Ermutigende Nachrichten in Zeiten der Krise

Kurzberichte aus Israel

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14 Apr 2020
Ermutigende Nachrichten in Zeiten der Krise

Juden und Christen lesen gemeinsam die Psalmen

Inmitten der weltweiten Coronakrise gibt es viele ermutigende Initiativen des gemeinsamen Gebets. Die Internationale Christliche Botschaft Jerusalem und die Organisation „The Jerusalem Summit“ haben Ende März erstmals das Online-Treffen „Calling to God together“ (Gemeinsam Gott anrufen) per Video-Konferenz initiiert. Seitdem lesen Juden und Christen weltweit jeden Donnerstag (15.00-16.00 Uhr deutscher Zeit) gemeinsam die Psalmen, um Gott zu bitten, gnädig zu sein und der globalen Corona-Krise ein Ende zu bereiten. Jüdische und christliche Leiter aus Israel und aller Welt beten im Wechsel einen Psalm auf Hebräisch und in vielen anderen Sprachen. „Das jüdische Volk hat der Welt das am meisten genutzte Gebetsbuch weltweit gegeben, die Psalmen“, erklärte Dr. Jürgen Bühler, ICEJ-Präsident in Jerusalem. „Auch Christen schätzen ihre Schönheit, Kraft und ihren Trost.“ Es war wunderbar, Juden aus Israel Psalmen an verschiedenen Orten lesen zu hören, darunter in Schilo und Kirjat Arba bei Hebron, wo einige der Texte verfasst wurden. Auch die Lesungen aus aller Welt sowie von arabischen Christen waren stark. Besonders bewegend war es, als Toni Rozzini, Direktor der ICEJ-Italien aus der besonders betroffenen Lombardei, Psalm 16 las. Auch jüdische Teilnehmer zeigten sich bewegt von der gemeinsamen Initiative. „Wir haben Gänsehaut bekommen, als wir hörten, wie unsere eigenen Psalmen in verschiedenen Sprachen gelesen wurden“, sagte ein jüdischer Teilnehmer. Ein anderer erklärte: „Ich spürte den Ruach HaKodesch (Heiligen Geist) in diesem Treffen.“

Die Initiative hat inzwischen die israelischen Medien erreicht. Lesen Sie hier einen Bericht von BreakingIsraelNews (auf Englisch).

Jesaja-62-Gebet: Vom Wohnzimmer ins Online-Gebet

Am 1. April haben Beter aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz von Zuhause aus an der ersten Zoom-Videokonferenzschaltung des Jesaja-62-Gebets teilgenommen. Die Beter standen für Israel, Deutschland und die ganze Welt in der aktuellen Corona-Krisensituation ein und baten Gott um Erbarmen sowie sein mächtiges Eingreifen. Auch für die jüngsten Entwicklungen in Israels Regierungsbildung wurde gebetet. Viele Beter empfanden das Online-Treffen als sehr ermutigend. Das ICEJ-Team freute sich über viele positive Rückmeldungen im Gruppenchat. Eine Beterin schrieb: „Das war echt klasse heute. Ich bin hier alleine und es war echt toll, mit euch vereint zu sein.“ Ein anderer Teilnehmer meinte:„Was für ein schönes Gebetstreffen, liebe ‚Familie‘ des Herrn Jeschua.“

Bis auf weiteres findet das Jesaja-62-Gebet der ICEJ jeden Mittwoch um 19.30 Uhr per Zoom-Videokonferenz statt. Wir freuen uns, wenn Sie dabei sind! Nähere Infos zur Teilnahme: www.Jesaja62.icej.de

 

Von ICEJ gespendete Löschfahrzeuge im Einsatz gegen Corona

Im Frühjahr 2018 begannen palästinensische Terroristen aus dem Gazastreifen, mit Brandsätzen bestückte Drachen und Ballons über die Grenze in südisraelische Ortschaften fliegen zu lassen. Die ICEJ finanzierte Löschanhänger und geländegängige Löschfahrzeuge, um bei der Bekämpfung der so verursachten Terrorbrände zu helfen. Diese Löschwagen wurden nun umfunktioniert, um mit Hilfe ihrer Hochdruckstrahler öffentliche Plätze wie diesen Kinderspielplatz zu reinigen und zu desinfizieren.

 

Vom Tod zum Leben - arabischer Corona-Patient geheilt

Israels erster schwer erkrankter Covid-19-Patient, ein arabischer Busfahrer aus Ostjerusalem, ist Ende März gesund aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 38-Jährige kam Anfang März mit hohem Fieber und Atemnot in ein Krankenhaus in Galiläa. Als sich sein Zustand dramatisch verschlechterte, musste er künstlich beatmet werden. Vermutlich hatte er sich angesteckt, als er eine griechische Reisegruppe, die später positiv auf das Virus getestet wurde, durch das Land fuhr. Das Krankenhaus bestätigte, ihn mit einem Ebola-Medikament behandelt zu haben. „Es war der schwerste Monat meines Lebens“, sagte der 38-Jährige nach seiner Entlassung und bedankte sich bei den israelischen Ärzten. „Dank Ihrer Hilfe bin ich heute wieder auf den Beinen. Ich schätze Ihre Hilfe sehr und fühle mich wie neugeboren“, erklärte er und fügte hinzu, er freue sich sehr auf das Wiedersehen mit seiner Frau und seinen drei kleinen Kindern.

 

Arabische Christen aus Nazareth segnen Israelis zum Passahfest

Die arabisch-christliche Gemeinde „Home of Jesus the King“ in Nazareth/Israel hat kurz vor dem Passahfest gezeigt, wie christliche Nächstenliebe inmitten der Corona-Krise aussehen kann. „Wir haben 150 Flaschen koscheren Wein und jeweils 150 Pakete Mazze-Brot und Klopapier besorgt und haben sie zu unseren jüdischen Nachbarn in Nazareth-Illit gebracht, um bedürftige jüdische Familien in der Stadt zum Passahfest besonders zu segnen“, erzählte Pastor Saleem Shalash. „Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Nazareth-Illit freuten sich sehr und zeigten sich dankbar und gerührt, dass wir zum Passahfest an sie gedacht haben.“

 

Schutzkleidung für Israel

GAZA - Zahlreiche Bekleidungsproduzenten in den Palästinensergebietenhaben ihre Produktion auf die Herstellung von Masken und Schutzkleidung umgestellt, darunter auch das im Gazastreifen ansässige Unternehmen Unipal 2000. Es stellt seit Jahrzehnten Kleidung überwiegend für den israelischen Markt her. Als sich Anfang März der Einbruch der Nachfrage durch den Einzelhandel in der Corona-Krise abzeichnete, stellte Fabrikbesitzer Nabil Bawab die Produktion auf die Anfertigung von Mundschutzmasken und Schutzanzügen um. „Wir versorgen so weiterhin hunderte Familien in Gaza und helfen der Öffentlichkeit mit dem Nachschub von Masken und Schutzanzügen“, erklärte er. Bis Ende April will das Unternehmen eine Million Masken und 50.000 Schutzanzüge allein für israelische Abnehmer produzieren.

CHINA – Aus China erhielt Israel Anfang April umfangreiche Lieferungen von Schutzkleidung,Masken und wichtiger medizinischer Ausrüstung - größtenteils gespendet von chinesischen Privatpersonen, aber auch von Städten. „In China gibt es kaum Antisemitismus, aber viel Bewunderung für Israel und die Juden“, erklärte Yossi Ben Shitrit vom israelischen Konsulat in Shanghai, das von Spenden überflutet wurde. Israel hatte China beigestanden, als die Corona-Krise dort am schlimmsten war.


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