armeesekretär des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin ernannt worden. Der israelischen Tageszeitung Times of Israel zufolge nahmen an der Zeremonie neben dem israelischen Generalstabschef Avi Kochavi auch zahlreiche weitere hochrangige Offiziere teil. Abu Rokun diente zuvor im Militärnachrichtendienst. In seiner neuen Funktion wird er die Verbindungsperson des Präsidenten zur Armeeführung und anderen Sicherheitsdiensten sein, und Rivlin in sicherheitspolitischen Angelegenheiten auf dem Laufenden halten. In Israel leben ca. 140.000 Drusen. Sie sind eine arabisch-sprachige Minderheit, deren eigenständige Religion sich vom frühen Islam abgespalten hat. Neben der jüdischen Bevölkerung sind drusische Männer als einzige Angehörige einer Minderheit in Israel zum Militärdienst verpflichtet. Drusen sind in Elite-Einheiten der israelischen Armee und in der Politik überdurchschnittlich stark vertreten.

 

Finnland reagiert auf antisemitische Vorfälle

Während der letzten Monate hat es mindestens 15 antisemitisch motivierte Fälle von Vandalismus gegen die israelische Botschaft in Helsinki gegeben. Im Juli berichtete der israelische Nachrichtendienst Ynetnews, dass rechtsradikale Extremisten und Neonazis das Botschaftsgebäude wiederholt mit Hakenkreuzen beschmiert, mit Hitler-Portraits plakatiert und das Glas der Eingangstür zerschlagen hatten. Der israelische Botschafter in Finnland sowie das israelische Außenministerium appellierten mehrfach an die finnischen Behörden, gegen derartige Ausschreitungen entschiedener vorzugehen. Dies blieb jedoch bisher aus. Nun hat die finnische Botschafterin in Israel am Dienstag ein Schreiben auf Ynetnews veröffentlicht, in dem sich die finnische Regierung klar gegen jede Form von Antisemitismus stellt. Welche Umsetzung ihre Worte finden werden, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

 

Abbas verweigert weiterhin Annahme von Steuergeldern

Abbas verweigert weiterhin Annahme von Steuergeldern

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verweigert seit Februar die Annahme von Steuergeldern, die Israel für die Palästinenser erhebt. Die wirtschaftliche Situation im Westjordanland habe sich deshalb in den letzten Monaten verschlechtert, wie die israelische Nachrichtenseite Ynetnews am heutigen Dienstag berichtet. Vor allem Beamte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) sind von Gehaltskürzungen betroffen. Israelischen Medien zufolge ist der beim Finanzministerium liegende Betrag inzwischen auf drei Milliarden israelische Schekel (ca. 768 Millionen Euro) angewachsen. Grund der Weigerung der PA, die Gelder anzunehmen, ist, dass Israel seit 2018 die Beträge, die die PA als „Gehälter“ an verurteilte Terroristen zahlt, von den Steuereinnahmen abzieht. Zehntausende palästinensische Beamte erhalten zurzeit nur die Hälfte ihres Gehalts, was wiederum Händler und Unternehmen in den Palästinensergebieten unter zurückgehendem Umsatz leiden lässt. Zum muslimischen Opferfest Eid al-Adha blieb der sonst florierende Handel auf den Schafmärkten dieses Jahr aus, weil viele Familien sich diese traditionelle Speise nicht mehr leisten können. (Foto: Mahmud Abbas, Archivbild)

 

Israelische Armee verhindert Terroranschläge

Die israelische Armee hat am Wochenende und am Montag drei mögliche Terroranschläge verhindern können. Der schwerste Vorfall ereignete sich am Samstagmorgen, als palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen bei dem Versuch, in israelisches Staatsgebiet einzudringen, von der israelischen Armee entdeckt und nach kurzem Schusswechsel getötet wurden. Der israelischen Armee zufolge waren die vier Terroristen in Uniform gekleidet und mit Kalaschnikows, Rohrbomben und Panzerabwehrraketen bewaffnet. Innerhalb von etwa 24 Stunden wurde am Sonntagmorgen ein weiterer mit einer Kalaschnikow bewaffneter Terrorist bei einem ähnlichen Vorfall erschossen. Am Montagabend konnte ein mit einem Messer bewaffneter Palästinenser, der bereits auf die israelische Seite vorgedrungen war, gefasst werden. Israelische Sicherheitskräfte gehen davon aus, dass die Eindringlinge Terroranschläge gegen Zivilisten oder Soldaten in Israel planten. Vergangene Woche hatten Terroristen im Westjordanland den 18jährigen Jeschiwa-Studenten Dvir Sorek entführt und ermordet. Spezialkräfte der israelischen Armee konnten inzwischen zwei Verdächtige nach einer umfangreichen Suchaktion verhaften. Bislang ist nicht geklärt, ob sie einer terroristischen Gruppierung angehören oder ob sie alleine handelten.

 

Rückgang deutscher Exporte in den Iran

Die Exporte deutscher Unternehmen in den Iran sind im ersten Halbjahr 2019 um etwa 48% gesunken. Das berichtete die Jerusalem Post am Montag. Der Rückgang wird mit den US-Sanktionen begründet, die seit der einseitigen Aufkündigung des Atomabkommens 2018 durch die USA wieder in Kraft sind. Die Sanktionen betreffen auch nicht-iranische Unternehmen, die mit dem Iran Handel treiben. Deutsche Unternehmen würden bei der Wahl, entweder in die USA oder in den Iran zu exportieren, den amerikanischen Markt vorziehen und einen Einbruch des Handels mit dem Iran in Kauf nehmen. Derzeit überprüfen Deutschland, Frankreich und Großbritannien Möglichkeiten, die Sanktionen mittels Tauschhandels zu umgehen. Deutschland exportiert vor allem Maschinen, Chemie- und Automobilprodukte in den Iran.

 

Über 1700 Juden besuchen Tempelberg an Tischa Be Aw

Hunderte Juden haben am Sonntag anlässlich des jüdischen Fastentags Tischa Be Aw den Tempelberg besucht. An diesem Tag wird der Zerstörung des ersten und zweiten Tempels im Jahre 586 v.Chr. bzw. 70 n.Chr. gedacht. Dieses Jahr fiel er auf denselben Tag wie das muslimische Opferfest Eid al-Adha. Angaben israelischer Regierungskreise zufolge statteten über 1700 jüdische Israelis dem Tempelberg einen kurzen Besuch ab. Dieser erfolgte unter dem Schutz der israelischen Polizei, die mit hohem Aufgebot vor Ort war und die jüdischen Besucher von den muslimischen Betern abschirmte. Muslime hatten am Sonntagmorgen Stühle und andere Gegenstände auf Sicherheitskräfte und jüdische Besucher geworfen. Nachdem die israelische Polizei die Gewaltausbrüche eindämmen konnte, verliefen die Kurzvisiten nachmittags ruhiger und ohne weitere Zwischenfälle. In den vergangenen Jahren ist die Zahl jüdischer Besucher des Tempelbergs stark angestiegen, darunter vor allem nationalreligiöse Juden. Ultraorthodoxe Juden lehnen einen Besuch des Tempelbergareals entschieden ab, um nicht versehentlich den Ort, an dem das Allerheiligste stand, zu betreten.

 

Erneut antisemitischer Vorfall in Berlin

Am vergangenen Samstag hat es in Berlin einen erneuten antisemitischen Vorfall gegeben. Das berichteten deutsche Medien am Wochenende. Nach einem kurzen Streit wegen eines zu großen Gepäckstücks wurde ein Gast der Fluggesellschaft Easyjet bei der Gepäckaufgabe von einer Mitarbeiterin in Englisch und Arabisch antisemitisch beschimpft. Der Fluggast, ein spanischer Staatsbürger, der in Berlin wohnt, trug zu dem Zeitpunkt eine Halskette mit Davidstern-Anhänger und wurde anschließend vom Flug ausgeschlossen. Er erstattete noch am Flughafen Anzeige. Ende Juli hatte es in Berlin und Potsdam antisemitische Übergriffe gegeben, Anfang August wurden Juden in München attackiert (die ICEJ berichtete).

 

 

 

Jürgen Bühler: Wir brauchen wieder einen prophetischen Geist in Deutschland

Christen in Deutschland sollten für eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes über Pastoren und Gemeindeleiter beten. Das sagte ICEJ-Präsident Jürgen Bühler beim Jesaja-62-Gebet am gestrigen Mittwoch in Stuttgart. So wie die Söhne Issachars die Zeichen der Zeit erkannten und wussten, wie ihr Volk handeln sollte, brauchen auch Christen die Gabe der Erkenntnis und der Geistesunterscheidung, um zu erkennen, welche Stunde in Deutschland geschlagen habe. Der Wohlstand im Deutschland der Nachkriegszeit habe dazu geführt, dass die Gemeinde Jesu der geistlichen Situation im Land gleichgültig gegenüberstehe. Außerdem rief Bühler dazu auf, für einen Geist des Gebets und einen neuen Hunger nach Gottes Wort zu beten. Auch Gottfried Bühler, erster Vorsitzender der ICEJ-Deutschland, unterstrich, wie wichtig es sei, für die Bundesregierung zu beten – insbesondere dass Gott Deutschland davor bewahre, noch einmal gegen Israel vorzugehen. Besonderer Gast des Abends war Joel Russo, Leiter der ersten und einzigen messianisch-jüdischen Schule, Makor HaTikvah, in Israel. Trotz Widerständen seitens verschiedener Regierungsstellen ist diese Schule 2018 als erste messianisch-jüdische Schule vom Staat Israel anerkannt worden. Russo bat darum, für die messianisch-jüdischen Kinder zu beten, die in den regulären staatlichen Schulen oft enormen Anfeindungen und Mobbing ausgesetzt sind. (Foto: ICEJ, Jesaja-62-Gebet in Stuttgart)

Jürgen Bühler wird am 17. August beim ICEJ-Sommer-Event in der FILharmonie in Filderstadt sprechen.Kommen Sie mit Ihrer ganzen Familie und staunen Sie über das Wirken Gottes in Israel. Für Kinder von 5-12 Jahren gibt es ein eigenes Programm. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung vorab unbedingt notwendig. Zur Anmeldung

 

18-jähriger Jeschiwa-Student im Westjordanland ermordet

Ein 18-jähriger Jeschiwa-Student ist am heutigen Donnerstagvormittag nahe des Kibbuz Migdal Oz im Westjordanland (Judäa und Samaria) ermordet aufgefunden worden. Dvir Sorek aus der jüdischen Ortschaft Ofra lernte an einer Jeschiwa, die das Thora-Studium mit dem Militärdienst verbindet. Israelische Sicherheitskräfte gehen von einem Terroranschlag aus und vermuten, dass Sorek zuvor Opfer einer Entführung geworden war und wenige Stunden später ermordet wurde. Er sei zum Tatzeitpunkt unbewaffnet und in Zivilkleidung gewesen. Zurzeit suchen Armee und Inlandsgeheimdienst nach den Tätern und Hintermännern. Der Fall erinnert an die Ermordung der drei jungen Jeschiwa-Studenten Naftali Frenkel, Gilad Schaer und Eyal Jifrach vor etwa fünf Jahren.

 

Israelis rechnen mit Wiederwahl Netanjahus

Aktuellen Umfragen zufolge geht die Mehrheit der israelischen Bevölkerung davon aus, dass Premierminister Benjamin Netanjahu auch die nächste Regierungskoalition führen wird. Das berichteten israelische Medien am Dienstag. Netanjahus Sicherheits- und Außenpolitik wird überwiegend positiv wahrgenommen, seine Sozialpolitik hingegen von der Hälfte der Befragten schlecht bewertet. Israelis kritisieren eine fortdauernde soziale Ungleichheit, unter der vor allem Minderheiten zu leiden haben, und wünschen sich von der künftigen Regierung eine entschiedenere Bekämpfung dieses Missstands. Prognosen für die Parlamentswahlen im September sehen weiterhin den Likud von Netanjahu mit dem Blau-Weiß-Bündnis von Benny Gantz gleichauf. Die russisch-säkulare Partei Jisrael Beitenu von Avigdor Lieberman hat sehr an Zustimmung gewonnen und gilt weiterhin als entscheidende Kraft zur Bildung einer Koalitionsregierung. Viele säkulare Israelis und religiöse Minderheiten beklagen den Einfluss streng-religiöser Gruppierungen und die Beeinträchtigung ihrer eigenen Rechte. So sind in Israel viele orthodoxe Juden vom obligatorischen Militärdienst befreit und jüdische  Eheschließungen nur nach orthodoxem Ritus gültig. Dadurch sind andere Denominationen, darunter messianische Juden, benachteiligt.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie für die bevorstehenden Neuwahlen! Beten wir, dass Kandidaten gewählt werden, denen das Wohl der gesamten Bevölkerung am Herzen liegt, und die die Anliegen von Minderheiten, einschließlich der messianischen Juden, berücksichtigen.

 

Palästinensischer Lebensretter erhält Aufenthaltsrecht in Israel

Ein Palästinenser, der gemeinsam mit seiner Frau israelischen Terroropfern das Leben rettete, hat die israelische Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Das meldeten israelische Medien am Mittwoch. Palästinensische Terroristen hatten 2016 das Auto einer israelischen Familie nahe Hebron beschossen und den Fahrer und Familienvater Rabbi Miki Mark getötet. Ein vorbeifahrender palästinensischer Autofahrer und seine Frau, eine Ärztin, retteten die schwer verwundeten Kinder und die Frau des Rabbiners aus dem Wrack des Wagens und leisteten Erste Hilfe. In der Folgezeit verlor der Palästinenser seine Arbeit und erhielt von anderen Palästinensern Morddrohungen. Führende jüdische Siedler setzten sich für ihn und seine Familie ein, auch die israelischen Medien berichteten über seinen Fall. Das israelische Innenministerium erteilte dem Palästinenser und seiner Familie, die anonym bleiben möchten, nun das Aufenthaltsrecht in Israel, das ihnen den Zugang zum israelischen Arbeitsmarkt und zu Sozialleistungen ermöglicht.

 

Holocaustüberlebender läuft Halbmarathon für Deutschland

Der 83-jährige zweifache Olympiateilnehmer Shaul Ladany ist bei den europäischen Maccabi-Spielen in Budapest als Ehrenmitglied unter deutscher Flagge gelaufen. Nach Angaben der israelischen Nachrichtenseite Ynetnews absolvierte er den Halbmarathon in 3 Stunden und 21 Minuten. Zu den europäischen Maccabi-Spielen entsenden jüdische Sportvereine aus ganz Europa ihre besten Sportler. Dieses Jahr waren es insgesamt 3.000 Athleten. Shaul Ladany wurde 1936 in Belgrad geboren. Mit seiner Familie wurde er ins KZ Bergen-Belsen deportiert, konnte jedoch in die Schweiz fliehen und wanderte nach dem Krieg nach Israel aus. Als Mitglied der israelischen Delegation bei den Olympischen Spielen 1972 in München entging er knapp der Geiselnahme durch palästinensische Terroristen, bei der elf seiner Teamkollegen ums Leben kamen. Bei der diesjährigen Makkabiade ist Ladany für Deutschland angetreten, weil das Land seiner Ansicht nach Verantwortung für die Verbrechen des Holocausts übernommen habe. Er sagt aber auch klar: „Die Menschen müssen darüber unterrichtet werden, was in der Vergangenheit geschehen ist, damit es solche Geschehnisse in der Zukunft nie wieder geben wird.“

 

Antisemitische Angriffe auf Juden in München, Berlin und Hamburg

Ein Rabbiner und seine beiden Söhne sind am Samstag nach dem Synagogenbesuch anlässlich des Schabbats von Unbekannten antisemitisch beschimpft und bespuckt worden. Der Vorfall ereignete sich nur knapp eine Woche nach zwei ähnlichen Angriffen in Berlin und Potsdam. Im Berliner Stadtteil Wilmersdorf war Ende Juli ein Rabbiner mit seinem Sohn auf dem Heimweg nach dem Synagogenbesuch beschimpft und bespuckt worden, in Potsdam hatten zwei Männer einen Studenten attackiert, der eine Kippa mit Davidstern trug. Gegen die beiden Angreifer in Potsdam wird bereits polizeilich ermittelt, die Verdächtigen der Fälle in Berlin und München konnten bisher nicht identifiziert werden. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte im Mai gemeldet, 2018 habe es einen Anstieg antisemitischer Gewalttaten von rund 70% im Vergleich zum Vorjahr gegeben.