Special Reports

Heimkehr nach Israel in turbulenten Zeiten

Trotz geschlossener Grenzen und Reisebeschränkungen ist in der Corona-Krise eine Tür nach Israel offen geblieben: Alijah, die Einwanderung nach Israel. Juden aus den Nationen kommen weiterhin nach Israel zurück. Durch die Arbeit der ICEJ tragen Christen weltweit auch in dieser turbulenten Zeit zur Erfüllung biblischer Prophetien bei.

Foto: JAFI, Jaroslav und Viktoria freuen sich auf ihre Alijah

Alijah trotz(t) Corona

Unter den jüdischen Neueinwanderern, deren Flüge die ICEJ in der Corona-Krise sponserte, waren auch Jaroslav und Viktoria aus der Ukraine, die in Kürze ihr erstes Kind erwarten. Aufgrund ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft hätte Viktoria die Ukraine in den kommenden Monaten nur schwer verlassen können. Zudem gibt es aus der Region zurzeit keine planmäßigen Flüge. Doch israelische Behörden und unsere Alijah-Partner bei der Jewish Agency haben mit Regierungsbehörden ehemaliger Staaten der Sowjetunion vereinbart, dass wöchentliche Sonderflüge für israelische Staatsbürger sowie jüdische Neueinwanderer nach Israel stattfinden können. Diese Öffnung inmitten der Corona-Krise ist erstaunlich. Die ICEJ ist dankbar, Flüge für jüdische Familien finanzieren zu können.

Neuanfang

Als Jaroslav und Viktoria Mitte April mit einem von der ICEJ gesponserten Flug aus Kiew in Israel ankamen, gingen sie sofort zwei Wochen in Quarantäne. Nun sind sie damit beschäftigt, sich in der zentralisraelischen Stadt Ramla ihr neues Zuhause aufzubauen. Das junge Paar ist seit etwas über einem Jahr verheiratet. „Wir hatten keine Angst angesichts der sich verschärfenden Covid-19-Pandemie“, erklärte Viktoria. „Trotz der Reisebeschränkungen haben wir uns weiterhin darauf vorbereitet, nach Israel zu kommen. Die Unterstützung durch die Alijah-Koordinatoren hat uns dabei sehr geholfen. Ich habe mir so gewünscht, dass unser Kind in Israel geboren wird!“

Sehnsucht

„Seit meiner Kindheit hatte ich das Gefühl, dass der Ort, an dem ich mich befand, nicht der Platz war, an den ich gehörte“, erzählte Viktoria. „Als ich dann älter wurde, entdeckte ich meine jüdischen Wurzeln. Dadurch bestätigte sich dieses Empfinden.“ 2017 besuchte Viktoria erstmals Verwandte in Israel. „Ich spürte: Hier will ich sein, hierher gehöre ich. Eine neue Ruhe erfüllte mein Herz.“

Vorbereitungen

In Kiew fing Viktoria an, Hebräisch-Kurse sowie jüdische Kulturveranstaltungen zu besuchen. Bald darauf lernte sie Jaroslav, die Liebe ihres Lebens, kennen. Die beiden heirateten und Jaroslav unterstützte Viktorias Wunsch, gemeinsamen im jüdischen Heimatland zu leben. „Unsere Flitterwochen in Israel waren unvergesslich und haben uns motiviert, unser Bestes zu geben, um uns als Familie in Israel ein Leben aufzubauen“, erinnerte sich Jaroslav.

Zukunftspläne

„Wir werden in Israel leben, wir werden arbeiten und wollen unseren Kindern ein gutes Leben ermöglichen“, meinte Jaroslav. Während er mit seinen künstlerischen Fähigkeiten beruflich tätig werden möchte, will Viktoria Sprachen studieren. Inmitten der Pandemie hat diese junge Familie gute, hoffnungsvolle Pläne für ihr Leben in Israel. „Wir sind so glücklich, dass wir hier sind, und wir danken jedem, der uns geholfen hat, unseren Traum und unsere tiefe Herzenssehnsucht zu erfüllen!“

Bitte helfen Sie uns, jüdische Familien wie Viktoria, Jaroslav und ihr Baby nach Israel zu bringen. Der Flug inklusive drei Gepäckstücken kostet 440€ pro Person, die zweiwöchige Quarantäne-Unterbringung mit Vollpension 1.085€ pro Person. Verwendungszweck: "Alijah". Herzlichen Dank!

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Häuslicher Pflegedienst der ICEJ hilft in Corona-Krise

 

 

Seit 1996 leistet das Team des Häuslichen Pflegedienstes der ICEJ, das von unserer Krankenschwester Corrie van Maanen koordiniert wird, vielen älteren russischen Einwanderern in Jerusalem wöchentliche Pflegehilfe und emotionalen Beistand. In der Corona-Krise mussten sie zu Hause bleiben und durften keinen Besuch empfangen. Das fiel ihnen sehr schwer, denn jede Woche warten sie sehnsüchtig auf Corrie. Im Laufe der Jahre hat sie vertrauensvolle Beziehungen zu den betagten Einwanderern aufgebaut. (Foto: ICEJ, Besuch des Häusliche-Pflege-Teams während der Corona-Krise.)

 

Isoliert… Von Beginn der Krise an passte sich Corrie den neuen Gegebenheiten an, half und kümmerte sich um viele Bedürfnisse. Das Gefühl, in ihren Wohnungen „eingesperrt“ zu sein, setzte besonders den Älteren sehr zu. Die meisten von ihnen machten im Zweiten Weltkrieg Leidenserfahrungen. Wenn die Erinnerungen mit voller Wucht zurückkehren, verstärken sie das Gefühl der Verlassenheit. „Die Einsamkeit der Isolation ist schlimmer als die Angst vor Ansteckung“, beschrieb es der 94-jährige Zacharia. „In dieser Situation möchten wir ihnen weiterhin nahe sein“, erklärte Corrie. „Wir wollen uns auch jetzt um ihre Bedürfnisse kümmern.“

…aber nicht alleine. Jedes Jahr vor dem Passahfest beschenkt der Häusliche Pflegedienst einige russisch-jüdische Holocaustüberlebende. Die jüdischen Feste bieten eine besonders gute Gelegenheit, diesen wertvollen Menschen Segen und Trost zu spenden. Auch dieses Jahr packten Corrie und ihr Team schöne Passah-Geschenkkörbe mit Matze-Brot, Tee, Schokolade und anderen Leckereien sowie einer ermutigenden Karte. Beim Lesen sagten viele dankbar: „Wir sind nicht allein.“ Außerdem packten wir weitere Essens- und Versorgungspakete zum Passahfest und brachten sie den betagten Einwanderern, um die Corrie sich kümmert. Sie hält Telefonkontakt mit ihnen, um sie zu ermutigen. Außerdem bringt sie ihnen nach Bedarf Lebensmittel und Medikamente an die Tür.

Treppenhaus-Dienst Corrie nennt es ihren „Treppenhaus-Dienst“, weil sie die Wohnungen nicht betreten kann. Stattdessen sitzt sie oft im Treppenhaus und spricht mit den Bewohnern, die wenige Meter entfernt an ihrer Türschwelle stehen. Als Tanya einmal ihre Tür öffnete, konnte sie es kaum erwarten, mit Corrie zu sprechen. Unter Tränen erzählte sie ihr, dass ihr diese Zeit der Isolation solche Angst einjagte, wieder Hunger leiden zu müssen, wie sie es als kleines Kind während des Kriegs in der Ukraine erlebt hatte. Seit Ausbruch des Virus‘ hat Tanya ihre Enkelkinder nicht mehr gesehen. Ihre Tage sind lang und voller Einsamkeit. Die Besuche der Häuslichen Pflege sind ihr in diesen herausfordernden Tagen zum Anker geworden.

In schwerer Zeit „Wenn ein Sturm wie dieses Virus hereinbricht, sind unsere Besuche und Beziehungen zu diesen Menschen noch bedeutsamer“, bekräftigte Corrie. „Es ist ein besonderer Segen, dass wir ICEJ-Mitarbeiter ihnen in einer Zeit wie dieser Hoffnung geben und ihnen versichern können, dass sich der Gott Israels auch in diesen Tagen treu um sein Volk kümmert.“

Bitte unterstützen Sie unseren Liebesdienst für diese älteren Israelis. Als Verwendungszweck bitte „Häusliche Pflege“ angeben, herzlichen Dank!

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Schutzmaßnahmen im Haifa-Heim

„… um dieser Zeit willen ...“ (Ester 4,14) Anfang März hatten wir während des Purim-Festes gerade diesen Vers aus dem Buch Ester gelesen, als die Corona-Krise Israel erfasste. Die Worte klangen in unserem Geist nach und wir spürten, dass Gott uns tatsächlich um dieser Zeit willen berufen hatte.

Foto: ICEJ, Marleen und Naomi freuen sich über die Lockerung der Schutzvorgaben

Vorbereitet

Bevor es offiziell zur Gesundheitsvorschrift wurde, beschlossen wir, öffentliche Orte zu meiden, darunter Einkaufszentren und Läden, und uns auf unsere Wohnungen und die Arbeit zu beschränken. Kurze Zeit später wurden die hochbetagten Bewohner des Haifa-Heimes angewiesen, ihre Wohnungen nicht mehr zu verlassen. Sie durften auch nicht mehr in den Speisesaal kommen, wo sie normalerweise ihre Mahlzeiten gemeinsam einnehmen. Weil wir uns als Team rechtzeitig entschieden hatten, uns freiwillig zu beschränken, waren wir die einzigen, die von Beginn der Corona-Krise an die tägliche Fürsorge für die 70 Holocaustüberlebenden, die im Haifa-Heim leben, übernehmen konnten.

Bleiben und helfen

Zu unserem ICEJ-Team im Haifa-Heim gehören sieben christliche Mitarbeiter und Helfer. Neben meinem Ehemann Will und mir sind das unsere Altenpflegerin Nathalia Ochs, unsere Physiotherapeutin Debora Wanner und drei junge Deutsche, die ein Jahr lang im Haifa-Heim mithelfen. Als sie von der deutschen Regierung wegen der Bedrohung durch das Coronavirus‘  aufgefordert wurden, nach Hause zu kommen, bestanden sie darauf, zu bleiben, um für die Bewohner da zu sein. „Nach Deutschland zurückzugehen war nie eine Option“, sagte Marleen Degen. „Ich bin hier, um den Holocaustüberlebenden zu helfen, besonders in diesen schwierigen Zeiten.“

Täglich im Einsatz

Jeden Tag setzen wir unsere medizinischen Masken auf und ziehen Handschuhe an. Dann besuchen wir jeden Bewohner. Wir unterhalten uns mit ihnen, bringen die Mahlzeiten, führen Pflegemaßnahmen und physiotherapeutische Übungen durch, nehmen kleine Reparaturarbeiten vor, putzen und kümmern uns um das, was sie brauchen. In dieser Zeit konnten wir zu jedem eine tiefere Vertrauensbeziehung aufbauen und ihnen in Liebe begegnen. Die Gemeinschaft ist viel wertvoller für sie, als wir ahnen. Es ist ein wahres Privileg, ihnen auf diese Weise zu dienen!

Mehrmals die Woche prüfen wir Blutdruck und Temperatur der Bewohner. Dankbar können wir berichten, dass alle diese geliebten Holocaustüberlebenden vor einer Virusansteckung bewahrt geblieben und für ihr Alter bei relativ guter Gesundheit sind. „Die letzten Wochen waren wirklich besonders“, sagte Debora. „Ich bin glücklich, dass ich in dieser außergewöhnlichen Zeit hier sein und ihnen so viel wie möglich helfen kann.“

Passahfest ganz anders

Ein traditionelles Passah-Lied fragt: „Warum unterscheidet sich diese Nacht von allen anderen Nächten?“ Dieses Jahr war die Feier auch deshalb anders, weil ganz Israel den Sederabend in Isolation feierte. Normalerweise ist das Passahfest ein großes Familienfest. Besonders für ältere Israelis war es nicht leicht, dass sie es dieses Jahr ohne ihre Familie verbringen mussten. Normalerweise feiern einige unserer Bewohner mit ihren Kindern und Enkeln, während die anderen sich im Speisesaal zu einem gemeinschaftlichen Sedermahl treffen. Doch dieses Jahr mussten alle in ihren Wohnungen bleiben. Wir ermöglichten ihnen dennoch ein besonderes Fest, indem wir jeden besuchten, Geschenke und ein Festessen brachten und ihre liebsten Passahlieder sangen.

Isolation weckt dunkle Erinnerungen

Für einige Holocaustüberlebende, besonders für diejenigen, die unter Demenz bzw. Alzheimer leiden, bringt die Zeit, die sie alleine in ihren Räumen verbringen, dunkle Erinnerungen zurück. Wenn wir Miriam (98) besuchen, erzählt sie immer von ihrer grausamen Jugend, die sie in Ghettos und Nazilagern verbrachte, darunter Auschwitz. Versuchen wir, das Thema zu wechseln, hat sie Schwierigkeiten, diese dunkle Zeit zu verlassen. Doch ein christliches Paar aus Finnland hatte die Idee, uns eine Therapiepuppe zu schicken. Unsere Helferin Kerstin nutzt sie, um Miriam mit diesem „Baby“ eine Freude zu machen und mit ihr zu lachen.

Schnelle Hilfe

Jeden Tag klopfen wir an die Türen unserer Bewohner, um uns mit ihnen bei einer Tasse Kaffee zu unterhalten, ein paar Übungen zu machen und uns um das zu kümmern, was sie gerade brauchen. An einem Schabbat fanden wir Schlomo (94) mit Wintermütze im Bett. Er fror, weil sein Heizgerät ausgefallen war. Will holte sofort eine Leiter und brachte den Heizer wieder zum Laufen. Nach ein paar Pralinen und einer kleinen Unterhaltung verließen wir Schlomo - wieder warm und glücklich. Ein anderes Mal entdeckte eine Helferin, dass Schlomos Blutdruckmessgerät nicht funktionierte. Es benötigte neue Batterien, die schnell ausgetauscht waren. „Gott hat dich heute geschickt, um mir zu helfen“, sagte Schlomo dankbar.

Liebevoller Putzdienst

Neben anderen Aufgaben übernehmen es unsere Helferinnen Kerstin und Marleen, in den Wohnungen der Überlebenden zu putzen und sich fröhlich mit ihnen zu unterhalten. Selbst Wäsche falten machen Spaß, wenn die Bewohner mithelfen. Der hingebungsvolle Einsatz der christlichen Helferinnen hat bei vielen Holocaustüberlebenden einen tiefen Eindruck hinterlassen. „Vor Corona haben wir jeden Abend Karten gespielt, uns zu Tanz und Gymnastik getroffen. Jetzt müssen wir alleine Zuhause sitzen“, erzählte Naomi (86). „Diese Mädchen kommen mit Mundschutz und Handschuhen herein, sitzen ein paar Schritte entfernt und wir haben gute Gespräche. Sie sagen zu mir: ‚Ich liebe dich wie meine Großmutter.‘“

Noch können wir helfen!

Wir haben nicht mehr viel Zeit. Viele Holocaustüberlebende warten darauf, ein liebevolles Zuhause und eine Gemeinschaft wie im Haifa-Heim zu finden. Von Israels Regierung erhalten wir keine Unterstützung. Unser Heim für bedürftige Holocaustüberlebende ist gänzlich auf Spenden angewiesen. Die Bedrohung durch das Coronavirus macht unsere Arbeit noch herausfordernder. Angesichts der wachsenden Bedürfnisse der älter werdenden Bewohner benötigen wir Ihre Hilfe!

Bitte zeigen Sie den hoch geschätzten Holocaustüberlebenden im Haifa-Heim Ihre Liebe durch Ihre Unterstützung. Als Verwendungszweck bitte „Haifa Heim“ angeben, herzlichen Dank!

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Herausforderung Integration in Israel

Äthiopische Juden in Israel haben es nicht leicht. Häufig werden sie diskriminiert, gelten als ungebildet, bedürftig oder unfähig. Die Medien fördern ein negatives Bild der äthiopischen Gemeinschaft, indem sie oft über deren Probleme wie Armut, Kriminalität und häusliche Gewalt berichten. Als ICEJ ist es uns wichtig, unseren äthiopischen Freunden auch in den Jahren nach ihrer Ankunft in Israel beizustehen, damit ihr Heimatland wirklich zu ihrem Zuhause wird.

Foto: ICEJ, Nicole Yoder überreicht Samaon einen Computer für sein Studium

 

Alles ist anders

Äthiopische Neueinwanderer haben mit geringer Bildung, Sprachproblemen und einem enormen kulturellen Umbruch zu kämpfen. Der Wechsel von einer patriarchischen, von Landwirtschaft geprägten Gesellschaft zum Leben in der modernen Hightech-Nation Israel braucht Zeit. Auch die zweite Generation hat mit Bildungslücken zu kämpfen, die Eltern sind teils Analphabeten und können oft nicht helfen.

Mentoren benötigt

Notwendig sind Unterstützung und Mentoren, die junge äthiopische Israelis ermutigen zu träumen und daran zu glauben, dass sie Erfolg haben können. Wenn Integration gelingen und äthiopische Neueinwanderer sich anderen Israelis ebenbürtig fühlen sollen, müssen sie Zugang zu höherer Bildung erhalten, um qualifiziertere Berufe ergreifen und bessere Gehälter bekommen zu können. Davon ist Roni Akele überzeugt, der Bildungsprogramme für äthiopische Jugendliche anbietet: „Wenn sie wichtigere Positionen einnehmen können, dann wird sich die Lücke langsam schließen.“

Kulturelle Barrieren

Kulturelle Missverständnisse erschweren es äthiopischen Israelis, sich im Wettbewerb um gute Arbeitsplätze durchzusetzen. Der Pädagoge Takele Mekonen, der mit der Operation Mose (1984/85) nach Israel kam, erklärte: „In Äthiopien ordnete man sich der Kultur der Ehre unter. Wir wurden gelehrt, keinen Augenkontakt zu suchen, Gefühle nicht zu zeigen, Worte abzuwägen und wenig zu reden. Hier in Israel ist es anders. Man muss selbstbewusst auftreten, Augenkontakt suchen und viel reden. Man muss authentisch über sich sprechen und an sich glauben, sonst ist ein Vorstellungsgespräch schnell vorbei.“ Ezra Warku, Teilnehmer eines ICEJ-gesponserten Seminars für äthiopische Arbeitnehmer, sagte: „Man senkt den Blick als Zeichen der Ehre und des Respekts. Doch in der israelischen Kultur gilt das als Schwachheit.“

Wie die ICEJ hilft

Um diese und andere Schwierigkeiten abzumildern, fördert die ICEJ-Sozialabteilung Bildungsprogramme für äthiopische Juden. Vor zwei Jahren kamen Samaon (27) und seine Schwester Liquitu (24) mit ihrem im Rollstuhl sitzenden Vater nach Israel. Die ICEJ finanzierte ihre Flüge. Dank der Unterstützung von Christen weltweit können beide an einem intensiven Vorbereitungsseminar für ein Krankenpflege-Studium teilnehmen. Als Direktorin der ICEJ-Sozialabteilung traf ich sie in Beerschewa und übergab ihnen einen Computer für ihr Studium. Überwältigt von der Hilfe sagte Samaon: „Ich möchte euch danken. Würdet ihr uns nicht helfen, wäre unsere Lage sehr schwierig. Dieses Programm ist sehr gut für mich.“ Er betonte, wie wichtig seine Mentoren sind: „Als ich dieses Programm begann, bekam ich Hoffnung. Sie berieten mich und halfen mir, meinen Weg zu finden.“

Bitte helfen Sie uns, äthiopischen Juden nicht nur bei der Einwanderung zu helfen, sondern auch bei der Integration. Durch Bildungsprogramme wollen wir ein gutes Fundament für ihre Zukunft legen, damit sie nicht an den Rand der Gesellschaft abgedrängt werden. Verwendungszweck: „Alijah und Integration“ Vielen Dank!

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ICEJ feiert 30 Jahre Alijah-Flüge

 

Am 26. Mai 2020 durften Mitarbeiter der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem 94 jüdische Neueinwanderer in Tel Aviv begrüßen, die mit einem Charterflug aus Russland in Israel eintrafen. Mit diesem Flug feiert die ICEJ 30 Jahre, in denen sie Alijah-Flüge finanziert hat - seit der erste Flug am 28. Mai 1990 in Israel landete.

 

Foto: ICEJ, Jüdische Neueinwanderer kommen am 28.05.1990 mit dem ersten von der ICEJ gesponserten Flug in Israel an.

 

 

Lasst mein Volk ziehen!

Als die ICEJ 1980 in Jerusalem gegründet wurde, war eine ihrer ersten Initiativen, sich für die Freilassung inhaftierter Juden aus sowjetischen Gefängnissen einzusetzen. Christen organisierten Kundgebungen in Hauptstädten auf der ganzen Welt und forderten: „Lasst mein Volk ziehen!“ Als im Oktober 1989 der Eiserne Vorhang fiel und die Juden die Sowjetunion endlich verlassen durften, war es selbstverständlich, dass die ICEJ dabei helfen würde, sie nach Israel heimzubringen.

 Einige der ersten Leiter der ICEJ, wie z.B. die Direktorin der finnischen Zweigstelle, Dr. Ulla Järvilehto, unterstützten bereits in den 1970er und 80er Jahren christliche Bemühungen, den einzelnen Juden, die aus dem Ostblock fliehen konnten, in Aufnahmezentren in Budapest und Wien zu helfen. Als der Sowjetkommunismus zusammenbrach, öffnete sich die Möglichkeit, russischsprachige Juden in großen Scharen per Flugzeug direkt nach Israel zu bringen.

Der erste Alijah-Flug der ICEJ

Die ICEJ-Deutschland nahm Kontakt mit der Jewish Agency auf und bot an, einen Flug für Sowjetjuden mitzufinanzieren. Kurz darauf erklärte sich die ICEJ-Finnland bereit, die andere Hälfte der Kosten zu tragen. Am 28. Mai 1990 – genau vor 30 Jahren – landete ein von der ICEJ finanzierter Charterflug mit hunderten russischen Juden auf dem Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv. Dies war der erste Alijah-Flug, der vollständig von Christen gesponsert wurde – ein Meilenstein in der Geschichte der ICEJ.

Eine Delegation der ICEJ wartete gespannt auf dem Rollfeld darauf, diese aus dem Exil zurückkehrenden Juden in ihrem neuen Zuhause begrüßen zu dürfen. Dieses Ereignis war die Erfüllung der biblischen Prophetie, dass das jüdische Volk eines Tages aus dem „Norden” ins Land Israel zurückkehren würde und dass die Nationen sie dabei unterstützen würden (vgl. u.a. Jesaja 43,6; 49,22-23; 60,4-16; Jeremia 31,8).

Jubiläum auf dem Rollfeld

Zu Beginn dieses Jahres planten wir, auf die Woche genau ein Flugzeug mit russischen Juden nach Israel zu bringen, um das 30-jährige Jubiläum des ersten Alijah-Flugs zu feiern. Dann jedoch brach die Covid-19-Pandemie aus und weltweit wurden Reisebeschränkungen verhängt. Es schien, als sei die Alijah zum Erliegen gekommen. Doch zu jedermanns Überraschung nahm das Interesse an Alijah zu. Israelische Beamte und Mitarbeiter der Jewish Agency fanden kreative Lösungen, um die Tür für heimkehrende Juden auch in dieser Zeit offenzuhalten.

Mit dem Flug am 26. Mai 2020 kamen Juden aus verschiedenen ehemaligen Sowjetrepubliken. Viele mussten zuvor Zubringerflüge nehmen oder große Entfernungen mit dem Auto oder Zug zurücklegen – und auch hierbei half die ICEJ. Da Alijah bedeutet, dauerhaft in ein neues Land umzuziehen, übernahm die ICEJ auch die Kosten für zusätzliche Gepäckstücke. Und da bei der Einreise nach Israel weiterhin strenge Gesundheitsregeln gelten, übernimmt die ICEJ auch die Kosten für die Unterbringung während der obligatorischen zweiwöchigen Quarantäne.

Bewegende Lebensgeschichten

Viele dieser jüdischen Olim (Neueinwanderer) können bewegende Geschichten darüber erzählen, wie sie ihr Lebensweg nach Israel führte. So wurden zwei jungen Schwestern, die während der bürgerkriegsähnlichen Zustände Anfang der 1990er Jahre aus Georgien flohen, inmitten des Chaos und der Eile getrennt. Sie sahen sich nie wieder und dachten beide, die jeweils andere sei tot. Letztes Jahr nahm der Sohn der einen Schwester die Suche nach seiner Tante auf. Mithilfe der sozialen Medien fand er heraus, dass sie wohlbehalten in Ariel (Samaria) lebte. Er saß in dem Flug, der diese Woche in Israel landete, seine Mutter wird bald nachkommen – in Israel werden dann alle nach fast dreißig Jahren wiedervereint sein.

Alijah-Einsatz der ICEJ

Einschließlich des Flugs Ende Mai hat die ICEJ nun die Flugkosten für 855 jüdische Neueinwanderer, die in den letzten drei Monaten während der Corona-Krise nach Israel kamen, finanziert. Seit dem ersten Alijah-Flug im Mai 1990 hat die ICEJ mehr als 300 weitere Flüge für Juden, die nach Israel heimkommen, gesponsert. Im Laufe der letzten 40 Jahre hat die ICEJ nun rund 160.000 Juden unterstützt, die Heimreise nach Israel zu machen – neben der Übernahme von Flugkosten auch durch Hilfe bei der Anreise zum Flughafen, Förderungsmittel für bedürftige Familien, Hebräisch-Unterricht, Alijah-Seminare, Messen und Jugendcamps und so vieles mehr.


Noch viele weitere Juden warten darauf, nach Israel heimzukehren. Das Interesse an Alijah nimmt zu – trotz oder in vielen Fällen gerade wegen Corona. Bitte helfen Sie uns, die Alijah-Arbeit fortzusetzen! Als Verwendungszweck bitte „Alijah“ angeben, herzlichen Dank.

 

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Antisemitismus nimmt zu

75 Jahre nach dem Holocaust fühlen sich Juden in Deutschland nicht mehr sicher. Viele sehen sich angesichts des zunehmenden Antisemitismus allein gelassen und einige denken bereits über Auswanderung nach – Tendenz steigend. Medienberichten zufolge ist dies auf die empfundene Tatenlosigkeit von Politik und Gesellschaft zurückzuführen. So folgten auf antisemitische Vorfälle, wie z.B. den versuchten, jedoch gescheiterten Massenmord in der Synagoge in Halle (Saale) am Jom Kippur 2019, Verurteilungen und Beschwichtigungen, jedoch kein entschiedenes und vor allem wirkungsvolles Handeln.

Foto: Unsplash, Symbolbild

Die Lage in Europa

Auch in anderen europäischen Ländern fragt sich eine wachsende Zahl von Juden, ob sie in ihrem Land noch willkommen sind. Seit 2015 erschütterten zahllose Antisemitismus-Skandale die britische Labour-Partei. Immer wieder werden Juden in Frankreich Opfer antisemitisch motivierter Gewalttaten. Der Umgang von Politik, Medien und Justiz im Fall der 2017 ermordeten 65-jährigen Sarah Halimi sorgt bis heute für Kontroversen. Ein Berufungsgericht in Paris urteilte im Dezember 2019, der islamistische Attentäter habe zwar aus antisemitischen Motiven gehandelt, sei jedoch zum Tatzeitpunkt unzurechnungsfähig gewesen, da er Marihuana konsumiert hatte.

Beim Karnevalsumzug in Aalst (Belgien) im Februar 2020 sorgten antisemitische Darstellungen für weltweite Empörung. So wurden u.a. orthodoxe Juden als Insekten dargestellt. Bereits im Vorjahr forderten zahlreiche Kritiker ein Verbot antisemitischer Darstellungen, nachdem verstörende antisemitische Klischees bedient worden waren. Ein Verbot ist jedoch nicht in Sicht.

Zunehmender Antisemitismus in den USA

In den USA nimmt der Antisemitismus ebenfalls zu. In New York City, wo gut1,1 Millionen Juden leben, machten 2019 antisemitische Straftaten über die Hälfte aller Hassdelikte aus. Im Dezember starben bei einem antisemitischen Anschlag in Jersey City drei Menschen. Während einer Chanukka-Feier in Brooklyn verletzte ein Attentäter fünf Menschen mit einer Machete, einen von ihnen tödlich. „Es ist nicht mehr sicher, sich im Staat New York als orthodoxer Jude zu erkennen zu geben“, warnen jüdische Lokalpolitiker.

Digitale antisemitische Übergriffe

Auch in der Corona-Krise bleiben jüdische Organisationen, Schulen und Synagogen nicht von antisemitischen Übergriffen verschont. So störten Antisemiten am 20. April eine Videokonferenz der israelischen Botschaft in Berlin anlässlich des israelischen Holocaustgedenktages Jom HaSchoah, indem sie u.a. nationalsozialistische und pornografische Bilder zeigten und antisemitische und antiisraelische Slogans skandierten. Auch in anderen Ländern, wie den USA, Großbritannien und Argentinien ereigneten sich dutzende Angriffe auf Onlineveranstaltungen.

Steigende antisemitische Gewalt

In einem am 20. April 2020 veröffentlichten Bericht weist das Kantor-Zentrum der Universität Tel Aviv auf einen weltweiten Anstieg antisemitischer Gewalt um 18% im Vergleich zum Vorjahr hin. 122 der 456 bekannten Fälle ereigneten sich in Großbritannien, 111 in den USA. Deutschland und Frankreich verzeichneten jeweils 41, Australien 33 Gewaltakte. 37% der Handlungen richteten sich gegen Personen.

Verschwörungstheorien zu Covid-19

Dr. Mosche Kantor, Vorsitzender des European Jewish Congress(EJC), berichtete von einem erheblichen Anstieg antisemitischer Verschwörungstheorien seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie. Es handle sich um „Anschuldigungen, dass Juden hinter der Ausbreitung des Virus stünden oder direkt davon profitierten.“ Die Anschuldigungen seien eindeutig ein „Wiederaufleben mittelalterlicher Ritualmordlegenden.“

Zunehmende Wissenslücken, erschreckende Ansichten

Auch beim Holocaustgedenken gibt es besorgniserregende Entwicklungen. In Studien, die die Jewish Claims Conference (JCC) in den letzten zwei Jahren in Frankreich, Österreich, Kanada und den USA durchgeführt hatte, wussten über 50% der Befragten nicht, wie viele Juden im Holocaust ermordet wurden. Bei jungen Leuten lag der Anteil höher. Zudem waren 20% der französischen Millennials der Meinung, antisemitische Ansichten zu hegen sei akzeptabel.

In einer im Dezember und Januar in 16 europäischen Ländern durchgeführten Studie der Action and Protection League Europe (APLE) gab jeder fünfte Befragte an, dass eine „jüdische Verschwörung“ die Welt beherrsche. Außerdem stimmte ein Fünftel der Aussage zu, Juden würden den Holocaust für andere Zwecke ausnutzen.

Dem Antisemitismus entgegenwirken

Insbesondere nach dem Grauen des Holocaust sind dies erschreckende Entwicklungen in unserer Zeit, denen wir entgegenwirken müssen. Helfen Sie mit, unsere einzigartige christlich-jüdische Partnerschaft mit der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem zu fördern, um die Erinnerung an die Opfer und Überlebenden des Holocaust aufrecht zu erhalten und aktiv gegen den weltweit wachsenden Antisemitismus vorzugehen.

Bitte helfen Sie, würdiges Gedenken, Holocaust-Studien und den Kampf gegen Antisemitismus zu unterstützen. Als Verwendungszweck bitte „Yad Vashem“ angeben, herzlichen Dank!

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An vorderster Front im Kampf gegen Antisemitismus

Lesen hier eine aktuelle Meldung zu unserer christlich-jüdischen Partnerschaft mit der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem.


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Alijah trotz Corona-Krise und Reisebeschränkungen

Obwohl in den vergangenen Monaten aufgrund des Coronavirus' weltweit Reisebeschränkungen verhängt wurden, hat die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem dieses Frühjahr bereits 580 jüdischen Neueinwanderern geholfen, Alijah (Einwanderung nach Israel) zu machen.

Foto: Jewish Agency, Jüdische Familie aus Weißrussland vor dem Abflug nach Israel, Frühjahr 2020

Alijah aus Russland

Anfang Februar beschlossen etliche Länder Einreisestopps, die den internationalen Reiseverkehr stark beeinträchtigten. Doch auch als überall Flugzeuge am Boden blieben, gelang es der Christlichen Botschaft, insgesamt 450 russisch-jüdische Neueinwanderer mit Flügen aus verschiedenen Gebieten der ehemaligen Sowjetrepublik nach Israel zu bringen. Wegen der Bedrohung durch COVID-19 wurden sie sofort zwei Wochen in Quarantäne geschickt. Ein Flug aus St. Petersburg mit 26 russisch-jüdischen Neueinwanderern (Olim) an Bord kennzeichnete am 22. März den 30. Jahrestag der Unterstützung der Alijah aus der ehemaligen Sowjetunion durch die ICEJ.

Äthiopische Neueinwanderer

Zwei Tage später landeten 72 äthiopische Juden aus Addis Abeba in Israel, deren Flüge die ICEJ gesponsert hatte. Sie wurden in ein Integrationszentrum im Kibbuz Beit Alfa gebracht und kamen ebenfalls für 14 Tage in Quarantäne. Außerdem verteilte die ICEJ zum Passahfest Anfang April Geschenkkörbe mit Essen, Spielen, Lernmaterialien und anderen Gaben an sie und viele andere kürzlich eingewanderte äthiopisch-jüdische Familien, um ihr erschwertes Einleben während der Passah-Feiertage zu unterstützen. Zusammen mit einer weiteren Gruppe äthiopischer Neueinwanderer, die bereits im Februar in Israel angekommen war, hat die ICEJ bisher insgesamt 115 äthiopischen Juden während der Corona-Krise dabei geholfen, Alijah zu machen.

Gute Nachricht: Heimkehr nach Israel

„Trotz der vielen schlechten Meldungen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt es auch gute Nachrichten: Juden kommen immer noch nach Hause, nach Israel“, sagte ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler. „Es war großartig, die starke Sehnsucht dieser jüdischen Familien zu erleben, nach Israel zu kommen. Viele verlegten ihre Alijah-Pläne sogar vor, trotz der verordneten zweiwöchigen Quarantäne. Es ist unser Privileg und unsere Berufung, ihnen und ganz Israel dabei zu helfen, durch diese schwierige Zeit hindurchzukommen.“

Hilfe für Neueinwanderer

Die ICEJ hat während der Passah-Feiertage auch dutzenden weiteren kürzlich eingewanderten Familien Unterstützung in Form von Lebensmittelgutscheinen und anderen wichtigen Hilfeleistungen zukommen lassen. Sie wohnen derzeit isoliert in Einrichtungen der Jewish Agency. Normalerweise besuchen sie Hebräisch-Kurse (Ulpanim) und gemeinsame Veranstaltungen, darunter auch Tagesangebote für Kinder. Doch da sie sich nicht in großen Gruppen treffen durften, kauften wir den Kindern Spiele, Bastelmaterial und Spielzeug und finanzierten auch Aktionen, die in kleinen Gruppen möglich waren.

Die ICEJ reagierte auch auf dringende Hilferufe von einigen chinesischen und lateinamerikanischen jüdischen Familien sowie Angehörigen der Bnei Menasche (indische Juden), die im Laufe des vergangenen Jahres nach Israel gekommen waren. Sie litten unter Entlassungen und anderen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. Mit Finanzhilfen und Lebensmittelgutscheinen konnten wir diejenigen unterstützen, die arbeitslos geworden waren und vor dem Passahfest dringend Hilfe benötigten.

Fortsetzung der Alijah erwartet

Israel hofft, die Einreiseverbote und Ausgangsbeschränkungen bald schrittweise lockern zu können. Die Alijah wird vermutlich innerhalb der nächsten Monate rasch wieder aufgenommen werden. Zunächst will sich die ICEJ für die Fortsetzung der äthiopischen Alijah einsetzen. 150 weitere äthiopische Juden haben bereits eine Einreisegenehmigung erhalten und warten auf ihre Heimreise nach Israel.

Zudem gibt es viele weitere einreisebereite Alijah-Bewerber aus Russland, wo die Wirtschaft durch den Absturz des Rubels, die Bedrohung durch das Coronavirus und dem steilen Einbruch des Rohölpreises auf dem Weltmarkt ins Stocken geraten ist. Ende April hüllten riesige Waldbrände nahe Tschernobyl Kiew in eine Rauchwolke. Der Sommer ist normalerweise Hochsaison für die Einwanderung jüdischer Familien nach Israel, da die Kinder so im Herbst das neue Schuljahr im Land beginnen können. Doch die Situation vieler jüdischer Familien in Russland, der Ukraine und in Weißrussland hat sich zugespitzt, sodass sie um eine Vorverlegung ihrer Reisepläne bitten, um so bald wie möglich nach Israel kommen zu können.

 

Bitte helfen Sie uns, jüdischen Neueinwanderern die Heimreise nach Israel zu ermöglichen, und unterstützen Sie die Alijah-Arbeit der ICEJ mit Ihrer Gabe! Als Verwendungszweck bitte „Alijah“ angeben, herzlichen Dank!

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Jom HaSchoah in Israel

Der Jom HaSchoah, der israelische Holocaustgedenktag, wird nach dem jüdischen Kalender jedes Jahr am 27. Tag des Monats Nisan begangen. Dieses Jahr fiel der Gedenktag auf den 21. April. Die ICEJ nutzte Videoübertragung, um trotz der Anti-Corona-Maßnahmen der Opfer und Überlebenden des Holocaust zu gedenken.

Foto: ICEJ, Shalom Stamberg und Miriam Linial nach dem Entzünden der Gedenkflamme

 

Zwei Minuten gegen das Vergessen

Am Jom HaSchoah ertönen in Israel um 10 Uhr Ortszeit zwei Minuten lang Gedenksirenen. Das ganze Land kommt zum Stillstand. Die ICEJ-Deutschland ermöglichte es rund 800 Israelfreunden, per Livestream aus Jerusalem an den Gedenkminuten teilzunehmen, ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen und ihre Solidarität mit Israel und dem jüdischen Volk auszudrücken. „Die Bibel zeigt uns, dass Gott dem jüdischen Volk immer wieder den wichtigen Auftrag gegeben hat, sich zu erinnern. Das gilt auch für uns Christen“, erklärte Gottfried Bühler, Leiter der ICEJ-Deutschland. „Es ist gut, dass Sie heute dabei sind. Wir senden von Deutschland aus ein wichtiges Signal der Erinnerung. Viele fordern, dass man die Geschichtsbücher zuklappen sollte. Wir tun es nicht, wir erinnern uns an diesem wichtigen Tag, am Jom HaSchoah.“ Im Anschluss fand eine Videokonferenz der ICEJ-Hauptstelle in Jerusalem statt, zu der tausende Teilnehmer aus aller Welt zugeschaltet waren. Der Holocaustüberlebende Daniel Gold erzählte seine Geschichte. Sprecher waren unter anderem ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler, Shaya Ben Yehuda, Direktor für Internationale Beziehungen von Yad Vashem, und Sari Granitza, Direktorin der Christlichen Freunde Yad Vashems.
 

Gedenken im Haifa-Heim

Im Haifa-Heim der ICEJ für Holocaustüberlebende gedachten die Heimbewohner ihrer ermordeten Familienmitglieder. „Der Holocaustgedenktag ist immer ein sehr schwerer Tag für sie“, erklärte Yudit Setz, ICEJ-Koordinatorin für das Haifa-Heim. „Wie jeden Tag seit Beginn der Corona-Krise hat unser ICEJ-Team auch heute jeden einzelnen besucht. Wir haben ermutigt und geholfen.“ Unter Einhaltung der Abstandsregeln fand auch dieses Jahr eine Gedenkzeremonie statt - allerdings mit nur wenigen Teilnehmern. Die Auschwitz-Überlebenden Schalom Stamberg (95) und Miriam Linial (98) entzündeten die Gedenkflamme. Anschließend wurde das bewegende Gebet für die Gefallenen, „El Male Rachamim“ (Gott voller Erbarmen), gesungen und der 94jährige Schlomo Schertzer rezitierte das Kaddisch-Gebet im Gedenken an die Gestorbenen. Yudit wandte sich an die Holocaustüberlebenden: „Ich grüße euch herzlich im Namen tausender Christen, die in dieser schweren Zeit an euch denken und für euch beten. Ihr habt mich gelehrt, nie aufzugeben, ganz gleich wie schwierig die Umstände sind, und zu lieben statt zu hassen.“ Yudit betonte, dass die ICEJ der nächsten Generation vom Holocaust berichte, die Erinnerung wachhalte und mit Entschlossenheit gegen den wachsenden Antisemitismus vorgehe. „Wir wollen dafür sorgen, dass die hochbetagten Holocaustüberlebenden in Würde, Respekt und Liebe leben können. Wenn wir als Juden und Christen zusammenarbeiten, werden wir mit Gottes Hilfe, der treu zu seinen Verheißungen für sein Volk steht, erfolgreich sein“, schloss sie.

Bitte helfen Sie uns, den betagten Haifa-Heim-Bewohnern weiterhin ein liebevolles Zuhause zu bieten. Als Verwendungszweck bitte „Haifa-Heim“ angeben, herzlichen Dank!

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Anteilnahme und Freundschaft in Auschwitz-Birkenau

Jedes Jahr zum israelischen Holocaustgedenktag, dem Jom HaSchoah, nehmen tausende Menschen aus der ganzen Welt, darunter viele jüdische Jugendliche, am March of the Living („Marsch der Lebenden“) teil. Dieser führt vom KZ Auschwitz zum Vernichtungslager Birkenau. Wegen der Coronakrise wird der Marsch am diesjährigen Jom HaSchoah, der auf den 21. April fällt, nicht stattfinden. Aus diesem Grund möchten wir als ICEJ Deutschland dem jüdischen Volk und Israel auf andere Weise unsere Solidarität ausdrücken: am Dienstag, 21. April, um 8.55 Uhr werden wir per Livestream an den Schweigeminuten zum Jom HaSchoah in Israel teilnehmen. Seien auch Sie mit dabei! Weitere Informationen finden sie hier.

Im Nachfolgenden ein Bericht vom March of the Living 2016.

Es ist keine leichte Reise. Am israelischen Holocaustgedenktag nach Auschwitz-Birkenau zu fahren, um mit tausenden jüdischen Jugendlichen aus aller Welt und Holocaustüberlebenden am March of the Living (MOL) teilzunehmen, geht an die Substanz. Dieses Jahr ist es nur eine kleine Gruppe, die sich mit den ICEJ-Mitarbeitern Stephan Lehnert und Birte Scholz auf den Weg nach Polen macht. Doch viele der 23 Teilnehmer sind froh, das Todeslager gemeinsam mit anderen Christen besuchen zu können. „Dass Christen dem jüdischen Volk zur Seite stehen ist mir sehr wichtig. Wir haben die Verpflichtung, etwas zu unternehmen. Es besteht die Gefahr, dass der Holocaust in Vergessenheit gerät und quasi als Geschichte abgetan wird“, erklärt Lewis Leschinski. Auch Guido und Vera Koch ist es wichtig, sich zum jüdischen Volk und zu Israel zu stellen. „Wir wollen unsere Anteilnahme an diesem schmerzlichen Tag zeigen, dass sie nicht allein gelassen sind, sondern dass wir uns als Deutsche dazustellen“, erklärt Vera.

Wiedersehen am Ort des Todes

ICEJ-Mitarbeiterin Rose Hinderer hat einen ganz persönlichen Grund, erneut mit zum MOL zu fahren. „Letztes Jahr habe ich hier die Holocaustüberlebende Eva Perlman aus den USA kennengelernt. Über weiteren E-Mail-Kontakt hat sich eine Freundschaft entwickelt und nun möchten wir uns noch einmal begegnen“, hofft Rose. Und ihr Wunsch geht in Erfüllung. Die Freude auf beiden Seiten ist groß, als Eva und Rose sich am Ort des Todes, an dem ihre Freundschaft begann, in die Arme schließen. Eva bittet Rose, die in eine große Deutschlandfahne gehüllt ist, in vorderster Reihe ihrer amerikanischen Gruppe mitzulaufen. „Ich habe es als Ehre empfunden und als Versöhnungswerk, dass Eva meine Hand ergriffen hat und wir so gemeinsam, Hand in Hand, nach Birkenau gelaufen sind“, erzählt Rose. „Ich habe den vielen amerikanischen jungen Leuten von der ICEJ und ihrem Leitvers „Tröstet, tröstet mein Volk“ aus Jesaja 40,1 erzählt und dass es in Deutschland viele Christen gibt, die diesem Motto folgen. Wir sind als Gruppe da, um die Geschichte nicht zu vergessen, sagte ich, und aus Solidarität. Wir stellen uns zu Israel und lieben die Juden von Herzen. Sie waren ganz erstaunt darüber, und es war wirklich bewegend.“

Tränen und Hoffnung

Manuela Hammer ist zum ersten Mal in Auschwitz. „Für mich war das sehr emotional“, sagt sie. „Es ist wichtig, nicht zu vergessen, was dem jüdischen Volk durch unser Volk angetan wurde. Ich habe an diesem Tag im Stillen Anteilnahme zum Ausdruck gebracht, indem ich mitgegangen bin durch diesen Ort und der Menschen gedacht habe, die hier so Schreckliches erlebt haben.“ Kostbar geworden ist Manuela eine persönliche Begegnung mit einer Holocaust-Überlebenden, der sie von Herz zu Herz ausdrücken konnte, wie sehr ihr alles leidtut. „Es ist wichtig, wachsam zu sein für die Gegenwart und an der Seite Israels zu stehen“, betont Manuela. Oliver und Birgit Keil hatten ebenfalls heilsame Begegnungen mit jüdischen Marschteilnehmern. „Ein Mädchen sagte: `Ich freue mich, dass ihr hergekommen seid´ und hat mich umarmt“, erzählt Birgit. „Da habe ich Versöhnung und Befreiung gespürt. Ich hatte mich immer schuldig gefühlt angesichts der deutschen Grausamkeiten.“ Auch Ingrid Reiner spürt, dass eine Last von ihr genommen wird, als ein mexikanischer Jude sie tröstet und Vergebung ausspricht.

„Ich bin froh, dass ich mitgefahren bin“, erklärt Klaus Schröder. „Als Deutscher habe ich mich in Auschwitz sehr unwohl gefühlt und dennoch war es positiv, dort tausende junge Menschen zu sehen. In diesem Spannungsfeld habe ich das Ganze erlebt.“ Jörg und Christine Stooß ergeht es ähnlich. „Ich fand es unheimlich schwer, mit der deutschen Flagge dort zu laufen“, erinnert sich Christine. „Dann kam ein amerikanischer Jude und wollte die deutsche Fahne halten. Er ist mit uns auf der Rampe gegangen.“

Schockierende Größe Birkenaus

Viele Reiseteilnehmer sind geschockt von den riesigen Dimensionen des Lagers Birkenau. „Bevor ich dort hingekommen bin, war mir nicht bewusst, dass es so groß ist. Was an Organisation hinter dieser Maschinerie stecken musste, hat mich erschreckt“, sagt Martina Baur. Dennoch ist sie beeindruckt von den vielen jungen Juden. „Dass sie gar keinen Groll, Schuldzuweisung oder Ablehnung zeigten, hat mich freudig gestimmt. Die jungen Menschen vergessen nicht, aber der Widersacher hat nicht gesiegt, die Juden, das Volk Gottes, ist immer noch da.“

Sieg des Lebens

„Ich habe empfunden, dass viel Schmerz in den jungen Leuten steckt, aber auch gesehen, wie sie sich in der Gruppe gegenseitig unterstützten“ erklärt Ingrid. „Jugendliche haben sich auf den Gleisen umarmt und geweint. Das waren sehr persönliche Einblicke“, ergänzt Jörg. Ernst und Erika Meyer sind berührt von den jungen Leuten, die kleine Brettchen mit den Namen ihrer Großeltern, die sie nie kennenlernen konnten, zwischen die Bahngleise stecken. „Die Größe von Birkenau ist unvorstellbar“, ist auch Michaela Chichere betroffen. „Aber unausgesprochen war die Botschaft: Wir sind da, sehr lebendig stehen wir hier als Juden, das Leben hat über den Tod gesiegt.“


Zum Livestream am Jom HaSchoah 2020 (21. April, 8.55 Uhr)

Ermutigende Nachrichten in Zeiten der Krise

Juden und Christen lesen gemeinsam die Psalmen

Inmitten der weltweiten Coronakrise gibt es viele ermutigende Initiativen des gemeinsamen Gebets. Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem und die Organisation „The Jerusalem Summit“ haben Ende März erstmals das Online-Treffen „Calling to God together“ (Gemeinsam Gott anrufen) per Video-Konferenz initiiert. Seitdem lesen Juden und Christen weltweit jeden Donnerstag (15.00-16.00 Uhr deutscher Zeit) gemeinsam die Psalmen, um Gott zu bitten, gnädig zu sein und der globalen Corona-Krise ein Ende zu bereiten. Jüdische und christliche Leiter aus Israel und aller Welt beten im Wechsel einen Psalm auf Hebräisch und in vielen anderen Sprachen. „Das jüdische Volk hat der Welt das am meisten genutzte Gebetsbuch weltweit gegeben, die Psalmen“, erklärte Dr. Jürgen Bühler, ICEJ-Präsident in Jerusalem. „Auch Christen schätzen ihre Schönheit, Kraft und ihren Trost.“ Es war wunderbar, Juden aus Israel Psalmen an verschiedenen Orten lesen zu hören, darunter in Schilo und Kirjat Arba bei Hebron, wo einige der Texte verfasst wurden. Auch die Lesungen aus aller Welt sowie von arabischen Christen waren stark. Besonders bewegend war es, als Toni Rozzini, Direktor der ICEJ-Italien aus der besonders betroffenen Lombardei, Psalm 16 las. Auch jüdische Teilnehmer zeigten sich bewegt von der gemeinsamen Initiative. „Wir haben Gänsehaut bekommen, als wir hörten, wie unsere eigenen Psalmen in verschiedenen Sprachen gelesen wurden“, sagte ein jüdischer Teilnehmer. Ein anderer erklärte: „Ich spürte den Ruach HaKodesch (Heiligen Geist) in diesem Treffen.“

Die Initiative hat inzwischen die israelischen Medien erreicht. Lesen Sie hier einen Bericht von BreakingIsraelNews (auf Englisch).

Jesaja-62-Gebet: Vom Wohnzimmer ins Online-Gebet

Am 1. April haben Beter aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz von Zuhause aus an der ersten Zoom-Videokonferenzschaltung des Jesaja-62-Gebets teilgenommen. Die Beter standen für Israel, Deutschland und die ganze Welt in der aktuellen Corona-Krisensituation ein und baten Gott um Erbarmen sowie sein mächtiges Eingreifen. Auch für die jüngsten Entwicklungen in Israels Regierungsbildung wurde gebetet. Viele Beter empfanden das Online-Treffen als sehr ermutigend. Das ICEJ-Team freute sich über viele positive Rückmeldungen im Gruppenchat. Eine Beterin schrieb: „Das war echt klasse heute. Ich bin hier alleine und es war echt toll, mit euch vereint zu sein.“ Ein anderer Teilnehmer meinte:„Was für ein schönes Gebetstreffen, liebe ‚Familie‘ des Herrn Jeschua.“

Bis auf weiteres findet das Jesaja-62-Gebet der ICEJ jeden Mittwoch um 19.30 Uhr per Zoom-Videokonferenz statt. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind! Nähere Infos zur Teilnahme: www.Jesaja62.icej.de

 

Von ICEJ gespendete Löschfahrzeuge im Einsatz gegen Corona

Im Frühjahr 2018 begannen palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen, mit Brandsätzen bestückte Drachen und Ballons über die Grenze in südisraelische Ortschaften fliegen zu lassen. Die ICEJ finanzierte Löschanhänger und geländegängige Löschfahrzeuge, um bei der Bekämpfung der so verursachten Terrorbrände zu helfen. Diese Löschwagen wurden nun umfunktioniert, um mit Hilfe ihrer Hochdruckstrahler öffentliche Plätze wie diesen Kinderspielplatz zu reinigen und zu desinfizieren.

 

Vom Tod zum Leben - arabischer Corona-Patient geheilt

Israels erster schwer erkrankter Covid-19-Patient, ein arabischer Busfahrer aus Ostjerusalem, ist Ende März gesund aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 38-Jährige kam Anfang März mit hohem Fieber und Atemnot in ein Krankenhaus in Galiläa. Als sich sein Zustand dramatisch verschlechterte, musste er künstlich beatmet werden. Vermutlich hatte er sich angesteckt, als er eine griechische Reisegruppe, die später positiv auf das Virus getestet wurde, durch das Land fuhr. Das Krankenhaus bestätigte, ihn mit einem Ebola-Medikament behandelt zu haben. „Es war der schwerste Monat meines Lebens“, sagte der 38-Jährige nach seiner Entlassung und bedankte sich bei den israelischen Ärzten. „Dank Ihrer Hilfe bin ich heute wieder auf den Beinen. Ich schätze Ihre Hilfe sehr und fühle mich wie neugeboren“, erklärte er und fügte hinzu, er freue sich sehr auf das Wiedersehen mit seiner Frau und seinen drei kleinen Kindern.

 

Arabische Christen aus Nazareth segnen Israelis zum Passahfest

Die arabisch-christliche Gemeinde „Home of Jesus the King“ in Nazareth/Israel hat kurz vor dem Passahfest gezeigt, wie christliche Nächstenliebe inmitten der Corona-Krise aussehen kann. „Wir haben 150 Flaschen koscheren Wein und jeweils 150 Pakete Mazze-Brot und Klopapier besorgt und haben sie zu unseren jüdischen Nachbarn in Nazareth-Illit gebracht, um bedürftige jüdische Familien in der Stadt zum Passahfest besonders zu segnen“, erzählte Pastor Saleem Shalash. „Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Nazareth-Illit freuten sich sehr und zeigten sich dankbar und gerührt, dass wir zum Passahfest an sie gedacht haben.“

 

Schutzkleidung für Israel

GAZA - Zahlreiche Bekleidungsproduzenten in den Palästinensergebietenhaben ihre Produktion auf die Herstellung von Masken und Schutzkleidung umgestellt, darunter auch das im Gazastreifen ansässige Unternehmen Unipal 2000. Es stellt seit Jahrzehnten Kleidung überwiegend für den israelischen Markt her. Als sich Anfang März der Einbruch der Nachfrage durch den Einzelhandel in der Corona-Krise abzeichnete, stellte Fabrikbesitzer Nabil Bawab die Produktion auf die Anfertigung von Mundschutzmasken und Schutzanzügen um. „Wir versorgen so weiterhin hunderte Familien in Gaza und helfen der Öffentlichkeit mit dem Nachschub von Masken und Schutzanzügen“, erklärte er. Bis Ende April will das Unternehmen eine Million Masken und 50.000 Schutzanzüge allein für israelische Abnehmer produzieren.

CHINA – Aus China erhielt Israel Anfang April umfangreiche Lieferungen von Schutzkleidung,Masken und wichtiger medizinischer Ausrüstung - größtenteils gespendet von chinesischen Privatpersonen, aber auch von Städten. „In China gibt es kaum Antisemitismus, aber viel Bewunderung für Israel und die Juden“, erklärte Yossi Ben Shitrit vom israelischen Konsulat in Shanghai, das von Spenden überflutet wurde. Israel hatte China beigestanden, als die Corona-Krise dort am schlimmsten war.


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