ICEJ dankbar für 30 Jahre Alijah-Flüge

ICEJ-Nachrichten vom 28. Mai 2020

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28 Mai 2020
ICEJ dankbar für 30 Jahre Alijah-Flüge

Am heutigen Donnerstag feiert die ICEJ ihre 30-jährige Unterstützung von Alijah-Flügen. Am 28. Mai 1990, heute vor genau 30 Jahren, landete das erste gemeinsam von der ICEJ-Deutschland und der ICEJ-Finnland gesponserte Flugzeug – an Bord hunderte russische Juden aus der ehemaligen Sowjetunion – auf dem Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv. Es war der erste vollständig von christlichen Israelfreunden gesponserte Alijah-Flug. Dieser besondere Meilenstein der Alijah (Einwanderung nach Israel) folgte auf Jahre des unermüdlichen Einsatzes der ICEJ weltweit für die Freilassung inhaftierter Juden aus sowjetischen Gefängnissen. Diese Woche, am 26. Mai 2020, landeten 94 Neueinwanderer aus Russland in Israel, mit einem von der ICEJ gesponserten Charterflug. Trotz der Corona-Krise und weltweiten Reisebeschränkungen konnte die ICEJ seit Februar 855 jüdischen Neueinwanderern aus verschiedenen Ländern so die Alijah ermöglichen. Neben den Alijah-Flügen unterstützt die ICEJ auch die Unterbringungskosten während der obligatorischen zwei Wochen Quarantäne und steht zahlreichen Neuankömmlingen zur Seite, damit sie in ihrer neuen Heimat erfolgreich Fuß fassen können.

Foto: ICEJ, Jüdische Neueinwanderer kommen mit von der ICEJ gesponserten Flüge in Israel an, links: 28.05.1990, rechts: 26.05.2020

Herzlichen Dank an alle Unterstützer der ICEJ, die diese wunderbare und wertvolle Arbeit der letzten 30 Jahre ermöglicht haben!

Bitte helfen Sie uns auch weiterhin, jüdischen Neueinwanderern die Heimreise nach Israel zu ermöglichen, und unterstützen Sie die Alijah-Arbeit der ICEJ mit Ihrer Gabe! Als Verwendungszweck bitte „Alijah“ angeben, herzlichen Dank!

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ICEJ Deutschland

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Israel besorgt über Eskalation im Cyberkrieg

Jigal Unna, Israels Cheftechnologe für Cybersicherheit, hat sich am heutigen Donnerstag besorgt über eine Eskalation im Cyber-Krieg gezeigt. Die Entwicklungen im Cyberspace würden sich mit „verrückter und hektischer” Geschwindigkeit verändern, sagte Unna. April und Mai 2020 „werden als ein Wendepunkt in der Geschichte des Cyberkriegs“ in Erinnerung bleiben. Damit spielte er auf verschiedene Cyberangriffe gegen israelische Einrichtungen in den letzten Wochen an. Er bestätigte, dass Israels Wasserversorgungssysteme im April Ziel eines großangelegten Cyberangriffs geworden waren. Ob - wie Experten vermuten - der Iran Urheber des Angriffs war und ob Israel für den zwei Wochen später erfolgten Cyberangriff auf eine iranische Hafenanlage im Mai verantwortlich ist, bestätigte er nicht. Er betonte den gravierenden Charakter des Cyberangriffs auf die Wasserversorgungssysteme. Hätte Israels Abteilung für Cybersicherheit den Angriff nicht zeitnah entdeckt, hätten die Hacker Chemikalien in das Trinkwasser leiten und der israelischen Zivilbevölkerung inmitten der Corona-Krise enormen Schaden zufügen können. Israel sieht diesen Angriff als massive Eskalation seitens des Iran, da er gezielt gegen die Zivilbevölkerung gerichtet war.

Vergangene Woche wurden israelische Forschungsinstitute, die Impfstoffe gegen das Coronavirus entwickeln, Ziel von Cyberattacken. Israelischen Medienberichten zufolge hätten die Hacker dabei nicht versucht, an Informationen zu gelangen, sondern gezielt die Forschungsarbeiten zu sabotieren. Die Angriffe sollen jedoch keinen Schaden angerichtet haben. Außerdem wurden letzte Woche hunderte israelische Webseiten gehackt. Die betroffenen Webseiten zeigten Darstellungen bombardierter israelischer Städte und Botschaften, die mit der Zerstörung Israels drohten. Bislang ist kein weiterer Schaden bekannt.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie mit uns für den Schutz Israels, insbesondere der Zivilbevölkerung, angesichts dieser Eskalation im Cyberkrieg. Beten wir, dass Gott eine feurige Mauer um Israel herum ist – auch in der Cyberwelt!

 

Israel: Hotels und Gastronomie öffnen

Israels Hotels und Gastronomiebetriebe haben am Mittwoch erstmals seit mehr als zwei Monaten wieder öffnen dürfen - unter Einhaltung strenger Hygienevorschriften. In Tel Aviv besuchten tausende Israelis die Restaurants und Bars der Küstenmetropole. Viele waren bis zu 95% ihrer Kapazität ausgelastet und sind bereits für das anstehende Schawuot-Wochenende voll ausgebucht. Auch der Urlaubsort Eilat am Roten Meer, wo rund 45% der Einwohner in der Tourismusbranche beschäftigt oder von ihr abhängig sind, öffnete wieder für den Inlandstourismus. Vielen dort ansässigen Unternehmen droht jedoch weiterhin der finanzielle Ruin, sollte der internationale Reiseverkehr nicht bald wieder aufgenommen werden. Zahlreiche Betriebe im Gastgewerbe befinden sich wegen der Corona-Krise in wirtschaftlichen Notsituationen und blieben am Mittwoch weiterhin geschlossen. Während der Corona-Krise stieg die Arbeitslosigkeit von 4% auf über 25%, über eine Million Israelis wurden arbeitslos. Der israelische Minister für Arbeit und Soziales, Itzik Shmuli, rechnet damit, dass trotz der Öffnungen rund 400.000 Israelis vorerst keine Neuanstellung finden werden.

Oslo-Verträge: IStGH fordert Klarstellung von Mahmud Abbas

Drei Richter des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag (IStGH) haben am Dienstag die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) aufgefordert, ihre Position zu den Oslo-Friedensverträgen zu bestätigen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte vergangene Woche erklärt, die PA sei von „allen Verträgen und Vereinbarungen“ mit Israel und den USA „entbunden“. Die Richter des IStGH forderten die PA auf, bis zum 10. Juni klarzustellen, ob dies die Oslo-Verträge mit einschließe. Das Panel prüft zurzeit die gerichtliche Zuständigkeit des IStGH, die Voraussetzung dafür ist, dass Chefanklägerin Fatou Bensouda wie geplant Ermittlungen gegen Israel und die Hamas wegen angeblicher Kriegsverbrechen in den Palästinensergebieten und Ostjerusalem aufnehmen kann. Das Rom-Statut, die vertragliche Grundlage des IStGH, erlaubt nur Staaten die Übertragung der Zuständigkeit an das Gericht. Israel besteht darauf, dass die PA, die sich 2019 an den Gerichtshof gewandt hatte, kein souveräner Staat sei. Die Oslo-Verträge von 1993 und 1995 hatten der Palästinenserführung erstmalig Autonomie in Gebieten, die sie für einen eigenen Palästinenserstaat beansprucht, zugesprochen. Beobachter sind der Ansicht, dass, sollte die PA die Oslo-Verträge für aufgelöst erklären, die Frage, ob die PA einen souveränen Staat darstelle, sich erübrigt hätte.

Schawuot sameach!

Am heutigen Donnerstagabend beginnt Schawuot, das biblische Wochenfest (3. Mose 23,15-22). Es wird sieben Wochen nach dem Fest der Erstlingsfrüchte, das in die Pessachwoche fällt, gefeiert. Schawuot ist eines der drei großen Wallfahrtsfeste, an dem die Erstlinge der Weizenernte zum Tempel gebracht wurden. An Schawuot gedenkt das Volk Israel der Gesetzgebung auf dem Berg Sinai. Das Fest beginnt mit einer Nacht des intensiven Schriftstudiums, vor allem der Zehn Gebote. Am nächsten Morgen wird in den Synagogen das Buch Ruth gelesen, dessen Ereignisse zur Zeit der Gersten- und Weizenernte geschahen. Die Bibel weist ausdrücklich darauf hin, dass Schawuot als Freudentag begangen werden soll. Weil das Gesetz Gottes unser Leben ernährt, wie die Milch den Säugling, werden zu Schawuot traditionell aus Milchprodukten zubereitete Speisen, z.B. Käsekuchen, gegessen.


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