Reuven Rivlin auf Staatsbesuch in Südkorea

ICEJ-Nachrichten vom 18. Juli 2019

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18 Jul 2019 (All day)
Reuven Rivlin auf Staatsbesuch in Südkorea

Reuven Rivlin auf Staatsbesuch in Südkorea

Beim Staatsbesuch des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin haben Israel und Südkorea im Laufe dieser Woche mehrere Absichtserklärungen unterzeichnet. Der Jerusalem Post zufolge soll in den Bereichen Wirtschaft, Technologie, Bildung und Sicherheit eine engere Zusammenarbeit gefördert werden. Südkoreas Präsident Moon Jae-in zeigte sich von Israels Fortschrittlichkeit auf diesen Gebieten beeindruckt. Südkorea sei besonders mit Blick auf die Sicherheitsbedrohung aus dem Norden an Israels Raketenabwehrsystem Iron Dome interessiert. „Wir sehen Herausforderungen als Chancen – das ist das Geheimnis Israels als Start-up Nation“, sagte Rivlin. Während seines Aufenthalts besuchte er auch die demilitarisierte Zone (DMZ) an der Grenze zu Nordkorea.

Am Mittwochabend sprach Rivlin in der „Yoido Full Gospel Church“ in Seoul, eine der weltweit größten christlichen Gemeinden, mit über einer halben Million Mitglieder. Rivlin bezeichnete die Veranstaltung als „tief bewegend“ und „eines der besten Beispiele für bedingungslose Liebe zu Israel“. Am heutigen Donnerstag erhielt Rivlin die Ehrenbürgerschaft der Stadt Seoul. Anerkennend twitterte er vor seiner Abreise: „Wenn ich die Innovationen in Seoul sehe, könnte ich genauso gut in Tel Aviv sein.“ (Foto: Reuven Rivlin und Moon Jae-in in Seoul am 15. Juli 2019, Kobi Gideon/GPO)

 

Tausende Israelis erhalten portugiesische Staatsbürgerschaft

Portugal hat im letzten Jahr etwa 10.000 Israelis die portugiesische Staatsbürgerschaft verliehen. Laut Berichten israelischer Medien am Donnerstag erfolgte dies im Rahmen eines Gesetzes von 2015, das Nachfahren spanischer Juden ermöglicht, die portugiesische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Zehntausende Juden auf der iberischen Halbinsel fielen im 15. und 16. Jahrhundert der Inquisition zum Opfer, weitere Zehntausende wurden aus den katholisch regierten Spanien und Portugal ausgewiesen. Viele ließen sich daraufhin in verschiedenen Regionen des osmanischen Reichs nieder, vor allem in Nordafrika und dem östlichen Mittelmeerraum. Spanien hat zeitgleich mit Portugal ein ähnliches Gesetz verabschiedet, von dem ebenfalls tausende Israelis und Juden aus anderen Ländern Gebrauch machten. Einen Zweitpass von EU-Mitgliedsstaaten zu besitzen, ist bei Israelis sehr beliebt, da er zum ungehinderten Reisen weltweit befähigt.

 

Hitzewelle verursacht neue Waldbrände in Israel

Israel hat erneut mit mehreren Waldbränden im ganzen Land zu kämpfen, die durch die aktuelle Hitzewelle ausgelöst wurden. Am gestrigen Mittwoch stieg das Thermometer im Süden Israels auf bis zu 42 Grad Celsius, in Tiberias wurden 41 Grad gemessen. Im Laufe des Tages mussten hunderte Israelis vor den Bränden evakuiert werden. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen bis in die Nacht, dabei kamen auch Löschflugzeuge zum Einsatz. Eines der schlimmsten Feuer wütete nahe der Stadt Or Yehuda östlich von Tel Aviv, hier wurden fünf Häuser zerstört. Weitere Orte in Zentralisrael waren von Bränden bedroht und zwei Ortschaften nahe Jerusalem mussten geräumt werden. Trotz zahlreicher großer Brände gab es nur wenige Verletzte.

 

Israel erwägt Arbeitserlaubnis für Palästinenser aus dem Gazastreifen

Israelische Medien berichteten am Dienstag über geheime Verhandlungen zwischen israelischen Behörden und der im Gazastreifen regierenden islamistischen Terrororganisation Hamas. Ziel dieser Verhandlungen ist, 5.000 Bewohnern des Gazastreifens eine Arbeitserlaubnis in Israel zu ermöglichen. Seitdem die Hamas vor rund zehn Jahren die Macht im Gazastreifen übernommen hatte, gab es für Palästinenser aus dem Küstengebiet keine Möglichkeit mehr, in Israel zu arbeiten. Die Arbeitslosenquote liegt dort bei über 40 Prozent, der durchschnittliche Verdienst bei rund 1.000 NIS (250 Euro). In Israel würden sie bei einer Anstellung in den umliegenden Bau- und Landwirtschaftsbetrieben rund 3.500 NIS (880 Euro) verdienen. Auf israelischer Seite hofft man, dass eine Steigerung des Wohlstands im Gazastreifen zur Entspannung der Lage im Grenzgebiet führen wird.