Iran droht Israel, EU will keine neuen Iran-Sanktionen

ICEJ-Nachrichten vom 17.04.2018

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17 Apr 2018 (All day)
Iran droht Israel, EU will keine neuen Iran-Sanktionen

Die iranischen Truppen seien „viel stärker als zuvor“ und „der Zeitpunkt wurde festgelegt“, an dem Israel völlig zerstört werden soll. Das erklärte Kiumars Heidari, Kommandeur der iranischen Bodentruppen, diese Woche. Die EU-Außenminister konnten sich unterdessen am Montag in Luxembourg nicht darauf einigen, neue Sanktionen gegen den Iran zu verhängen, um die Verwicklung des Landes in regionale Kriege und das Voranbringen seines Raketenprogramms, das UN-Resolutionen widerspricht, zu ahnden. Diplomaten aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland wollen sich weiterhin um neue Iran-Sanktionen bemühen. Damit soll verhindert werden, dass US-Präsident Donald Trump das 2015 mit dem Iran geschlossene Atomabkommen am 12. Mai aufgibt. Dies hatte Trump für den Fall angekündigt, dass das Abkommen nicht nachgebessert wird.

 

Israel zerstört Hamas-Terrortunnel in Gaza

Die israelische Armee hat am Wochenende erneut einen Terrortunnel zerstört, der von der im Gazastreifen regierenden islamistischen Terrororganisation Hamas unter der Grenze hindurch nach Israel gegraben worden war. Das gab Ronen Manelis, Sprecher der israelischen Armee, am Sonntag bekannt. Der einsatzbereite Tunnel wurde durch neu entwickelte Technologien und Methoden der israelischen Armee entdeckt und zerstört. Er war mit anderen Terrortunneln im Gazastreifen verbunden. Ganz in der Nähe der Stelle, an der der Tunnel die Grenze unterschritt, fanden Palästinenserproteste am Grenzzaun statt. „Die gewalttätigen Demonstrationen sind ein Deckmantel für ober- und unterirdische terroristische Bestrebungen“, erklärte Manelis. „Die Hamas steckt weiterhin gewaltige Mittel in vergebliche terroristische Bemühungen, statt sie in das Wohlergehen der Bewohner Gazas zu investieren.“

Israel werde nicht zulassen, dass seiner Sicherheit oder seinen Bürgern geschadet werde und weiterhin resolut gegen Terrorismus vorgehen. Am Freitag hatten mehr als 10.000 Gaza-Bewohner an großen Demonstrationen an der Grenze zu Israel teilgenommen. Sie schleuderten einen Sprengsatz und Brandbomben auf israelische Soldaten und versuchten mehrmals, den Grenzzaun zu beschädigen und nach Israel einzudringen. Ein Protestler wurde getötet. Eine Woche zuvor waren etwa 20.000 Palästinenser an die Grenze gekommen. Zu Beginn der Proteste vor gut zwei Wochen waren es 30.000 Teilnehmer.Die teils gewalttätigen Proteste, die als „Großer Marsch der Rückkehr“ bezeichnet werden, sollen bis Mitte Mai andauern.