Hisbollah-Kämpfer dringen in Golanhöhen ein

ICEJ-Nachrichten vom 28. Juli 2020

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Posted on: 
28 Jul 2020
Hisbollah-Kämpfer dringen in Golanhöhen ein

Mehrere Kämpfer der schiitisch-libanesischen Terrororganisation Hisbollah sind am Montagnachmittag in die israelischen Golanhöhen eingedrungen. Die israelische Armee schoss auf die Terroristen, die sich anschließend wieder auf libanesisches Gebiet zurückzogen. Israels Armee befindet sich in erhöhter Alarmbereitschaft, nachdem bei einem Raketenangriff in Syrien vergangene Woche ein Hisbollah-Kämpfer getötet worden sein soll. Beobachter schreiben diesen Angriff Israel zu. Noch sei unklar, mit welcher Absicht die Terroristen am Montag in die Golanhöhen eingedrungen waren und ob dieser Zwischenfall der erwartete Vergeltungsschlag gewesen sei, erklärte Armeesprecher Hidai Zilberman. „Es liegen schwierige Tage vor uns“, sagte er. Israel hat seine Truppenpräsenz entlang der Nordgrenze verstärkt und zusätzliche Einheiten des Raketenabwehrsystems Iron Dome (Eisenkuppel) in Stellung gebracht. Verteidigungsminister Benny Gantz warnte die Hisbollah, Israel nicht zu „provozieren“. Sowohl Gantz als auch Premierminister Benjamin Netanjahu erklärten, Israel werde die Regierungen Syriens und des Libanons für mögliche Anschläge, die von ihren Territorien aus verübt werden, verantwortlich machen.

Inmitten der angespannten Situation traf am Freitag General Mark Milley, Vorsitzender des Vereinigten Generalstabs der US-Streitkräfte und der ranghöchste US-General, zu einem Treffen mit Verteidigungsminister Benny Gantz, Generalstabschef Aviv Kochavi und Mossad-Chef Jossi Cohen in Israel ein. Gegenstand der Besprechungen seien der Iran und die aktuelle Sicherheitslage im Nahen Osten gewesen, meldete die israelische Armee.

Gebetsanliegen: Beten wir, dass Gott Israels Schutz und Schild ist. Beten wir um Weisheit für die israelische Regierung und Militärführung und um Schutz der israelischen Soldaten und der Zivilbevölkerung. Beten wir, dass der Einfluss der Hisbollah im Libanon und in Syrien schwindet.

 

Covid-19: Israels Krankenhäuser zunehmend überlastet

Die Corona-Krise wird zunehmend zu einer Belastungsprobe für Israels Krankenhäuser. Das israelische Gesundheitsministerium meldete am Montag, die Corona-Stationen in den vier größten Krankenhäusern des Landes seien bereits überfüllt. Außerdem seien zahlreiche Krankenhäuser generell überbelegt. Das Hadassah-Krankenhaus im Jerusalemer Stadtteil Ein Kerem war am heutigen Dienstag zu 113% belegt, die Corona-Station zu 164%. Man bereite die Öffnung einer weiteren Corona-Station vor, erklärte Krankenhausdirektor Prof. Joram Weiss. Dazu werde man zuvor Patienten in andere Krankenhäuser des Landes verlegen müssen. In ganz Israel werden zurzeit 738 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, 317 von ihnen sind schwer erkrankt. Rund 100 der Erkrankten werden künstlich beatmet. Die Zahl der aktiven Fälle stieg am heutigen Dienstag auf 36.378. 474 Menschen sind gestorben. Zusätzlich zum Anstieg schwerer Corona-Infektionen stellt der durch die Krise bedingte Personalmangel eine Herausforderung dar: Rund 3.000 Ärzte, Pfleger und weiteres medizinisches Personal befinden sich zurzeit in Quarantäne, nachdem sie Kontakt zu Infizierten hatten.

Gebetsanliegen: Beten wir für eine rasche Genesung der Erkrankten. Beten wir auch, dass die Zahl der Neuinfektionen abnimmt und das Coronavirus erfolgreich eingedämmt werden kann

 

55% der Israelis haben finanzielle Sorgen, psychische Belastung nimmt zu

Angesichts der andauernden Krise machen sich 55% der Israelis Sorgen über ihre finanziellen Verpflichtungen. Bei israelischen Arabern liegt der Anteil bei 65%. Das besagt eine neue Studie, die das Zentrale Statistikamt am Sonntag veröffentlichte. 21% aller Israelis (33% der israelischen Araber) gaben an, dass sie oder ein Mitglied ihres Haushalts die Nahrungsaufnahme reduziert hätten, um ihre Ausgaben zu verringern. 42% aller Israelis leiden an Angstgefühlen, 21% berichten von Depressionen. Das ist ein Anstieg von 9% bzw. 5% im Vergleich zum Mai. In Israel sind weiterhin rund 21% der Beschäftigten arbeitslos oder befinden sich in unbezahltem Urlaub. Da die staatliche Unterstützung oft nicht ausreicht, sollen zehntausende Israelis schlechtbezahlte Anstellungen angenommen haben, für die sie überqualifiziert seien. Das berichtete die Times of Israel vergangene Woche. In der Unterhaltungsindustrie und Tourismusbranche Beschäftigte sind besonders schwer vom Lockdown betroffen. Seit März sind Großveranstaltungen und kulturelle Events verboten sowie die Grenzen für den internationalen Tourismus geschlossen.

 

PA: Anti-Korruptions-Demonstranten verhaftet

Nach einem Anti-Korruptions-Protest gegen die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) in Ramallah sind vergangene Woche 19 Demonstranten verhaftet worden. Neun von ihnen befinden sich weiterhin in Haft. Ihnen wird vorgeworfen, eine illegale Demonstration durchgeführt und gegen den wegen des Coronavirus verhängten Lockdown verstoßen zu haben. Die Demonstranten wiederum werfen der PA vor, den Notstand auszunutzen, um gegen Kritiker vorzugehen und die Meinungsfreiheit in den PA-Gebieten zu unterdrücken. Der Protest war von der palästinensischen Polizei nicht genehmigt worden. Über 100 Palästinenser, einschließlich Politiker, Akademiker und Journalisten, unterzeichneten eine Petition mit der Forderung, die Demonstranten umgehend freizulassen. Die PA hatte am 6. Juli den Lockdown um weitere 30 Tage verlängert. Das öffentliche Leben ist weiterhin stark eingeschränkt. Im Westjordanland lag die Zahl der aktiven Fälle am heutigen Dienstag bei 8.459. 76 Menschen sind gestorben. Im von der islamistischen Terrororganisation Hamas beherrschten Gazastreifen gibt es 72 bestätigte Fälle. Ein Gaza-Bewohner ist infolge des Coronavirus gestorben.

 

34 äthiopische Juden landen in Israel

34 äthiopisch-jüdische Neueinwanderer sind am Donnerstag mit einem von der ICEJ gesponserten Flug in Israel gelandet. Aufgrund der Corona-Krise mussten die neuen israelischen Staatsbürger nach der Landung in die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne begeben. Das israelische Kabinett hatte im Februar 400 äthiopischen Juden die Alijah (Eiwanderung nach Israel) genehmigt. 268 von ihnen sind seitdem in Israel eingetroffen, mit Unterstützung der ICEJ. Weitere rund 7.000 Juden warten in Transitlagern in Gondar und Addis Abeba (Äthiopien) auf ihre Einreiseerlaubnis. Israels Ministerin für Alijah und Integration Pnina Tamano-Shata erklärte vergangene Woche, sie werde sich dafür einsetzen, alle verbleibenden äthiopischen Juden in den nächsten zwei Jahren nach Israel zu holen. Tamano-Shata wanderte selbst im Alter von drei Jahren aus Äthiopien nach Israel ein.

Vielen Dank an alle Unterstützer der ICEJ, die die Heimkehr der äthiopischen Juden möglich gemacht haben!

 


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