Gaza-Terror: Vermehrt Sprengsätze in Israel gefunden

ICEJ-Kurznachrichten vom 11. Oktober 2018

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11 Okt 2018 (All day)
Gaza-Terror: Vermehrt Sprengsätze in Israel gefunden

© Foto: IDF, Palästinensische Terroristen schicken brennenden Ballon nach Israel.

In den letzten Tagen sind auf israelischem Gebiet nahe Gaza wieder zahlreiche Luftballons mit Sprengsätzen gefunden worden. Das berichtet die Jerusalem Post am heutigen Donnerstag. Die neue Terrormethode der Hamas ist vor allem für Kinder eine große Gefahr, denn die bunten Ballons wirken wie Spielzeug. „Wir beobachten zweifelsfrei eine Zunahme an Luftballons mit Sprengfallen“, kommentierte ein Sicherheitsbeamter in den israelischen Medien. Die Situation sei sehr besorgniserregend. Viele der Ballons landeten auch in Wohngebieten. Mehrere Ballons mit Brandsätzen haben in den letzten Tagen außerdem wieder Brände auf israelischem Gebiet verursacht. Heute und am Mittwoch wurden erstmals zwei Ballons mit Brandsätzen in Jerusalem gefunden. Einer der Ballons war auf dem Bauplatz eines Kindergartens gelandet und wurde dort von Baustellenarbeitern und Polizisten unschädlich gemacht. Der andere Brandsatz konnte von einem Passanten entsorgt werden. Heute Morgen heulten in verschiedenen Regionen im Süden Israels die Sirenen. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome (Eisenkuppel) wurde aktiviert und eine Abwehrrakete abgefeuert. Später meldete die Armee einen Fehlalarm.

 

Israel zerstört Terrortunnel aus Gaza

Ein großer Terrortunnel, der vom Gazastreifen auf israelisches Gebiet führt, ist heute von der israelischen Armee zerstört worden. Der Tunnel verfügte über mehrere Eingänge. Nach Schätzungen der israelischen Sicherheitskräfte wurden über 2,5 Millionen Euro in Zement und Elektronik sowie unzählige Arbeitsstunden in den Bau des Tunnels investiert. Tunnel dieser Art werden von der Hamas für Terrorangriffe genutzt. Seit Oktober 2017 wurden 15 Terrortunnel ausfindig gemacht und zerstört. Zum Schutz vor solchen Tunneln arbeitet Israel am Bau einer unterirdischen Barriere.

 

Bedauern in Israel über Haleys Rücktritt

Nikki Haley, US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, hat überraschend ihren Rücktritt angekündigt. In Israel wurde dieser Schritt mit Schock und Trauer registriert. Die Amerikanerin hatte sich während ihrer rund zweijährigen Amtszeit sehr für die Rechte des jüdischen Staates eingesetzt. In einer offiziellen Stellungnahme dankte Israels Premierminister Benjamin heute der Botschafterin für ihren „kompromisslosen Kampf gegen die Heuchelei bei den UN“ und wünschte ihr viel Glück für die Zukunft. Auch Israels Präsident Reuven Rivlin sprach Nikki Haley seinen Dank aus für ihren Einsatz gegen den „Zynismus der Vereinten Nationen“. Der Rücktritt erfolge aus persönlichen und nicht aus politischen Gründen, widersprach Nikki Haley Gerüchten über Unstimmigkeiten mit dem US-Präsidenten und versicherte, sie stehe Donald Trump 2020 als Wahlkampfhelferin zur Verfügung. Trump lobte die scheidende Botschafterin für ihre Arbeit. Sie habe der Welt Respekt eingeflößt. Über ihren Wunsch, ihr Amt niederzulegen, sei er bereits seit Monaten informiert. Wer ihr Nachfolger werden soll, will Trump in den nächsten Wochen bekannt geben.

 

Russland, Israel: Wortgefechte um den Golan

Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat am Mittwoch scharfe Kritik an Israels Aussage über die Golanhöhen geäußert. Vor zwei Tagen hatte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erklärt, dass dieses Gebiet unter israelischer Souveränität bleiben wird. „Der Status der Golanhöhen ist in den Resolutionen der UN festgelegt“, warnte Lawrow. „Diesen Status zu ändern würde eine direkte Verletzung dieser Resolutionen bedeuten.“ Der Premierminister reagierte gelassen auf die Kritik des russischen Außenministers. „Ich weiß, dass Präsident Putin mein Engagement für die Sicherheit Israels versteht und ich weiß, dass er auch versteht, welch wichtige Bedeutung dabei die Golanhöhen haben.“ Am Montag hatte Netanjahu bei seinem Besuch auf dem Golan eine 1.500 Jahre alte, wiederhergestellte Synagoge besucht. Wenn man die Herrschaft über die Golanhöhen verliere, stünden der Iran und die Hisbollah am Ufer des Sees Genezareth, erläuterte Netanjahu die strategische Bedeutung der Höhenzüge.

 

Abbas: „Komplott von Katar und Israel“

Die Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat Katar heute vorgeworfen, sich mit Israel verschworen zu haben, um den islamistischen Terror der Hamas zu unterstützen. Wie in den letzten ICEJ-Nachrichten berichtet, hat Israel ohne Zustimmung der von Abbas geführten Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) am Dienstag damit begonnen, Dieselkraftstoff in den Gazastreifen zu liefern. Katar will den Treibstoff sechs Monate lang bezahlen, der für den Betrieb von Kraftwerken zur Stromerzeugung in Gaza benötigt wird. Die PA hatte versucht, diese Hilfsmaßnahme zu verhindern.