Abbas will weiterhin Terroristen unterstützen

Erdbeben in Galiläa, antisemitischer Angriff in Berlin

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Posted on: 
9 Jul 2018 (All day)
Abbas will weiterhin Terroristen unterstützen


Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas will auch weiterhin palästinensische Angreifer und deren Familien finanziell unterstützen, die Terroranschläge auf Israelis verübt haben. „Wir werden niemandem erlauben, sich in die Geldzahlungen einzumischen, die wir an die Familien von Märtyrern und Gefangenen leisten und gegen die Israel protestiert“, erklärte er am Sonntag bei einem Treffen der Fatah. Letzte Woche hatte das israelische Parlament beschlossen, wegen dieser Terrorfinanzierung hohe Summen palästinensischer Steuergeldern einzubehalten, die Israel für die Palästinenser eintreibt. Seit Jahren fordert Israel die Palästinenser dazu auf, die Unterstützungsleistungen einzustellen, von denen rund 35 000 Familien profitieren. Ihre Angehörigen sind im Konflikt mit Israel getötet, verwundet oder inhaftiert worden. Viele von ihnen sind in Terroraktivitäten verwickelt. Israel macht geltend, dass diese Unterstützungsleistungen zur Gewalt ermutigen. Zu den Begünstigten gehören Familien von Selbstmordattentäter, die tödliche Anschläge auf Israelis verübt haben.

Leichte Erdbeben in Galiläa setzen sich fort
Auch am Sonntag haben insgesamt vier leichte Erdbeben Galiläa im Norden Israels erschüttert. Ihre Stärke lag zwischen 3,1 und 3,9 auf der Richterskala, das Epizentrum befand sich unter dem See Genezareth, 8 Kilometer nordöstlich von Tiberias, in einer Tiefe von zirka 4 Kilometern. Seit letztem Mittwoch hat es in Galiläa insgesamt 13 leichte Beben gegeben, verletzt wurde niemand. In Tiberias wurden am Sonntagabend vorsorglich drei Wohnhäuser evakuiert, auch eine Hotline für besorgte Bürger wurde eingerichtet. Die Häufung der Erschütterungen weckt Befürchtungen, dass ein größeres Beben bevorstehen könnte. Das israelische Verteidigungsministerium hat für Mittwoch einen Notfall-Gipfel für Rettungsdienste und Vertreter von Städten und Gemeinden angesetzt, um zu prüfen, wie gut Israel auf einen Ernstfall vorbereitet ist. Erdbeben sind in Israel keine Seltenheit, da der Jordangraben als Teil des Großen Afrikanischen Grabenbruchs das Land von Nord nach Süd durchzieht. Entlang dieses Grabens kommt es immer wieder zu Erdbeben. Das letzte große Beben ereignete sich 1927. Es erreichte eine Stärke von 6,2 auf der Richterskala. 500 Menschen kamen damals ums Leben, 700 wurden verletzt.

Erneut antisemitischer Angriff in Berlin
Ein jüdischer Syrer ist im James-Simon-Park in Berlin-Mitte Samstagnacht von einer Gruppe von Männern und Frauen im Alter von 15 bis 21 Jahren krankenhausreif geschlagen worden. Die Täter sollen teils syrischer, teils deutscher Abstammung sein, berichtet die Jerusalem Post unter Berufung auf die Deutsche Welle. Der Mann hatte die Gruppe um Feuer für seine Zigarette gebeten. Als ein Mitglied der Gruppe den Davidsstern entdeckte, den der Mann als Kettenanhänger trug, riss er ihm die Zigarette aus dem Mund, beschimpfte ihn antisemitisch und schlug zu. Die Gruppe verfolgte den Mann, schlug ihn zu Boden und prügelte weiter auf ihn ein, bis Passanten die Angreifer verjagten, die später festgenommen wurden. Sie befinden sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß, der Staatsschutz ermittelt. Der Angegriffene wurde ambulant im Krankenhaus behandelt.

Unterdessen hat die Anwältin des 19jährigen Syrers Knaan S., der ebenfalls in Berlin auf einen Kippa-tragenden Israeli mit einem Gürtel eingeprügelt hatte, Berufung gegen sein Urteil eingelegt. Er war zu vier Wochen Jugendarrest und einem Jahr Erziehungsaufsicht verurteilt worden. Der Arrest wurde mit der Untersuchungshaft verrechnet und gilt als verbüßt. Nun verlangt Knaan S. zusätzlich noch Haftentschädigung, da er fünf Wochen länger in Untersuchungshaft saß.