Jürgen Bühler beim Jesaja-62-Gebet der ICEJ in Stuttgart

ICEJ-Nachrichten vom 04. Juli 2019

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4 Jul 2019 (All day)
Jürgen Bühler beim Jesaja-62-Gebet der ICEJ in Stuttgart

Am Mittwoch hat ICEJ-Präsident Jürgen Bühler beim monatlichen Jesaja-62-Gebet der ICEJ in Stuttgart zur Fürbitte für Deutschland aufgerufen. Bühler leitete rund 70 Israelfreunde und ICEJ-Unterstützer im Gebet für Deutschland, Israel und Ägypten durch den Abend. Seine Frau Vesna begeisterte mit ihren Liedvorträgen. Der 70. Geburtstag der Bundesrepublik stelle einen Kairos-Moment dar, den Christen in Deutschland nicht verpassen sollten. Wie einst Abraham mit Gott um die Zukunft Sodoms verhandelt hatte, möchte Jürgen Bühler auch deutsche Christen ermutigen, vor Gott für die Zukunft Deutschlands einzustehen. Entsprechend 2. Chronik 7,14 werde Gott ein Land heilen, wenn sein Volk, die Gemeinde Jesu, sich demütige. „Die Zukunft Deutschlands liegt nicht im Deutschen Bundestag, sondern in den Händen der Gemeinde Jesu“, betonte Bühler. So habe das vereinte Gebet der Christen in Ägypten weitreichende Veränderungen bewirkt: Tausende Christen beteten monatelang für ihr Land. Der Militärputsch im Jahr 2013 beendete dann die Regierung der islamistischen Muslimbruderschaft. Die neue Regierung von Präsident al-Sisi gewährt der christlichen Bevölkerung nun größeren Schutz und ist Israel freundlich gesinnt. (Foto: ICEJ, Jürgen Bühler beim Jesaja-62-Gebet in Stuttgart)

 

Nominierter EU-Außenbeauftragter kein Freund Israels

Die Nominierung Josep Borrells zum neuen EU-Außenbeauftragten hat in Israel Sorge ausgelöst. Der derzeitige spanische Außenminister hatte in der Vergangenheit die Anerkennung eines palästinensischen Staates ohne Friedensabkommen gefordert, und sich positiv gegenüber dem iranischen Regime geäußert. Als EU-Parlamentspräsident hatte sich Borrell bei einem Besuch der Knesset im Jahr 2005 zwar zur jüdischen Identität Israels bekannt, sorgte jedoch in jüngster Zeit für negative Schlagzeilen. So veranlasste er, dass Spanien beim UN-Menschenrechtsrat gegen Israel votierte und kritisierte das Vorgehen der israelischen Armee am Gaza-Grenzzaum scharf. Mit der Tatsache, dass der Iran Israel auslöschen wolle, müsse man leben, sagte Borrell Anfang des Jahres. Sollte Josep Borrell vom EU-Parlament bestätigt werden, würde er Federica Mogherini ablösen, die im Jahr 2015 das Iran-Atomabkommen mitverhandelt hatte. Als neue EU-Kommissionspräsidentin wird derzeit die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gehandelt. Von der Leyen hatte als deutsche Verteidigungsministerin umfangreiche Waffengeschäfte mit Israel genehmigt und wird von Benjamin Netanjahu als Freundin Israels geschätzt.

GEBETSANLIEGEN:Die Nominierung Josep Borrells zum EU-Außenbeauftragten muss das EU-Parlament noch bestätigen. Bitte beten Sie mit uns für einen EU-Außenbeauftragten, der sich für Israel einsetzen wird, und auch für Ursula von der Leyen, dass sie auch künftig an der Seite Israels stehen wird.

 

Israel: Erneute Militäraktion im Gazastreifen?

Israel bereitet sich derzeit auf eine umfangreiche Militäraktion im Gazastreifen vor. Das berichtete das israelische Nachrichtenportal i24 am Mittwoch. In den letzten Monaten erfolgten dutzende Angriffe der israelischen Luftwaffe auf iranische Waffenlieferungen, die sich auf dem Weg vom ägyptischen Sinai in den von der islamistischen Terrororganisation Hamas regierten Gazastreifen befanden. Die ägyptischen Sicherheitskräfte sollen ebenfalls Operationen durchgeführt haben, um den Waffenfluss zu unterbinden. Am Mittwochabend traf sich der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu mit dem Sicherheitskabinett im Hauptquartier der Gaza-Division der israelischen Armee. Israel wolle Ruhe im Süden wiederherstellen, sei jedoch auf eine groß angelegte Militäroperation gegen die in Gaza operierenden Terroristen vorbereitet, sagte Netanjahu. Der Süden Israels, insbesondere das Gebiet in direkter Nachbarschaft zum Gazastreifen, wurde in den vergangenen Wochen wieder vermehrt von Gaza-Raketen beschossen.

Proteste äthiopischer Juden gegen Polizeigewalt

Tausende Juden mit äthiopischen Wurzeln haben in den letzten Tagen in Städten in ganz Israel teilweise gewaltsam gegen Polizeigewalt und Rassismus demonstriert. Mehrere Autos wurden in Brand gesetzt. Am Dienstag blockierten Demonstranten in Tel Aviv zentrale Kreuzungen und brachten den Verkehr zum Erliegen. Rund 60.000 Menschen standen im Stau. 136 Demonstranten wurden seit Beginn der Proteste verhaftet, Rettungskräften zufolge gab es 83 Verletzte, darunter 47 Polizisten. Auslöser der Proteste war der Tod des äthiopischen Juden Solomon Tekah (19). Er wurde am Sonntag in Haifa von einem Polizisten erschossen. Der Polizist gab an, er sei bei dem Versuch, zwei streitende Gruppen zu trennen, mit Steinen beworfen worden. Der tödliche Schuss sei in einer Notwehrsituation gefallen. Augenzeugen bestreiten dies jedoch. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und Staatspräsident Reuven Rivlin äußerten grundsätzlich Verständnis für die Proteste, riefen jedoch zum gewaltfreien Dialog auf. Gilad Erdan, Minister für öffentliche Sicherheit, betonte, die Polizei werde weitere Gewaltausbrüche nicht tolerieren. In Israel leben mehr als 135.000 Juden äthiopischer Abstammung. Die Haupteinwanderungswellen fanden 1984 und 1991 statt. Die Integration der äthiopischen Juden ist bis heute eine große Herausforderung. Äthiopische Juden in Israel beklagen, dass sie häufig diskriminiert werden, und Rassismus ausgesetzt sind.

 

Aschkelon: Philister kommen laut Forschern aus Europa

Nach 30 Jahren archäologischer Arbeit und genetischer Forschung deutet laut einem internationalen Forschungsteam in Aschkelon alles darauf hin, dass die Philister im 12. Jahrhundert v.Chr. von Europa aus in die Region im Südosten Israels eingewandert sind. Das gab die wissenschaftliche Fachzeitschrift „Science Advances“ am Mittwoch bekannt. 1985 hatte die Leon Levy Expedition, ein Projekt der Universität Harvard unter Leitung von Daniel M. Master, mit Ausgrabungen in Aschkelon begonnen. Die Hafenstadt wird in Josua 13,3 als eine der fünf Hauptstädte der Philister genannt. Mithilfe modernster Technologien und DNA-Analysen der Knochenfunde wollen die Forscher die umstrittene Herkunft der biblischen Philister klären. Den Archäologen zufolge stellen die rekonstruierten Gene einen überzeugenden Hinweis dafür dar, dass die Vorfahren der Philister aus Südeuropa über das Mittelmeer in die Levante migrierten. Diese Ergebnisse würden sich mit Amos 9,7 decken. Dort heißt es, der Herr habe die Philister aus „Kaftor“ (bronzezeitlicher Name für Kreta) herausgeführt.