Australien erkennt West-Jerusalem als Hauptstadt Israels an

ICEJ-Kurznachrichten vom 18. Dezember 2018

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18 Dez 2018 (All day)
Australien erkennt West-Jerusalem als Hauptstadt Israels an

Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem (ICEJ) hat Australiens Anerkennung West-Jerusalems als Hauptstadt des Staates Israel am Montag begrüßt. „Seit unserer Gründung 1980 ruft die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem die Nationen zur Rückkehr nach Jerusalem auf, der wahren und einzigen Hauptstadt Israels“, sagte ICEJ-Präsident Dr. Jürgen Bühler. „Deshalb gilt unser Respekt und Dank Premierminister Morrison und seinem Kabinett für dieses deutliche Zeichen der Solidarität mit dem jüdischen Volk und dessen tiefer historischer Verwurzelung mit dieser Stadt. Jerusalem ist zweifellos das `Herz´ des jüdischen Volkes, und es ist höchste Zeit, dass die internationale Gemeinschaft diese Realität erkennt und anerkennt.“ Der australische Premierminister Scott Morrison hatte den Schritt seines Landes am Samstag bekanntgegeben. Mit der Beschränkung der Anerkennung auf West-Jerusalem respektiere man aber auch eine mögliche Zwei-Staaten-Lösung, stellte Morrison klar. Australiens Botschaft bleibt vorerst in Tel Aviv. Jerusalem wird jedoch Sitz einer australischen Handels- und Verteidigungsvertretung. Der australische Zweig der ICEJ spielte in den letzten Monaten eine führende Rolle bei der Koordination und Zusammenführung der verschiedenen christlichen und jüdischen Pro-Israel-Interessensgruppen des Landes, die eine Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und eine Verlegung der australischen Botschaft nach Jerusalem fordern.

Einen Rückschritt musste Israel hingegen bei den Bemühungen um Normalität zu arabischen Staaten hinnehmen. Nachdem Medien vergangene Woche berichteten, der Sudan wolle künftig israelischen Passagiermaschinen erlauben, sein Hoheitsgebiet zu überfliegen, ließ der sudanesische Außenminister Dirdiri Mohamed Ahmed am heutigen Dienstagmorgen dementieren. Es gebe keine Annäherung seines Staates an Israel, so der Minister.

 

Jetzt ICEJ-Petition für die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels unterschreiben - Verlängert bis 31. Januar 2019!
Die ICEJ setzt sich seit fast vierzig Jahren dafür ein, dass Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel anerkannt wird. Im Mai dieses Jahres haben die USA und Guatemala ihre Botschaften nach Jerusalem verlegt. Auch mehrere EU-Mitgliedstaaten wollen dies tun. Die deutsche Bundesregierung hat sich bisher ausdrücklich von einem solchen Schritt  distanziert. Deshalb hat die ICEJ eine Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel initiiert, in der wir sie auffordern, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die deutsche Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.

UNTERZEICHNEN AUCH SIE DIE PETITION!
Vollständiger Petitionstext und Unterzeichnungsmöglichkeit

 

Entschädigung für Überlebende der „Kindertransporte“

80 Jahre nach den „Kindertransporten“ können Überlebende jetzt Entschädigungszahlungen beantragen. Darauf einigten sich die Jewish Claims Conference und die deutsche Bundesregierung nach Verhandlungen in Berlin, wie der jüdische Interessenverband am Montag bekannt gab. Nach der Reichspogromnacht 1938 hatte England seine Grenzen für unbegleitete jüdische Kinder geöffnet. Bis 1939 wurden mehr als 10.000 Kinder aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten gerettet. Die meisten Kinder sahen ihre Eltern nie wieder. Entschädigungszahlungen sollen ab dem 1. Januar 2019 bezahlt werden. Man geht davon aus, dass derzeit nur noch rund 1000 Betroffene am Leben sind.

 

Terror-Verherrlichung in PA-Schulbüchern – Deutschland bezahlt

Seit diesem Schuljahr werden an palästinensischen Schulen neue Schulbücher genutzt, in denen Antisemitismus gelehrt und Terroranschläge gegen Israelis verherrlicht werden. Deutschland zahlte der Palästinensische Autonomiebehörde (PA) für ihren Bildungsbereich Ende 2017 mehr als 32 Millionen Euro für eine Laufzeit von vier Jahren. Das berichtete die Jerusalem Post am Montag. Die neuen Lehrbücher für rund 1,3 Millionen Schüler sollten alte, antisemitische Schulbücher der PA für die Klassen eins bis zwölf an Schulen im Westjordanland, in Ostjerusalem und im Gazastreifen ersetzen. Unter anderem wird das Olympia-Attentat 1972 in München, bei dem elf israelische Sportler und ein deutscher Polizist ermordet wurden, als „Schlag gegen zionistische Interessen“ gelobt. Eine Terroristin, die an der Ermordung von 38 Israelis, darunter 13 Kinder, beteiligt war, wird als Vorbild bezeichnet. Selbst einfach Additionsaufgaben für Grundschüler werden anhand von „Märtyrern“ vermittelt. Die Bundesregierung erklärte, dass kein Vertreter der Bundesregierung an der Ausarbeitung der neuen Lehrpläne der PA beteiligt gewesen sei. Man nehme die Vorwürfe sehr ernst und werde die neuen Bücher nach wissenschaftlichen Kriterien prüfen. Erste Ergebnisse werden Anfang 2019 erwartet.

 

Protest nach neuer Terrorwelle – Baby gestorben

Am Sonntagabend haben rund 200 Israelis aus dem Westjordanland vor dem Amtssitz von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in Jerusalem demonstriert und härtere Maßnahmen gegen Terroristen gefordert. Auch neun Minister beteiligten sich, darunter Justizministerin Ajelet Schaked. Auslöser der Proteste waren zwei Terroranschläge auf Israelis in Ofra im Westjordanland (Judäa und Samaria) in der letzten Woche. Am Donnerstag waren dabei zwei Soldaten getötet und zwei Zivilisten schwer verletzt worden. Am Mittwoch starb ein vier Tage altes Baby, das nach dem Terroranschlag in Ofra am vorigen Sonntag von seiner schwer verletzten Mutter in einer Notgeburt zur Welt gebracht worden war. Der Terrorist Salih Omar Barghouti (29), Sohn von Hamas-Funktionär Omar Barghuti, hatte aus einem fahrenden Auto heraus das Feuer auf die schwangere Frau und weitere Menschen an einer Bushaltestelle eröffnet und sieben Personen verwundet. Am Sonntag wurde Salih Barghouti erschossen, als er bei seiner Verhaftung die israelischen Soldaten beschoss. Am Montag wurden drei Palästinenser verhaftet, die einen Bus in Jerusalem mit Steinen beworfen hatten.

 

Abschied von Shoah-Überlebendem Noah Klieger

Der Journalist und bekannte Holocaustüberlebende Noah Klieger ist am Donnerstag im Alter von 92 Jahren gestorben. Klieger hat sich große historische Verdienste erworben. Israels Staatspräsident Reuven Rivlin sagte zum Tode Kliegers: „Wir werden noch viele Jahre aus seinen Interviews lernen können. Möge sein Andenken gesegnet sein.“ Die ICEJ arbeitete immer wieder mit Klieger zusammen und berichtet in ihrer Sendereihe „FASZINATION ISRAEL“ über das Leben des gebürtigen Franzosen, der sich im KZ-Auschwitz als Boxer ausgab und so das Vernichtungslager überlebte. Von Belgien aus organisierte Klieger später die Auswanderung von 4500 jüdischen Überlebenden ins damalige britische Mandatsgebiet „Palästina“ - auf dem berühmten Flüchtlingsschiff „Exodus“, das die Briten jedoch nach Deutschland zurückschickten.

Hier können Sie die FASZINATION ISRAEL-Sendung „Vom KZ ins Gelobte Land“ über das Leben Noah Kliegers sehen.