Israel verhaftet palästinensische Terroristen

ICEJ-Kurznachrichten vom 14. März 2019

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14 Mär 2019 (All day)
Israel verhaftet palästinensische Terroristen

Tempelberg wieder zugänglich

Mehrere Terrorverdächtige sind in den letzten Tagen in Israel verhaftet worden. Am heutigen Donnerstag nahmen israelische Sicherheitskräfte fünf Palästinenser fest, die in der Nacht vom Gazastreifen nach Israel eingedrungen waren. Donnerstagnacht wurden im Westjordanland (Judäa und Samaria) 15 wegen terroristischer Aktivitäten gesuchte Palästinenser verhaftet. Dabei wurden zahlreiche illegale Waffen gefunden. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, konnte bereits im Januar eine Terrorzelle nahe Jerusalem aufgedeckt werden, die in der Vergangenheit mehrere schwere Anschläge mit Sprengstoff und Brandbomben durchgeführt hatte. Sieben Terroristen dieser Gruppe wurden verhaftet. (Foto: IDF)

Der Zugang zum Tempelberg in Jerusalem ist bereits am Mittwoch wieder für Besucher geöffnet worden, trotz eines Brandbombenanschlags, bei dem am Dienstag ein israelischer Polizist schwer verletzt worden war. Mit der Entscheidung bemüht sich Israel um eine Deeskalation der angespannten Lage. Seit einigen Wochen kommt es auf dem Tempelberg im Bereich des Goldenen Tors immer wieder zu Unruhen. Die für den Tempelberg zuständige islamische Behörde Wakf kündigte gestern länger andauernde Renovierungsarbeiten am Golden Tor an. Die Arbeiten sollen sofort beginnen. Der Bereich werde während der Arbeiten möglicherweise geschlossen, gab die Wakf bekannt. Laut Informationen der Jerusalem Post wurden die Renovierungsarbeiten im Rahmen von Verhandlungen zwischen Israel und Jordanien als Mittel zur Beendigung der Spannungen auf dem Tempelberg beschlossen.

Hamas ruft Minderjährige zu Gewalt gegen Israel auf

Im Gazastreifen ruft die in der Enklave herrschende islamistische Terrororganisation Hamas währenddessen vor allem Jugendliche weiter zur Gewalt gegen Israel auf. Ein Gaza-Fernsehsender strahlte einen Film aus, in dem sich ein Mitglied der Hamas unter anderem speziell an Kindergartenkinder und Grundschüler wendet und sie auffordert, als Terroristen und Märtyrer gegen Israel zu kämpfen.

 

 

Erneut Starkregen: Pegel des Sees Genezareth gestiegen

Der Wasserpegel des Sees Genezareth ist nach neuen heftigen Regenfällen während der vergangenen Tage erneut um zwei Zentimeter gestiegen. Wie Israels Wasserbehörde heute mitteilte liegt der Pegelstand nun 49 Zentimeter über der zweiten roten Linie. Erreicht der Wasserstand diese Linie nicht, darf kein Wasser aus dem See gepumpt werden. Der See, der unterhalb des Meeresspiegels liegt, muss noch um weitere 3,71 Meter ansteigen, um die wichtige obere rote Linie zu erreichen. Mehrere Jahre der Dürre haben den Wasserstand des Sees enorm sinken lassen. Aktuell ist es in Israel ungewöhnlich kalt für die Jahreszeit. Mittwochnacht fiel erneut Schnee auf dem Berg Hermon. In vielen Teilen Israels dauerte der Regen am heutigen Donnerstag an, u.a. in Jerusalem.

Bitte beten Sie weiterhin mit uns um Regen für Israel und dass die heißen Temperaturen noch etwas länger auf sich warten lassen, vielen Dank!

 

Hisbollah auf dem Golan: Israel beschwert sich bei den UN

Israel hat am Mittwoch beim Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) eine Beschwerde über die Aktivitäten der schiitischen Terrororganisation Hisbollah auf der syrischen Seite der Golanhöhen eingereicht. Die mit dem Iran verbündete Terrorgruppe hat sich entlang der Grenze zu Israel aufgestellt. Am Mittwoch bestätigte die israelische Armee, dass ein neuer Stützpunkt der Hisbollah in einem Grenzort auf syrischer Seite entdeckt wurde. Die vom Iran unterstützte Hisbollah bemüht sich schon seit Jahren, Strukturen im Grenzgebiet zu schaffen, die es dem Iran ermöglichen sollen, Israel von syrischem Boden aus anzugreifen. Israels Botschafter bei den UN Danny Danon betonte, man könne nicht ignorieren, dass der Iran in Syrien und im Libanon eine militärische Front gegen Israel aufbaue. Israel werde sich gegen die Aggressionen aus Teheran verteidigen. Danon kritisierte, dass die Hisbollah von den UN nicht als Terrororganisation eingestuft ist, trotz einer Fülle an Beweisen für grenzüberschreitende terroristische Aktivitäten. Die USA bezeichneten die Golanhöhen und das Westjordanlang (Judäa und Samaria) in ihrem jährlichen Bericht zur Menschenrechtslage erstmals nicht als „von Israel besetzt“, sondern als „von Israel kontrollierte Gebiete“. Dies wird in Israel als eine Stärkung der israelischen Position gedeutet.

 

Terroristin tourt in Deutschland – Irritation in Israel

Die wegen Mordes verurteilte palästinensische Terroristin Rasmea Odeh soll am Freitag in einer Veranstaltung in Berlin-Kreuzberg zum Thema „Frauen im Befreiungskampf“ sprechen. Im Jüdischen Forum zeigt man sich schockiert. Medien in Israel berichten kritisch über die Veranstaltung des antiisraelischen Bündnisses BDS (Boykott, Kapitalentzug, Sanktionen). Rasmea Odeh war 1969 am Bombenanschlag auf einen Supermarkt in Jerusalem beteiligt, bei dem zwei junge Menschen starben und acht weitere schwer verletzt wurden. Auch am Anschlag auf das britische Konsulat im gleichen Jahr war Odeh beteiligt. Sie wurde 1970 zu lebenslanger Haft verurteilt. 1980 kam sie im Rahmen eines Gefangenenaustauschs vorzeitig frei, wanderte erst in die USA, dann nach Jordanien aus.

Lala Süsskind, Vorsitzende des Jüdischen Forums, bezeichnet den Auftritt der Terroristin, die sich bis heute nicht von ihren Taten distanziert hat, als „unerträglich“ und zeigte sich enttäuscht, dass „dieser schamlosen Glorifizierung einer antisemitischen Mörderin seitens der Politik kein Einhalt geboten wird.“ Gemeinsam mit Odeh soll auch die wegen Anstiftung zu Gewalt und Unterstützung terroristischer Organisationen verurteilte Dichterin Dareen Tatour auftreten. Beide Frauen werden von den Berliner Veranstaltern als „befreite palästinensische weibliche Gefangene aus dem besetzten Palästina“ angekündigt und sollen anschließend weitere Auftritte in Deutschland absolvieren.

 

Jerusalem-Marathon: Israel ehrt syrischen Läufer

In Israel ist die syrische Fahne gehisst worden – obwohl sich die Länder offiziell im Kriegszustand befinden. Die Fahne weht in Jerusalem nahe der Knesset, dem israelischen Parlamentsgebäude. Mit ihr soll der am Freitag beim Jerusalem-Marathon startende, in Syrien geborene Läufer Hasan Aljijakli geehrt werden. Die Rennstrecke führt direkt an der Fahne vorbei. Auch für jedes andere Land, das mit einem Teilnehmer beim Lauf vertreten ist, wurden in Jerusalem Fahnen aufgehängt. Insgesamt werden über 35.000 Läufer aus 72 Staaten in Israels Hauptstadt erwartet. In arabischen Ländern hingegen sind israelische Sportler meist nicht willkommen. Oft dürfen sie dort bei internationalen Wettkämpfen nicht oder nur ohne erkennbare Herkunftskennzeichnung antreten.