Israel deckt iranisches Geheimdienstnetzwerk auf

ICEJ-Nachrichten vom 25. Juli 2019

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25 Jul 2019 (All day)
Israel deckt iranisches Geheimdienstnetzwerk auf

Israel deckt iranisches Geheimdienstnetzwerk auf

Israel hat ein iranisches Geheimdienstnetzwerk, das versucht hatte, in Israel, dem Westjordanland und Gaza Informanten zu rekrutieren, aufgedeckt und zerstört. Das berichteten israelische Medien am Mittwoch unter Berufung auf eine Meldung des israelischen Inlandsgeheimdiensts Shin Bet. Das Netzwerk wurde von iranischen Agenten in Syrien gesteuert und versuchte mit Hilfe gefälschter Facebook-Konten, Kontakt mit Israelis und Palästinensern aufzunehmen, um Informationen über mögliche Ziele von Terroranschlägen zu sammeln, wie z.B. israelische Militärbasen, Polizeistationen, Krankenhäuser und Personen des öffentlichen Lebens. Nach Angaben des Shin Bets wurde mindestens eine Person rekrutiert, die meisten Versuche blieben erfolglos. Israelis, die von den gefälschten Facebook-Konten kontaktiert wurden, erkannten diese als nicht authentisch und ignorierten die Anfragen. Terrorgruppen nutzen häufig Internetplattformen, vor allem Soziale Medien, um Agenten und auch potentielle Attentäter zu rekrutieren. Israel ist besorgt über die Zunahme dieser Aktivitäten, die vor allem auf arabische Israelis ausgerichtet sind. (Foto: Soziale Medien, Symbolbild, Pixelkult/Pixabay)

 

Arabische Journalisten zu Besuch in Israel

Sechs Journalisten und Blogger aus Saudi Arabien, Jordanien und dem Irak sind in dieser Woche zu Gast in Israel. Geplant sind Besuche verschiedener israelischer Städte und Einrichtungen und Treffen mit israelischen Politikern und Wissenschaftlern. Außerdem ist ein Besuch der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem vorgesehen. Die Journalisten halten sich zum ersten Mal in Israel auf und kommen mehrheitlich aus Ländern, mit denen Israel keine diplomatischen Beziehungen pflegt. Israel wird, mit Ausnahme Jordaniens und Ägyptens, von seinen arabischen Nachbarländern offiziell nicht anerkannt. Allerdings ist in den letzten Jahren ein Auftauen der Beziehungen zu Saudi Arabien und anderen Golfstaaten verzeichnet worden und es bestehen bereits Kooperationen auf wirtschaftlicher Ebene. Im Juni haben israelische Geschäftsleute und Journalisten an einer Wirtschaftskonferenz in Bahrain teilgenommen. 2018 war der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu zu Gast in Oman. Der Besuch der arabischen Journalisten in Israel wird als weiteres Zeichen einer zunehmenden Normalisierung gedeutet.

 

Archäologen entdecken Treppe aus der Zeit Josuas

Archäologen haben auf der Ausgrabungsstätte Tel Hazor in Nordisrael Treppenstufen entdeckt, die aus der Zeit der Eroberung Kanaans stammen. Das teilte der stellvertretende Direktor der Ausgrabungsstätte Dr. Shlomit Bechar am Mittwoch der Presse mit. Der Fund gehört zum Eingangsbereich eines rund 3.500 Jahre alten kanaanäischen Palasts, der bei einem Brand zerstört worden war. Diese Einschätzung deckt sich mit dem biblischen Bericht über die Eroberung Hazors in Josua 11,10-13. Die Treppe, von der bislang sieben sehr gut erhaltene Stufen freigelegt wurden, besteht aus viereinhalb Meter breiten Basaltplatten. Tel Hazor ist eines der bedeutsamsten archäologischen Stätten Israels und wurde 2005 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. In den vergangenen Jahren haben Archäologen dort regelmäßig Gegenstände und Bauten aus biblischer Zeit freigelegt.

 

Illegale palästinensische Gebäude stellen Bedrohung der Sicherheit Israels dar

Israel hat am Montag mit dem Abriss illegaler palästinischer Gebäude nahe des Ostjerusalemer Stadtteils Sur Baher begonnen. Die zwölf Mehrfamilienhäuser befinden sich laut israelischen Behörden zu nah am Sicherheitszaun, den Israel 2002 zum Schutz israelischer Zivilisten vor Selbstmordattentätern errichten ließ. Gemäß eines Urteils des Obersten Gerichtshofs von 2011, muss beim Errichten neuer Gebäude einen Mindestabstand zum Zaun gewahrt werden. Die zwölf Gebäude in Sur Baher, die 2014 etwa 400 Meter vom Zaun entfernt errichtet wurden, waren Gegenstand eines langjährigen Gerichtsverfahrens. Im Juni hatte der Oberste Gerichtshof befunden, dass sie gegen die Auflagen verstoßen und eine Gefahr für die Sicherheit Israels darstellen, sollten sie von Terroristen genutzt werden. Die Richter setzten eine Frist zur Räumung, die am vergangenen Freitag abgelaufen war. Nach Angaben des israelischen Außenministeriums ist nur eins der Gebäude bewohnt, die anderen Wohnungen stehen leer.

 

Wissenschaftler unterstützen BDS-Beschluss des Deutschen Bundestags

International anerkannte Wissenschaftler aus Deutschland und anderen Ländern haben eine Petition an die deutsche Bundesregierung initiiert. Das berichtete die israelische Tageszeitung Jerusalem Post am Montag. Die rund 400 Unterzeichner fordern die Bundesregierung auf, den Bundestagsbeschluss vom Mai, der die israelfeindliche BDS-Bewegung als antisemitisch einstuft, gesetzlich zu verankern. Der Beschluss, der bislang nicht bindend ist, sieht vor, dass Anhänger der BDS-Bewegung künftig keine öffentlichen Fördermittel mehr erhalten sollen (BDS steht für Boykott, Kapitalentzug und Sanktionen). Die Anti-BDS-Petition wurde vom deutschen Zweig der „Wissenschaftler für Frieden in Nahost“ und der Nichtregierungsorganisation „Demokratie und Information“ veranlasst als Reaktion auf einen Pro-BDS-Appell, der zuvor von 240 jüdischen und israelischen Wissenschaftlern unterzeichnet wurde.