Special Reports

Eine Mahlzeit, ein Bad und ein Ausweg

Frauen, die missbraucht wurden, verloren und verletzt sind, finden im Süden Tel Avivs eine Quelle der Hoffnung inmitten einer Wüste von Prostitution, Armut, Sklaverei und Abhängigkeit. Die Mitarbeiterinnen des Hilfszentrums „Roter Teppich“ kümmern sich liebevoll um diese Frauen in Not, von denen manche dem Tode nahe sind.

Foto: Flash90, Symbolbild

Offene Arme

Wenn sie das Hilfszentrum zum ersten Mal betreten sind viele Frauen schockiert vom Anblick der vielen anderen Prostituierten, die hier liebevoll umsorgt werden. Eine kleine israelische Dame begrüßt jede einzelne von ihnen an der Tür mit einer herzlichen Umarmung. Wärme und Freundlichkeit erreichen die Herzen schnell, wenn die Besucherinnen den freiwilligen Helferinnen begegnen, die ihnen ein leckeres Mittagessen anbieten. Sie unterhalten sich mit den Frauen als wären sie alte Bekannte. Nach einer nahrhaften Mahlzeit haben sie die Möglichkeit, heiß zu duschen, einen kostenlosen Haarschnitt und eine Maniküre zu bekommen. Anschließend dürfen sie sich neue Kleidung, Schuhe und Handtaschen aussuchen und Kosmetika und andere notwendige Artikel mitnehmen. All das ist für sie Luxus, denn viele der Frauen sind obdachlos. Nachdem sie hier einmal wieder mit Würde und Respekt behandelt worden sind, verlassen sie das Hilfszentrum ein kleines bisschen verändert.

Not sehen und handeln

Diese Beschreibung des Lebens im Süden Tel Avivs ist keine Fiktion. Traurigerweise ist dies die Realität für zahlreiche Frauen, die Opfer von Menschenhandel wurden und nun in der Falle der Prostitution in Zentralisrael gefangen sind. Aber auch das Hilfszentrum „Roter Teppich“ ist keine Fiktion, sondern ein Dienst, der von einem gläubigen Ehepaar, das bedürftige Frauen sah und von Erbarmen bewegt entschied ihnen zu helfen, ins Leben gerufen wurde. Ihr Dienst ist körperlich und emotional belastend und sie sind bereit, dafür wertvolle Familienzeit, Ruhe, und Ersparnisse zu opfern.

Heute bietet das Zentrum schutzbedürftigen Frauen zahlreiche Dienstleistungen und versorgt Mütter unter ihnen mit Baby- und Kleinkindartikeln. Viele dieser Frauen sind lediglich auf der Suche nach Wärme und Fürsorge, andere versuchen verzweifelt, dem grausamen Kreislauf der Prostitution zu entkommen.

Voller Einsatz

Der Dienst des „Roten Teppichs“ ist heikel und gefährlich. Eine Sicherheitskraft ist an der Eingangstür postiert, um zu verhindern, dass Zuhälter die Frauen mit Gewalt wieder auf die Straße zerren. Drinnen sind einige Frauen schon einmal gegen sich selbst oder die Mitarbeiter gewalttätig geworden - aus Furcht oder unter Drogeneinfluss. Die Mitarbeiter des Hilfszentrums müssen mit viel Feingefühl die Stimmung der Frauen wahrnehmen. Um ihnen emotionale Unterstützung zu geben ist es oft ausreichend, sich mit ihnen zusammenzusetzen und ihnen zuzuhören. Leider sterben manche der Frauen an Geschlechtskrankheiten. Ihnen bietet das Team des „Roten Teppichs“ Gebet und die erlösende Liebe Gottes an.

Zurück ins Leben

Für diejenigen, die diesem demütigenden Gewerbe entfliehen möchten, stellt der „Rote Teppich“ die Sicherheit und nötigen Mittel bereit, um ihr Leben wieder selbst zu bestimmen. Schwangeren Frauen werden Schwangerschaftsvorsorge und Beratung angeboten – in der Hoffnung, so ihre ungeborenen Kinder vor Abtreibung zu bewahren.

Das Hilfszentrum„Roter Teppich” rettet und verändert Leben für immer. Dank des Zentrums haben Frauen die Möglichkeit, ihrer Versklavung zu entkommen. Die fortwährende Unterstützung der ICEJ und ihrer Spender ist unentbehrlich, um diesen schutzbedürftigen Frauen zu helfen. Bitte beten Sie auch für diese Frauen, dass sie den Mut und die Kraft finden, sich von ihren grausamen Zuhältern zu lösen und im Zentrum Hilfe zu suchen. Und beten Sie für die Mitarbeiterinnen vom „ Roten Teppich”, dass sie die nötige Liebe und Kraft haben, um diesen Frauen wirklich zu helfen, wieder frei und heil zu werden.

Bitte beten Sie mit uns für die Arbeit und Mitarbeiter des Hilfszentrums und helfen Sie uns, diesen Zufluchtsort für Frauen in Not großzügig zu unterstützen. Als Verwendungszweck bitte „Roter Teppich“ angeben. Herzlichen Dank!

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Herzliche Gemeinschaft im Haifa-Heim

Aus dem Heim der ICEJ für Holocaustüberlebende in Haifa gibt es immer etwas Neues zu berichten! Hier eine kleine Auswahl:

Leckere Mahlzeiten

Hungrig zu sein war eine Erfahrung, die jeder jüdische Überlebende im Holocaust machte. Aus diesem Grund leben heute noch viele mit der Furcht, ohne Essen auskommen zu müssen. Das ist einer der Gründe warum es so wichtig ist, die Heimbewohner täglich mit nahrhaften Mahlzeiten zu versorgen. Ein weiterer Grund ist, dass leckeres Essen die Bewohner zusammenbringt und jeder sich wirklich als Teil einer Familie fühlt. Im Juni durften wir einen jungen talentierten Koch willkommen heißen. Er verhalf der Küche nicht nur zu einem neuen Aussehen, sondern kocht auch zur Freude der Heimbewohner farbenfrohe und leckere Mahlzeiten.

Patenschaften für Holocaustüberlebende

Monatliche Patenschaften für Holocaustüberlebende ermöglichen es uns, die laufenden Kosten des Heims zu decken. Diese finanzielle Unterstützung ist dringend nötig. Die Patenschaften bieten jedoch weit mehr. Es sind bereits besondere Freundschaften zwischen den Heimbewohnern und ihren christlichen „Patenfamilien“ entstanden, durch Briefaustausch, Karten und manchmal Geschenke, die per Post oder sogar persönlich überbracht wurden. Mania, eine Überlebende der Konzentrationslager in Transnistrien, war tief berührt von dem liebevollen Brief und den Geschenken, die sie von ihrer finnischen Patenfamilie bekam. Freudig sagte sie: „Ist das nicht schön? Schau dir diese Farben an!“ Es sind nicht nur die Geschenke oder die lieben Worte, die die Bewohner erfreuen, sondern die Tatsache, dass jemand im Ausland an sie denkt und sie in ihrem hohen Alter nicht vergessen hat.

Wenn auch Sie eine Patenschaft für Holocaustüberlebende übernehmen möchten, besuchen Sie bitte unsere Webseite: https://patenschaft.icej.de/

Das Strandleben genießen

Die beste Methode die täglichen Beschwerden des Älterwerdens zu vergessen, ist es einfach einmal Spaß zu haben! Vor kurzem wurde dem Heim ein Kleinbus gespendet, mit dem die Heimbewohner, darunter auch Rollstuhlfahrer, Ausflüge in Haifa und der Umgebung unternehmen können. Einmal fuhren wir sie an ein schönes Restaurant am Strand, wo sie ein erfrischendes Getränk und schönes Zusammensein genießen konnten. Aufgrund der zahlreichen körperlichen Einschränkungen, die ein hohes Alter mit sich bringt, sind diese Abenteuer in der Stadt wie eine frische Brise für die Heimbewohner.

Die Feiertage feiern

Das Heim für Holocaustüberlebende in Haifa legt großen Wert auf das Feiern der biblischen Feiertage. Vor kurzem haben wir das Wochenfest, auch Pfingsten genannt, gefeiert. Dieser Feiertag wird auch als Gabe der Thora gefeiert. Gemäß jüdischer Tradition gab Gott dem Volk Israel das Gesetz am Berg Sinai an genau diesem Tag. Wir feierten im Heim mit den Bewohnern und erläuterten den Feiertag und die jüdischen Traditionen, die im Laufe der Geschichte hinzugekommen sind. Es gab eine köstliche Mahlzeit und zum Dessert Käsekuchen, die traditionelle Speise an diesem Feiertag. Die Atmosphäre war festlich und fröhlich und bot den Heimbewohnern eine weitere Gelegenheit zu feiern und als Familie zusammen zu kommen!

Zeit zu tanzen

Jeden Mittwochabend treffen sich viele Heimbewohner im Speisesaal zu einem Musik- und Tanzabend. Bewohner, Mitarbeiter und Volontäre können sich beim Klang großartiger Musik und beim gemeinsamen Tanzen besser kennenlernen. Tanz und Musik sind wichtiger Bestandteil der israelischen und jüdischen Kultur, bei Hochzeiten oder anderen Feierlichkeiten gehören sie fest zum Programm. Darum ist dieses wöchentliche Ereignis bei vielen Heimbewohnern sehr beliebt. Sie schätzen Tanz und Musik sehr. Jeden Mittwochabend nach dem Abendessen ertönen die Klänge der verschiedenen Musikstile und alle tanzen, wie es ihnen gefällt - miteinander oder auch alleine. Genia ist mit ihren 94 Jahren oft die erste auf der Tanzfläche! „Mir tut alles weh, aber wenn ich tanze, fühle ich mich wieder jung. Es erinnert mich an gute Zeiten und schenkt mir Freude“, strahlte Genia.

Nicht jeder ist körperlich imstande zu tanzen, aber das hält niemanden davon ab die Musik zu genießen und den anderen beim Tanzen zuzusehen. Es ist ein so besonderer Höhepunkt der Woche, dass selbst Leute und Soldaten aus der Nachbarschaft dazukommen! „Es ist ein Abend, auf den sie sich sehr freuen. Schon dienstags fragen sie uns, ob wir denn ebenfalls zum Tanzen kommen werden“, sagte Tamaris, deutsche Volontärin im Haifa-Heim.

Bitte helfen Sie uns, die betagten Bewohner des Haifa-Heims zu segnen, ihnen ein schönes Zuhause und die beste Pflege zu geben, solange wir noch die Möglichkeit dazu haben! Als Verwendungszweck bitte „Haifa Heim“ angeben, herzlichen Dank!

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Sicherheit für Kinder und Jugendliche in Südisrael

Israels Südgrenze zum Gazastreifen ist nach wie vor eine geplagte Gegend. Ihre Bewohner mussten in den letzten gut zehn Jahren mit vielen Gefahren fertigwerden: Raketenangriffe, Terrortunnel, Scharfschützen und Feuerballons. Viele Kinder und Jugendliche, aber auch ihre Eltern, sind traumatisiert und nehmen Medikamente gegen die Angst. Seit Jahren stellt die ICEJ gemeinsam mit unserem Freund und Partner Rabbi Shmuel Bowman, Direktor der israelischen NGO Operation Lifeshield, Schutzbunker in Orten entlang der Gaza-Grenze auf und liefert wendige, mobile Löschfahrzeuge, um die Sicherheit der Bewohner zu erhöhen. So ermutigen wir Israelis vor Ort und zeigen ihnen unsere Solidarität.

Foto: ICEJ, Gottfried Bühler, Leiter der ICEJ-Deutschland, und ICEJ-Präsident Jürgen Bühler (Jerusalem) haben sich Mitte Mai überzeugt: Aufgrund unserer guten und sehr effektiven Zusammenarbeit mit Rabbi Shmuel Bowman (Operation Lifeshield) kommen Ihre Spendengelder genau da an, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Wegen der permanenten Terrorbedrohung aus Gaza planen einige Familien aus Südisrael wegzuziehen. Bitte helfen Sie uns, ihre Sicherheit zu erhöhen, um ihr Bleiben zu ermöglichen! Zum Spendenportal

Bewohner Südisraels planen Wegzug

Israelische Medien berichteten im Juni, dass mindestens zehn israelische Familien, die nahe der Grenze zum Gazastreifen wohnen, diesen Sommer aus Südisrael wegziehen wollen, weil die Sicherheitslage aufgrund des Terrors ständig angespannt ist. Im Jahr 2018 stieg der Raketenbeschuss enorm an. Palästinensische Terroristen schossen 1.000 Raketen und Mörsergranaten auf Israel - in den drei Jahren davor waren es insgesamt 71 Raketen. Zuletzt feuerten palästinensische Terroristen Anfang Mai in 48 Stunden mehr als 700 Raketen und Mörsergranaten auf Südisrael, dabei starben vier israelische Zivilisten. Im Grenzgebiet zum Gazastreifen, das unumstritten zum Kernland Israels gehört, leben rund 70.000 Israelis in mehr als 50 Ortschaften. Bei Raketenalarm haben sie höchstens 15 Sekunden Zeit, Schutz zu suchen. Seit Ende des siebenwöchigen Gaza-Krieges 2014 und der Fertigstellung der Bahnlinie von Tel Aviv nach Beerschewa mit Haltestellen in Sderot, Netivot und Ofakim waren wieder mehr Israelis in den Süden gezogen. Nun wächst die Sorge, dass weitere Familien die Gegend verlassen könnten.

Raketenschutz für Tennis-Club

In Ofakim, etwa 28 Kilometer vom Gazastreifen entfernt, gibt es eines von 14 Tennis-Zentren in Israel, in denen sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 18 Jahren ihre Freizeit verbringen und Werte wie Kooperation, Ausdauer, Fairness und Toleranz lernen. Doch in Ofakim setzen den Kindern nicht nur schwierige Familienverhältnisse und Armut zu - sie leiden zudem unter der permanenten Terrorbedrohung aus Gaza. Weil das Tennisprogramm ohne Zufluchtsort in Notzeiten nicht stattfinden könnte, hat die ICEJ Deutschland im März zwei Schutzbunker neben dem Tennisplatz für die Kleinsten sowie für ihre Mütter und Geschwister aufgestellt. „Ich möchte besonders den Spendern dieser Bunker danken“, erklärte Mitarbeiter Uzi. „Anfang Mai ist eine Rakete nur 50 Meter von hier entfernt eingeschlagen. Doch die Schutzbunker geben den Kindern Sicherheit. Danke, dass ihr uns besucht!“

Bitte beten Sie um Sicherheit für die Bewohner Südisraels und helfen Sie uns, weitere Schutzbunker für sie aufzustellen und Ermutigung zu geben. Als Verwendungszweck bitte „Schutzbunker“ angeben, herzlichen Dank!

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Die ICEJ beim Gebetsfrühstück in Jerusalem

Anfang Juni hat das Leitungsteam der ICEJ am jährlichen Gebetsfrühstück in Jerusalem teilgenommen. Die Gebetsbewegung wurde vor zwei Jahren vom Knesset-Abgeordneten Robert Ilatov ins Leben gerufen, der unter anderem Vorsitzender des Ausschusses für die Beziehungen zu den christlichen Freunden Israels ist. Er leitet die Veranstaltung gemeinsam mit Michele Bachmann, Abgeordnete des US-Kongresses, und Albert Veksler, Leiter der Organisation ‚Global Aliyah‘, die Juden weltweit bei der Einwanderung nach Israel unterstützt. Zum Gebetsfrühstück kommen jedes Jahr Staats- und Regierungschefs sowie christliche Leiter aus aller Welt in Jerusalem zusammen, um für den Frieden Israels zu beten. Nach Jesaja 62,2 sei Jerusalem das Bindeglied zwischen dem jüdischen Staat und der christlichen Welt, so Ilatov über die Ausrichtung des Gebetsfrühstücks.

Foto: ICEJ-Präsident Jürgen Bühler spricht beim Gebetsfrühstück in Jerusalem

Das diesjährige Frühstück lasse sich als „Zusammenkommen der Nationen“ bezeichnen, kommentierte ICEJ-Präsident Jürgen Bühler. „Mit mittlerweile über 800 Abgeordneten aus 60 verschiedenen Ländern gewinnt das Gebetsfrühstück schnell an Einfluss. Die Hand des Herrn ruht sichtbar auf der Veranstaltung.“ Bühler brachte anerkennend zum Ausdruck, dass das Team vor Ort „dieses Jahr wieder einmal fantastische Arbeit geleistet hat.“

Mojmir Kallus, ICEJ-Vizepräsident für Internationale Angelegenheiten, war ebenfalls tief von der Einheit beeindruckt, die die Veranstaltung prägte: „Christliche und jüdische Männer und Frauen in Führungspositionen haben sehr oft die gleiche Thematik in ihren Reden angesprochen. Zum Beispiel wurde das Buch Ruth wegen seines Bezugs zur Schawuot-/Pfingstzeit häufig erwähnt. In dieser Zeit ist es in jüdischen Familien Tradition, das Buch Ruth zu lesen. Obwohl sie Heidin war, ist Ruth unter den Juden hoch angesehen. Ihrem Bekenntnis ‚Dein Gott wird auch mein Gott sein‘ (Ruth 1,16) liegt die gleiche Haltung zugrunde wie heute den gläubigen Christen aus den Heidenvölkern. Sowohl Christen als auch Juden haben das bekannt, das war für mich ein starkes Zeugnis.“

Abgeordnete aus aller Welt und ganz Israel, aus verschiedensten Kulturen und Demographien kamen für das Gebetsfrühstück nach Jerusalem. Aus Israel haben sich Gläubige mit arabischen Christen und auch mit jüdischen Rabbis zusammengetan, um in Einheit für den Frieden Israels zu beten. Genauso haben sich auch christliche Leiter mit Parlamentsmitgliedern und Ministern eins gemacht, um ihrer Unterstützung Ausdruck zu verleihen und für Jerusalem im Gebet einzustehen.

Für Barry Denison, ICEJ-Vizepräsident für den Verwaltungsbereich, war das diesjährige Gebetsfrühstück in Jerusalem „ein großartiger Erfolg. Die rege Beteiligung hat die Israelis vor allem angesichts des schweren Jahresbeginns sehr ermutigt. Die Gebete waren von unserem Herrn gesalbt und seine Gegenwart wurde von allen Anwesenden bezeugt, auch von den Israelis.“

Übersetzt von: Carina Rieger

Schutz für Israelis unter Raketenbeschuss

Anfang Mai haben Terroristen aus dem Gazastreifen Südisrael erneut unter massiven Raketenbeschuss genommen. In 48 Stunden feuerten Kämpfer der islamistischen Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad mehr als 700 Raketen und Mörsergranaten auf israelische Ortschaften an der Gaza-Grenze – es war der schwerste Raketenbeschuss seit dem Ende des Gaza-Kriegs 2014. Auch dank der in den letzten Jahren von der ICEJ in Südisrael aufgestellten rund 75 Bunker konnten Menschen während der Angriffe an vielen Orten Schutz finden.

 

Foto: Ein ICEJ-Team aus Jerusalem und der Schweiz besucht mit unserem israelischen Freund und Partner Rabbi Shmuel Bowman (rechts) Israelis nahe der Gaza-Grenze.

Video: ICEJ VOR ORT - Von Terrorballons verbrannte Weizenfelder in Südisrael

Terrorwochenende

Ein ganzes Wochenende lang schrillten aufgrund des Raketensperrfeuers aus Gaza in Südisrael immer wieder die Alarmsirenen.Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) konnte aufgrund der kurzen Distanzen sowie der enormen Anzahl von Terrorgeschossen nicht alle Raketen abfangen, die Häuser, Straßen und Autos trafen. Die israelische Armee reagierte mit Luftangriffen auf 350 Terrorstützpunkte im Gazastreifen. Vier Israelis, darunter ein Vater von vier Kindern, und 23 Palästinenser, u.a. eine schwangere Gaza-Bewohnerin und ein einjähriges Kind, die durch eine fehlgezündete Rakete des Islamischen Dschihad starben, wurden getötet. Über 230 Israelis sowie rund 150 Palästinenser wurden zum Teil schwer verletzt.

Die aktuelle Lage verdeutlicht, dass in Südisrael dringend weitere mobile Schutzbunker benötigt werden. Lassen Sie uns gemeinsam helfen!

Tröstlicher Besuch

Ein Mitarbeiterteam der ICEJ aus Jerusalem und der Schweiz besuchte am Tag, da die von Ägypten vermittelte Waffenruhe einsetzte, Israelis an der Grenze zum Gazastreifen. „Der heutige Besuch unseres Teams hat bestätigt, dass unsere humanitäre Hilfe und Unterstützung Leben rettet und Familien in den gefährdeten israelischen Ortschaften tröstet“, sagte ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler. „Hoffentlich hält die vereinbarte Waffenruhe, denn die Terrormilizen in Gaza sind notorisch unzuverlässig und unberechenbar.“ Das Team konnte sich ein Bild von der Lage machen und hörte von Ortsansässigen, welche Sicherheitsbedürfnisse derzeit bestehen und wie ihnen am besten geholfen werden kann, sich auf zukünftige Raketenangriffe vorzubereiten.

Schutz ausweiten

Die ICEJ hat in den letzten gut zwölf Jahren dank der Hilfe von christlichen Freunden weltweit mit unserem israelischen Freund und Partner Shmuel Bowman (Operation Lifeshield) mehr als 75 mobile Schutzbunker geliefert und nun drei weitere bestellt. „Nach 18 Jahren Erfahrung und all den Schutzbunkern, die Gruppen wie ihr in der Region aufgestellt habt, ist die Anzahl der durch Gaza-Raketen getöteten und verletzten Menschen beträchtlich gesunken“, sagte Elan Isaacson, Sicherheitschef der Region Eschkol, dankbar. Die ICEJ setzt sich unermüdlich dafür ein, weitere Schutzbunker aufzustellen, damit Israelis unter Beschuss Schutz und Zuflucht finden.

Bitte helfen Sie uns mit Ihren Gebeten und Gaben, die Bewohner Südisraels zu unterstützen! Ein Schutzbunker aus Beton, der rund 30 Personen Platz bietet, kostet 21.500.- Euro, ein etwas leichterer Stahlschutzbunker 24.000.- Euro. Die Wahl der Art des Bunkers hängt von den örtlichen Begebenheiten ab. Als Verwendungszweck bitte „Schutzbunker“ angeben, herzlichen Dank!

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ICEJ-Team besucht Bewohner Südisraels

Ein Mitarbeiterteam der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) hat am heutigen Montag israelische Ortschaften entlang der Gaza-Grenze besucht, auf die Terroristen aus dem Gazastreifen am Wochenende mehr als 700 Raketen geschossen haben. Das Team konnte sich vor Ort ein Bild von der Lage machen und hörte von ortsansässigen Israelis, welche Sicherheitsbedürfnisse derzeit bestehen und wie ihnen am besten geholfen werden kann, sich auf zukünftige Raketenangriffe vorzubereiten. Die ICEJ hat in den letzten Jahren mehr als 75 transportable Schutzbunker in die gefährdeten Gebiete geliefert und heute drei weitere Schutzbunker für die Region bestellt. „Hoffentlich wird die letzte Nacht vereinbarte Waffenruhe eingehalten, denn die Terrormilizen in Gaza sind notorisch unzuverlässig und unberechenbar“, sagte ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler. „Der heutige Besuch unseres Teams hat bestätigt, dass unsere humanitären Investitionen in die gefährdeten israelischen Ortschaften Familien vor Ort trösten und Leben retten.“ „Nach 18 Jahren Erfahrung und all den Schutzbunkern, die Gruppen wie ihr in der Region aufgestellt habt, ist die Anzahl der durch Gaza-Raketen getöteten und verletzten Menschen beträchtlich gesunken“, sagte Elan Isaacson, Sicherheitschef der Region Eschkol, dankbar. (Foto: ICEJ-Team besucht Israelis im Süden des Landes)

Bitte helfen Sie uns, den Bewohnern Südisraels weiterhin beizustehen! Als Verwendungszweck bitte "ICEJ-Hilfsfond für Israel" angeben, herzlichen Dank!

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Passahfeier für äthiopische Juden

Anfang April hat die ICEJ gemeinsam mit der Jewish Agency in Südisrael ein „Probe-Sedermahl“ für äthiopische Neueinwanderer ausgerichtet, um sie mit den israelischen Traditionen rund um das Passahfest vertraut zu machen. Unsere ICEJ-Mitarbeiter aus Jerusalem hatten einige der Teilnehmer bereits Anfang Februar bei ihrer Ankunft am Flughafen in Tel Aviv begrüßt. Insgesamt sind dieses Jahr vor dem Passahfest fast 400 äthiopische Juden nach Israel gekommen. Rund 600 weitere werden noch bis Ende des Jahres erwartet. Die ICEJ hat sich verpflichtet, ihre Flugtickets zu finanzieren.

Vorbereitung für Passah

In Äthiopien feierten die Juden das Passahfest hauptsächlich nach der biblischen Tradition. Beim Sedermahl im Integrationszentrum Ibim in der Gaza-Grenzregion nahe Sderot lernten die Neuankömmlinge nun auch die israelischen Traditionen und wichtigsten Segnungen kennen, um das Passahfest mit Kenntnis und Selbstvertrauen im Land ihrer Vorfahren feiern zu können. „Dank euch, unserer lieben Freunde von der ICEJ, können wir diesen Neueinwanderern die bedeutende, herzliche und inspirierende Erfahrung ermöglichen, das Passahfest zu feiern“, bedankte sich Danielle Mor von der Jewish Agency. „Für die Neueinwanderer wird ein Traum wahr, und nicht nur irgendein Traum, sondern ein Lebenstraum!“

Mit Freude feiern

Einige der jungen Äthiopier lernten in ihren ersten Wochen in Israel bereits so viel Hebräisch, dass sie Abschnitte aus der Haggada vorlesen konnten, einer Festschrift, die mit Liedern und Gebeten von der die Befreiung der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei berichtet. „Es war sehr bewegend, als ein junger Äthiopier auf die Bühne kam, um eines der traditionellen Passah-Lieder zu singen“, erinnerte sich ein ICEJ-Mitarbeiter. Tigbo, Vorsänger der Synagoge im äthiopischen Gondar, war in der Woche vor der Sederfeier in Israel angekommen. Unter Tränen sang er ein besonderes Gebet über die Treue Gottes gegenüber seinem Volk in Krisenzeiten. Tigbo hatte 20 Jahre darauf gewartet, Alijah (Einwanderung nach Israel) zu machen. „Mein Glaube hat in dieser Zeit nie gewankt“, sagte er. „Als ich noch in Äthiopien war, war ich wie ein Sklave in Ägypten. Mein Körper war in Äthiopien, aber mein Herz und meine Seele sehnten sich nach Israel.“

Ein Traum wird wahr

„Wir haben uns alle weiß gekleidet als Zeichen des Friedens, der Freiheit und der Unabhängigkeit“, sagte ein anderer Äthiopier. „Denn nun haben wir die Freiheit, das erste Passahfest hier im Heiligen Land zu feiern. Im Vergleich mit all den anderen Passahfesten, die wir gefeiert haben, ist das etwas ganz besonderes. Ich danke der ICEJ so sehr, dass ihr nicht nur unsere Flüge gesponsert habt, sondern uns auch helft, zum ersten Mal die Seder-Zeremonie zu feiern. Ich habe mehr als 15 Jahre darauf gewartet, wieder mit meiner Familie vereint zu werden, und jetzt ist mein Traum wahr geworden!“

Helfen Sie mit!

Neben der Teilnahme an „Probe-Feiern“ haben die 400 Neueinwanderer jeder ein besonderes Passah-Paket von der ICEJ erhalten, um das Passahfest in Freude und Würde feiern zu können. Wir würden uns freuen, wenn Sie mit uns für ein gutes und schnelles Einleben der Neuankömmlinge in Israel beten!

Bitte unterstützen Sie auch unsere Hilfe für äthiopische Juden bei der Einwanderung, der Integration in Israel und der Feier des ersten Passahfests im Land ihrer Vorväter. Als Verwendungszweck bitt „Alijah Äthiopien“ angeben, herzlichen Dank!

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Wahlen in Israel

Nachdem er mehrere Krisen innerhalb seiner Regierungskoalition überstanden hatte, beschloss Israels Premierminister Benjamin Netanjahu im Dezember, die Regierung aufzulösen und für den 9. April 2019 Neuwahlen festzusetzen. Offizieller Grund für die Neuwahlen war der Stillstand bei den Verhandlungen über eine Einigung in der heiklen Frage des verpflichtenden Militärdienstes für ultraorthodoxe Juden. Doch das war nur der letzte Auslöser: Netanjahus zerbrechliche Koalition bestand nur noch aus 61 Mitgliedern. Die Regierung hatte nur noch eine Stimme Mehrheit in der Knesset, dem israelischen Parlament, mit 120 Sitzen. Dies machte Netanjahu zu abhängig von den Launen jedes Knesset-Mitglieds, da ein einziger Abtrünniger die Mehrheit gefährden konnte. Netanjahu wurde außerdem von mehreren Korruptionsvorwürfen behindert und rechnete sich anscheinend aus, dass es das Beste wäre, ein neues Regierungsmandat von der Bevölkerung zu bekommen, ehe er sich den wachsenden Skandalen stellen müsste. (Foto: GPO, Benjamin Netanjahu)

Netanjahus Politik

Der Wahlkampf ist im Wesentlichen zu einem Volksentscheid über Netanjahu und seine Politik geworden. Sollte er eine fünfte Amtszeit als Israels Ministerpräsident erreichen, würde er David Ben-Gurion, den Gründervater des Staates, sowohl in Bezug auf die Anzahl der Wahlsiege (4), als auch die Zeitspanne im Amt (aktuell 11 Jahre) übertreffen. Ben-Gurions Amtszeit als Ministerpräsident betrug 13 Jahre. Netanjahu war bisher ein unglaublich kompetenter Leiter in geostrategischen und wirtschaftlichen Fragen. Er hat Israel erfolgreich zur Hightech-Nation aufgebaut und sogar arabische Staaten dazu gebracht, sich mit Israel gegen den Iran zu stellen. Aber viele Mitte/Links-orientierte Israelis sind der Meinung, er sei inzwischen so lange im Amt, dass er glaube, über dem Gesetz zu stehen.

 

Ausgangssituation

Zu Beginn des Wahlkampfs führte Netanjahu die Umfragen an - trotz der Korruptionsvorwürfe, die über ihm schwebten. Den damaligen Umfragen zufolge hätte Netanjahus Likud-Partei erneut rund 30 Mandate erhalten, so dass es nach einer leichten Wiederwahl aussah. Tatsächlich scheint ein solides Viertel der Wähler ihn für alle Zeiten als „Bibi, den König von Israel“ zu betrachten. Sein schärfster Konkurrent war Jair Lapid, ein ehemaliger TV-Kommentator und Leiter der nächsten Generation, dessen Zentrumspartei Jesch Atid höchstens 19 Sitze vorausgesagt wurden - nicht genug, um Netanjahu zu stürzen.

 

Erstarkende Konkurrenz

Dann beschlossen drei ehemalige Generalstabschefs der israelischen Armee, sich zusammenzuschließen und ihre gemeinsame militärische Erfahrung zu nutzen, um Bibis Vorteil als „Mr. Sicherheit“ zu neutralisieren. Die größte Beliebtheit der drei Generäle genießt Benny Gantz, gefolgt von Gabi Aschkenazi und Mosche Ja'alon – ein ehemaliger Likud-Politiker. Die Umfragewerte haben Lapid schlussendlich davon überzeugt, dass die einzige Möglichkeit, Netanjahu zu besiegen, darin besteht, sich mit den Generälen auf einer kombinierten Super-Liste mit dem Namen „Blau-Weiß“ zusammenzutun.

 

Kopf-an-Kopf-Rennen

Die Fusion von „Blau-Weiß“ sorgte anfangs für einen großen Knall. Die Liste landete in den Umfragen mit 36 Sitzen vor dem Likud, der auf 30 Sitze kam. Doch die Lücke hat sich während der letzten Wahlkampfwochen geschlossen, nachdem Frontmann Gantz bei einigen der grundlegenden Fragen, mit denen die Nation konfrontiert ist, unverbindlich blieb, beispielsweise im Hinblick auf die Aussichten, Frieden mit den Palästinensern zu schließen. Netanjahu erhielt außerdem Unterstützung von US-Präsident Donald Trump durch dessen kürzlich bekannt gegebene Entscheidung, den Golan als souveränes israelisches Staatsgebiet anzuerkennen. Die meisten Umfragen sehen Blau-Weiß aktuell Kopf-an-Kopf mit dem Likud mit jeweils etwa 30 Mandaten. Netanjahu hat allerdings bessere Chancen bei der Wahl zum Premierminister, weil der Block der Parteien rechts der Mitte ungefähr 68 Sitze holen könnte, während die Parteien links der Mitte auf etwa 52 Sitze kämen.

 

Knappes Wahlergebnis erwartet

Das Wahlergebnis könnte am Ende sehr knapp ausfallen, da einige der kleineren Rechtsparteien an der 3,25-Prozent-Hürde scheitern könnten, die in Israel für den Einzug in die Knesset gilt. Politik-Analysten versuchen herauszufinden, welche Partei schließlich die Rolle des „Königsmachers“ spielen könnte. Dies scheint der ehemalige Likud-Politiker und libertäre Zehut-Kandidat Mosche Feiglin zu sein. Seine Umfragewerte sind gut und er hat bereits angekündigt, er könne entweder einer von Netanjahu oder einer von Gantz geführten Regierung beitreten. Bisher sind nur zwei Mal ehemalige Generalstabschefs der israelischen Armee Premierminister geworden – Jitzchak Rabin und Ehud Barak. Sollte Gantz Erfolg haben, wäre dies ein politisches Erdbeben, nachdem Netanjahu über ein Jahrzehnt lang die Schalthebel der Macht in Israel in den Händen hielt. Falls Gantz und Lapid keinen Erfolg haben, steht Netanjahu kurz davor, den Status einer Legende zu erreichen, auch wenn seine rechtlichen Probleme gerade erst beginnen.

 

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Übersicht der wichtigsten Parteien bei der Wahl 2019 in Israel

Alle Wahlprognosen basieren auf Umfragen der Times of Israel, veröffentlicht am 4. April 2019.

 

PARTEIEN DES RECHTEN SPEKTRUMS:

Likud
Parteichef: Benjamin Netanjahu
Anhängerschaft: konservativ und religiös, „Falken“, für freien Markt
Voraussichtliche Sitze im Parlament: 30

 

HaJamin HaChadasch (Die neue Rechte)
Parteichefs: Naftali Bennett und Ayelet Schaked
Anhängerschaft: national-religiös, siedlerfreundlich, für konservative Justizreform
Voraussichtliche Sitze: 5

 

Kulanu
Parteichef: Mosche Kahlon
Anhängerschaft: konservativ, Likud-Ableger
Voraussichtliche Sitze: 5

 

Zehut
Parteichef: Mosche Feiglin
Anhängerschaft: libertär, gelten als rechtsextremistisch
Voraussichtliche Sitze: 5


Union der rechten Parteien (Gemeinsame Liste der Parteien HaBajit haJehudi, Tkuma und Otzma Jehudit).

Parteichef: Rafi Peretz
Anhängerschaft: national-religiös, ultra-national. Auch Anhänger der verbotenen rassistischen Partei der Kahanisten sind hier zu finden.
Voraussichtliche Sitze: 7


Schas
Parteichef: Arjeh Deri
Anhängerschaft: sephardische, ultra-orthodoxe Juden
Voraussichtliche Sitze: 5

 

Vereinigtes Thora-Judentum
Parteichef: Jaakov Litzman
Anhängerschaft: ultra-orthodoxe Aschkenasim
Voraussichtliche Sitze: 6

 

Jisrael Beitenu (Unser Heim Israel)
Parteichef: Avigdor Liberman
Anhängerschaft: russische, rechtsorientierte Immigranten
Voraussichtliche Sitze: 4

 

PARTEIEN DER MITTE:

 

Blau-Weiß (gemeinsame Liste der Parteien Chosen LeIsrael (Widerstandskraft für Israel) und Jesch Atid (Zukunftspartei))
Parteichefs: Benny Gantz and Jair Lapid (das Amt des Premierministers soll im Rotationsprinzip geteilt werden)
Anhängerschaft: politische Mitte, wollen Netanjahu stürzen

Voraussichtliche Sitze: 27

 

Gescher
Parteichefin: Orly Levy-Abekasis
Anhängerschaft: politische Mitte, sozial und für Gender-Gleichheit
Voraussichtliche Sitze: keine, da sie vermutlich an der 3,25 Prozent Hürde scheitern werden


PARTEIEN DES LINKEN SPEKTRUMS:


Arbeitspartei

Parteichef: Avi Gabbay
Anhängerschaft: säkular, Sozialisten, „Tauben“
Voraussichtliche Sitze: 10


Meretz
Parteichefin: Tamar Zandberg
Anhängerschaft: radikal-sozialistisch, pazifistisch
Voraussichtliche Sitze: 5


Ra'am – Balad (Gemeinsame Liste)
Parteichefs: Mansour Abbas und Mtanes Shehadeh
Anhängerschaft: arabische Sozialisten/Kommunisten, anti-zionistisch
Voraussichtliche Sitze: 4


Hadasch - Ta'al (Gemeinsame Liste)
Parteichefs: Ayman Odeh und Ahmad Tibi
Anhängerschaft: radikale arabische Linke, pro-palästinensisch
Voraussichtliche Sitze: 7

Hilfe zum Passahfest

Viele Familien in Israel leben in Armut und können das Passahfest deshalb nicht so feiern, wie es die Tradition vorsieht. Jedes Jahr verteilt die ICEJ-Sozialabteilung dank ihrer Unterstützer aus aller Welt, darunter Christen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, Passah-Versorgungspakete für bedürftige Familien in ganz Israel. (Foto: 2018 sponserte die ICEJ einen Sederabend für 1.300 neu eingewanderte äthiopische Juden)

Mitarbeiterinnen der ICEJ-Sozialabteilung berichten von einigen Höhepunkten vom Passahfest 2018:

In Beit Sche’an erhielten 50 bedürftige Familien Geschenke. Ein Vater von 14 Kindern versicherte uns: „Meine Familie freut sich sehr über eure Unterstützung. Wir danken euch, dass wir Passah feiern und uns an die Passah-Wunder erinnern können.“

In Kiryat Gat bekamen 20 äthiopische Familien, die gerade erst Alijah (Einwanderung) gemacht hatten, Versorgungspakete. Eine der Frauen sagte: „Das Herz arbeitet nur, wenn Blut hindurchströmt, nur dann ist man lebendig. Wenn man etwas von ganzem Herzen tut, dann ist es lebensspendend. Das ist euer Besuch und die Arbeit, die ihr hier im Land tut: lebensspendend und herzerfüllend. Danke für euer Kommen. Danke, dass ihr unsere Häuser mit eurer Gegenwart erwärmt.“

In der Sozialhilfeeinrichtung von Netanja haben wir 50 Passah-Pakete verteilt. Einer der Empfänger war Isaak, ein religiöser Jude, Vater von vier Kindern, dessen geliebte Frau seit mehr als 14 Jahren bettlägerig ist. Als Isaak sein Paket erhielt, sagte er: „Danke von ganzem Herzen, dass ihr heute hier seid und mir zuhört. Danke für diese Geschenke, die wirklich zeigen, wie ihr euch um uns sorgt. Ich wünsche mir, dass ich nächstes Jahr zu den Menschen gehöre, die geben können, und dass ich nicht länger Unterstützung benötige. Chag Pessach Sameach! (frohes Passahfest)“

Viele Herzen wurden froh gemacht durch die großzügigen Spenden. Wir wissen, Gott wird auch dieses Jahr zum Passahfest, das am 19. April beginnt, wieder wunderbare Werke tun. Wir hoffen, dass wir sogar noch mehr Passah-Pakete weitergeben können, um bedürftigen jüdischen Familien zu helfen, das Passahfest mit Freude zu feiern!

Dieses Jahr wollen wir 385 Familien mit Festtagspaketen versorgen. ICEJ-Mitarbeiter werden gemeinsam mit Bewohnern unseres Heims für Holocaustüberlebende in Haifa Passahpakete für bedürftige Familien packen. Zudem werden wir Seder-Feiern für Behinderte sowie israelische Familien mit geringem Einkommen, darunter Einwanderer aus Russland und Äthiopien, Alleinerziehende und pflegebedürftige Erwachsene, sponsern.

Bitte helfen Sie uns, auch dieses Jahr bedürftige israelische Familien mit Passah-Paketen zu beschenken. Ein Lebensmittelpaket für eine Familie kostet 90 Euro. Als Verwendungszweck bitte „Passahfest“ angeben, herzlichen Dank. Frohes Passahfest!

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ICEJ Deutschland
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ICEJ bringt äthiopische Juden nach Israel

© Foto: ICEJ, Anfang Februar hat es einen Freudentag für 83 äthiopische Juden gegeben: Jahrelang haben sie gebetet, gewartet und gehofft, ihre Familien in Israel wiederzusehen. Nun ist dieser Traum wahr geworden! Im Sommer 2017 begrüßten ICEJ-Mitarbeiter Familie Malesa auf dem Flughafen in Tel Aviv.

In Äthiopien warten noch rund 8.000 Juden voller Sehnsucht darauf, nach 2.500 Jahren im Exil ins Land ihrer Vorväter zurückzukehren – nach Israel. Die Jewish Agency, die für die Alijah (Einwanderung nach Israel) zuständig ist, hat die ICEJ um Unterstützung bei ihrer Heimkehr gebeten. 2019 dürfen insgesamt 1.000 äthiopische Juden nach Israel einwandern. Die ICEJ hat sich verpflichtet, ihre Flugtickets zu finanzieren.

Wir wollen äthiopische Juden auf „Adlerflügeln“ (2. Mose 19,4) nach Hause bringen. Bitte helfen Sie uns dabei!   

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Besuch in Äthiopien

Mit der Sehnsucht, als Juden unter ihrem eigenen Volk in Israel zu leben, verließen viele äthiopische Juden, die sich Beta Israel nennen, ihre Dörfer und machten sich auf nach Gondar, wo sie in Transitzentren seit Jahren darauf warten, Alijah zu machen. Die Beta Israel sind stolz darauf, Juden zu sein, auch wenn sie häufig abgelehnt und diskriminiert werden. Ihre Lebensbedingungen sind prekär. In kleinen, überteuerten Unterkünften ohne fließend Wasser oder Strom leben oft fünf bis zehn Personen. Die ärztliche Versorgung ist unzureichend und oft mangelt es an Lebensmitteln. Im Mai 2017 reisten Mitarbeiter der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) nach Gondar, um die dort lebenden äthiopischen Juden zu besuchen, von denen jeder Familienangehörige hat, die bereits nach Israel eingewandert sind. „Seit zehn bis 20 Jahren warten sie darauf, einander in Israel wiederzusehen“, berichtete ICEJ-Vizepräsident Barry Denison aus Gondar. „Sie haben uns um Hilfe gebeten!“

Israels Regierung beschloss im November 2015, die verbliebenen 9.000 äthiopischen Juden in Etappen nach Israel zu holen. 1.300 kamen 2017. Dank der Hilfe christlicher Freunde weltweit konnte die ICEJ ihre Flüge sponsern. Rebecca, eine Mitarbeitern der Jewish Agency, erklärte: „Die ICEJ hat uns nicht nur geholfen, diese Juden nach Israel zu bringen, sondern uns auch darin unterstützt, dass Familien nach vielen Jahren wiedervereint wurden. Es ist immens wichtig für die Jewish Agency, Partner wie die ICEJ zu haben, die das Land und das Volk Israel stärken.“

Starker Glaube

Die vierköpfige Familie Malesa war unter diesen äthiopischen Neueinwanderern. Das ICEJ-Team traf sie zunächst in Gondar. „Wir leben seit 19 Jahren in Gondar und warten darauf, nach Israel zu gehen“, erklärte Yesasubish, die Mutter. „Ich gehe nach Israel, weil ich eine Beta Israel bin. Israel ist das Land unserer Vorväter und auch meine Familie lebt dort. Ich vermisse sie sehr!“ Unter Tränen erzählte sie, dass ihre Eltern, Groß- und Urgroßeltern bereits in Israel leben, die meisten seit mehr als 15 Jahren. „Wenn wir beten und Gott unsere Probleme nennen, bekommen wir Hoffnung“, sagte Yesasubish. „In Israel werden wir uns ein neues Leben aufbauen, wir werden lernen und arbeiten und wieder mit unserer Familie zusammen sein.“ Barry Denison zeigte sich bewegt von dem Besuch in Gondar. „Seit über 2.000 Jahren beten sie: `Nächstes Jahr in Jerusalem!´“ erklärte er. „Seit Jahrzehnten warten sie nun in Flüchtlingslagern darauf, nach Israel gehen zu dürfen. Der Glaube dieser Menschen hat meinen Glauben herausgefordert.“

Ein Traum wird wahr

Familie Malesas Traum, in Israel ihre Angehörigen wiederzusehen, hat sich erfüllt. Bei der Landung in Tel Aviv nach einer langen Reise mit Bus und Flugzeug fingen alle an Bord an zu weinen, erinnerte sich Yesasubish bei einem Besuch des ICEJ-Teams im Integrationszentrum. „Als wir in die Wartehalle am Flughafen kamen und unsere Familie sahen, war unsere Freude grenzenlos!“, strahlte sie. Nun lernt die gesamte Familie Hebräisch. „Wir danken der ICEJ für alles, was ihr getan habt“, sagten sie. „Wir können euch nichts zurückzahlen, möge Gott euch vergelten, was ihr für uns getan habt. Bitte hört nicht auf, euren guten Dienst zu tun, in Gondar warten noch viele äthiopische Juden darauf, nach Israel zu kommen, bitte helft auch ihnen!“

Helfen Sie mit!

2019 dürfen 1.000 äthiopische Juden nach Israel kommen. Anfang Februar sollen 84 äthiopische Neueinwanderer in Israel landen. Bis Anfang März werden es 300 sein, die übrigen werden im Verlauf des Jahres erwartet. Die ICEJ hat sich verpflichtet, auch ihre Flüge zu sponsern. Ein Flugticket nach Israel kostet zirka 800 Euro pro Person. Für mehr als die Hälfte der 1.000 Neueinwanderer sind die Flugkosten bereits gedeckt.

Bitte helfen Sie uns, für jeden der in Äthiopien wartenden Juden den Traum wahr zu machen, nach Israel zu kommen. Als Verwendungszweck bitte „Alijah Äthiopien“ angeben, herzlichen Dank!

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