Special Reports

40 Jahre Alijah-Projekte

Beim Laubhüttenfest 2019 feierte die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) einen Meilenstein der Alijah-Arbeit: Seit ihrer Gründung im September 1980 bis heute hat die ICEJ mehr als 150.000 Juden aus aller Welt geholfen, Alijah zu machen (nach Israel einzuwandern). Das sind fast 10 Prozent aller Juden, die sich in den letzten vier Jahrzehnten entschieden haben, nach Israel zu gehen.

Foto: ICEJ, Jüdische Neueinwanderer am Flughafen in Tel Aviv.

 

Heimkehr aus aller Welt

Dem israelischen Statistikbüro zufolge sind seit der Staatsgründung bisher über drei Millionen Juden ins Land Israel zurückgekehrt. Knapp 1,6 Millionen Juden entschieden sich in den letzten 40 Jahren für Israel als ihr Heimatland. Sie kommen aus dem Norden, Süden, Osten und Westen – z.B. aus Russland, Äthiopien, Indien und Frankreich – nach Israel zurück, in wortwörtlicher Erfüllung der biblischen Verheißung: „Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln, ich will sagen zum Norden: Gib her!, und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom Ende der Erde.(Jesaja 43,5-6). Nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ vor 30 Jahren und dem Zusammenbruch der Sowjetunion wanderten beispielsweise mehr als eine Million russischsprachiger Juden in einer gewaltigen Alijah-Welle nach Israel ein.

 

Wie die ICEJ hilft

Die ICEJ hat sich auf vielfältige Weise daran beteiligt, die Juden bei ihrer historischen Rückkehr ins Land ihrer Väter zu unterstützen. In enger Zusammenarbeit mit der Jewish Agency und anderen Partnerorganisationen wurden die Kosten für Flüge nach Israel oder die Anreise zum Abflughafen der Alijah-Flüge sowie die Reise-, Unterbringungs- und andere Kosten übernommen, um die notwendige Registrierung mit Hilfe der Jewish Agency zu erlangen. Bedürftige jüdische Familien bekamen Darlehen und körperlich Beeinträchtigte erhielten besondere medizinische Versorgung und Hilfe beim Krankentransport auf dem Weg nach Israel.

 

Alijah-Seminare und Freizeiten der Jewish Agency wurden ebenso gesponsert wie Hebräisch-Unterricht und Computerkurse für junge russische Juden in Vorbereitung auf ihre Alijah. Die ICEJ übernahm auch immer wieder die Kosten für Alijah-Messen, Willkommensveranstaltungen und andere Events für jüdische Einwanderer bei der Ankunft in Israel. Darüber hinaus leistet die ICEJ Integrationshilfe für zehntausende jüdische Neueinwanderer und hilft ihnen so, sich im Land Israel niederzulassen und sich in die israelische Gesellschaft zu integrieren.

 

Gottes uralte Verheißungen erfüllen sich vor unseren Augen - und wir dürfen tatkräftig mithelfen! Bitte unterstützen Sie uns, die Aufforderung in Jesaja 43,6 weiterhin umzusetzen und das jüdische Volk nach Hause zu bringen. Verwendungszweck: „Alijah und Integration“ Vielen Dank!

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Gedenken an die im Holocaust ermordeten Kinder

„Kinder … hinterlassen kaum eine Spur. Gewöhnlich schreiben sie keine Briefe und hinterlassen keine schriftlichen oder mündlichen Berichte… Und wenn die Erwachsenen mit ihnen zusammen verschwinden, wird niemand je an sie denken, nicht einmal flüchtig.“ Adolfo García Ortega, The Birthday Buyer

(Foto: Yad Vashem, Zwei jüdische Kinder im Holocaust)

Im Holocaust wurden 6.000.000 Juden systematisch durch Nazi-Deutschland und seine Helfershelfer ermordet. 1.500.000 von ihnen waren unschuldige Kinder, die allein deshalb ermordet wurden, weil sie als Juden geboren wurden.

Am 27. Januar 2020, dem Internationalen Holocaustgedenktag, starteten die Christlichen Freunde Yad Vashems eine einjährige Kampagne, um die Einrichtung der neuen Ausstellung „Familien und Kinder“ auf dem Berg der Erinnerung in Yad Vashem zu unterstützen. Diese einzigartige Ausstellung wird die herzzerreißenden Geschichten der Kinder, deren Leben und Kindheit abrupt und unbarmherzig beendet wurde, zeigen.

Wir wollen dafür sorgen, dass das Leben dieser Kinder niemals in Vergessenheit gerät.
Lasst uns dieses Wissen weitergeben, damit die Welt besser wird.

… auf dass es die Nachkommen lernten, die Kinder, die noch geboren würden; die sollten aufstehen und es auch ihren Kindern verkündigen…“ (Psalm 78,6)

Die Christlichen Freunde Yad Vashems wurden im Oktober 2006 als christliche Abteilung in Yad Vashem gemeinsam mit der ICEJ gegründet, um die besondere Liebe der Christen zu Israel und dem jüdischen Volk und unsere Verantwortung angesichts der schrecklichen Verbrechen des Holocausts zum Ausdruck zu bringen.

Bitte helfen Sie uns diese einzigartige christlich-jüdische Partnerschaft zu fördern, die Erinnerung an die Opfer und Überlebenden des Holocaust aufrecht zu erhalten und aktiv gegen den weltweit wachsenden Antisemitismus vorzugehen. Als Verwendungszweck bitte „Yad Vashem“ angeben. Herzlichen Dank!

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Gegen das Vergessen – Für jüdisches Leben in Deutschland

Rund 800 Menschen haben in Stuttgart der sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust und der Überlebenden gedacht. Mit einer Kranzniederlegung an der Synagoge und dem „Marsch der Erinnerung“ stellten sie sich zum jüdischen Volk. Die 89-jährige Auschwitz-Überlebende Eva Erben (Israel) erzählte ihre bewegende Geschichte. (Foto: Levi Dörflinger/ICEJ, Eva Erben im Gespräch mit Gottfried Bühler)

Rund 800 Juden und Christen versammelten sich am Montag vor der Stuttgarter Synagoge, um am 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau (1945) gemeinsam der Opfer des Holocausts und der Überlebenden zu gedenken. Die Gedenkfeier am Internationalen Holocaustgedenktag, der seit 2005 jedes Jahr am 27. Januar begangen wird, wurde vom Deutschen Zweig der Internationalen Christlichen Botschaft Jerusalem (ICEJ) organisiert. Sara Granitza, Direktorin der Christlichen Freunde Yad Vashems (Jerusalem), und Stephan Lehnert, Büroleiter der ICEJ (Stuttgart), legten gemeinsam einen Kranz vor der Synagoge nieder. Anschließend folgte ein „Marsch der Erinnerung“ von der Synagoge zur Liederhalle.

„Am 75. Jahrestag der Befreiung des Todeslagers Auschwitz versammeln wir uns bewusst an der Stuttgarter Synagoge, um ein Zeichen zu setzen, dass wir nicht nur der ermordeten sechs Millionen Juden gedenken, sondern auch heute an der Seite des jüdischen Volkes stehen“, erklärte Gottfried Bühler, Vorsitzender der ICEJ Deutschland. ICEJ-Jugendreferent Timon Kaiser berichtete als Vertreter der jungen Generation, die über 50 Jahre nach dem Holocaust geboren wurde, dass ihm durch die Begegnung mit Holocaustüberlebenden bewusst wurde, wie wichtig es ist das Vergangene nicht zu vergessen, sondern aktiv zu werden und die Zukunft mitzugestalten. „Lasst uns nicht schweigen, sondern Verantwortung übernehmen“, forderte er.

„Dass so viele Menschen für das jüdische Volk durch Stuttgart gelaufen sind, das gab es wohl noch nie“, begrüßte Gottfried Bühler die Teilnehmer des Marsches im vollen Mozartsaal der Liederhalle. „Nur gemeinsam können wir Antisemitismus entgegentreten. Politik, Kirchen, Medien, jeder einzelne von uns – wir müssen Verantwortung übernehmen.“ Die Erinnerung alleine reiche nicht aus. „Wenn wir ‚nie wieder‘ sagen, muss uns das für heute und morgen sensibilisieren. Der Antisemitismus erscheint heute im neuen Gewand des Antiisraelismus. Er geht einher mit der Delegitimierung des einzigen jüdischen Staates, Israel. Als deutsche Nachkriegsgeneration erklären wir uns solidarisch mit dem jüdischen Volk und Israel.“

Michael Kashi, Vorstandsmitglied der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) erinnerte an die Deportation und Ermordung vieler Stuttgarter Juden. „Diejenigen, die sinnlos und brutal ermordet wurden, haben es verdient, dass man sich an sie erinnert“, sagte Kashi. Die Israelin Sara Granitza, die erstmals in Deutschland zu Besuch war, bedankte sich bei der ICEJ und ihren Freunden für die Freundschaft und Partnerschaft mit Israel und dem jüdischen Volk. „Wenn wir in Israel Nachrichten aus aller Welt hören, sind wir manchmal nicht sicher, ob wir Freunde haben, aber jetzt weiß ich es.“ Vor 75 Jahren habe das jüdische Volk gedacht, man müsse nicht mehr über den Antisemitismus reden. Doch heute „verbreitet sich Hass über soziale Medien so schnell. Leider nimmt der Antisemitismus in der Welt und in Deutschland wieder zu“, warnte sie. Daniel Schönberger, Repräsentant des Weizmann-Instituts (Israel), machte deutlich, dass Innovation und Wissenschaft grundlegend für den Aufbau des jüdischen Staats waren und dem Wohle der Menschheit dienen sollten. Heute sei Israel als Start-up Nation aus der Weltgemeinschaft nicht mehr wegzudenken.

Besonderer Ehrengast auf dem Podium war Eva Erben. Die 89-jährige Auschwitz-Überlebende war aus Israel angereist, um an der Gedenkfeier teilzunehmen und eine Woche lang an Schulen im Großraum Stuttgart als Zeitzeugin vom Holocaust zu berichten. Eva Erben wurde 1941 mit ihrer Familie nach Theresienstadt und später nach Auschwitz deportiert. Sie überlebte Grausamkeiten, Hunger, Kälte, Krankheit und einen Todesmarsch. Mit ihrem Mann, den sie in Theresienstadt kennenlernte, wanderte sie 1949 nach Israel aus. Eva hat drei Kinder, neun Enkel und 16 Urenkel. „Als ich nach Israel kam war ich 18 Jahre alt. Wir haben das Land aus der Asche aufgebaut, den Holocaust zur Seite geschoben, denn nur das Jetzt war wichtig. Ich habe fast 40 Jahre nicht darüber gesprochen, denn lange Zeit hat man uns in Israel gefragt ‚Warum habt ihr euch nicht gewehrt?‘“, erklärte Eva. Doch schließlich fing sie an, in Schulen in Israel und Deutschland ihre Geschichte zu erzählen. „Ich danke euch, ihr seid die Zukunft und Hoffnung, dass es nicht wieder passiert“, schloss sie. Das Publikum bedankte sich bei ihr mit Standing Ovations.

Für musikalische Highlights sorgten der Pianist Michael Schlierf und die Harfenistin Deborah Haag. Der Abend wurde mit dem Singen der israelischen Nationalhymne „HaTikwa“ beschlossen.

Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ, gegründet 1980) steht seit 40 Jahren an vorderster Front im Kampf gegen Antisemitismus und Antiisraelismus. Sie hat eine Partnerschaft mit der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, unterstützt sozial Benachteiligte sowieNeueinwanderer und Minderheiten (Araber, Drusen und Beduinen), fördert Projekte der Koexistenz zwischen Juden und Arabern und betreibt in Haifa ein Heim für bedürftige Holocaustüberlebende. Die ICEJ hat Zweigstellen in über 90 Ländern und Unterstützer in mehr als 160 Ländern weltweit.

Besuch im Haifa-Heim für Holocaustüberlebende

Wie ist es, als junge Deutsche Israelis zu begegnen, die den Holocaust überlebt haben? Natürlich hatten wir das Thema in der Schule, aber vor Ort zu sein ist doch etwas ganz anderes. Gemeinsam mit 30 Laubhüttenfest-Teilnehmern aus 13 verschiedenen Nationen machte ich mich auf den Weg nach Haifa, um dort zum ersten Mal in meinem Leben Holocaustüberlebenden zu begegnen. Mir war es wichtig, ihnen zu sagen: Eure Geschichte ist für die junge Generation immer noch aktuell und solange ihr lebt, werden wir an eurer Seite stehen.

Foto: ICEJ, Deutsche Besuchergruppe mit Esti Lieber (Mitte)

Anders als gedacht

In Haifa angekommen spüren wir sofort das schwülwarme Klima der schillernden Hafenstadt. ICEJ-Mitarbeiterin Yudit Setz, die die Einrichtung betreut, und Janni Tolhoek, Assistentin der ICEJ-Sozialabteilung, erklimmen mit uns die Stufen zum Heim. Ich bin etwas überrascht, als wir angekommen: Vor mir liegt kein großer Gebäudekomplex mit Parkanlage, wie ich es von Altersheimen aus Deutschland kenne. Vielmehr gleicht das Heim einer Art Wohngemeinschaft aus mehreren Häusern, die auf drei Straßen verteilt liegen und in denen bis zu 70 Bewohnern ein friedlicher Lebensabend ermöglicht wird.

Zeitlose Investition

„Ihr hättet euch heute in Jerusalem einen schönen Tag machen können, aber ihr seid stattdessen zu uns nach Haifa gekommen. Toda raba (vielen Dank)!“ Mit diesen Worten begrüßt uns Heim-Gründer und Direktor Schimon Sabag von der israelischen Hilfsorganisation „Helfende Hände“. Auch Yudit bekräftigt die internationale Besuchergruppe in ihrem Kommen: „Wir können die Vergangenheit nicht ändern, wohl aber die Gegenwart und Zukunft.“ Diese Worte werden von den Mitarbeitern vor Ort mit Herz und Hand in die Tat umgesetzt. 

Liebesdienst

Debora Wanner, Marlen Degen und Kerstin Hoffmann sind seit September wertvoller Teil des Haifa-Teams. „Mit wenig Hilfe können wir hier viel Gutes tun. Das ist extrem beglückend”, freut sich Debora. Allerdings sei es auch nicht immer leicht, sich an die neue Kultur anzupassen, Beziehungen mit den Überlebenden aufzubauen und rund um die Uhr zur Verfügung zu stehen. Die drei freuen sich über Gebet, dass sie sich weiterhin gut einleben und ihre Aufgaben freudig bewältigen können.

Ganz persönlich

Ich habe schon viel über den Holocaust gesehen, gehört und gelernt. Aber wie viele andere Menschen auch habe ich noch nie einen Juden getroffen, der all das real durchlitten hat, was wir nur aus den Geschichtsbüchern kennen. Und so muss ich schwer schlucken, als drei Holocaustüberlebende den Raum betreten und mir neu bewusst wird, dass die Gräueltaten an ihnen in unserem sogenannten christlichen Abendland geschehen sind. In Kleingruppen verlassen wir die behagliche Distanz dokumentarischer Berichterstattung und sprechen mit einer Überlebenden – ganz persönlich. 

Verändernde Begegnung

„Wir sind so glücklich, dass ihr uns besuchen kommt, um uns zuzuhören“, heißt uns die 80-jährige Esti Lieber warmherzig willkommen. Da sie Jiddisch spricht, verstehe ich nicht jedes Detail, aber um die Grausamkeit ihrer Erlebnisse zu verdeutlichen, braucht es nicht viele Worte. In Polen sind bis auf ihre Schwester Rachel alle anderen zwölf Familienmitglieder brutal ums Leben gekommen. Am meisten prägt sich mir ihr Beschluss ein, den sie zu dieser Zeit als kleines Mädchen gefasst hat: „Wenn ich überlebe und groß bin, will ich anderen helfen.“ Später ist Esti mit ihrer Schwester nach Israel ausgewandert und Krankenschwester geworden, um diese Absicht in die Tat umzusetzen. Viel zu schnell heißt es schon wieder Abschied nehmen von einer kurzen doch intensiven Bekanntschaft, deren persönliches Schicksal dem Appell „Niemals vergessen!“ eine viel tiefere Bedeutung verleiht. 

Zukunftspläne

Die ICEJ-Deutschland konnte letztes Jahr mit Spendengeldern ein neues Gebäude erwerben, in dem einige der ältesten Bewohner besondere Pflege erhalten werden. Die Renovierungsarbeiten können voraussichtlich in wenigen Monaten beginnen. Uns bleiben nur noch knapp 15 Jahre, um den Überlebenden der Schoah unsere Hilfe praktisch zu zeigen. Vielen Dank an alle treuen Freunde, Beter und Spender, die in den vergangenen Jahren die Bewohner des Haifa-Heims mit ihren Gaben unterstützt haben!

Bitte helfen Sie uns, den betagten Haifa-Heim-Bewohnern weiterhin ein liebevolles Zuhause zu bieten. Als Verwendungszweck bitte „Haifa-Heim“ angeben, herzlichen Dank!

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ICEJ trauert um Judith Rosenzweig

Anfang Dezember haben wir schweren Herzens von Judith Rosenzweig, die fünf Jahre lang im Haifa-Heim wohnte, Abschied genommen. Der Gesundheitszustand der 89-jährigen Holocaustüberlebenden hatte sich zuletzt stark verschlechtert. In den Tagen vor Judiths Tod konnte Yudit Setz, ICEJ-Koordinatorin für das Haifa-Heim, gute gemeinsame Zeiten mit ihr verbringen, die Judith trotz Schmerzen und Krankheit viel Freude brachten. „Meine Jahre im Haifa-Heim gehören zu den glücklichsten meines Lebens“, pflegte Judith zu sagen. Hier fühlte sie sich beschützt, umsorgt und freute sich über die Gemeinschaft mit den anderen Bewohnern. (Foto: ICEJ, Judith Rosenzweig mit Yudit Setz)

Judiths Geschichte

Judith Rosenzweig wurde am 2. März 1930 in Bernau (Brno/Tschechoslowakei) geboren. 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert. Sie überlebte die Konzentrationslager Auschwitz, Groß-Rosen und Bergen-Belsen. Nach dem Holocaust ging sie zurück nach Bernau. Doch sie wollte nicht an einem Ort bleiben, wo sie nicht erwünscht war. Als 18-Jährige ging sie nach Israel, wo sie am 15. Mai 1948, einen Tag nach der Staatsgründung, ankam. Nachdem sie in ihrem jungen Leben schon viel Tod und Sterben erlebt hatte, entschied sie sich Geburtshelferin zu werden. Judith heiratete einen Holocaustüberlebenden und bekam drei Kinder sowie Enkel und Urenkel.

Herzensanliegen

„Ich hatte das große Privileg, Judith im Haifa-Heim kennenzulernen“, erinnert sich Yudit Setz. Judith sprach mehrere Sprachen und mit ihrer herzlichen Persönlichkeit fiel es ihr leicht, mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen. Erst vor ein paar Jahren begann sie damit, ihre Lebensgeschichte zu erzählen. „Es wurde ihr zum dringlichsten Anliegen, ihre Erlebnisse weiterzugeben, da sie Angst hatte, dass die Menschen den Holocaust vergessen könnten oder gar leugnen, dass es ihn je gab“, sagte Yudit, die Judith auf mehreren Reisen, darunter zur ICEJ nach Deutschland, begleitete. Auch Schülern erzählte Judith dort ihre Geschichte.

Segensreiche Hilfe

In den letzten Monaten ihres Lebens, in denen Judith immer kränker wurde, sandte Gott wieder und wieder Volontäre, gerade aus Deutschland, die liebevoll für sie sorgten. „Es war, als ob Gott ihr in dieser Zeit zeigen wollte, wie sehr er sie liebt“, berichtete Yudit. „Mit großer Traurigkeit nehmen wir Abschied von unserer geliebten Judith. In ihrer Jugend durchlitt sie Schreckliches und den Verlust ihrer Eltern, aber sie lehrte uns inmitten von Schwierigkeiten durchzuhalten, Not zu überwinden und nicht aufzugeben.“

Abschied von Haifa-Heim-Bewohnern

Auch von einigen anderen geliebten Bewohnern unseres Heims für Holocaustüberlebende mussten wir uns 2019 verabschieden, darunter Schoschanna Naeh (93), Yacov Waldmann (93) und Schoschanna Kolmer (99). Die ICEJ bedankt sich bei allen Spendern und Freunden, die das Haifa-Heim durch eine Patenschaft unterstützen, für die Bewohner beten und Grußkarten schreiben. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit, Überlebenden der Schoah einen Lebensabend in Würde und liebevoller Gemeinschaft zu ermöglichen. Danke für Ihre Treue!

Bitte helfen Sie uns weiterhin, die hochbetagten Bewohner unseres Haifa-Heims liebevoll zu versorgen. Verwendungszweck: „Haifa-Heim“ Herzlichen Dank!

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Judith Rosenzweig erzählte 2016 bei einem ICEJ-Event in Deutschland ihre Geschichte. Die Audio-Aufnahme kann als MP3-Download unter www.icej-shop.de erworben werden.

Alijah und Integration: Neues Zuhause Israel

Darum sage: „So spricht Gott der HERR: Ich will euch zusammenbringen aus den Völkern und will euch sammeln aus den Ländern, in die ihr zerstreut seid, und will euch das Land Israels geben.” (Hesekiel 11,17)

Wenn jüdische Familien, die Alijah (Einwanderung nach Israel) machen, auf dem Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv landen und ihren israelischen Ausweis erhalten, ist ihre Reise noch nicht beendet. Tatsächlich ist dieser Moment nur der erste Schritt in Richtung ihres großen Ziels: sich in Israel ein neues Leben aufzubauen. Die ICEJ hilft dabei, den Weg für diese Neuankömmlinge zu ebnen, und unterstützt sie beim Erlernen der neuen Sprache, bei der Arbeitssuche und beim Zurechtfinden im israelischen Alltag. (Foto: ICEJ, Israelische Neueinwanderer erhalten ein Geschenk der ICEJ)

Bitte helfen Sie uns, jüdischen Neueinwanderern einen guten Start zu ermöglichen, damit ihr Leben in Israel gelingt!

Erfolgreiche Integration

Olim (Neueinwanderer) müssen in ihrem neuen Leben viele Herausforderungen meistern. Eine gute Arbeitsstelle zu finden ist manchmal die größte Hürde, die es zu überwinden gilt. Von den vielen Integrationsprojekten, die die ICEJ-Sozialabteilung im Laufe der Jahre finanziert hat, sind Berufsausbildung und die Erneuerung beruflicher Qualifikationen unerlässlich, um den Familien wirtschaftliche Unabhängigkeit und ihre erfolgreiche Integration im Land zu ermöglichen. Mitarbeiter der ICEJ besuchten vor Kurzem das Ye’alim Integrationszentrum in Beerscheba, um Neueinwanderer zu treffen und sie mit Haushaltsartikeln zu segnen. Unsere Mitarbeiter unterhielten sich auch mit einigen Teilnehmern der beruflichen Förderungsprogramme, die wir sponsern.

Neustart für IT-Programmierer

Dennis, ein IT-Programmierer und Neueinwanderer aus Russland, kam letztes Jahr mit seiner Frau und seinem Sohn nach Israel. Um in einem israelischen Unternehmen eine Anstellung zu finden, musste er eine neue Sprache lernen und sich auf ein neues Arbeitsumfeld einstellen. Dennis konnte in einem von der ICEJ finanzierten Förderprogramm Hebräisch, Englisch und den Umgang mit neuen Programmiersystemen lernen. Heute spricht Dennis beide Sprachen fließend und hat einen in Israel gültigen Abschluss. Dadurch ist er in der Lage sich als Programmierer zu bewerben. Er ist der ICEJ dankbar für die Gelegenheit lernen zu dürfen, für die Lehrer, die ihn unterstützt haben, und auch für die Kinderprogramme, in denen seinem kleinen Sohn Hebräisch und andere wichtige Fähigkeiten beigebracht wurden. „Mein kleiner Sohn spricht sogar schon besser Hebräisch als ich“, lachte Dennis.

Ingenieur baut neues Leben auf

Wir trafen auch Pablo aus Venezuela, der seine Fertigkeiten im Bauingenieurwesen in einer vollkommen anderen Sprache wieder neu lernen musste. Er konnte einen speziellen Intensivkurs für Hebräisch und berufliche Ausbildung absolvieren und arbeitete hart, um Hebräisch und die hebräischen Fachbegriffe und Feinheiten des israelischen Ingenieurwesens zu erlernen. „Es ist nicht einfach, Alijah zu machen, vor allem im Alter von 52 Jahren“, erklärte Pablo. „Aber weil sich die Situation in Venezuela verschlechterte, sahen wir ein, dass es für uns besser ist hier in Israel zu leben.” Wir freuten uns mit ihm, als er uns gute Neuigkeiten mitteilte: „Gott sei Dank, ich habe zwei Jobangebote erhalten und muss den Unternehmen heute meine Entscheidung mitteilen“, lächelte Pablo.

25 Jahre Partnerschaft

Morris Korim, Direktor des Ye’alim Integrationszentrums, drückte der Christlichen Botschaft von Herzen seine Dankbarkeit aus: „Ihr brachtet unseren Olim heute Geschenke, aber das größte Geschenk ist eure Anwesenheit! Das beste Geschenk ist unsere jahrelange Partnerschaft mit der ICEJ und unseren christlichen Freunden auf der ganzen Welt. Wir schätzen eure Unterstützung der Alijah und Integration von Neuankömmlingen in Israel. Unsere 25-jährige Partnerschaft gibt uns Kraft weiterzumachen.“

Wir freuen uns mit Dennis, Pablo und den vielen anderen, die mutig ihr altes Leben zurückließen, um in Israel von Neuem anzufangen - mit einer neuen Sprache, einer neuen Kultur, neuen Menschen, einem neuen Beruf und einer neuen Lebensweise. Danke, dass Sie uns unterstützen, jüdischen Familien nicht nur dabei zu helfen, nach Israel heimzukommen, sondern hier auch Erfolg zu haben!

Lassen Sie uns für jüdische Neueinwanderer beten und ihren Start in Israel durch die Förderung von Sprach- und Ausbildungsprogrammen erleichtern. Als Verwendungszweck bitte „Alijah und Integration“ angeben, herzlichen Dank!

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Leben an der Frontlinie des Terrors

Während des Laubhüttenfests im Oktober 2019 ergriffen 45 Teilnehmer aus verschiedenen Teilen der Welt die Gelegenheit, zwei von Israels gefährdetsten Regionen, Eschkol und Scha’ar HaNegev, zu besuchen. Diese Regionen grenzen an den von der islamistischen Terrororganisation Hamas kontrollierten Gazastreifen, aus dem Terroristen regelmäßig Raketen und Mörsergranaten auf israelische Ortschaften abfeuern. Mit entzündbaren oder explosiven Präparaten ausgestattete Terrorballons werden ebenfalls über die Grenze geschickt und setzten schon zahlreiche Landstriche in Südisrael in Brand.

Foto: ICEJ, Ilan Isaacson, Sicherheitschef der Eschkol-Region und Nicole Yoder, Leiterin der ICEJ-Sozialabteilung

Das Licht der Hoffnung inmitten der Finsternis
In Begleitung von Nicole Yoder, Leiterin der ICEJ-Sozialabteilung, und Rabbi Shmuel Bowman, Direktor von Operation Lifeshield, mit dem die ICEJ gemeinsam zahlreiche transportable Bunker in betroffenen Gebieten aufgestellt hat, besuchten wir einen Karate-Club im Kibbuz Magen. Hier, ca. vier Kilometer von der Gaza-Grenze entfernt, lernen Kinder schon im Alter von vier Jahren, sich mit ihrem Körper zu verteidigen. Da diese Art der Selbstverteidigung nicht vor Raketen aus Gaza schützt, haben die Kinder seit Kurzem auch Zugang zu einem bombensicheren Bunker direkt vor dem Gebäude, dank einer großzügigen Spende der ICEJ Schweiz. „Ich bin tief bewegt, dass wir die jüdische Bevölkerung, die in unmittelbarer Nähe zu ihren Feinden lebt, ermutigen können. Wir helfen ihnen, sich sicher zu fühlen“, meinte Lucie K., eine Reiseteilnehmerin aus Tschechien, angesichts der Hilfe, die die ICEJ vor Ort leistet.

Nachdem Sicherheitskräfte verschiedener Kibbuzim uns ein geländegängiges Löschfahrzeug vorgeführt hatten, mit dem von Feuerballons ausgelöste Brände gelöscht werden können, informierte uns Ilan Isaacson, Sicherheitschef der Eschkol-Region, über die aktuelle Lage im Grenzgebiet. In Ilans Worten schwang sein Mitleid für die Menschen in Gaza mit, die in Geiselhaft der Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad leben, und auch seine Hoffnung, dass sich eines Tages Israelis und Palästinenser wieder gegenseitig besuchen können - wie sie es in der Vergangenheit getan hatten. Paul C. aus Irland fasste es so zusammen: „Es ist sehr beeindruckend, dass die Menschen in dieser Region sich ‚süße‘ Herzen bewahrt haben. Sie zeigen keinerlei Bitterkeit, stattdessen empfinden sie sogar Mitleid für die Menschen in Gaza.“ Während wir Ilans Worten lauschten, traf die Meldung ein, dass ein Feuerballon im Kibbuz Magen, den wir vor wenigen Minuten besucht hatten, niedergegangen sei.

Das andauernde Trauma mildern
Unseren letzten Halt machten wir in Hetz Schachor, wo wir 800 Meter vom Gazastreifen entfernt den stellvertretenden Sicherheitschef der Scha’ar HaNegev Region kennenlernen durften. Er erläuterte uns, wie die lokale Bevölkerung sich einsetzt, Trauma-Behandlungen durchzuführen und Programme zu entwickeln, die die Widerstandskraft der Menschen stärken. Ihre größte Herausforderung sei nicht so sehr der Raketenterror, sondern die Tatsache, dass das Trauma der Bevölkerung andauert. Seit Terroristen Anfang 2001 die ersten Raketen feuerten, hat es keine Rückkehr zum Normalzustand gegeben. Die Menschen leiden unter schlaflosen Nächten, Depressionen und durchleben ihr Trauma wieder und wieder, ohne damit abschließen zu können. Eine ganze Generation von Kindern ist unter ständigem Raketenbeschuss aufgewachsen. Israelische Medien verbreiteten vor Kurzem Videoaufnahmen, die eine israelische Mutter aus der Stadt Ashkelon nach einem nächtlichen Raketenalarm machte. Sie zeigen ihre weinenden und zitternden Kinder, die ihre Mutter bitten, nicht in die Wohnung zurückzukehren, sondern im sicheren Schutzbunker zu bleiben. Für viele israelische Kinder und Familien ist diese Situation eine regelmäßig wiederkehrende Erfahrung. Trotz allem ziehen Israelis aus allen Teilen des Landes in die betroffene Region und die Bevölkerung wächst stetig. Viele werden von einer tiefen Liebe zum Land und wegen des starken Gemeinschaftsgefühls, das hier so spürbar ist, angezogen. „Ich bin beeindruckt von der Widerstandskraft der Menschen hier. Es wäre einfach, wegzuziehen, aber sie bleiben“, meinte Petra W. aus Deutschland nach ihrem Besuch in der Grenzregion.

Bitte unterstützen Sie unseren ICEJ Hilfsfonds, damit wir der israelischen Bevölkerung, die an der Frontlinie des Terrors lebt, weiterhin mit lebensrettenden Schutzbunkern helfen können. Als Verwendungszweck bitte „ICEJ-Hilfsfonds für Israel“ angeben, herzlichen Dank!

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Gebetsanliegen:

Die Menschen in Südisrael sind permanent der Gefahr ausgesetzt, erneut Opfer von Raketenbeschuss und Terror zu werden. Bitte beten Sie, dass die seelische Widerstandskraft der Israelis gestärkt wird und dass effektive Wege gefunden werden, Terrororganisationen wie die Hamas und den Islamischen Dschihad in Gaza daran zu hindern, Israel mit Raketen und Feuerballons zu schaden. Danken wir Gott dafür, dass er der Schutz und die Stärke seines Volkes ist, und erinnern wir unseren Herrn an sein Wort, dass er Israel einpflanzen und in Frieden in seinem Land leben lassen will (1. Chronik 17,9; Jeremia 30,10).

Eine Mahlzeit, ein Bad und ein Ausweg

Frauen, die missbraucht wurden, verloren und verletzt sind, finden im Süden Tel Avivs eine Quelle der Hoffnung inmitten einer Wüste von Prostitution, Armut, Sklaverei und Abhängigkeit. Die Mitarbeiterinnen des Hilfszentrums „Roter Teppich“ kümmern sich liebevoll um diese Frauen in Not, von denen manche dem Tode nahe sind.

Foto: Flash90, Symbolbild

Offene Arme

Wenn sie das Hilfszentrum zum ersten Mal betreten sind viele Frauen schockiert vom Anblick der vielen anderen Prostituierten, die hier liebevoll umsorgt werden. Eine kleine israelische Dame begrüßt jede einzelne von ihnen an der Tür mit einer herzlichen Umarmung. Wärme und Freundlichkeit erreichen die Herzen schnell, wenn die Besucherinnen den freiwilligen Helferinnen begegnen, die ihnen ein leckeres Mittagessen anbieten. Sie unterhalten sich mit den Frauen als wären sie alte Bekannte. Nach einer nahrhaften Mahlzeit haben sie die Möglichkeit, heiß zu duschen, einen kostenlosen Haarschnitt und eine Maniküre zu bekommen. Anschließend dürfen sie sich neue Kleidung, Schuhe und Handtaschen aussuchen und Kosmetika und andere notwendige Artikel mitnehmen. All das ist für sie Luxus, denn viele der Frauen sind obdachlos. Nachdem sie hier einmal wieder mit Würde und Respekt behandelt worden sind, verlassen sie das Hilfszentrum ein kleines bisschen verändert.

Not sehen und handeln

Diese Beschreibung des Lebens im Süden Tel Avivs ist keine Fiktion. Traurigerweise ist dies die Realität für zahlreiche Frauen, die Opfer von Menschenhandel wurden und nun in der Falle der Prostitution in Zentralisrael gefangen sind. Aber auch das Hilfszentrum „Roter Teppich“ ist keine Fiktion, sondern ein Dienst, der von einem gläubigen Ehepaar, das bedürftige Frauen sah und von Erbarmen bewegt entschied ihnen zu helfen, ins Leben gerufen wurde. Ihr Dienst ist körperlich und emotional belastend und sie sind bereit, dafür wertvolle Familienzeit, Ruhe, und Ersparnisse zu opfern.

Heute bietet das Zentrum schutzbedürftigen Frauen zahlreiche Dienstleistungen und versorgt Mütter unter ihnen mit Baby- und Kleinkindartikeln. Viele dieser Frauen sind lediglich auf der Suche nach Wärme und Fürsorge, andere versuchen verzweifelt, dem grausamen Kreislauf der Prostitution zu entkommen.

Voller Einsatz

Der Dienst des „Roten Teppichs“ ist heikel und gefährlich. Eine Sicherheitskraft ist an der Eingangstür postiert, um zu verhindern, dass Zuhälter die Frauen mit Gewalt wieder auf die Straße zerren. Drinnen sind einige Frauen schon einmal gegen sich selbst oder die Mitarbeiter gewalttätig geworden - aus Furcht oder unter Drogeneinfluss. Die Mitarbeiter des Hilfszentrums müssen mit viel Feingefühl die Stimmung der Frauen wahrnehmen. Um ihnen emotionale Unterstützung zu geben ist es oft ausreichend, sich mit ihnen zusammenzusetzen und ihnen zuzuhören. Leider sterben manche der Frauen an Geschlechtskrankheiten. Ihnen bietet das Team des „Roten Teppichs“ Gebet und die erlösende Liebe Gottes an.

Zurück ins Leben

Für diejenigen, die diesem demütigenden Gewerbe entfliehen möchten, stellt der „Rote Teppich“ die Sicherheit und nötigen Mittel bereit, um ihr Leben wieder selbst zu bestimmen. Schwangeren Frauen werden Schwangerschaftsvorsorge und Beratung angeboten – in der Hoffnung, so ihre ungeborenen Kinder vor Abtreibung zu bewahren.

Das Hilfszentrum„Roter Teppich” rettet und verändert Leben für immer. Dank des Zentrums haben Frauen die Möglichkeit, ihrer Versklavung zu entkommen. Die fortwährende Unterstützung der ICEJ und ihrer Spender ist unentbehrlich, um diesen schutzbedürftigen Frauen zu helfen. Bitte beten Sie auch für diese Frauen, dass sie den Mut und die Kraft finden, sich von ihren grausamen Zuhältern zu lösen und im Zentrum Hilfe zu suchen. Und beten Sie für die Mitarbeiterinnen vom „ Roten Teppich”, dass sie die nötige Liebe und Kraft haben, um diesen Frauen wirklich zu helfen, wieder frei und heil zu werden.

Bitte beten Sie mit uns für die Arbeit und Mitarbeiter des Hilfszentrums und helfen Sie uns, diesen Zufluchtsort für Frauen in Not großzügig zu unterstützen. Als Verwendungszweck bitte „Roter Teppich“ angeben. Herzlichen Dank!

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Herzliche Gemeinschaft im Haifa-Heim

Aus dem Heim der ICEJ für Holocaustüberlebende in Haifa gibt es immer etwas Neues zu berichten! Hier eine kleine Auswahl:

Leckere Mahlzeiten

Hungrig zu sein war eine Erfahrung, die jeder jüdische Überlebende im Holocaust machte. Aus diesem Grund leben heute noch viele mit der Furcht, ohne Essen auskommen zu müssen. Das ist einer der Gründe warum es so wichtig ist, die Heimbewohner täglich mit nahrhaften Mahlzeiten zu versorgen. Ein weiterer Grund ist, dass leckeres Essen die Bewohner zusammenbringt und jeder sich wirklich als Teil einer Familie fühlt. Im Juni durften wir einen jungen talentierten Koch willkommen heißen. Er verhalf der Küche nicht nur zu einem neuen Aussehen, sondern kocht auch zur Freude der Heimbewohner farbenfrohe und leckere Mahlzeiten.

Patenschaften für Holocaustüberlebende

Monatliche Patenschaften für Holocaustüberlebende ermöglichen es uns, die laufenden Kosten des Heims zu decken. Diese finanzielle Unterstützung ist dringend nötig. Die Patenschaften bieten jedoch weit mehr. Es sind bereits besondere Freundschaften zwischen den Heimbewohnern und ihren christlichen „Patenfamilien“ entstanden, durch Briefaustausch, Karten und manchmal Geschenke, die per Post oder sogar persönlich überbracht wurden. Mania, eine Überlebende der Konzentrationslager in Transnistrien, war tief berührt von dem liebevollen Brief und den Geschenken, die sie von ihrer finnischen Patenfamilie bekam. Freudig sagte sie: „Ist das nicht schön? Schau dir diese Farben an!“ Es sind nicht nur die Geschenke oder die lieben Worte, die die Bewohner erfreuen, sondern die Tatsache, dass jemand im Ausland an sie denkt und sie in ihrem hohen Alter nicht vergessen hat.

Wenn auch Sie eine Patenschaft für Holocaustüberlebende übernehmen möchten, besuchen Sie bitte unsere Webseite: https://patenschaft.icej.de/

Das Strandleben genießen

Die beste Methode die täglichen Beschwerden des Älterwerdens zu vergessen, ist es einfach einmal Spaß zu haben! Vor kurzem wurde dem Heim ein Kleinbus gespendet, mit dem die Heimbewohner, darunter auch Rollstuhlfahrer, Ausflüge in Haifa und der Umgebung unternehmen können. Einmal fuhren wir sie an ein schönes Restaurant am Strand, wo sie ein erfrischendes Getränk und schönes Zusammensein genießen konnten. Aufgrund der zahlreichen körperlichen Einschränkungen, die ein hohes Alter mit sich bringt, sind diese Abenteuer in der Stadt wie eine frische Brise für die Heimbewohner.

Die Feiertage feiern

Das Heim für Holocaustüberlebende in Haifa legt großen Wert auf das Feiern der biblischen Feiertage. Vor kurzem haben wir das Wochenfest, auch Pfingsten genannt, gefeiert. Dieser Feiertag wird auch als Gabe der Thora gefeiert. Gemäß jüdischer Tradition gab Gott dem Volk Israel das Gesetz am Berg Sinai an genau diesem Tag. Wir feierten im Heim mit den Bewohnern und erläuterten den Feiertag und die jüdischen Traditionen, die im Laufe der Geschichte hinzugekommen sind. Es gab eine köstliche Mahlzeit und zum Dessert Käsekuchen, die traditionelle Speise an diesem Feiertag. Die Atmosphäre war festlich und fröhlich und bot den Heimbewohnern eine weitere Gelegenheit zu feiern und als Familie zusammen zu kommen!

Zeit zu tanzen

Jeden Mittwochabend treffen sich viele Heimbewohner im Speisesaal zu einem Musik- und Tanzabend. Bewohner, Mitarbeiter und Volontäre können sich beim Klang großartiger Musik und beim gemeinsamen Tanzen besser kennenlernen. Tanz und Musik sind wichtiger Bestandteil der israelischen und jüdischen Kultur, bei Hochzeiten oder anderen Feierlichkeiten gehören sie fest zum Programm. Darum ist dieses wöchentliche Ereignis bei vielen Heimbewohnern sehr beliebt. Sie schätzen Tanz und Musik sehr. Jeden Mittwochabend nach dem Abendessen ertönen die Klänge der verschiedenen Musikstile und alle tanzen, wie es ihnen gefällt - miteinander oder auch alleine. Genia ist mit ihren 94 Jahren oft die erste auf der Tanzfläche! „Mir tut alles weh, aber wenn ich tanze, fühle ich mich wieder jung. Es erinnert mich an gute Zeiten und schenkt mir Freude“, strahlte Genia.

Nicht jeder ist körperlich imstande zu tanzen, aber das hält niemanden davon ab die Musik zu genießen und den anderen beim Tanzen zuzusehen. Es ist ein so besonderer Höhepunkt der Woche, dass selbst Leute und Soldaten aus der Nachbarschaft dazukommen! „Es ist ein Abend, auf den sie sich sehr freuen. Schon dienstags fragen sie uns, ob wir denn ebenfalls zum Tanzen kommen werden“, sagte Tamaris, deutsche Volontärin im Haifa-Heim.

Bitte helfen Sie uns, die betagten Bewohner des Haifa-Heims zu segnen, ihnen ein schönes Zuhause und die beste Pflege zu geben, solange wir noch die Möglichkeit dazu haben! Als Verwendungszweck bitte „Haifa Heim“ angeben, herzlichen Dank!

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Sicherheit für Kinder und Jugendliche in Südisrael

Israels Südgrenze zum Gazastreifen ist nach wie vor eine geplagte Gegend. Ihre Bewohner mussten in den letzten gut zehn Jahren mit vielen Gefahren fertigwerden: Raketenangriffe, Terrortunnel, Scharfschützen und Feuerballons. Viele Kinder und Jugendliche, aber auch ihre Eltern, sind traumatisiert und nehmen Medikamente gegen die Angst. Seit Jahren stellt die ICEJ gemeinsam mit unserem Freund und Partner Rabbi Shmuel Bowman, Direktor der israelischen NGO Operation Lifeshield, Schutzbunker in Orten entlang der Gaza-Grenze auf und liefert wendige, mobile Löschfahrzeuge, um die Sicherheit der Bewohner zu erhöhen. So ermutigen wir Israelis vor Ort und zeigen ihnen unsere Solidarität.

Foto: ICEJ, Gottfried Bühler, Leiter der ICEJ-Deutschland, und ICEJ-Präsident Jürgen Bühler (Jerusalem) haben sich Mitte Mai überzeugt: Aufgrund unserer guten und sehr effektiven Zusammenarbeit mit Rabbi Shmuel Bowman (Operation Lifeshield) kommen Ihre Spendengelder genau da an, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

Wegen der permanenten Terrorbedrohung aus Gaza planen einige Familien aus Südisrael wegzuziehen. Bitte helfen Sie uns, ihre Sicherheit zu erhöhen, um ihr Bleiben zu ermöglichen! Zum Spendenportal

Bewohner Südisraels planen Wegzug

Israelische Medien berichteten im Juni, dass mindestens zehn israelische Familien, die nahe der Grenze zum Gazastreifen wohnen, diesen Sommer aus Südisrael wegziehen wollen, weil die Sicherheitslage aufgrund des Terrors ständig angespannt ist. Im Jahr 2018 stieg der Raketenbeschuss enorm an. Palästinensische Terroristen schossen 1.000 Raketen und Mörsergranaten auf Israel - in den drei Jahren davor waren es insgesamt 71 Raketen. Zuletzt feuerten palästinensische Terroristen Anfang Mai in 48 Stunden mehr als 700 Raketen und Mörsergranaten auf Südisrael, dabei starben vier israelische Zivilisten. Im Grenzgebiet zum Gazastreifen, das unumstritten zum Kernland Israels gehört, leben rund 70.000 Israelis in mehr als 50 Ortschaften. Bei Raketenalarm haben sie höchstens 15 Sekunden Zeit, Schutz zu suchen. Seit Ende des siebenwöchigen Gaza-Krieges 2014 und der Fertigstellung der Bahnlinie von Tel Aviv nach Beerschewa mit Haltestellen in Sderot, Netivot und Ofakim waren wieder mehr Israelis in den Süden gezogen. Nun wächst die Sorge, dass weitere Familien die Gegend verlassen könnten.

Raketenschutz für Tennis-Club

In Ofakim, etwa 28 Kilometer vom Gazastreifen entfernt, gibt es eines von 14 Tennis-Zentren in Israel, in denen sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche im Alter von vier bis 18 Jahren ihre Freizeit verbringen und Werte wie Kooperation, Ausdauer, Fairness und Toleranz lernen. Doch in Ofakim setzen den Kindern nicht nur schwierige Familienverhältnisse und Armut zu - sie leiden zudem unter der permanenten Terrorbedrohung aus Gaza. Weil das Tennisprogramm ohne Zufluchtsort in Notzeiten nicht stattfinden könnte, hat die ICEJ Deutschland im März zwei Schutzbunker neben dem Tennisplatz für die Kleinsten sowie für ihre Mütter und Geschwister aufgestellt. „Ich möchte besonders den Spendern dieser Bunker danken“, erklärte Mitarbeiter Uzi. „Anfang Mai ist eine Rakete nur 50 Meter von hier entfernt eingeschlagen. Doch die Schutzbunker geben den Kindern Sicherheit. Danke, dass ihr uns besucht!“

Bitte beten Sie um Sicherheit für die Bewohner Südisraels und helfen Sie uns, weitere Schutzbunker für sie aufzustellen und Ermutigung zu geben. Als Verwendungszweck bitte „Schutzbunker“ angeben, herzlichen Dank!

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