USA, EU verurteilen tödlichen Terroranschlag in Israel

ICEJ-Kurznachrichten vom 09. Oktober 2018

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9 Okt 2018 (All day)
USA, EU verurteilen tödlichen Terroranschlag in Israel

© Foto: Mark Neyman/GPO, Israels Staatspräsident Reuven Rivlin besucht die Familien der Terroropfer von Barkan.

Während die USA und mehrere europäische Vertreter den tödlichen Terroranschlag am Sonntag in Israel scharf verurteilt haben, äußerten sich die UN nach Angaben der Jerusalem Post bis zum heutigen Dienstag noch nicht. Am Sonntag hatte der 23-jährige Palästinenser Ashraf Walid Suleiman Na’alwa in der Industriezone Barkan im Westjordanland die israelischen Zivilisten Kim Levengrond Yehezkel (29), Mutter eines Kleinkindes, und Ziv Hajbi (35), Vater von drei Kindern, erschossen und eine weitere Frau schwer verwundet. Israelische und palästinensische Sicherheitskräfte suchen noch immer nach dem flüchtigen Attentäter, mehrere Personen wurden verhaftet. „Ich bin schockiert über die brutale Attacke im Barkan-Komplex. Ich verurteile diesen Gewaltakt scharf. Mein Herz ist mit den Familien der Opfer“, erklärte Dr. Susanne Wasum-Rainer, seit September neue deutsche Botschafterin in Tel Aviv. Na’alwa hatte eine Arbeitserlaubnis für das Industriegebiet und arbeitete als Elektriker. Barkan galt bisher als Oase der Koexistenz, wo Israelis und Palästinenser zusammenarbeiten.

 

Israel liefert ohne PA-Zustimmung Diesel nach Gaza

Israel hat ohne Zustimmung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas am heutigen Dienstag begonnen, Dieselkraftstoff in den Gazastreifen zu liefern. Das berichtete die israelische Armee am heutigen Dienstag. Bis zu sechs Tanklastwagen sollen heute Kraftstoff zur Produktion von acht Stunden Strom liefern. Nach Angaben der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Terrororganisation Hamas hat Katar zugestimmt, sechs Monate lang für den Treibstoff zu zahlen, der für den Betrieb von Kraftwerken zur Stromerzeugung in Gaza benötigt wird. Die PA versuchte letzte Woche, diese Maßnahme zu verhindern. Ein palästinensischer Vertreter erklärte, Abbas habe der Hamas am Freitag ein Ultimatum gestellt, den Gazastreifen bis Ende des Monats an die PA zu übergeben. Ägypten will Druck auf Abbas ausüben, damit dieser im Hinblick auf die unter ägyptischer Vermittlung geführten indirekten Gespräche über eine Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas kooperiert.

 

Erneut gewalttätige Palästinenserunruhen an Gaza-Grenzzaun

Am Montag und am Wochenende hat es erneut gewalttätige Ausschreitungen von Palästinensern am Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel gegeben. Tausende Palästinenser versammelten sich am Montag am nördlichen Grenzzaun, warfen Steine und verbrannten Reifen. Am Freitag versammelten sich 20.000 Palästinenser zu gewalttätigen Ausschreitungen am Grenzzaun, verbrannten Reifen und bewarfen israelische Soldaten mit Sprengsätzen, Granaten und Steinen. Drei Palästinenser wurden getötet und mehr als 370 verletzt. Terroristen verursachten mit brennenden Ballons zudem mehrere Feuer in Israel. Einem Bericht der Zeitung Yediot Aharonot zufolge sind Terroristen für mehr als 2.000 Brände in Südisrael in den letzten sechs Monaten verantwortlich, mehr als 2.800 Hektar wurden verbrannt.

Die israelische Luftwaffe reagierte mit zwei Luftschlägen auf Hamas-Stützpunkte im Gazastreifen auf die Gewalt. Der israelische Generalstabschef Gadi Eisenkot machte sich am Freitag am Grenzzaun ein Bild von den Ausschreitungen und der Sicherheitslage vor Ort. Israels Soldaten und Kommandeure arbeiten Tag und Nacht daran, dass die Bewohner Südisraels in Sicherheit leben können, erklärte die Armee. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte während des Besuches des deutschen Außenministers Heiko Maas in Jerusalem am Freitag: „Israel wird bei jeder Aktion gegen Israel und die Bewohner im Süden entschieden gegen Gaza vorgehen.“ Mehr als 180 Palästinenser starben während der seit mehr als sechs Monaten andauernden gewalttätigen Ausschreitungen am Gaza-Grenzzaun und Tausende wurden verwundet. Sie fordern ein „Rückkehrrecht“ für Millionen Palästinenser ins Kernland Israels.

Helfen Sie der ICEJ, die Bewohner Südisraels im Kampf gegen die Terror-Brände zu unterstützen und weitere geländegängige Löschanhänger zu liefern. Als Verwendungszweck bitte „ICEJ-Hilfsfond“ angeben, herzlichen Dank!

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Weitere 1.000 Falash Mura dürfen nach Israel einwandern

Das israelische Kabinett hat am Sonntag beschlossen, dass weitere 1.000 äthiopische Falasch Mura nach Israel einwandern dürfen. Die Falash Mura warten in Äthiopien darauf, Alijah (Einwanderung nach Israel) machen zu dürfen, um mit ihren Familien in Israel, die sie zum Teil seit Jahren nicht gesehen haben, wiedervereint zu werden. Zunächst dürfen nur Falash Mura, die bereits Familienangehörige in Israel haben, kommen sowie ihre Partner und unverheiratete Kinder, die keine eigenen Kinder haben. Derzeit warten schätzungsweise 8.000 Stammesmitglieder in Äthiopien darauf, nach Israel gehen zu dürfen. Die Falash Mura sind äthiopische Juden, deren Vorfahren sich oft unter Zwang vor Generationen zum Christentum bekehrt haben. Ob auch die verbleibenden 7.000 Falash Mura nach Israel einwandern dürfen ist noch nicht klar.

Die ICEJ hat sich auf Bitten der Jewish Agency verpflichtet, die Flugtickets für die äthiopischen Juden zu finanzieren. Bitte helfen Sie uns mit Ihren Gebeten und Gaben, die Falash Mura nach Hause zu bringen. Als Verwendungszweck „Alijah Äthiopien“ angeben, vielen Dank!

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