Erster offener Schlagabtausch zwischen Israel und dem Iran

Verletzter israelischer Kampfpilot außer Lebensgefahr

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Posted on: 
12 Feb 2018 (All day)
Erster offener Schlagabtausch zwischen Israel und dem Iran

 

 

Israelische Analytiker sehen in der Eskalation an der Nordgrenze vom letzten Wochenende einen ersten offenen Schlagabtausch zwischen Israel und dem Iran. Nachdem eine iranische Drohne am Samstag in den israelischen Luftraum eingedrungen war, bombardierte eine Formation von insgesamt acht israelischen Kampfflugzeugen Ziele in Syrien. Eine syrische Luftabwehrrakete explodierte im israelischen Luftraum so nahe an einer israelischen F-16, dass Schrapnell in das Cockpit eindrang und den Piloten schwer verletzte. Dennoch gelang es ihm, gemeinsam mit seinem Navigator die Schleudersitze zu aktivieren und so das Flugzeug zu verlassen, das bei Kibbuz Harduf in Untergaliläa abstürzte. Der israelische Kampfpilot ist mittlerweile außer Lebensgefahr. Sein Navigator konnte bereits am Sonntag das Krankenhaus wieder verlassen. Nach dem Absturz der F-16 griff die israelische Luftwaffe erneut Ziele in Syrien an. Nach Schätzungen des Militärs konnte dabei fast die Hälfte der syrischen Luftabwehr, einschließlich iranischer Militäreinrichtungen zerstört werden.

Israel schickt verwirrten Libanesen nach Hause
Die israelische Armee hat einen Libanesen, der Zeichen geistiger Verwirrung zeigte, am Montag wieder in den Libanon zurückgeschickt. Der Mann, der von den libanesischen Medien als Ali Mrad identifiziert wurde, hatte zuvor den Grenzzaun überwunden. Im Verhör gab er an, von zwei Mitgliedern der schiitischen Terrororganisation Hisbollah geschickt worden zu sein. Sie hätten ihm angedroht, ihn in eine geschlossene Anstalt einweisen zu lassen, sollte er nicht den elektronischen Grenzzaun überprüfen. „Die Hisbollah setzt ihren zynischen Missbrauch der libanesischen Bevölkerung fort und verletzt damit Resolutionen des UN-Sicherheitsrates“, erklärte die israelische Armee in einer Stellungnahme. Ali Mrad wurde schon einmal im letzten April auf israelischem Territorium aufgegriffen und vom israelischen Inlandsgeheimdienst Schin Beit verhört. Sein Vater erklärte in einem Interview mit dem libanesischen Fernsehen, sein Sohn sei geistig verwirrt und glaube er habe jüdische Wurzeln.