Special Reports

Dem Volk Gottes bei der Heimreise nach Israel helfen

Seit ihrer Gründung 1980 hat die ICEJ mehr als 150.000 Juden dabei geholfen, ihre Heimreise nach Israel anzutreten. Allerdings gibt es in vielen Ländern jüdische Gemeinschaften, die nur begrenzt Zugang zu Informationen über den Einwanderungsprozess (Alijah) haben. Allein in Zentralasien und dem fernen Osten Russlands leben nicht weniger als eine Millionen Juden mit wenig oder keinem Anschluss an eine größere jüdische Gemeinschaft.

Foto: ICEJ, Alijah-Seminar in Weißrussland

Alijah aus dem Norden

Aus diesem Grund veranstaltet die ICEJ in Kooperation mit der Organisation Ofek Alijah-Seminare, um die übrigen Juden in der Zerstreuung zu „fischen“, sie zu erreichen und nach Hause zu bringen - nach Israel. Eines dieser Seminare wird im Frühjahr 2020 in der Stadt Almaty in Kasachstan stattfinden. Gleichzeitig vertieft die ICEJ ihre Beziehungen zu Bilana Shakhar, dem Direktor der Jewish Agency für die Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Shakhars Angaben zufolge haben 2019 beinahe 7.000 Juden allein aus der Metropolregion um Moskau Alijah gemacht. Das entspricht beinahe der Hälfte aller jüdischen Neueinwanderer (Olim) aus Russland und übertrifft die Einwanderungszahlen nach Israel aus Westeuropa oder den Staaten des amerikanischen Kontinents.

Wachsender Antisemitismus in Deutschland

Ein weiterer Fokus der ICEJ-Alijah-Arbeit liegt auf Deutschland. Es mag einige überraschen, dass in Deutschland eine sehr große jüdische Gemeinschaft lebt. Mehrere tausend Juden kamen in den 1990er Jahren aus der ehemaligen Sowjetunion ins Land. In den letzten Jahren wurden diese neu gegründeten Gemeinschaften allerdings von einer neuen Antisemitismus-Welle erschüttert. Erst vor wenigen Monaten wurde während eines Gottesdienstes an Jom Kippur, dem heiligsten Feiertag der Juden, ein schockierender Anschlag auf die Synagoge in Halle verübt. Diesem Anschlag gingen mehrere Jahre voraus, in denen Juden in Deutschland in erschreckendem Ausmaß zunehmend schikaniert wurden. Nun ziehen viele Juden die Möglichkeit in Betracht, Deutschland für immer zu verlassen.

„Da überlegt man langsam, ob es nicht auch andere Orte gibt auf unserem Planeten, wo wir Juden besser leben sollten“, äußerte sich Max Privorozki, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Halle, gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Er befand sich zur Zeit des Anschlags am 9. Oktober 2019 in der Synagoge. „Wir beobachten […] mit Unruhe, dass in Deutschland Antisemitismus mit großer Geschwindigkeit immer krasser wird. Sich offen als Antisemit zu zeigen ist nicht mehr peinlich.“

Alijah aus dem Westen

Die ICEJ sucht nach Wegen, um Juden wie Max Privorozki bei der Umsetzung ihres Wunsches, Alijah zu machen, zu unterstützen. In Kooperation mit Ofek wird die ICEJ innerhalb der nächsten Monate Informationsseminare in verschiedenen deutschen Städten veranstalten, das erste davon in Düsseldorf. Die Kosten pro Teilnehmer liegen bei ca. 250 Euro. ICEJ-Alijah-Direktor Howard Flower erklärte: „Diese neue Initiative stellt den nächsten Schritt in unserem Programm ‚Alijah aus dem Westen‘ dar“.

Bitte helfen Sie uns, Alijah-Seminare in Deutschland zu unterstützen. Als Verwendungszweck bitte „Alijah-Seminare“ angeben. Herzlichen Dank!

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Hinter den Kulissen: Freiwillige Helfer beim ICEJ-Laubhüttenfest

Sie geben alles, und das freiwillig! Die Laubhüttenfestfeier der ICEJ kann jedes Jahr nur deshalb stattfinden, weil über 200 freiwillige Helfer, die Feast Team Members, ein bis zwei Wochen ihrer freien Zeit investieren, um mit ihrem großartigen Einsatz bei der organisatorischen Umsetzung zu helfen. Sie kommen ebenso wie die Festbesucher aus aller Welt. Sie arbeiten in unterschiedlichen Bereichen wie beispielsweise Ordnerdienst, Kopfhörerverleih, Kinderdienst, Erste Hilfe sowie Anmelde- und Logistikabteilung.

Foto: ICEJ, Freiwillige Helfer des Laubhüttenfests 2019

Viele opfern ihren Urlaub, zahlen ihren Flug sowie einen Teil ihrer Unterbringungs- und Verpflegungskosten selbst, um in Jerusalem mit dabei zu sein. Unter ihnen gibt es zahlreiche „Wiederholungstäter“, die das Motto „Nächstes Jahr in Jerusalem“ wörtlich nehmen. Was motiviert die freiwilligen Helfer, jedes Jahr wiederzukommen?

Gemeinsam als Familie dienen

Jaana und Jesaja aus Wittlich dienen seit 2004 fast jedes Jahr als freiwillige Helfer beim Laubhüttenfest - mit ihren drei Kindern! Feim Laubhüttenfest 2019 war Jaana als Übersetzerin für Finnisch im Einsatz, Jesaja bei den Verkaufsständen. „Gott hat uns Israel und die Arbeit der ICEJ aufs Herz gelegt und wir sehen unseren Einsatz beim Laubhüttenfest als Möglichkeit, Israel zu segnen“, sagte Jaana. „Auch die vielen Freundschaften, die wir über die Jahre mit Menschen aus aller Welt schließen durften, lassen uns immer wiederkommen. Wir möchten andere ermutigen: seid beim nächsten Laubhüttenfest als freiwillige Helfer dabei! Wenn man sich einbringt, kann man etwas bewegen!“

Beeindruckende Gemeinschaft miterleben

Andrea aus Leutenbach ist ebenfalls „Wiederholungstäterin“: sie ist bereits zum vierten Mal ein Feast Team Member beim Laubhüttenfest. „Die Gemeinschaft unter den Freiwilligen aus aller Welt ist beeindruckend. Es ist wunderbar dem internationalen Leib Christi dienen zu dürfen!“ 2019 diente Andrea zum ersten Mal als Teil des Ordner-Teams. Anfangs hatte sie Vorbehalte, da sie viel auf Englisch kommunizieren musste. Zum Abschluss des Laubhüttenfests berichtete sie aber: „Mit Gottes Hilfe ging alles gut. Ich möchte jeden ermutigen, der darüber nachdenkt, sich als freiwilliger Helfer anzumelden: kommt auf jeden Fall!“

Freundschaften entstehen
Neben den Kollegen in ihren jeweiligen Teams haben die freiwilligen Helfer viel Gelegenheit mit anderen Gemeinschaft zu haben, zum Beispiel während der Morgenandachten und der gemeinsamen Mahlzeiten. In ihrem Dienst für Israel und die Nationen sind bereits viele wertvolle Freundschaften entstanden, die oft auch nach Jahren noch andauern. Auch die verschiedenen Veranstaltungsorte wie Ein Gedi am Toten Meer und das Gartengrab in Jerusalem begeistern die Feast Team Members. Der Abschluss des Laubhüttenfests wird mit einem gemeinsamen Ausflug mit dem Team der ICEJ in Jerusalem gefeiert.

 

Weitere Stimmen:

Tobias aus Annaberg

„Ich bin das zweite Jahr in Folge beim Laubhüttenfest. Letztes Jahr hatte ich es nicht geplant, aber Gott führte es so. Inzwischen durfte ich die geistliche Bedeutung von Sukkot besser verstehen, und darum bin ich nun wieder hier. Es ist sehr bereichernd mit Menschen aus anderen Ländern gemeinsam das Laubhüttenfest in Jerusalem zu feiern und gemeinsam dienen zu dürfen.“

Levi aus Stuttgart

„Die Veranstaltungen sind wirklich gut organisiert. Ich unterstütze das Social Media Team als Fotograf. Bei uns herrscht ein guter Zusammenhalt, die gegenseitige Wertschätzung ist sehr hoch. Zwar habe ich hier viel zu tun, aber wenn Gott dich zu etwas beruft, gibt er dir auch die Kraft dazu.“

Carina, neue Mitarbeiterin der ICEJ-Deutschland

„Ich war zum ersten Mal beim Laubhüttenfest und es hat richtig viel Spaß gemacht – auch wenn viel Einsatz gefordert war beim Übersetzen ins Deutsche. Doch ich konnte auch persönlich viel mitnehmen. Das Miteinander im Übersetzer-Team war schön. Es ist ein wertvoller Dienst, den Menschen die Botschaften in ihrer Sprache nahe zu bringen. Ich freue mich schon auf das nächste Mal!“

Susanne aus Flensburg

„Ich helfe in der Team-Members-Lounge. Mir gefällt das internationale Miteinander auf dem Laubhüttenfest sehr gut und ich sehe meinen Dienst hier als einen Weg, mich für Israel einzusetzen.“

 


Wenn Sie als Feast Team Member der ICEJ beim Laubhüttenfest 2020 dabei sein wollen und über gute Englisch-Kenntnisse verfügen, dann bewerben Sie sich bitte über das folgende Bewerbungsformular.

Freiwillige Helfer können sich für eine Vielzahl von Bereichen bewerben, z.B. Kinderdienst, Fernsehproduktion, Registrierung, Gebetsdienst, Ordnerdienst und andere. Die Aufgabenbeschreibung aller Bereiche finden Sie hier.

Coronavirus: Schutz für Holocaustüberlebende

Im Haifa-Heim der ICEJ für bedürftige Holocaustüberlebende leben viele hochbetagte Bewohner. In der derzeitigen Corona-Krise gehören sie aufgrund ihres hohen Alters und schwächeren Immunsystems zu den besonders gefährdeten Personen. Yudit Setz, unsere ICEJ-Koordinatorin für das Haifa-Heim, und ihr Team, zu dem auch vier freiwillige Helferinnen aus Deutschland gehören, haben sich mit viel Umsicht auf die sich verschärfende Lage vorbereitet. In der letzten Zeit haben sie darauf geachtet, öffentliche Orte wie z.B. Läden zu meiden, um für diese Zeit bereit zu sein.

Foto: ICEJ, Unsere Altenpflegerin Natalia misst den Blutdruck eines Heimbewohners

Liebevolle Fürsorge

„Gott hat die ICEJ in vergangenen Krisenzeiten bereits viele Male berufen, ein helles Licht zu sein und auf besondere Weise Ermutigung und Trost zu spenden. Die Mitglieder unseres ICEJ-Teams im Haifa-Heim arbeiten am engsten mit den Bewohnern zusammen. Diese Kontakte sind für die Bewohner besonders wichtig. Deshalb haben wir mit unserem Team bereits letzte Woche strikte Regeln aufgestellt, damit wir das Leben unserer Bewohner nicht gefährden und in den kommenden Wochen in der Lage sein werden, weiterhin für sie zu sorgen“, berichtet Yudit Setz. „Inzwischen essen die Überlebenden nicht mehr gemeinsam im Speiseraum, sondern in ihren eigenen Wohnungen. Sie dürfen derzeit keine Besucher von außerhalb empfangen, auch keine Familienmitglieder und täglich nur einen kleinen Spaziergang die Straße entlang machen. Unser Team ist mit dafür verantwortlich, ihnen dreimal am Tag ihre Mahlzeiten zu bringen. Wir kümmern uns in dieser schwierigen Zeit auch um ihre medizinischen und emotionalen Bedürfnisse. Für viele ist das Schlimmste in dieser Krise das Alleinsein.“

Freundliche Begegnungen

Aus diesem Grund ist der tägliche Besuch unserer Altenpflegerin Natalia Ochs, die den Blutdruck und die Temperatur der Bewohner misst und mit ihnen über ihr allgemeines Befinden spricht, sehr wichtig. Unsere Physiotherapeutin Debora Wanner setzt ihre Arbeit ebenfalls fort und behandelt jeden Bewohner einzeln. Unsere anderen Helfer kümmern sich um die Wäsche, kleine Reparaturen und nehmen sich Zeit für ein Gespräch mit den Heimbewohnern bei einer Tasse Kaffee. Das bedeutet ihnen in dieser Zeit sehr viel! „Heute Morgen habe ich Mania besucht“, erzählt Yudit. „Sie hat strahlend gelächelt und war glücklich, mit mir reden zu können. Bei ihrem Morgenspaziergang hatte sie zwei weitere Bewohner getroffen und sich eine Weile mit ihnen auf eine Bank gesetzt und unterhalten. Begeistert erzählte Mania mir, dass dies ein so schönes Erlebnis war, dass sie Zuhause angekommen eine kleine Geschichte über diese morgendliche Begegnung schrieb.“

Hilfe für Bedürftige

Neben Holocaustüberlebenden helfen wir gemeinsam mit Haifa-Heim Direktor Schimon Sabag von unserer Partnerorganisation „Helfende Hände“ auch bedürftigen Israelis in Haifa, die wegen der Corona-Krise ihre Häuser nicht verlassen können. Sehen Sie hier ein Video, wie verschiedene Lebensmittel in Kartons gepackt und unter Sicherheitsvorkehrungen an bedürftige und zumeist ältere Menschen in Haifa ausgeliefert werden. Die Worte „Toda raba!“ (Vielen Dank!) sind immer wieder von den dankbaren Empfängern zu hören.

Umsichtig für unsere geliebten Haifa-Heim-Bewohner und andere hilfsbedürftige Israelis zu sorgen ist eine große Verantwortung, aber auch ein Vorrecht, das der Herr uns in diesen Zeiten gibt.

Bitte unterstützen Sie uns

Bitte erwägen Sie eine Gabe, damit wir denen helfen und sie versorgen können, die ihr Haus zurzeit nicht verlassen dürfen. Wir wollen sicherstellen, dass diese Familien und ältere Menschen Lebensmittel und andere notwendige Artikel erhalten, während sie darauf warten, dass diese gesundheitliche Bedrohung vorübergeht. Danke, dass Sie an Israel denken, während auch Ihre eigene Nation gegen die Bedrohung des Coronavirus kämpft. Als Verwendungszweck bitte „ICEJ-Hilfsfonds für Israel“ angeben, herzlichen Dank!

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Bitte betet mit uns für folgende Anliegen:

Gesundheit und Stärkung: Beten wir, dass alle Bewohner und Mitarbeiter des Haifa-Heimes gesund und wohlauf bleiben, trotz zusätzlicher Belastung und Aufgaben. Bitten wir um Kraft und Stärke für die kommenden Wochen und dass die Eindämmung des Virus in Israel und weltweit schnell gelingt.

Einheit: Lasst uns beten, dass unser ICEJ-Team vor Ort in Einheit untereinander sowie mit den israelischen Mitarbeitern zusammenarbeiten und die Liebe Gottes weitergeben kann. Bitten wir, dass sie ein helles Licht inmitten von Unsicherheit und Angst sind und Freundlichkeit und Ruhe verbreiten können.

Coronavirus: Schutz für Holocaustüberlebende

Im Haifa-Heim der ICEJ für bedürftige Holocaustüberlebende leben viele hochbetagte Bewohner. In der derzeitigen Corona-Krise gehören sie aufgrund ihres hohen Alters und schwächeren Immunsystems zu den besonders gefährdeten Personen. Yudit Setz, unsere ICEJ-Koordinatorin für das Haifa-Heim, und ihr Team, zu dem auch vier freiwillige Helferinnen aus Deutschland gehören, haben sich mit viel Umsicht auf die sich verschärfende Lage vorbereitet. In der letzten Zeit haben sie darauf geachtet, öffentliche Orte wie z.B. Läden zu meiden, um für diese Zeit bereit zu sein und weiterhin liebevoll für die Bewohner des HAifa-Heimes sorgen zu können.

Foto: ICEJ, Unsere Altenpflegerin Natalia misst den Blutdruck eines Heimbewohners

Liebevolle Fürsorge

„Gott hat die ICEJ in vergangenen Krisenzeiten bereits viele Male berufen, ein helles Licht zu sein und auf besondere Weise Ermutigung und Trost zu spenden. Die Mitglieder unseres ICEJ-Teams im Haifa-Heim arbeiten am engsten mit den Bewohnern zusammen. Diese Kontakte sind für die Bewohner besonders wichtig. Deshalb haben wir mit unserem Team bereits letzte Woche strikte Regeln aufgestellt, damit wir das Leben unserer Bewohner nicht gefährden und in den kommenden Wochen in der Lage sein werden, weiterhin für sie zu sorgen“, berichtet Yudit Setz. „Inzwischen essen die Überlebenden nicht mehr gemeinsam im Speiseraum, sondern in ihren eigenen Wohnungen. Sie dürfen derzeit keine Besucher von außerhalb empfangen, auch keine Familienmitglieder und täglich nur einen kleinen Spaziergang die Straße entlang machen. Unser Team ist mit dafür verantwortlich, ihnen dreimal am Tag ihre Mahlzeiten zu bringen. Wir kümmern uns in dieser schwierigen Zeit auch um ihre medizinischen und emotionalen Bedürfnisse. Für viele ist das Schlimmste in dieser Krise das Alleinsein.“

Freundliche Begegnungen

Aus diesem Grund ist der tägliche Besuch unserer Altenpflegerin Natalia Ochs, die den Blutdruck und die Temperatur der Bewohner misst und mit ihnen über ihr allgemeines Befinden spricht, sehr wichtig. Unsere Physiotherapeutin Debora Wanner setzt ihre Arbeit ebenfalls fort und behandelt jeden Bewohner einzeln. Unsere anderen Helfer kümmern sich um die Wäsche, kleine Reparaturen und nehmen sich Zeit für ein Gespräch mit den Heimbewohnern bei einer Tasse Kaffee. Das bedeutet ihnen in dieser Zeit sehr viel! „Heute Morgen habe ich Mania besucht“, erzählt Yudit. „Sie hat strahlend gelächelt und war glücklich, mit mir reden zu können. Bei ihrem Morgenspaziergang hatte sie zwei weitere Bewohner getroffen und sich eine Weile mit ihnen auf eine Bank gesetzt und unterhalten. Begeistert erzählte Mania mir, dass dies ein so schönes Erlebnis war, dass sie Zuhause angekommen eine kleine Geschichte über diese morgendliche Begegnung schrieb.“

Hilfe für Bedürftige

Neben Holocaustüberlebenden helfen wir gemeinsam mit Haifa-Heim Direktor Schimon Sabag von unserer Partnerorganisation „Helfende Hände“ auch bedürftigen Israelis in Haifa, die wegen der Corona-Krise ihre Häuser nicht verlassen können. Sehen Sie hier ein Video (mit deutschen Untertiteln), wie verschiedene Lebensmittel in Kartons gepackt und unter Sicherheitsvorkehrungen an bedürftige und zumeist ältere Menschen in Haifa ausgeliefert werden. Die Worte „Toda raba!“ (Vielen Dank!) sind immer wieder von den dankbaren Empfängern zu hören.

Umsichtig für unsere geliebten Haifa-Heim-Bewohner und andere hilfsbedürftige Israelis zu sorgen ist eine große Verantwortung, aber auch ein Vorrecht, das der Herr uns in diesen Zeiten gibt.

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ICEJ bringt 43 äthiopische Juden nach Israel

Am 25. Februar sind 43 äthiopische Juden, deren Flüge von der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) gesponsert wurden,voller Freude von ihren Familienmitgliedern in Israel begrüßt worden. Sie gehörenzu den fast 400 äthiopischen Juden, die bereits 2019 hätten einwandern sollen. Anfang Februar 2020 beschloss das israelische Kabinett, dass sie nun dieses Frühjahr nach Israel kommen dürfen. Die nächsten 220 Heimkehrer werden vor oder nach dem Passahfest (8.-16.4.) erwartet.Auch ihre Flüge wird die ICEJ finanzieren. (Foto: Keren Hayesod, äthiopische Neueinwandererin)

Heimkehr auf „Adlerflügeln“

Die ICEJ hat in den letzten Jahren die Flüge für fast 2.000 äthiopische Neueinwanderer finanziert und so bei der Heimkehr dieser uralten israelitischen Gemeinschaft „auf Adlerflügeln“ geholfen. Sie gehören zur Falasch-Mura-Gemeinschaft, von denen viele vor einigen Generationen inmitten wirtschaftlicher Not zum Christentum konvertiert sind. Im Rahmen der Familienzusammenführung dürfen sie nach Israel einwandern. Die meisten von ihnen, die in schwierigsten Umständen in Transitcamps leben, haben enge Verwandte unter den 140.000 bereits in Israel lebenden äthiopischen Juden.

Wiederaufnahme der Alijah

2015 hatte die israelische Regierung beschlossen, die rund 8.000 noch in Äthiopien verbliebenen Falasch-Mura nach Israel zu bringen. Aufgrund sich wandelnder behördlicher Richtlinien und Zulassungen warten viele von ihnen schon bis zu 20 Jahre in Transitcamps in Gondar und Addis Abeba darauf, Alijah (Einwanderung nach Israel) zu machen. Nun haben sie neue Hoffnung, bald mit ihren bereits in Israel lebenden Familien wiedervereint zu werden. Führende israelische Beamte und Vertreter der Jewish Agency haben der ICEJ versichert, sich dafür einsetzen zu wollen, in den nächsten Jahren die Heimreise aller verbleibenden äthiopischen Juden, die Anspruch auf Alijah haben, zu ermöglichen, sobald eine neue Regierung im Amt sei.

Helfen Sie mit!

Die historische Rückkehr der äthiopischen Juden nach Israel nähert sich langsam ihrem Ende. Die Jewish Agency hat die ICEJ gebeten, die Heimkehr der äthiopischen Juden zu unterstützen. Wir haben zugesagt, die Finanzierung ihrer Flüge zu übernehmen. Ein Flugticket nach Israel kostet zirka 800 Euro.

Bitte helfen Sie uns dabei, die äthiopischen Juden nach Israel heimzubringen. Als Verwendungszweck bitte „Alijah Äthiopien“ angeben, herzlichen Dank!

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Lebensmittelhilfe für äthiopische Juden

2019 hat die ICEJ auf Anfrage des Vorsitzenden der Jewish Agency, Isaac Herzog, 100.000 US-Dollar (knapp 90.000 Euro) bereitgestellt, um dringend benötigte Nahrungsmittelhilfe für äthiopisch-jüdische Kinder und stillende Mütter zu leisten, die in Äthiopien darauf warten, Alijah (Einwanderung nach Israel) machen zu dürfen. Ärzte-Teams in Gondar berichteten, dass die ICEJ helfen konnte, durch dieses Programm mindestens 22 Kinder vor dem Hungertod zu retten. Viele weitere wurden davor bewahrt, zu hungern und unter gesundheitliche Langzeitfolgen zu leiden. (Foto: Ariella Zeidman/SSEJ: Äthiopisch-jüdische Kinder bekommen u.a. Brot, Milch und eine 2. Portion für Zuhause)
 

Hunger effektiv bekämpfen

Durch das Programm erhalten täglich etwa 350 Kinder – Neugeborene und Kinder im Alter bis zu fünf Jahren – sowie rund 100 schwangere Frauen von der ICEJ finanzierte Mahlzeiten. Schon nach wenigen Monaten zeigen sich Erfolge, wie eine Krankenschwester und die Mütter berichten: Zuvor unterernährte Kinder, die nicht stehen oder laufen konnten, sind kräftiger und gesünder geworden, haben an Gewicht zugenommen, sind gewachsen und spielen nun munter. „Auf Grundlage unserer Erfahrungen der letzten 18 Monate hat sich das ergänzende Nahrungsmittelhilfe-Programm der ICEJ als wesentlich für die Gesundheit der Kinder in Gondar und als sehr kosteneffektiv erwiesen“, teilte die Leitung der Jewish Agency der ICEJ in einem Brief mit. „Wir sind der ICEJ zutiefst dankbar für die großzügige Unterstützung.“

Inflation und Heuschreckenplage

Die Preise für Lebensmittel sind in ganz Ostafrika in die Höhe geschnellt. Nachdem letztes Jahr zuerst Dürre die Länder am Horn von Afrika traf, gefolgt von ungewöhnlichen Überflutungen durch Wirbelstürme im Dezember, plagen nun riesige Heuschreckenschwärme die Region. All dies führt zu einer Nahrungsmittelknappheit. In der Folge steigt die Inflation in Äthiopien stark an. Deshalb ist es so dringend notwendig, dass die äthiopische Alijah wieder aufgenommen wird und schnell vorangetrieben wird, um alle noch wartenden Heimkehrer endlich nach Israel zu bringen!

„Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Matthäus 25,40)

Segnen Sie bedürftige Israelis zum Passahfest

„Achte auf den Monat Abib, dass du Passa hältst dem HERRN, deinem Gott; denn im Monat Abib hat dich der HERR, dein Gott, bei Nacht aus Ägypten geführt. .... Sieben Tage sollst du Ungesäuertes essen, Brot des Elends – denn in Hast bist du aus Ägyptenland geflohen –, auf dass du des Tages deines Auszugs aus Ägyptenland gedenkst dein Leben lang.“ 5. Mose 16,1+3

Mit dem Passahfest gedenkt das jüdische Volk des Auszugs aus Ägypten. Es ist für seine Identität ein zentraler Feiertag. In der Bibel gibt Gott genaue Anweisungen, wie das Volk Israel jedes Jahr seiner Befreiung aus der Sklaverei gedenken soll. Jedoch leben viele Familien in Israel in Armut und sind nicht in der Lage, das traditionelle Passahfest angemessen zu feiern. Dank der großzügigen Spenden unserer Unterstützer versorgt die ICEJ-Sozialabteilung jedes Jahr bedürftige Familien in ganz Israel mit Passah-Paketen. Außerdem sponsern wir gemeinschaftliche Sederabende in verschiedenen Gemeinschaften, zum Beispiel für äthiopische Juden.

Passah-Pakete

Jedes Jahr verteilen wir zum Passahfest Pakete und Geschenkkörbe mit Lebensmitteln, nützlichen Utensilien und Gutscheinen. 2019 durften wir viele Herzen erfreuen und wir glauben fest daran, dass Gott auch während des diesjährigen Passahfests, das am 8. April beginnt, wunderbar wirken wird. Wir hoffen, dass wir dieses Jahr noch mehr Passah-Pakete verteilen können.

ICEJ-Mitarbeiter aus Jerusalem werden gemeinsam mit Bewohnern unseres Heims für Holocaustüberlebende in Haifa Pakete und Geschenkkörbe packen. Mitarbeiter unseres häuslichen Pflegediensts werden zudem 100 Empfänger besuchen und  persönlich Passah-Geschenke überreichen.

Gemeinschaftliche Sederabende

Bei den von der ICEJ gesponserten Sederabenden kommen bedürftige Israelis zu einem Passahmahl in Gemeinschaft und Freude zusammen. Dazu gehören äthiopische und russische Einwanderer, Alleinerziehende mit ihren Kindern und Menschen mit Behinderungen. Diese Sederabende haben ein zweifaches Ziel: Menschen mit begrenzten finanziellen Mitteln zu helfen sowie jüdische Tradition und Kultur am Leben zu erhalten.

Dieses Jahr sind hunderte neue Olim (Einwanderer) eingeladen, an einem dieser großen Sederabende teilzunehmen. Es wird ihr erstes Passahfest hier in Israel sein, und dank der Unterstützung von Christen auch aus Deutschland, Österreich und der Schweiz soll es eine freudige Feier mit ihren Familien und Freunden hier in Erez Israel werden! Bitte beten Sie mit uns, dass diese Sederfeiern trotz des Coronavirus stattfinden können. Vielen Israelis ist es ein großer Trost zu wissen, dass Christen auf der ganzen Welt an sie denken.

Bitte helfen Sie uns, das jüdische Volk zu segnen, indem wir ihnen Gottes Liebe auf eine so zeitgemäße und praktische Weise zeigen. Als Verwendungszweck bitte "Passahfest" angeben, herzlichen Dank!

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40 Jahre Alijah-Projekte

Beim Laubhüttenfest 2019 feierte die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) einen Meilenstein der Alijah-Arbeit: Seit ihrer Gründung im September 1980 bis heute hat die ICEJ mehr als 150.000 Juden aus aller Welt geholfen, Alijah zu machen (nach Israel einzuwandern). Das sind fast 10 Prozent aller Juden, die sich in den letzten vier Jahrzehnten entschieden haben, nach Israel zu gehen.

Foto: ICEJ, Jüdische Neueinwanderer am Flughafen in Tel Aviv.

 

Heimkehr aus aller Welt

Dem israelischen Statistikbüro zufolge sind seit der Staatsgründung bisher über drei Millionen Juden ins Land Israel zurückgekehrt. Knapp 1,6 Millionen Juden entschieden sich in den letzten 40 Jahren für Israel als ihr Heimatland. Sie kommen aus dem Norden, Süden, Osten und Westen – z.B. aus Russland, Äthiopien, Indien und Frankreich – nach Israel zurück, in wortwörtlicher Erfüllung der biblischen Verheißung: „Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln, ich will sagen zum Norden: Gib her!, und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom Ende der Erde.(Jesaja 43,5-6). Nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor 30 Jahren und dem Zusammenbruch der Sowjetunion wanderten beispielsweise mehr als eine Million russischsprachiger Juden in einer gewaltigen Alijah-Welle nach Israel ein.

 

Wie die ICEJ hilft

Die ICEJ hat sich auf vielfältige Weise daran beteiligt, die Juden bei ihrer historischen Rückkehr ins Land ihrer Väter zu unterstützen. In enger Zusammenarbeit mit der Jewish Agency und anderen Partnerorganisationen wurden die Kosten für Flüge nach Israel oder die Anreise zum Abflughafen der Alijah-Flüge sowie die Reise-, Unterbringungs- und andere Kosten übernommen, um die notwendige Registrierung mit Hilfe der Jewish Agency zu erlangen. Bedürftige jüdische Familien bekamen Darlehen und körperlich Beeinträchtigte erhielten besondere medizinische Versorgung und Hilfe beim Krankentransport auf dem Weg nach Israel.

 

Alijah-Seminare und Freizeiten der Jewish Agency wurden ebenso gesponsert wie Hebräisch-Unterricht und Computerkurse für junge russische Juden in Vorbereitung auf ihre Alijah. Die ICEJ übernahm auch immer wieder die Kosten für Alijah-Messen, Willkommensveranstaltungen und andere Events für jüdische Einwanderer bei der Ankunft in Israel. Darüber hinaus leistet die ICEJ Integrationshilfe für zehntausende jüdische Neueinwanderer und hilft ihnen so, sich im Land Israel niederzulassen und sich in die israelische Gesellschaft zu integrieren.

 

Gottes uralte Verheißungen erfüllen sich vor unseren Augen - und wir dürfen tatkräftig mithelfen! Bitte unterstützen Sie uns, die Aufforderung in Jesaja 43,6 weiterhin umzusetzen und das jüdische Volk nach Hause zu bringen. Verwendungszweck: „Alijah und Integration“ Vielen Dank!

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Gedenken an die im Holocaust ermordeten Kinder

„Kinder … hinterlassen kaum eine Spur. Gewöhnlich schreiben sie keine Briefe und hinterlassen keine schriftlichen oder mündlichen Berichte… Und wenn die Erwachsenen mit ihnen zusammen verschwinden, wird niemand je an sie denken, nicht einmal flüchtig.“ Adolfo García Ortega, The Birthday Buyer

(Foto: Yad Vashem, Zwei jüdische Kinder im Holocaust)

Im Holocaust wurden 6.000.000 Juden systematisch durch Nazi-Deutschland und seine Helfershelfer ermordet. 1.500.000 von ihnen waren unschuldige Kinder, die allein deshalb ermordet wurden, weil sie als Juden geboren wurden.

Am 27. Januar 2020, dem Internationalen Holocaustgedenktag, starteten die Christlichen Freunde Yad Vashems eine einjährige Kampagne, um die Einrichtung der neuen Ausstellung „Familien und Kinder“ auf dem Berg der Erinnerung in Yad Vashem zu unterstützen. Diese einzigartige Ausstellung wird die herzzerreißenden Geschichten der Kinder, deren Leben und Kindheit abrupt und unbarmherzig beendet wurde, zeigen.

Wir wollen dafür sorgen, dass das Leben dieser Kinder niemals in Vergessenheit gerät.
Lasst uns dieses Wissen weitergeben, damit die Welt besser wird.

… auf dass es die Nachkommen lernten, die Kinder, die noch geboren würden; die sollten aufstehen und es auch ihren Kindern verkündigen…“ (Psalm 78,6)

Die Christlichen Freunde Yad Vashems wurden im Oktober 2006 als christliche Abteilung in Yad Vashem gemeinsam mit der ICEJ gegründet, um die besondere Liebe der Christen zu Israel und dem jüdischen Volk und unsere Verantwortung angesichts der schrecklichen Verbrechen des Holocausts zum Ausdruck zu bringen.

Bitte helfen Sie uns diese einzigartige christlich-jüdische Partnerschaft zu fördern, die Erinnerung an die Opfer und Überlebenden des Holocaust aufrecht zu erhalten und aktiv gegen den weltweit wachsenden Antisemitismus vorzugehen. Als Verwendungszweck bitte „Yad Vashem“ angeben. Herzlichen Dank!

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Gegen das Vergessen – Für jüdisches Leben in Deutschland

Rund 800 Menschen haben in Stuttgart der sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust und der Überlebenden gedacht. Mit einer Kranzniederlegung an der Synagoge und dem „Marsch der Erinnerung“ stellten sie sich zum jüdischen Volk. Die 89-jährige Auschwitz-Überlebende Eva Erben (Israel) erzählte ihre bewegende Geschichte. (Foto: Levi Dörflinger/ICEJ, Eva Erben im Gespräch mit Gottfried Bühler)

Rund 800 Juden und Christen versammelten sich am Montag vor der Stuttgarter Synagoge, um am 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau (1945) gemeinsam der Opfer des Holocausts und der Überlebenden zu gedenken. Die Gedenkfeier am Internationalen Holocaustgedenktag, der seit 2005 jedes Jahr am 27. Januar begangen wird, wurde vom Deutschen Zweig der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) organisiert. Sara Granitza, Direktorin der Christlichen Freunde Yad Vashems (Jerusalem), und Stephan Lehnert, Büroleiter der ICEJ (Stuttgart), legten gemeinsam einen Kranz vor der Synagoge nieder. Anschließend folgte ein „Marsch der Erinnerung“ von der Synagoge zur Liederhalle.

„Am 75. Jahrestag der Befreiung des Todeslagers Auschwitz versammeln wir uns bewusst an der Stuttgarter Synagoge, um ein Zeichen zu setzen, dass wir nicht nur der ermordeten sechs Millionen Juden gedenken, sondern auch heute an der Seite des jüdischen Volkes stehen“, erklärte Gottfried Bühler, Vorsitzender der ICEJ Deutschland. ICEJ-Jugendreferent Timon Kaiser berichtete als Vertreter der jungen Generation, die über 50 Jahre nach dem Holocaust geboren wurde, dass ihm durch die Begegnung mit Holocaustüberlebenden bewusst wurde, wie wichtig es ist das Vergangene nicht zu vergessen, sondern aktiv zu werden und die Zukunft mitzugestalten. „Lasst uns nicht schweigen, sondern Verantwortung übernehmen“, forderte er.

„Dass so viele Menschen für das jüdische Volk durch Stuttgart gelaufen sind, das gab es wohl noch nie“, begrüßte Gottfried Bühler die Teilnehmer des Marsches im vollen Mozartsaal der Liederhalle. „Nur gemeinsam können wir Antisemitismus entgegentreten. Politik, Kirchen, Medien, jeder einzelne von uns – wir müssen Verantwortung übernehmen.“ Die Erinnerung alleine reiche nicht aus. „Wenn wir ‚nie wieder‘ sagen, muss uns das für heute und morgen sensibilisieren. Der Antisemitismus erscheint heute im neuen Gewand des Antiisraelismus. Er geht einher mit der Delegitimierung des einzigen jüdischen Staates, Israel. Als deutsche Nachkriegsgeneration erklären wir uns solidarisch mit dem jüdischen Volk und Israel.“

Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) erinnerte an die Deportation und Ermordung vieler Stuttgarter Juden. „Diejenigen, die sinnlos und brutal ermordet wurden, haben es verdient, dass man sich an sie erinnert“, sagte Kashi. Die Israelin Sara Granitza, die erstmals in Deutschland zu Besuch war, bedankte sich bei der ICEJ und ihren Freunden für die Freundschaft und Partnerschaft mit Israel und dem jüdischen Volk. „Wenn wir in Israel Nachrichten aus aller Welt hören, sind wir manchmal nicht sicher, ob wir Freunde haben, aber jetzt weiß ich es.“ Vor 75 Jahren habe das jüdische Volk gedacht, man müsse nicht mehr über den Antisemitismus reden. Doch heute „verbreitet sich Hass über soziale Medien so schnell. Leider nimmt der Antisemitismus in der Welt und in Deutschland wieder zu“, warnte sie. Daniel Schönberger, Repräsentant des Weizmann-Instituts (Israel), machte deutlich, dass Innovation und Wissenschaft grundlegend für den Aufbau des jüdischen Staats waren und dem Wohle der Menschheit dienen sollten. Heute sei Israel als Start-up Nation aus der Weltgemeinschaft nicht mehr wegzudenken.

Besonderer Ehrengast auf dem Podium war Eva Erben. Die 89-jährige Auschwitz-Überlebende war aus Israel angereist, um an der Gedenkfeier teilzunehmen und eine Woche lang an Schulen im Großraum Stuttgart als Zeitzeugin vom Holocaust zu berichten. Eva Erben wurde 1941 mit ihrer Familie nach Theresienstadt und später nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte Grausamkeiten, Hunger, Kälte, Krankheit und einen Todesmarsch. Mit ihrem Mann, den sie in Theresienstadt kennenlernte, wanderte sie 1949 nach Israel aus. Eva hat drei Kinder, neun Enkel und 16 Urenkel. „Als ich nach Israel kam war ich 18 Jahre alt. Wir haben das Land aus der Asche aufgebaut, den Holocaust zur Seite geschoben, denn nur das Jetzt war wichtig. Ich habe fast 40 Jahre nicht darüber gesprochen, denn lange Zeit hat man uns in Israel gefragt ‚Warum habt ihr euch nicht gewehrt?‘“, erklärte Eva. Doch schließlich fing sie an, in Schulen in Israel und Deutschland ihre Geschichte zu erzählen. „Ich danke euch, ihr seid die Zukunft und Hoffnung, dass es nicht wieder passiert“, schloss sie. Das Publikum bedankte sich bei ihr mit Standing Ovations.

Für musikalische Highlights sorgten der Pianist Michael Schlierf und die Harfenistin Deborah Haag. Der Abend wurde mit dem Singen der israelischen Nationalhymne „HaTikwa“ beschlossen.

Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ, gegründet 1980) steht seit 40 Jahren an vorderster Front im Kampf gegen Antisemitismus und Antiisraelismus. Sie hat eine Partnerschaft mit der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, unterstützt sozial Benachteiligte sowieNeueinwanderer und Minderheiten (Araber, Drusen und Beduinen), fördert Projekte der Koexistenz zwischen Juden und Arabern und betreibt in Haifa ein Heim für bedürftige Holocaustüberlebende. Die ICEJ hat Zweigstellen in über 90 Ländern und Unterstützer in mehr als 160 Ländern weltweit.