UN: Bühne für Israel-Hass und Geschichtsfälschung

ICEJ-Kurznachrichten vom 3. Dezember 2018

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Posted on: 
3 Dez 2018 (All day)
UN: Bühne für Israel-Hass und Geschichtsfälschung

Die UN sind in den letzten Tagen durch eine besonders aggressive Anti-Israel-Politik aufgefallen, bei der selbst vor offen formuliertem Israel-Hass und Geschichtsfälschung nicht zurückgeschreckt wurde. So luden die UN zum „Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk“ vergangene Woche Marc Lamont Hill, Professor an der US-amerikanischen Temple Universität, als Gastsprecher ein. Unter anderem unterstellte Hill in seiner Rede Israel „ethnische Säuberung“ und forderte ein „freies Palästina vom Fluss (Jordan) bis zum Meer (Mittelmeer)“ - ein Slogan, der von Extremisten als Synonym für die Auslöschung Israels benutzt wird. Außerdem rief Hill dazu auf, sich an der antisemitischen Boykottbewegung BDS (Boykott, Kapitalentzug, Sanktionen) zu beteiligen und bezeichnete jede Art des Widerstands gegen Israel als gerechtfertigt, als „Recht eines besetzten Volkes“. Für seine Aussagen gab es Beifall von der UN-Versammlung, während CNN noch am Donnerstag die Zusammenarbeit mit Hill beendete, der bisher als Kommentator für den Nachrichtensender gearbeitet hatte. Kritik gab es auch von der Menschenrechtsorganisation „Human Rights Voices“. Hill entschuldigte sich am gestrigen Sonntag für seine Rede. Seitens der UN gab es keine offizielle Distanzierung. Stattdessen verabschiedete die UN-Generalversammlung am Freitag sechs Resolutionen gegen Israel – darunter zwei, in denen die jüdische und christliche Verbindung zum Tempelberg geleugnet wird. „Die internationale Gemeinschaft muss damit aufhören, sich an solch eklatanten Geschichtsfälschungen zu beteiligen“, forderte Israels stellvertretende UN-Botschafterin Noa Furman. Unterdessen gelang es Archäologen, die Inschrift eines alten Ringes zu entziffern, der vor 50 Jahren bei Ausgrabungen in Bethlehem gefunden worden war. Er gehört zu den vielen Artefakten, die die biblische Geschichtsschreibung bestätigen. Die Inschrift lautet „Pontius Pilatus“.

 

 

Jetzt ICEJ-Petition für die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels unterschreiben - Verlängert bis 31. Januar 2019!
Die ICEJ setzt sich seit fast vierzig Jahren dafür ein, dass Jerusalem als Hauptstadt des Staates Israel anerkannt wird. Im Mai dieses Jahres haben die USA und Guatemala ihre Botschaften nach Jerusalem verlegt. Auch mehrere EU-Mitgliedstaaten wollen dies tun. Die deutsche Bundesregierung hat sich bisher ausdrücklich von einem solchen Schritt  distanziert. Deshalb hat die ICEJ eine Petition an Bundeskanzlerin Angela Merkel initiiert, in der wir sie auffordern, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die deutsche Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.

UNTERZEICHNEN AUCH SIE DIE PETITION!
Vollständiger Petitionstext und Unterzeichnungsmöglichkeit

 

Palästinenser vertrauen PA nicht – Israel soll helfen

Palästinenser, die in jüdischen Siedlungen im Westjordanland (Judäa und Samaria) arbeiten, protestieren aktuell gegen ein neues Gesetz der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), wonach israelische Arbeitgeber die Gehälter ihrer palästinensischen Arbeitnehmer künftig über die PA bezahlen sollen. Eine neu gegründete palästinensische Sozialversicherungsgesellschaft soll die Verwaltung der Sozialleistungen übernehmen. Die palästinensischen Arbeitnehmer befürchten, die PA werde die Gelder zweckentfremden oder durch Misswirtschaft beispielsweise Renten später nicht ausbezahlen können. Sie baten nun den Dachverband der Gewerkschaften Israels um Unterstützung. Weitere Demonstrationen sind für die nächsten Tage angekündigt. Die PA reagiert mit Verärgerung: Es sei „unakzeptabel“, dass Palästinenser der israelischen Regierung mehr vertrauen, als ihrer eigenen.

 

Zwangsprostitution: Israel will Verbrechen beenden

Israels Präsident Reuven Rivlin, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Sozialministerin Gila Gamliel haben Menschenhandel, speziell Zwangsprostitution, als eines der abscheulichsten Verbrechen bezeichnet. In Israel gibt es, wie in anderen Ländern auch, drogenabhängige und notleidende Frauen, die von Zuhältern als Prostituierte versklavt werden. Anlässlich einer Preisverleihung in der Residenz des Präsidenten sprachen sich die Politiker am gestrigen Sonntag für schärfere Maßnahmen aus.

In Tel Aviv gibt es ein Hilfszentrum für Opfer des Menschenhandels, wo junge Frauen in Not Zuflucht finden. Bitte helfen Sie der ICEJ, dieses wichtige Projekt zu unterstützen! Als Verwendungszweck bitte „Roter Teppich“ angeben. Herzlichen Dank!

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Iran: Raketentests und Waffenexporte

Der Iran hat am Samstag offenbar eine neue Mittelstreckenrakete getestet und damit erneut gegen die Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrats verstoßen. Das belegen Radaraufnahmen der USA. Der Iran kündigte zeitgleich an, ein neues Kriegsschiff entwickelt zu haben, das vom Radar nicht zu erfassen sei. Auch habe man inzwischen eine neue, schlagkräftige Cyberarmee aufgestellt. Man könne Gegner nun auf See, an Land, in der Luft und online angreifen. Wie das US-Außenministerium mitteilte, sei der Iran tatsächlich mit seinen Mittelstreckenraketen inzwischen in der Lage, sogar Teile Europas zu erreichen. Waffen und Überreste militärischer Ausstattung iranischer Herkunft, die man auf Kampfplätzen in Afghanistan, Bahrain und Jemen gefunden hat, belegen demnach außerdem, dass der Iran trotz UN-Verbot weiterhin Waffen exportiert. Erst vergangene Woche sei per Flugzeug wieder eine Waffenlieferung nach Beirut, Libanon erfolgt.

 

Tel Aviv wird „Amsterdam des Nahen Ostens“

In Tel Aviv ist am gestrigen Sonntag der erste Abschnitt eines 110 Kilometer langen Radwegenetzes eingeweiht worden. Die neuen Radwege werden Tel Aviv in das „Amsterdam des Nahen Ostens“ verwandeln und tausenden Pendlern einen gesunden, sicheren Weg zur Arbeit bieten, freute sich Tel Avivs Bürgermeister Ron Huldai bei der Eröffnungsfeier. Angesicht der großen Staus, die es täglich zu Stoßzeiten in Tel Aviv gibt, werde der Weg zur Arbeit für die Pendler mit dem Rad außerdem schneller als per Auto, versprach der Bürgermeister. Der erste Abschnitt ist 3,5 Kilometer lang. Der Bau dauerte ein Jahr und kostete rund 1,7 Millionen Euro.